„Wer auf Reisen geht, tut dies nie ohne Grund.“
Das war die perfekte Mischung zwischen herzerwärmenden Charakteren und gelebter Reiselust! Wenn ich beim Lesen eines Mangas und danach mir das Grinsen auf dem Gesicht festgetackert ist, dann hat mich der Manga berührt. Our not so lonely planet travel guide schlägt genau in die Kerbe und unterhält mich mit der Mischung aus zwei jungen Männern, die auf Weltreise gehen, um danach den nächsten Schritt in ihrer Beziehung zu machen, fremden Ländern, Kulturen, leckerem Essen und bereichernden Bekanntschaften einfach nur unglaublich gut.
Asahi und Mitsuki sind beide Ende Zwanzig und wir treffen sie das erste Mal auf dem Flughafen. Ziel? Thailand, danach Indien und Georgien. Die beiden sind recht unterschiedlich - Asahi hat immer einen Plan und Geht jeden Schritt lieber mit Bedacht, anstatt auf die Nase zu fallen. Mitsuki dagegen ist ein Sonnenschein und stürzt sich gern in den Trubel, streunt durch die Städte und erlebt Abenteuer. Immer dabei - seine Kamera - er ist Fotograf. Die beiden sind schon seit längerer Zeit ein Paar - es wird auch schnell klar, dass Asahi in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
Was hat mir an Asahi und Mitsuki so gut gefallen? Sie verändern durch ihre gemeinsame Reise ihren Blickwinkel - auf sich selbst und auf den Partner. Ich habe gemerkt, wie sie Nuancen zu ihrem Freund hinzugefügt haben und sich gegenseitig manchmal überrascht haben - ohne ihren eigenen Charakter dabei zu verlieren. Die beiden dabei zu beobachten, hat mir einfach zu großen Spaß gemacht. Die beiden sind oft unterschiedlicher Meinung - und halten doch zusammen, wenns drauf ankommt. Dieser Kontrast macht die Beziehung der Beiden für mich so spannend. Auf explizite Szenen hat die Manga-Ka verzichtet (Danke!) - die Liebe, die die beiden Protagonisten füreinander empfinden wird auch so mehr als deutlich - meiner Meinung ist es doch viel schöner, wenn die beiden nebeneinander aufwachen oder bis spät in die Nacht miteinander reden.
Ein weiterer großer Aspekt an dem Manga ist das Reisen an sich: Fremde Länder, fremde (Ess)Kulturen und neue Bekanntschaften, die die beiden Touristen tiefer in das Leben des jeweiligen Landes mitnehmen. Übrigens, ich hätte gern mit am Tisch gesessen, als sie sich einmal durch die landestypische Gerichte gefuttert haben.
Der Artstyle hat mich total mitgenommen. Die Zeichnungen wirkten organisch und die Panels lebendig. Das Cover und die erste Seite sind in kräftigen Farben gehalten und ich habe schon auf dem Cover Mitsukis Fotografien erspäht - sehr liebevoll!
Ich kann diesen Slice-of-life Manga nur jedem ans Herz legen, dessen Herz für fremde Länder schlägt - ich hatte so viel Spaß mit den beiden. Ich hätte am liebsten schon Band zwei in den Händen. Es gibt so vieles, was in einem Gespräch kurz angerissen, aber nicht weiter ausgeführt wurde: Asahis Gesundheit, die Backstory der beiden …