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Sweet Sixteen

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Sweet Sixteen - bk1741; Fischer Verlag; Birgit Vanderbeke; pocket_book; 2007

139 pages, Hardcover

First published January 1, 2005

26 people want to read

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Community Reviews

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1 star
16 (17%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Julia.
271 reviews54 followers
September 16, 2019
Birigt Vanderbeke beweist mit Sweet Sixteen, dass sie sich zwar tiefergehend mit Fight Club, nicht aber mit dem Potential, das in dem Ansatz um die verschwundenen Jugendlichen steckt, beschäftigt hat. Statt der gewünschten Erklärungen liefert Vanderbeke einen unausgereiften Plot, in dem sich Charaktere bewegen, die eindimensionaler nicht sein könnten. Gesellschaftskritik hin oder her - für mich war der Roman ein absoluter Reinfall, über Sprache und Stil möchte ich gar nicht erst reden.
Profile Image for Conny.
616 reviews87 followers
May 12, 2016
Immer mehr Jugendliche tauchen an ihrem sechzehnten Geburtstag in anonymen Grossstädten ab: Sie haben genug vom System. Die Eltern, allesamt im Glauben, ein lockeres Verhältnis zu ihren Kindern zu haben, sind verzweifelt.

Diese eigentlich interessanten Voraussetzungen wurden leider zu einem ziemlich unausgegorenen Roman verarbeitet. Die Fragen, die den Leser am meisten interessieren dürften (Wohin gehen die verschwundenen Jugendlichen? Was ist ihr Manifest? Wie funktioniert das Netzwerk, das sie geschaffen haben?) bleiben grösstenteils aussen vor. Na gut, die Kinder sind verschwunden und sollen es wohl auch für den Leser sein. Doch was man bekommt - die halbherzige Verzweiflung der Angehörigen und ein paar Zitate aus Fight Club - gibt einfach nicht besonders viel her. Und manchmal weiss man nicht einmal, ob die Autorin in Sachen Technik völlig weltfremd ist oder nur ihre Figuren.

Fazit: Sprachlich hervorragend; inhaltlich mit guten Ansätzen, aber zu gehaltlos, um ernsthafte Gesellschaftskritik zu sein.
Profile Image for Nicole Kusche.
17 reviews
April 10, 2021
„Der erste, der verschwand, was Markus Heuser, genannt Meks.“ (S. 7) Sehr krimi-like wird man als Leser gleich mit dem ersten Satz mitten ins Geschehen von „Sweet Sixteen“ hineingeworfen und ist augenblicklich sehr gespannt, was mit Meks wohl passiert sein könnte. Der Junge ist exakt an seinem 16. Geburtstag einfach spurlos verschwunden, und nach und nach stellt sich heraus, dass er nur einer von vielen Jugendlichen ist, von denen seit ihrem 16. Geburtstag jede Spur fehlt. Die Sache scheint sehr mysteriös, niemand kann sich einen Reim auf das plötzliche Verschwinden der Teenager machen, und der fulminante Beginn des Buches lässt auf einen spannungsgeladenen Kriminalfall hoffen.

Doch wer Birgit Vanderbekes Bücher kennt, ahnt schon, dass es auch diesmal wieder anders kommen wird als man denkt, zumal Vanderbeke bislang keineswegs als Krimiautorin in Erscheinung getreten ist. Und in der Tat wird dem Leser schon nach wenigen Seiten klar, dass es sich hier überhaupt nicht um einen Kriminalroman, sondern um eine Art Gesellschaftsstudie und -kritik handelt. Im Mittelpunkt des Buches steht nämlich zu keinem Zeitpunkt die Aufklärung des Falles, sondern vielmehr die Frage, wie das Umfeld der Teenager und die Gesellschaft als Ganzes auf deren Verschwinden reagiert.

