Was ich mir erhofft habe: Das Cover hat mich angesprochen und ich hatte Lust auf einen unterhaltsamen Sommerroman.
Was mir gefallen hat: Ich fand es plausible und nachvollziehbar, das Riekje Zweifel hat und auch nicht sofort alles hinschmeißt und umkrempelt sondern die Veränderungen gut überlegt und mit Bedacht angeht.
Was mir nicht gefallen hat: Ich hätte fast aufgehört zu lesen, als so oft das Wort „Kotze“ verwendet wurde. Es gibt auch weniger krasse Ausdrücke, die man zumindest mal abwechseln kann um nicht immer das Wort zu benutzen.
Kommunikationsprobleme, die sich einfach klären ließen, wenn die Leute mal zwei Minuten miteinander reden würde, finde ich eine faule Methode, um Drama und Spannung zu erzeugen und in diesem Fall ging es mir viel zu lange, bevor sie sich endlich mal ausgesprochen haben anstatt immer nur davon auszugehen, dass sie genau wissen, was der jeweils andere denkt und empfindet. Eine Person, die sie jeweils erst wenige Tage oder Wochen kennen.
Und die Zeitschiene war sehr merkwürdig. Mal heißt es, es wären einige Wochen vergangen aber dann werden Daten genannt und es können maximal 10 Tage gewesen sein: Es heißt es ist Juni, als Riekje beschließt, doch ihre Bäckerei zu starten. Dann heißt es, es wären drei Wochen vergangen als sie ihre Kündigung einreicht zum Ende Juli und sie hofft, mit Resturlaub schon ab Anfang Juli nicht mehr arbeiten zu müssen. Im Text heißt es weiter, bis dahin (Anfang Juli) wären es nur noch knapp drei Wochen – dann hätte der Juni allerdings sechs Wochen statt vier. Und auch Yanis Krankengeschichte passt zeitlich nicht so richtig. Und auch die Schwangerschaft bemerkt sie extrem früh (Omama erkennt das in der dritten Woche?!)
Fazit: Im Großen und Ganzen hat das Buch gehalten, was es versprochen hat: leichte Sommerlektüre. Mir waren es allerdings dann doch etwas zu viele Schwangere und Babies und die verwirrenden Zeitangaben haben mich immer wieder rausgerissen aus der Geschichte.
Danke an Netgalley und Droemer Knaur für das Leseexemplar.