Die erste Gedicht-Sammlung der beliebten Poetry-Slammerin Leah Weigand (»Ungepflegt«), die uns ganz persönlich und unsere gesamte Gesellschaft nachdenklich wie hoffnungsvoll unter die Lupe nimmt.
Ja, es wäre schön Ein Ort mit ein wenig mehr Wir Doch wenn wir uns so danach sehnen warum ist der Ort nicht schon hier?
Nach diesem Wir - diesem Ort, an dem wir einander mit Respekt und Vertrauen begegnen - sucht die gefeierte Poetry-Slammerin Leah Weigand in ihren Gedichten. Sie wirft einen umfassenden Blick auf unsere Gesellschaft, auf schöne Alltagsmomente und große Missstände. Sei es die "Liebeserklärung an die Mütter", für die "die Dusche Urlaubsort ist", der Freund, der immer im falschen und doch im richtigen Moment kommt; oder auch der "heißgeliebte Kamin-Kakao", der "Spuren von Kinderhänden enthalten kann". Themen wie Freundschaft, Verbundenheit und Nächstenliebe spielen ebenso eine Rolle wie der Pflegenotstand, soziale Ungleichheit, Teilhabe und unfairer Handel.
Leah Weigands Video vom Auftritt ihres Poetry-Slam-Textes »Ungepflegt« über ihre Erfahrungen in der Pflege wurde in kürzester Zeit millionenfach geklickt. Die modernen Gedichte der Krankenpflegerin und Medizinstudentin berühren und regen zum Nachdenken an. Mit außergewöhnlicher Wortgewandtheit und Empathie nimmt sie uns mit auf eine Reise durch die Facetten der Menschlichkeit. Eine Reise, die letztendlich zu uns selbst führt und zu dem, was uns als Menschen ausmacht.
»Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben einen so schönen, berührenden und auf den Punkt gebrachten Text gehört.« Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer
Von Leah Weigand kannte ich bislang nur ihren Poetry Slam-Text "Ungepflegt", der mir sehr zugesagt und mich zum Nachdenken gebracht hat. Als ich entdeckt habe, dass sie mit "Ein wenig mehr Wir" ein erstes großes Werk mit zahlreichen Texten über die Menschlichkeit verfasst hat, musste ich das einhundertsechzig Seiten lange Buch unbedingt haben und wurde nicht enttäuscht.
In den Texten geht es um viele Alltagsmomente, aber auch um Missstände, die in der heutigen Gesellschaft alles andere als gut sind. Besonders gut ist dabei, dass die Autorin, die selbst in der Pflege arbeitet, auch den Notstand in der Pflege kritisiert und in ihren Texten über die jeweiligen Situationen berichtet.
Die Texte sind allesamt gut ausgearbeitet, wirken aber manchmal schon fast zu sehr ausgearbeitet und zu sehr durchdacht, was beinahe so wirkt, als kämen die Gedanken nicht spotan, was ich ein wenig schade finde. Dennoch gefallen mir die verschiedenen Themen, die hier angesprochen werden, bei denen so manches Mal auch der Zeigefinger erhoben wird. Dies wirkt jedoch nicht aufdringlich, sondern bewirkt eher, dass man zum Nachdenken angeregt wirkt und sich die einzelnen Texte zu Herzen nehmen kann.
Kurz gesagt: "Ein wenig mehr Wir" ist eine tolle Zusammenstellung an Texten, die an die Menschlichkeit appeliert und auf Missstände hinweist, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Die Texte stimmen nachdenklich und somit ist das kleine, aber feine Buch auch bestens als Geschenk geeignet.
Ein wirklich schöner erster Gedichtsband mit vielen abwechslungsreichen Thematiken. Demnach haben mir jedoch einige Gedichte, darunter besonders Vergessenslücken und Ungepflegt, mehr zugesagt als andere. Generell kann man aber sagen, dass Leah Weigand schwierige und gesellschaftlich sehr wichtige Themen poetisch behandelt und somit zum Nachdenken anregt.
2.75 Sterne? Leider nicht so meins. Bei Poetry Slam Texten kann ich mir das auch als schwer vorstellen, weil sie ja auf eine Performance angepasst sind und nicht, um schriftlich gelesen zu werden. Der auf dem Cover erwähnte Text 'Ungepflegt' war meiner Meinung nach eindeutig der beste Text. Ansonsten mochte ich noch 'ewig und vergänglich' und 'Brücken über Gräben'.
Wie ihr vielleicht wisst, lese ich mich so langsam durch die Klassiker der modernen Poesie und versuche mich dabei auch immer wieder an neuen AutorInnen, Instagram-Poetry oder Lyrikbänden von Personen des öffentlichen Lebens. "Ein wenig mehr Wir" ist eine Lyrik-Anthologie der deutschen Poetry-Slammerin Leah Weigand, die vor allem durch ihren Text "Ungepflegt" zum Pflegenotstand bekannt wurde. Dieser und einige andere Texte sind hier zusammengefasst und werden im Hörbuch von der Autorin selbst vorgetragen. Die Themen reichen dabei von Freundschaft über Beziehungen über Tod und Gefängnis bis hin zu sozialer Ungleichheit und Ausbeutung in einer globalisierten Welt. Im Fokus stehen dabei wie der Titel schon ankündigt Mitgefühl, Menschlichkeit und Emotionen. Wie immer gab es dabei Texte, die mich mehr und weniger erreicht haben. Besonders gelungen und berührend fand ich den Texte "Vergessene Lücken" zum Thema Demenz. “Ja, es wäre schön Ein Ort mit ein wenig mehr Wir Doch wenn wir uns so danach sehnen ”warum ist der Ort nicht schon hier?
3,5 Sterne für die thematisch abwechslungsreiche Anthologie!
Wer hätte gedacht, dass junge Menschen heute noch Poesie drauf haben? Dass sich reimende Verse und Gedichte noch mit aktuellen Themen gemischt unters Volk gebracht werden? Für mich war das eine Überraschung, das gebe ich ehrlich zu. Und eine äußerst positive dazu.
Die Texte finde ich überwiegend gelungen, manchmal etwas strapaziert bzw. repetitiv, doch im Rahmen der deutschen Sprache elegant und leichtfüßig.
Ich kannte Leah Weigand nicht, doch kann ich sie jetzt guten Gewissens ans Herz legen. Einem jeden, der einmal ein wenig innehalten und die Poesie der Sprache genießen möchte.
"Ein wenig mehr wir" hat mich über ein Jahr begleitet (upsi) und ich bin so froh das es mir letztes Jahr beim Wareneingang in die Hände gefallen ist. Leah Weigands Texte haben mich wieder näher an Poetry, Gedichte und Texte gebracht, sei es das lesen oder das selbst schreiben. Sie greift gesellschaftliche und politische Themen auf, verwandelt diese mit ihren Worten in Texte die Kunst sind, die zum nachdenken und überdenken anregen.
Leah Weigand kreiert hier etwas Schönes. Wichtige Themen verpackt mit Vergleichen und in Alltagssituationen eingebettet mit einer Sprache, die hängen bleibt. Man fliegt nur so durch die Seiten und hat dieses Büchlein an einem Tag durch. Und obwohl man so locker leicht durchkommt, regen die Texte dennoch zum Nachdenken an und begleiten einen weiterhin.