Und das Bild, das Vanderbeke von eben dieser Gesellschaft zeichnet, ist ein düsteres: „Die Polizei gab gelegentlich eine Pressekonferenz, der zu entnehmen war, daß sie vor dem Phänomen kapituliert hatte. Die Politik suchte nach Beschwichtigungsformeln und Leuten mit Lösungsformeln.“ (S. 24) Das Innenministerium zieht mit einer wenig durchdachten Wurfzettelaktion den Spott der Menschen auf sich, während die Medien den Fall für ihre Zwecke ausschlachten, solange es nichts Interessanteres zu berichten gibt. Es entspinnt sich eine Debatte um die Frage, wie Eltern heutzutage ihre Kinder zu erziehen hätten und ob der Staat in irgendeiner Weise steuernd in diese Erziehung eingreifen sollte. Und natürlich dürfen bei einer solchen Debatte die Beiträge und Wortmeldungen zahlreicher sogenannter Experten und Fachleute nicht fehlen.

Und während die Debatte zu einer Aneinanderreihung gegenseitiger Schuldzuweisungen verkommt, bleiben die Eltern der verschwundenen Teenies ebenso wie die Leser des Buches einigermaßen ratlos und frustriert zurück. Während die Eltern auf eine baldige Rückkehr ihrer Kinder hofften, hoffte man als Leser die ganze Zeit inständig darauf, dass das Buch an irgendeiner Stelle endlich Fahrt aufnehmen und interessant werden würde – leider wurden beide Hoffnungen jäh enttäuscht.
Profile Image for Jón Faras.
Author 7 books5 followers
February 10, 2025
Die Idee hat mir gefallen, der Anfang war gut erzählt, aber dann verlor das Buch die Linie. Die Geschichte über verschwundene Jugendliche, die muss irgendwann in den frühen/mittleren 2000ern spielen, liest sich aber leider zunehmend, als hätte ein in die Jahre gekommener 68er Revolutionssehnsüchte auf eine neue Generation an Jugendlichen übertragen. Dazu passt auch, dass es nicht einmal eine glaubhafte Innensicht eines der Jugendlichen gibt. Dabei ist die Sprache und Terminologie weitgehend ganz gut gelungen, wirkt nicht zu sehr aufgesetzt. Aber verräterisch ist bereits, wenn als zentrales popkulturelles Beispiel "Fight Club" wiedergegeben wird. Sicher prägend für Jugendliche in den 90ern, aber zehn Jahre später? Da helfen dann auch nicht die wenigen eingeworfenen Seitenblicke auf die japanische Kultur, die der dargestellten Generation dann vielleicht doch näher ist.
Das größte Problem, dass ich mit dem Roman aber hatte, war die fehlende Linie in der Tonalität. Der Text konnte sich nie so richtig entscheiden, ob er satirisch oder ernstgemeint sein soll. Erst gegen Ende schlägt er sich eindeutig auf die Seite einer Überzeichnung, doch das wirkt weder stimmig noch in irgendeiner Form glaubhaft. Ganz so, als hätte Kafka einen Roman über den Summer of Love geschrieben, kurz vor Ende aber seinen inneren Loriot entdeckt.
Und das ist eigentlich schade. Die Idee hätte funktionieren können, immer wieder sind Stellen eine geistreiche Beobachtung von Gesellschaft, Politik, Medien - nicht so richtig subtil, aber durchaus auch mit beißendem Humor. Aber etwas, das dem Zeitgeist vielleicht eher entsprochen und das Buch authentischer gemacht hätte, fehlt gänzlich: Sarkasmus. Und ohne den hat man den Eindruck, die Message des Texts enthält eine Naivität und Ideologie, die aus der Zeit gefallen scheint und der Geschichte die Glaubwürdigkeit nimmt.
Von der Autorin würde ich durchaus ein anderes Buch in die Hand nehmen, aber "Sweet Sixteen" kann ich leider nicht empfehlen.
Profile Image for Sara Mück.
44 reviews1 follower
January 7, 2021
Gebannt habe ich die ersten Kapitel dieses als Krimi daherkommenden Romans verschlungen, da allerdings nicht viel passiert in den weiteren Seiten, kann ich nicht mehr als drei Sterne geben.
Profile Image for Klaus Mattes.
718 reviews10 followers
May 8, 2025
An ihrem sechzehnten Geburtstag verschwinden, quer durch die Republik, Jugendliche, wobei sich keine Anzeichen für Verbrechen und, außer dem Alter dieser Jugendlichen, keine Gemeinsamkeiten feststellen lassen. Mir fiel dann doch noch eine auf: Sie werden alle mit Spitznamen gerufen und diese sind sehr kurz, mehr oder weniger einsilbig. Die Autorin Birgit Vanderbeke hat das aber nicht gemerkt und so spielt es keine Rolle fürs Gedeihen der Erzählung. Die Polizei glaubt, wegen ihrer Handys wird man die bald orten. Aber irgendwer steckt all diese Handys einzeln in die Briefkästen vieler fremder Leute. Ist das eine Jugendbewegung? Steckt das Internet dahinter? Solche Fragen stellt sich die Erzählerin oder sagen wir, der Einfachheit halber, Birgit Vanderbeke. Um Jugendliche geht das Buch dann auch gar nicht, sondern um sie.

