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378 pages, Paperback

First published February 14, 2024

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Mario Bekeschus

4 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Tanja.
367 reviews6 followers
June 29, 2025
In manchen Reihen fühlt man sich einfach zuhause. So geht es mir mit der Niedersachsen-Krimi-Reihe, wo ich mittlerweile den dritten Band inhaliert habe. 
 
Wim Schneider, der Ermittler mit Ecken, Kanten und einer Vergangenheit, steht vor einem besonders harten Fall. Im Eichtal werden menschliche Gliedmaßen gefunden und die Spur führt zu einem mysteriösen Jagdverein und einer Förderstiftung. Und als würde das nicht reichen, hat es der Täter dieses Mal auch auf das Team abgesehen. Es gab so viel Spannung und Nervenkitzel auf einmal. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
 
Wim trägt seine Lasten spürbar mit sich. Er ringt mit seinen Fällen und den Herausforderungen seines eigenen, ganz privaten Lebens. Ob er sich mittlerweile mit der Technik angefreundet hat? Das bleibt offen, aber die Dynamik zwischen den Kollegen fand ich sehr spannend. Allen voran Wim, Rosalie und Yves Degenhardt. Ob sie sich wohl noch zusammenraufen und ein echtes Team werden?
 
Besonders berührend und vielschichtig ist die Beziehung zwischen Wim und Biggi. Wim war ja immer ein Einzelgänger. Ob er wirklich bereit ist für eine ernsthafte Beziehung? Biggi ist seine Stütze, seine Stimme der Vernunft und manchmal auch sein kritischer Spiegel. Man merkt, wie sehr sie beide aufeinander angewiesen sind, aber auch, dass das nicht immer einfach ist.
 
Die Dynamik zwischen Wim und Rosalie ist ein weiteres Highlight. Professionell, aber auch menschlich, mit Andeutungen, die die Figuren lebendig machen. 
 
Zwischen den Kapiteln finden sich immer wieder Tagebucheinträge des Mörders an seine Geliebte. Das ist einerseits ziemlich gruselig, andererseits spannend und lässt viele Vermutungen zu. Ehrlich gesagt hatte ich bis zum Ende keine Ahnung, wer der Täter ist. Und das fand ich richtig gut gemacht. 
 
Die Perspektivwechsel geben der Geschichte eine tolle Abwechslung, ohne den Überblick zu verlieren. Und die Einblicke in die Psyche des Täters sorgen für eine zusätzliche, beklemmende Spannung.
 
Dieser Krimi schreibt von Wut, Verzweiflung, Mord, Eifersucht, Angst, Wehmut, Sucht, Freundschaft, Spannungen unter Geschwistern, Vertrauen, überschrittenen Grenzen, der Unsterblichkeit, Rache, Teambuilding, innigen Gefühlen, Liebe und Neuanfang. Es ist eine Geschichte voller Facetten, die über einen reinen Krimi hinausgeht und tief unter die Haut geht.
 
Der Fall fordert nicht nur Opfer auf Täterseite, sondern auch bei den Ermittlern. Die Charakterentwicklung geht weiter. Private Konflikte und offene Fragen machen neugierig auf den nächsten Band.
 
Besonders beeindruckt hat mich wieder Mal der Schreibstil des Autors. Mario Bekeschus lässt seine Schauplätze lebendig werden. Man fühlt sich mittendrin im Geschehen und das macht das Lesen zu einem echten Erlebnis.
 
Abschließend möchte ich noch das Nachwort hervorheben, das ich sehr interessant fand. Es gibt spannende Einblicke in die Hintergründe und Entstehung des Buches, was das Leseerlebnis noch bereichert und den Autor näher bringt.
 
Wer regionalen Krimi mit Tiefgang und einem Hauch Humor liebt, sollte diese Reihe unbedingt entdecken. Am besten von Anfang an.
138 reviews1 follower
Read
May 19, 2024
Ein fesselnder Regiokrimi

Inhalt: Kommissar Wim Schneider, der gerade erst in seine alte Heimat Braunschweig zurückgekehrt ist, sieht sich mit mehreren Verbrechen konfrontiert: Zuerst wird nahe der Oker eine bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche gefunden; kurze Zeit später würgt eine Schlange im Naturhistorischen Museum eine Fingerkuppe hervor. Zudem geht eine Vermisstenanzeige bei der Polizei ein: Die honorige Vorsitzende einer Förderstiftung ist verschwunden. Als wäre die Klärung der Verbrechen allein nicht schon kompliziert genug, wird die Situation für Wim Schneider und seine Teampartnerin Rosalie Helmer noch durch einen weiteren Faktor erschwert: Yves Degenhardt, der neue Vorgesetzte von Wim und Rosalie, der ihnen genaustens auf die Finger schaut…

