Mit seinem letzten abgeschlossenen Werk legt Robert Gernhardt wunderbar leichte Erzählungen vor, die sein unerschöpfliches komisches Talent noch einmal demonstrieren. Entstanden sind Geschichten voller Humor, die in der von ihm so meisterhaft ver- und bedichteten Welt spielen: im verschatteten Lesesaal einer toskanischen Abtei nahe Montaio, am Weltgericht, vor dem Norbert Gamsbart Rede und Antwort stehen muß, in Jan Vermeers Atelier in Delft und immer wieder in der Mainmetropole, in der Runde dreier Freunde, die sich mit „Geschichtsrosinen aus dem Lebenskuchen“ zu überbieten versuchen. Vor allem aber ist dieser Band eine Hommage des Dichters an seine Leser: »Denken wir uns euch, das Salz der Erde nicht nur, sondern den Dünger jedweder Kunst. An wen wollten wir uns denn wenden, wenn es euch nicht gäbe?«
Robert Johann Arthur Gernhardt war ein deutscher Schriftsteller, Dichter, Zeichner und Maler.
Im Dezember 2008 stiftete die Landesbank Hessen-Thüringen im Andenken an Robert Gernhardt den beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angesiedelten Robert-Gernhardt-Förderpreis (heute: Robert-Gernhardt-Preis). Er wird seit 2009 jährlich an je zwei hessische Autoren vergeben, um sie darin zu unterstützen, ein besonderes literarisches Projekt zu verwirklichen.
Kurzgeschichten, die alle mit Denken wir uns... beginnen. Schon an sich eine schöne Idee. Einiges etwas zu selbstverliebt. Am besten die Geschichten um die Drei Freunde, die sich treffen, um sich mit irgendwelchen Geschichten zu übertreffen. Wer hat die beste Künstleranekdote? Was war der größte Irrtum? Freud, der Geier über da Vinci falsch interpretiert. Der Kommunismus? Ganz toll, weil ganz albern, die Baumschule.