Sie, also nicht die Vanderbeke, sondern diese Erzählerin, ist eine Medienfrau, Ende vierzig und sie hat in ihrem unmittelbaren Bekanntenkreis einen Jugendlichen, der bald sechzehn wird. Sie, die im Gegensatz zu ihrer Schwester, als Jugendliche nicht ausreißen wollte, fühlt sich den geheimnisvoll verschwundenen Jugendlichen gefühlsmäßig sofort stark verbunden. Angeblich hat sie neben einer Halfpipe schon mal mehrere Wochen zugebracht. Seltsam anachronistisch in dem „jung gebliebenen“ Buch kommt uns dann vor, dass alle darin vorkommenden Eltern mit dem Internet nicht zurechtkommen. Wann, noch mal, wurde das geschrieben? Ah so, 2005. Angela Merkel: „Das Internet ist für viele von uns noch neu.“

Als der Landwirt Peter L. in Stade einen an sich adressierten Umschlag ohne Absenderangabe in seinem Briefkasten fand und ein Handy auspackte, hatte er schon auszugsweise die Pressekonferenz in den 20-Uhr-Nachrichten gesehen, die die Kripo am Nachmittag nach Justys Verschwinden anberaumt hatte und in deren Verlauf sie zugab, bis jetzt jedenfalls noch komplett im dunklen zu tappen, eine zufällige zeitliche Nähe der sieben Fälle zwar für möglich zu halten, aber doch durch einige Indizien einen Zusammenhang zwischen den Fällen vermuten zu können. [...] Als der Landwirt Peter L. Justys Hand ausgepackt hatte, seufzte er also und sagte zu sich selbst oder seinem Hund, bringen wir’s hin, bevor die zu uns kommen.

Manche finden eine Satzkonstruktion wie „die die Kripo“ schon unzulässig. Mit der ausgepackten „Hand“ habe ich mich beim Zitieren nicht vertippt, obwohl selbstverständlich nur das „Handy“ gemeint war. Vor allem aber konnte er‘s zwar „zu sich selbst“ sagen, aber der Umschlag war nicht „an sich adressiert“, sondern an den Landwirt. (Oder schreibt man Landwirten?)

Derlei Nachlässigkeiten finden sich im schmalen Buche öfters. Zehn Seiten weiter zum Beispiel wird die Wortkombination „Sweet Sixteen“ in den Browser getippt, es erscheinen Treffer im Zusammenhang mit Chuck Berry, B. B. King, Ken Loach, Billy Idol.

Wir hatten alle so einigermaßen recht, aber es half uns nicht weiter. Am besten gefiel uns noch Billy Idol mit seinem „runaway child“. Der Text war achtziger Jahre und schauderhaft, und Roman sagte, oh Gott, candy house, candy castle, candy brain, einmal Barby und zurück.

Wobei aber der SS-Massenmörder Klaus, damals in Lyon, und die irgendwie fast noch mehr mit den Sechzigern als den Achtzigern verbundene amerikanische Plastikpuppe sich „Barbie“ schrieben. Barby dagegen liegt als Stadt in Sachsen-Anhalt. Nicht gemerkt hat’s der Fischer Verlag.
Profile Image for Thorsten.
81 reviews1 follower
July 24, 2016
Ein sehr schön geschriebenes Buch welches derart von Gesellschaftskritik strotzt das ich mich frage ob die Zielgruppe (Young Adults) es überhaupt versteht.
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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