Robert Redeker beschreibt in einem Teil seines Textes Sport, verstanden als Instrument der Anthropofaktur, als Mittel, das eine einheitlichere, gleichförmigere Menschheit erzeugt und damit einen Beitrag zum Massenkonformismus liefert. Während im Breitensport eine Vermassung der Emotionen stattfinde, sei der Sportler die zur Verallgemeinerung bestimmte Schablone ohne Körper und Geist. Gerhard Scheit ordnet Redekers Beitrag anschließend kurz ein und verweist auf Redekers mangelnde Unterscheidung zwischen kulturindustriellen Elementen, die sich in der Kritik zeigen, und Technik als ein Merkmal des Heideggerschen Technikbegriffs.
In dem, an dieser Stelle zuerst veröffentlichten und daher unbekannten, Beitrag von Jean Améry erklärt er ausgehend von der anfangs schlagartig zu- und schließlich abnehmenden Beliebtheit von Sartres Philosophie den Erfolg des Strukturalismus nach Lévi-Strauss in Frankreich. Er skizziert eine französische Gesellschaft, die sich nach dem gescheiterten Traum der Revolution anschließend im „Wirtschaftswunder“ nicht mehr die Frage stellt, was sein kann und soll, sondern was ist und deshalb zu diesem Zeitpunkt derart anfällig für den Strukturalismus ist. Améry sieht den Strukturalismus als Theorie der Ohnmacht und letztlich als „Ideologie der technokratischen Gesellschaft in wissenschaftlicher Anschirrung“. Ins Extreme ausgeprägt sieht er den Strukturalismus bei einem frühen Werk Foucaults (Die Ordnung der Dinge), der auf die Aufgabe des Subjekts inmitten seiner Willenlosigkeit zielt.
Alex Gruber kritisiert in der Auseinandersetzung mit Badiou seine Ontologie als Angriff auf das Denken, als Rationalisierung der Herrschaft und Verunmöglichung von Gesellschaftskritik, was auch für die postmoderne Ontologie im Allgemeinen gilt.
Der Beitrag Stephan Grigats zu 20 Jahren Friedensprozess gegen Israel ist später in überarbeiteter Form in seinem Buch „Die Einsamkeit Israels“ erschienen und erinnert nach wie vor die Illusion des Friedens, der nicht Wirklichkeit werden kann, solange es Antisemitismus gibt.
Hervorzuheben ist außerdem der Text Joel Nabers über Occupy, das selbst gegenüber den Globalisierungskritikern in den 2000ern eine Regression darstellte. Gerhard Scheit deutet die Bestimmung von Schuldigen der personalisierenden und moralisierenden Occupy-Proteste als Ausdruck von Verblendung über die Form der Ausbeutung und der Annahme, dass die Lösung in der sozialen Marktwirtschaft und damit im Staat zu finden sei, was allerdings durch gierige Reiche verhindert würde. Ist Occupy zwar längst Geschichte, so verbreitet sind weiterhin die falschen und verkürzten Vorstellungen der zugrundeliegenden Abläufe der Gesellschaft.