Persönliche Meinung: „Im Eichtal“ ist nach „Gaußberg“ und „Hinter Liebfrauen“ der dritte Band um den Kriminalhauptkommissar Wim Schneider. Die Fälle sind jeweils in sich abgeschlossen, sodass man die Krimis nicht zwangsläufig der Reihe nach lesen muss. In der Reihe spielt allerdings auch die Entwicklung der Figuren (z. B. Liebesbeziehungen, Freundschaften, Erkrankungen) eine große Rolle, sodass es sinnvoll ist, die Reihe chronologisch zu lesen, um besser mit den Figuren fühlen zu können (im 3. Band wird beispielsweise eine Freundschaft stark auf die Probe gestellt – welche dies ist, soll hier allerdings nicht gespoilert werden). Erzählt wird die Handlung aus unterschiedlichen personalen Perspektiven. Ankerpunkte dabei bilden Wim, Rosalie und Wims (ehemalige) Arbeitskollegin Biggi. Mit den Perspektivwechseln geht häufig ein Wechsel des Schauplatzes einher, sodass die Handlung einerseits ein schönes Tempo erhält, andererseits die Fälle immer wieder neu – aus einer anderen Sicht – betrachtet werden (Keine Angst: Mario Bekeschus tariert die Perspektiven stimmig aus, sodass man immer genau weiß, wer gerade wo erzählt/ist). Zur Handlung selbst möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur: Sie ist fesselnd, besitzt die ein oder andere überraschende Wendung und wird stimmig aufgelöst. Eine zusätzliche – über die Krimihandlung hinausgehende – Tiefe erhält der Roman durch die bereits angesprochene Thematisierung des Privatlebens der Figuren. Hier geschehen ebenfalls Dinge, mit denen man nicht gerechnet hätte – und die eine potentielle Sprengkraft für zukünftige Krimis rund um Wim Schneider besitzen. Der Schreibstil von Mario Bekeschus ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Im Eichtal“ ein fesselnder Niedersachsen-Krimi, der sich stimmig in die Reihe fügt und sehr gespannt auf den nächsten Teil macht.
Profile Image for J Booksbaum.
36 reviews
March 20, 2024
Im Eichtal
Kalte Nase und feuchte Schnauze.
Jack Russell Terrier Nero ist mit seinem Herrchen Detlef Konopke am Okerufer nahe dem Heizkraftwerk Mitte unterwegs. Was als nervige aber nötige Gassi-Runde beginnt, endet für beide mit dem Fund einer zerstückelten Leiche in Müllsäcken.
Als dann noch eine Fingerkuppe im Naturhistorischen Museum, im Terrarium der Schlange Brunonia auftaucht und die Mäzenin einer Förderstiftung aus Hannover vermisst wird, steht fest das Wims erster Fall zurück in Braunschweig alles andere als einfach wird.
Und was hat der Jagdverein aus Riddagshausen mit den Fällen zu tun.
Nicht nur Intrigen auch ein neuer Chef erschweren Wim und Rosalie die Ermittlungen.

Der dritte Band ist für mich bisher der stärkste der Reihe. Obwohl „Im Eichtal“ einen höherem Thriller-Anteil hat kommt die kriminalistische Arbeit nicht zu kurz. Neben der super beschriebenen polizeilichen Ermittlungsarbeit rückt das Privatleben der Figuren mehr in den Fokus, was mir sehr gut gefallen hat.
Mario kann so unglaublich fesselnd schreiben und weiß Spannung, Düsternis und Humor hervorragend zu verbinden.

