Ein Föhnwind, der mitten im Winter in Sekundenschnelle das Eis schmelzen lässt, auf dem die Königin gerade noch mit ihren Hofdamen fröhlich Schlittschuh gelaufen ist; Schnee im Sommer, Wasserfluten, Hagelschauer, jählings auftretender, undurchdringlicherNebel, in dem man nur noch eines mit Sicherheit machen sich verirren. Was ist los in und über und bei Athen?Streit ist. Und zwar Streit zwischen einem Elfenkönig und einer Elfenkönigin, zwishen einem ewig jungen Königspaar, zwischen Oberon und Titania. Und wenn Elfen sich streiten, dann tun sie das mit ihren nämlich mit den Kräften der Natur. Was so schlimm nicht wäre, wenn nicht alle anderen darunter zu leiden hä die Menschen, die Tiere, die Pflanzen.Was mit dem Sreit unter Elfen beginnt, stellt sich bald als »... eine lange Geschichte« dar, »und eine ganz verzwickte und verzwackte, verstrickte und vertrackte obendrein!«.Voller Lust am Fabulieren und am Spiel mit der Sprache erzählt Franz Fühmann Shakespeares amüsantes Bühnenstück nach. Der »Sommernachtstraum«, eine menschlich-göttliche Verwechslungskomödie par excellence, in der ein harmlos wirkendes Blümlein mit dem bezeichnenden Namen »Liebnurmich« so folgenreich ins Spiel gebracht wird, dass nur noch das Pflänzchen »Vergisswaswar« Rettung verspricht – und in der am Ende aus dem Durcheinander doch noch ein Beeinander werden wird.
Franz Fühmann (15 January 1922 – 8 July 1984) was a German writer who lived and worked in East Germany. He wrote in a variety of formats, including short stories, essays, screenplays and children's books. Notable awards Heinrich Mann Prize 1956 National Prize of East Germany 1957 and 1974 Deutscher Kritikerpreis 1977 Geschwister-Scholl-Preis 1982