Was ist los in unserem Land? Schüler können nicht mehr lesen und schreiben. Wer sich für Diplomatie einsetzt, gilt als Verräter. »Gendergerechte« Sprache im Zug und auf Beipackzetteln, aber nicht genug Medikamente und keine funktionierende Bahn. Wir sollen blechen für Prunk-Kanzleramt oder Politiker-Protz-Fotos. »Corona« bleibt unaufgeklärt. Warnhinweise für »Otto« oder »Harald Schmidt«, als wäre das Volk blöd. Und der Fußball ist nur noch Weltmeister queerer Hochmoral. Überall Haltung statt Leistung. Ja, ist das euer Ernst? Peter Hahne entlarvt den Schwachsinn. Wie immer mit Hirn, Herz und Humor. Sein Klartext.
Ein schockierend-faszinierendes Buch. Ich kann garnicht genug betonen, wie "schwierig" dieses Buch ist. Es mag den aktuellen Zeitgeist unserer Gesellschaft widerspiegeln; zeigt, was den Durchschnittsdeutschen bewegt und stört. Aber das war's auch schon. Das ganze Buch ist fast schon eine Hassrede. Bei dem ganzen Schreibstil sah ich permanent jemanden vor mir, der an einem Pult steht, ins Mikrofon schreit und immer zu mit den Fäusten auf das Pult schlägt. Nichts in diesem Buch wird reflektiert. Vom Schreibstil her merke ich richtig, wie ich mich ebenfalls aufregen soll, im besten Fall ohne darüber nachzudenken. Gendern ist das Thema, was für den Autoren die Ursache allen Übels ist. Er kann ja ein Problem damit haben, aber er setzt es beispielsweise als Grund für die immer mehr sinkende Fähigkeiten junger Erwachsener (S. 114); was er dabei wie einen Grund darstellen lässt, ist wahrscheinlich eine kleine Verbindung... Es gibt mehrfach solche Scheinargumente, Scheingründe, die einfach hingestellt werden, und weder reflektiert noch begründet werden. Übrigens ist anscheinend auch das Gendern daran Schuld, dass wir einen Medikamentenengpass haben (S. 43), zumindest kommt das bei Hahnes Formulierung so rüber. Das Buch kann man demnach nicht ernst nehmen (wollen), einfach, weil es so krass einseitig ist - eben wie richtige Hetze. Er dreht die Worte von Menschen um: Faeser bittet darum, dass zu ihrer Schifffahrt nur weibliche Journalistinnen kommen, Hahne schreibt "[dass sie] ernsthaft glaubt, sie könnte Männer von einer Pressekonferenz einfach ausschließen" (S. 66). Es ist ein Fehler/Problem von Faeser gewesen, das so zu schreiben, aber es gibt immernoch einen gewaltigen Unterschied zwischen einer Bitte und dem tatsächlichen "[A]usschließen". Aber durch diese sprachliche Darstellung wird ein ganz anderes Bild hervorgerufen, ein ganz anderes Bild bei den Lesenden hervorgerufen. Das macht er auch recht häufig. Er legt tatsächliche Tatsachen dar, und verknüpft die mit etwas Anderem, ohne jedoch zu erklären, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Aber auf den ersten Blick wirkt es tatsächlich so, als würde da ein Kausalzusammenhang bestehen. Erklärt werden diese "Argumente" natürlich nicht. Ein Beispiel: "Die PISA-Studie von Ende 2023 ist eine Bankrotterklärung für das deutsche Bildungssystem. Nur benennt kaum jemand die wahren Gründe: Integration, Inklusion, Unterrichtsausfall wegen Lehrermangel und Corona-Irrsinn sowie nicht zuletzt die viel gerühmte Digitalisierung." (S. 23). Dieser Absatz steht einfach so da, keine weitere Erklärung. Und hier sieht man sein Vorgehen: er stellt Fakten dar (PISA-2023), und Gründe, die ich persönlich sehr gut nachvollziehen kann und auch oft so angesprochen werden (Lehrermangel, Corona, Digitalisierungs-Probleme). Aber bei Integration und Inklusion hätte ich gerne eine weiterführende Erklärung gehabt. Was er da genau als Grund sieht, wie sich das auswirkt. Er streut hier nämlich zwischen einen Fakt und dessen gute Begründungen ein paar Dinge ein, die man hätte erklären müssen, aber hier eben auch einfach als "gut bekannte" Gründe aufgelistet werden. Zudem hat das Buch kaum Struktur. Die Kapitelnamen haben zwar kurzweilig etwas mit dem Inhalt des Kapitels zu tun, aber auch da wird immer wieder hin und her gesprungen. Kein Thema wird ordentlich behandelt, die Themen wechseln von Absatz zu Absatz. Kein Gedanke wird ordentlich ausgeführt oder zuende geführt. Schlussendlich möchte ich mich natürlich auchnoch über die fehlenden Quellenangaben beschweren. Nicht, dass ich nachlesen möchte, ob das wirklich so stimmt, was er da als Fakten von sich gibt (ich denke tatsächlich, dass das sehr gut recherchiert ist), sondern mich viel eher die angesprochenen Themen, Events und Fakten tiefgründiger belesen möchte - was aber stark aufwendig ist, weil Quellenangaben nicht vorhanden sind, höchstens mal eine Website in Klammern steht, wenn etwas von dieser zitiert wurde. Nicht dass das Buch einen Anspruch daran stellen würde, wissenschaftlich oder wissenschaftlich-neutral zu sein, aber das gehört mittlerweile doch einfach dazu, dass man seine Argumente offenlegt und erklärt... Das ganze Buch fühlt sich so an, als ob er im Pub saß und sich über Gott und die Welt aufgeregt hat und irgendwer mitgeschrieben hat... es enthält keine konstruktive Kritik, keine Verbesserungsvorschläge, keinen Bezug auf die tatsächlichen Tatsachen. Es wird sich nur über alles aufgeregt - genauso, wie ich es in diesem Review mache.