Wenn ihr Lust auf einen blutigen Spaziergang durch Braunschweig habt begebt euch zwischen die Seiten von „Im Eichtal“


5 von 5 ⭐️
Profile Image for Jasmin Hesse.
178 reviews1 follower
February 24, 2024
Ein überraschender und fesselnder neuer Fall für die Ermittler Rosalie Helmer und Wim Schneider. Die Geschichte hat mich beim Lesen gefangen genommen und ich wollte das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen. Der dritte Krimi vom Autoren ist blutiger und auch etwas düsterer und hat mich total mitgerissen. Ich habe mitgefiebert und fühlte mich mittendrin. Mario Bekeschus schafft es seine Charaktere so zu zeichnen, als würde man sie selbst kennen. Die Story war mir sehr bildhaft im Kopf und ich konnte mir super gut alles vorstellen. Ein dichter Nebel umgibt die Ermittlungen, und Stück für Stück lichtet sich ein bisschen der Fall. Wieder ein tolles Buch vom Autoren, das mir sehr gefallen hat.
Profile Image for Buchkomet.
19 reviews
June 19, 2024
„Im Eichtal“ ist der dritte Band der hervorragenden Niedersachsen-Krimi-Reihe von Mario Bekeschus und setzt die Ermittlungen von Kommissar Wim Schneider und seiner Teampartnerin Rosalie in Braunschweig fort. Der Klappentext verspricht eine düstere Geschichte, die mit einem grausamen Fund beginnt: Eine zerstückelte Leiche wird im Eichtalviertel entdeckt, und kurz darauf taucht eine Fingerkuppe im Naturhistorischen Museum auf. Die Ermittlungen führen zu einem Jagdverein und einer hannoverschen Förderstiftung, doch Intrigen erschweren die Polizeiarbeit erheblich. Wim und Rosalie müssen bald erkennen, dass sie selbst im Visier des Täters stehen und sein Werk noch nicht vollendet ist.

Butter bei die Fische: Kennt ihr diese Buchreihen, bei denen es sich so anfühlt, als würde man „nach Hause“ kommen? So ging es mir tatsächlich mit den drei Niedersachsen-Krimis, die ich in den letzten Wochen lesen durfte. Alle drei Bücher sind echte Pageturner, und ich habe auch gar nicht lange für diese Bücher gebraucht. (Da waren einige perplex.) „Im Eichtal“ ist nun der dritte Band dieser ganz fantastischen Reihe, und was soll ich sagen? Was für ein Buch! „Im Eichtal“ ist für mich der mit Abstand beste Teil der Reihe.

Die Handlung kommt diesmal deutlich düsterer daher, und der Autor verschont nicht einmal das Ermittlerteam, das ebenfalls Opfer des Täters wird. In einem Fall war ich gar etwas sprachlos, aber ich will natürlich nicht zu viel verraten. Insgesamt zeigt die Handlung einfach die Wandelbarkeit des Autors, der in allen drei Bänden mit solch unterschiedlichen Fällen aufwartet, da stellt sich wirklich keine Routine oder Ähnliches ein. Die Charaktere sind wieder on top. Die Charaktergestaltung ist ohnehin über alle drei Bücher hinweg wunderbar. Da muss ich nichts mehr zu sagen, das hat Bekeschus einfach drauf. Der Humor in diesem Teil kommt sehr trocken rüber, was mir ganz besonders gefallen hat. Auch die eingestreuten Tagebucheinträge des Täters waren richtig gut und geben einiges zum Seelenleben des Täters preis.

Die Handlung an sich war sehr spannend, und obwohl ich diesmal relativ schnell auf den Täter schließen konnte, war die Auflösung dennoch richtig gut und das Motiv stark. Die Anspannung beim Lesen bleibt bis zum Schluss erhalten, und die Verstrickungen und Wendungen der Geschichte sind meisterhaft erzählt. Besonders beeindruckend ist, wie Bekeschus es schafft, die düstere Atmosphäre und die Bedrohung, die über den Ermittlern schwebt, fühlbar zu machen. Der Krimi entwickelt sich zu einem Psycho-Krimi, der tief unter die Haut geht und das ganze verstörende Seelenleben des Täters aufzeigt.

Insgesamt ein wunderbar spannender (Psycho-)Krimi, der für mich der beste Teil der Reihe ist. Der Autor versteht sein Handwerk einfach. Ich bin etwas traurig, dass ich Wim und Rosalie vorerst verlassen muss. Eines sei noch gesagt: Mit diesen drei Büchern und deren Geschichten und Charakteren hat sich der Autor in den Kreis meiner Lieblingsautoren geschrieben. Das war einfach ganz großartige Schreibkunst. Wer Lust auf spannende Lokalkrimis mit aktuellem Themenbezug, einer Prise Humor und (queerer) Romanzen hat, muss definitiv zuschlagen.
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