Sie sind bezaubernd, faszinierend und lästig zugleich, man kann sich rasend über ihre Unverschämtheiten ärgern - oder ihnen verfallen, kurz oder lebenslang. Sie sind Genies, Exzentriker, Sonderlinge - heilige Narren -, in ihrer Anwesenheit beginnt die Welt zu funkeln, und ohne sie sähe das Leben grau und langweilig aus.
Sibylle Mulot ist eine deutsche Schriftstellerin. Sibylle Mulot, Tochter des Literaturhistorikers und Gymnasialdirektors Arno Mulot, absolvierte nach dem Abitur ab 1968 ein Studium der Germanistik und Romanistik in Tübingen, Zürich und Toulouse. In Tübingen promovierte sie 1977 über Robert Musil. Bei der Süddeutschen Zeitung wurde sie von 1977 bis 1979 zur Journalistin ausgebildet
Diese Geschichte soll das Leben von Menschen beleuchten, die an Manie leiden bzw. damit leben. Durch die Protagonistin wird man mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten konfrontiert. Aber so wirklich lebendig wirken weder die Therapeuten, noch die angebliche Liebesgeschichte am Ende.
Zum Ende muss ich noch etwas loswerden, da bis zum Ende die Charaktere nicht so wirklich greifbarer werden und nach einem Versuch der anschaulicheren Erklärung des Krankheitbildes der Manie man als Leser sich nicht mit der neuen Erkenntnis besser fühlt. Ich fand das Ende sehr frustrierend. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. Und es war Liebe. Na da habe ich aber einiges an Liebe verpasst, wenn gute Freundinnen ihren Kopf an meiner Schulter in vergangener Zeit gestützt haben! Die Liebe kam zu schnell und so plötzlich in gefühlt ein, zwei Sätzen, dass das Ende wirklich ungelungen auf mich wirkt.
Warum dann aber 2 statt einem Stern? Na versucht wurde die Näherführung des Krankheitsbildes bzw. der Persönlichkeit ja schon. Und das sollte man honorieren.
This entire review has been hidden because of spoilers.