Ar-Men, der Leuchtturm, von dem hier erzählt wird, ist eine Legende: viele Kilometer vor der bretonischen Küste, so weit wie kein anderer, steht er einsam und stolz in den Fluten des Atlantiks, auf einem schmalen Felsen, der nur bei Ebbe aus dem Wasser ragt. Und auch dieses Buch und sein Autor sind legendär: 1959 heuert der Schriftsteller Jean-Pierre Abraham auf Ar-Men als Wärter an und bleibt mit wenigen Unterbrechungen bis 1962 auf seinem Posten in der »Hölle der Höllen«, wie der Leuchtturm unter Seeleuten genannt wird.
Die Aufzeichnungen, die er dabei niederschreibt, erscheinen 1967 als Buch, das Buch macht ihn berühmt. In präzisen poetischen Bildern und kurzen, dichten Sätzen beschreibt es den Alltag unter Extrembedingungen, das Entzünden und Löschen des Feuers, das Warten der Maschinen, das Streichen der Wände, die kleinsten Verrichtungen, die nötig sind, um den Turm gegen das Wüten des Meeres zu verteidigen. Es erzählt aber auch von der Einsamkeit inmitten der großen Leere, den Abenteuern der Selbsterforschung, den inneren Abgründen wie der Schönheit des Augenblicks. Es zeigt den Menschen im Ringen mit sich und der Natur, im Tosen und Toben der Elemente und im Erschrecken über die Stille, wenn der Sturm sich legt.
Meditative Schreibweise. Frage, wie gutes Leben möglich ist, im Rhythmus von Ebbe und Flut. Dabei versinkt der Erzähler bei seinem Zeiten im Leuchtturm immer wieder in Betrachtung der Bilder von Vermeer.
Dieses Buch ist in einer wundervollen Sprache geschrieben. Ich bin normalerweise jemand der eine starke Geschichte bevorzugt. Aber dieses Buch hat mich tatsächlich so um den Finger gewickelt, dass es mir egal ist dass es quasi keine Handlung gibt. Es ist extrem introvertiert und spricht in Bildern.... und es ist wunderschön. Dieses Buch sollte gelesen werden, wenn man sich auf seine eigene, einsame Insel zurückziehen will.
In seinem 1967 erschienenem poetischem Logbuch beschreibt Jean-Pierre Abraham den schmalen Grat zwischen kontemplativer Lebensweise und der krampfhaften Suche nach Beschäftigung. Der 1881 in Betrieb genommene und 199o automatisierte Leuchtturm wird zu mehr als einem simplen Symbol erhoben. Der kunstaffine Schriftsteller lässt manch literarische Leckerbissen neben melancholischen Gedankengängen durch die Luken blitzen.
De novembre à avril, pendant 6 mois, Jean-Pierre nous fait découvrir sa vie de gardien de phares avec une sorte de journal de bord qui consigne tous les éléments de la vie quotidienne, et ses réflexions, pensées ou encore ses peurs.
Une écriture très introspective, rythmée par la relève tous les 15 jours, les menues réparations à effectuer dans le phare, la solitude, les quelques mots échangés avec son collègue (puisqu'ils sont deux en permanence), ou encore sa passion pour Vermeer. On découvre dans ce livre un métier disparu et attachant, un beau "journal intime" mais le résultat est quand même assez aride à lire : difficile de suivre le fil décousu de ses pensées !!