Herr Hahn hat die Probleme wohl zum größten Teil richtig erkannt, aber: Nur populistische Phrasendrescherei Eine Sprache, die jeglicher journalistischen Ernsthaftigkeit entbehrt Nur nach des Volkes einfachsten Pöbel schielt In keinstem Sinne lösungsorientiert schreibt Und zu guter letzt noch Kirche und Religion in zweifelhafter Weise zur Hilfe nimmt
Soviel Prmitivität und Borniertheit muss der anspruchsvolle Leser sich nicht antun und legt das Buch, das er sich sicherlich unter einem anderen Anspruch zulegte, nach kurzem Überblick zur Seite bzw sollte es am besten unmittelbar dem Altpapier überantworten ______ Herr Hahne, nur Pöbelei reicht bei weitem nicht.
"Zwei Dinge sind unendlich: die menschliche Dummheit und das Universum. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein)
Eine schonungslose Zeichnung der aktuellen Situation in Deutschland.
Ich stimme hier definitiv nicht allem zu, was Peter Hahne über einige Themen zu sagen hat. Leider leider hat er aber bei vielen Aussagen Recht. Es geht bergab mit dem Bildungssystem, kein Geld für Schulen und Lehrermangel. Der Fachkräftemangel weitet sich auf immer mehr Berufszweige aus. Man muss aufpassen, was man wo wie sagen darf. Es werden kaum öffentliche Debatten geführt. Über die Deutsche Bahn brauch man auch nix mehr sagen. Landwirtschaft und Industrie schädigen Umwelt und Klima mit hochsubventionierten und teils hochprovitablen Billigprodukten. Um nur ein paar der angesprochen Themen zu nennen.
Das Büchlein mit gerade mal 140 Seiten hält sich bereits einige Wochen ganz oben in den Bestseller-Listen, der schonungslose Ton spricht vermutlich viele an und spricht aus, was viele (oder einige?) denken.
Viele Formulierungen, vielleicht auch eben der Ton hinterließen bei mir ein fades Gefühl. Auch wurden wenig konstruktive Lösungen geliefert. Daher kann ich nicht mehr Sterne vergeben.
Dieses Buch war zweifelsohne mein Jahreshighlight. In diesen Zeilen steckt so viel Wahrheit und Herr Hahne hat sich getraut, den Frust und die Verweiflung über dieses woke Regime auf Papier zu bringen. Mit jedem Kapitel taucht der Leser tiefer in die Idiotie, die diese Gesellschaft beherrscht und uns immer weiter von Gott, Tradition und Werten trennt. Wer mit dem Mainstream geht, lässt kein gutes Haar an diesem Werk. Wer sich jedoch noch seines eigenen Verstandes bedient, erkennt die Wurzel allen Übels in diesem literarischen Meisterwerk, das schonungslos Gender-Wahnsinn und queere Ideologie entlarvt. Wie lange mag es noch dauern, bis die Cancel Culture aufgehoben wird? Wie lange lassen sich die Menschen manipulieren und für dumm verkaufen? Wacht auf! Danke, Herr Hahne für diese Genugtuung.
Würde am liebsten Null Sterne geben. Populistisch, gott-fixiert (natürlich der christliche Gott), hetzerisch, überemotional, altmodisch... Kritik sollte sachlich formuliert und vor allem nachvollziehbar sein, ansonsten erreicht man oftmals das Gegenteil!
Auf nur 141 Seiten werden viele aktuelle „Probleme“ (wie z.B. Gendern) sehr deutlich benannt. Auch wenn man vielleicht bei dem einen oder anderen Thema nicht ganz einverstanden sein mag, ist es lesens- und denkenswert!
Peter Hahne spricht in Ist das euer Ernst?! viele gesellschaftliche Missstände an und prangert die Heuchelei unserer Zeit an. Das ist grundsätzlich lobenswert, doch leider verfällt er dabei zu sehr in Polemik. Er kritisiert nahezu jeden Bereich der Gesellschaft und der Regierung, bleibt dabei jedoch eine Lösung schuldig. Kritik allein reicht nicht – es braucht auch konstruktive Ansätze, um wirklich etwas zu bewirken.
Positiv ist, dass Hahne Gott immer wieder ins Spiel bringt, doch fragt man sich, ob er dabei auch selbstkritisch genug ist. Statt nur den „Splitter im Auge des anderen“ zu sehen, wäre es vielleicht hilfreicher gewesen, auch den eigenen „Balken“ zu reflektieren. Sein konservativer Blickwinkel wird durch zahlreiche Beispiele aus den Medien, der Politik und der Gesellschaft gestützt – manches davon trifft sicherlich ins Schwarze, manches mag für einige schmerzhaft sein. Doch sein polemischer Stil schmälert die Wirksamkeit seiner Botschaft, weil er mehr spaltet als zur konstruktiven Diskussion beiträgt.
Ja, wir befinden uns in einer Zeit zunehmender Dekadenz, was oft ein Zeichen für den Niedergang eines Imperiums ist. Insofern ist es verständlich, dass ein solches Buch geschrieben wurde. Doch es genügt nicht, nur zu klagen und den Finger auf andere zu zeigen – wir alle müssen mit den Herausforderungen dieser Zeit umgehen. In dieser Hinsicht hätte das Buch mehr Tiefgang und Lösungsansätze liefern können, anstatt nur den aktuellen Zustand zu kommentieren.