Der Konstruktor als solcher ist sicher faszinierend und die Verbindung mit Mu'Sargai sowie Zou Skost ist es ebenso. Ansonsten fühlt sich der Roman ein wenig an wie ein Ausflug in den Todesstern (auch wenn das hier ein Planet ist, ich weiß). Viel Action, viel Knall-Bumm-Bang. Mag ich manchmal, hier irgendwie nur bedingt. Ganz gut gefallen hat mir die "Hirschdame" Vanashy, allerdings eher als neue, spannende Spezies, als als Einzelcharakter.
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Ich fand es wohltuend, jetzt einen PR-Roman in einem ganz anderen Stil als letzte Woche lesen zu können. Insgesamt ist diese Vielfalt für mich eine Stärke von PR.
Besonders gut gefallen hat mir an diesem Corvus Roman wieder die Schilderung von Antanas Lato. Großartig die “Erleuchtung” von Antanas (S. 28 im Print), bei der er sich völlig in die Forschung versenkt und eine besondere Form des Glücks erfährt: “ein Anhauch des Paradieses”. Aber auch die Protokolle (“Register”) des Konstruktors waren für mich eine sehr gute Idee. Diese technischen Berichte beschreiben teilweise schlimme Vorgänge und sind dabei knapp und emotionslos formuliert. Sie erinnern mich stilistisch an Herbert W. Franke (hoffentlich schreit jetzt keiner: "Sakrileg!"). Dafür akzeptiere ich auch die ständig anwesende "Gefechts Positronik", die bei einem Corvus Roman im “Hauptpersonen-Kästchen” auftauchen sollte.
Langsam zeigt sich ja, dass ein guter Teil der Handlung der letzten Jahre durch ein Familien- oder Liebesdrama auf ziemlich hoher Ebene hervorgerufen wurde, nämlich zwischen Mu Sargai und Zou Skost. Ok, Willi Voltz hat auch schon einmal einen Zyklus durch die “Vermählung” zweier Superintelligenzen gelöst, das waren damals BARDIOC und die Kaiserin von Therm :-)
Wie bereits mehrmals geschrieben habe, kann ich dieser Handlungsebene nichts abgewinnen. Irgendwie ist die Handlung zäh wie eine Kaugummi, die Protagonisten um Perry kommen ihrem Ziel nur schrittweise näher, die Verfolgung der ES-Fragment-Räuber und der LEUCHTKRAFT. Immerhin verdichtet sich immer mehr, dass Mu Sargai und der Chaotarch Zou Skost eine gemeinsame Geschichte haben. Immerhin konnten sie sich die Kursdaten der TEZEMDIA sichern, sie haben ihr Raumschiff aber verloren und müssen sich eine andere Transportmöglichkeit inmitten einer feindlichen Umgebung in einem fremden Universum suchen...
Auf der DROCHA werden Perry Rhodan, Antanas Lato und Poquandar zunächst all ihrer Ausrüstung entledigt, die sie sich jedoch mit einem Trick zurückholen und aus dem Schiff ausbrechen. Auf der völlig technisierten und lebensfeindlichen Welt des Konstruktors werden unzählige Raumschiffe gebaut. Nach der Untersuchung eines der Schiffe werden sie angegriffen und beinahe getötet, doch Vanashy, eine Widerständlerin taucht überraschend auf und rettet sie. Mit Vanashy dringen sie in die sogenannten Tiefstwerfen und schließlich das Register, den zentralen Datenspeicherort des Planeten, vor. Dort erfahren sie davon, dass der ursprüngliche Zweck des Konstruktors die Erschaffung eines Teils des Chaotarchen Zou Skost war, bringen den weiteren Kurs der LEUCHTKRAFT und der TEZEMDIA in Erfahrung, hören das erste Mal von Kmossen und erfahren auch, dass die Katastrophe, die den Zougaturen neulich widerfuhr große Verluste sind, die sie im Rahmen eines Gerechtes zwischen der LEUCHTKRAFT und der TEZEMDIA erlitten. Mit Vanashy wollen sie nun eines der Raumschiffe auf dem Planeten stehlen und beiden Schiffen weiter folgen.
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Das hat gepasst! Actiongeladen sind die Beiträge von Robert Corvus ja immer - das ist fast nicht weiter erwähnenswert. Aber die Action ist gut dosiert, nicht übertrieben. Auch mit dem Schreibstil kam ich diesmal besser zurecht.
Die Welt des Konstruktors erzeugte bei mir leichte Robotregenten-Vibes.
Die Verfolgung von LEUCHTKRAFT und TEZEMDIA erinnert zwar so langsam an den Esel, der der Karotte hinterhertrottet um sie nie zu erreichen, aber am Ende ist das wohl nur ein Vehikel für interessante und spannende Geschichten - und diese hier war interessant und spannend.
Sprache und Stil okay. Diesmal ertrank die Handlung auch nicht in Action, soweit alles gut. Aber wieso muss es wieder mal ein anderes Universum sein? Wieso muss man Zou Skost, einem ohnehin nahezu übermächtigem Wesen, hier noch die Fähigkeit von X Zeitsprüngen durch ein zeitlich gegenläufiges Universum andichten? Wieso muss man immer noch höher hinaus, wenn die bisherigen Gefahren schon surreal waren? Seufz...
Entkommen aus dem Hundertmondereich landen Perry und seine Crew in den fängen des konstruktors. Ich muss sagen ich hate schwierigkeiten rein zu kommen, die letzte ging dann besser. Robert Corvus kann wunderbar Action Szenen schreiben, dass war in diesem Roman sehr erfrischend. 3,5