Es gibt viele Wege, Kinder zu diskriminieren – und jeder einzelne verletzt, untergräbt ihr Selbstwertgefühl und verhindert, dass sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Ob Diskriminierung von mehrgewichtigen, queeren, behinderten, armen Menschen oder Rassismus gegen asiatische, jüdische, muslimische, Schwarze Menschen sowie Romnja und Sintizze: In diesem Buch verraten die Autorinnen - zusammen mit den Expert:innen Raúl Krauthausen, Melodie Michelberger und vielen anderen - Eltern, wie sie Kinder und Jugendliche für Vorurteile, Abwertung und Ausgrenzung sensibilisieren und sie davor schützen können. Mit zahlreichen Tipps zu hilfreichen Büchern, Medien und Spielen sowie Hinweisen, die Eltern und andere Erwachsene unterstützen, schwierige Gespräche zu führen und auch in belastenden Situationen angemessen zu reagieren.
»Wir hoffen, dass dieses Buch dir dabei helfen wird, junge Menschen dazu zu ermutigen, aktiv an einer gerechteren und inklusiveren Welt mitzuwirken. Lasst uns gemeinsam die nächste Generation empowern!« Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar
Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar wollen Eltern und Kindern Kulturpraktiken vermitteln für eine vielfältige Gesellschaft ohne Diskriminierung und Abwertung. Die derzeitige Antidiskriminierungsbewegung sei kein kurzfristiger Trend, sondern gemeinsame Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft, so die Autorinnen. Die 10 Kapitel zu jeweils rund 25 Seiten gliedern sich in zwei Hauptteile. Für die Einzelthemen wurden jeweils Co-Autor:innen hinzugezogen, deren Berichte aus eigenem Erleben beeindrucken. Zunächst geht es um Rassismus gegenüber Schwarzen, Asiaten, Muslimen, Juden, Sinti und Roma, also aufgrund von Herkunft, Kultur oder Religion. In bi-nationalen Ehen erleben Familien häufig, dass Kinder einer Familie von Außenstehenden je nach Hautton unterschiedlich gelesen werden, so dass ein dunkelhäutigeres Kind drastischere Rassismus-Erfahrungen macht als seine Geschwister. Auch der zweite Teil (Bodyshaming, Queerness, Behinderte, Klassismus, Armut) dient dem Bewusstmachen von Stereotypen und einer oft gedankenlosen, (laut Daniela Dröscher) „ungelenken Sprache“ als Fundament für Diskriminierung. Das Autorinnenteam zeigt den Unterschied auf zwischen persönlicher Kränkung und struktureller Diskriminierung in Schule, Arbeitswelt, auf dem Wohnungsmarkt. Wichtig sind ihnen historischer Hintergrund (Kolonialisierung/Missionierung anderer Völker), das Bewusstmachen von Stereotypen aus Film u. a. Medien (Faschingskostüme, Lieder), Projektion eigener Ängste, sowie fehlende Repräsentation der o.g. Gruppen in Kinderliteratur und Lehrbüchern. Dass Diskriminierung nicht allein aus „Othering“ einer multikulturellen Gesellschaft gegenüber vermeintlich Fremdem entsteht, sondern Einwanderer oft eigene Stereotype und Abwertungen importieren, ist hier nicht Thema.
Mangelhaft fand ich die Literatur-Tipps zum Empowern in den Einzelkapiteln. Einzelne Titel erwiesen sich in der Praxis der Literaturvermittlung als ungeeignet (zu alt, teils fehlende Alterseinstufung: ein Comic ist nicht automatisch ein Kinderbuch, Altersgruppe 9-12?, auch für männliche Leser? afrodeutsche Autor:innen für Erwachsene?). Auf diese willkürliche Auswahl weniger Titel würde ich gern verzichten zugunsten einer umfassenderen annotierten Grundbestandsliste zum Download.
Fazit Positiv fällt mir die Vielstimmigkeit des Buches auf durch hinzugezogene Co-Autor:innen, sowie die bisher in der Anti-Rassismus- und Anti-Diskriminierungs-Bewegung vernachlässigten Themen antiasiatischer Rassismus und Klassismus/ungesehene Armut.
Als Einstieg ins Thema regt „Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen“ als optisch gelungenes, lesefreundliches Buch an, sich eigener Stereotypen und vorschneller Wertungen im Umgang mit anderen Kulturen bewusst zu werden. Auf kleinem Raum finden sich eine Vielzahl von Tipps für eine diversere Sicht auf das Einwanderungsland Deutschland - erwachsener Leser:innen - auf das Einwanderungsland Deutschland, weniger Raum erhält die Umsetzung im Gespräch mit Kindern.
Absolute Pflichtlektüre für Eltern und alle, die mit Kindern arbeiten. Aber nicht nur für diese. „Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen“ kann ich wirklich jeder*m ans Herz legen, ohne Ausnahme.
Kulturwissenschaftlerin Olaolu Fajembola und Psychologin Tebogo Nimindé-Dundadengar sind seit vielen Jahren aus der Antidiskriminierungsarbeit in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Mit ihren Büchern für Kinder („So schlafe ich! Und wie schläfst du?“) und Erwachsene („Gib mir mal die Hautfarbe. Mit Kindern über Rassismus sprechen“) und ihrem Onlineshop Tebalou sorgen sie für Repräsentation und leisten unendlich wertvolle Aufklärung.
„Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen“ ist ein Leitfaden, angefüllt mit Einladungen zu weiteren Recherchen, der eine hervorragende Grundlage dafür bietet, nicht nur Ally zu sein, sondern Kompliz*in zu werden. Gemeinsam mit betroffenen Expert*innen sensibilisieren die Autorinnen ihre Leser*innen in jedem Kapitel für eine andere Diskriminierungsform und schaffen so die Basis für die Sensibilisierung von Kindern.
Übersichtliche Kapitel zu Colorism, antimuslimischem Rassismus, antiasiatischem Rassismus, Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Antisemitismus, Anti-Gender-Diversity, zu Bodyshaming, Ableismus und Klassismus enthalten Interviews mit Expert*innen, FAQs, kurze Beschreibungen des Auftretens der jeweiligen Diskriminierungsform in unterschiedlichen Bildungsinstitutionen, wertvolle Buchtipps für Kinder/ Jugendliche/ Erwachsene, ggf. Film- und Serienempfehlungen und/ oder Empfehlungen für Social-Media-Accounts, Vereinsauflistungen und Infoboxen zu relevanten Bezeichnungen/ Persönlichkeiten uvm. Checklisten bieten Hilfestellungen zu stets wieder auftauchenden Themen wie empowernde Kinderlieder und geeignete Verkleidungen für Kinder. Jedes Kapitel stellt eine Schatzkiste dar. Die manchmal jedoch traurigerweise nicht annähernd so prall gefüllt ist, wie sie sein sollte, da es immer noch einen riesigen Mangel an entsprechenden Quellen gibt (siehe z. B. Medien über das Leben von mindestens 100.000 in Deutschland lebenden Sinti*zze und Rom*nja).
Ich hoffe, dass dieses Buch noch oft in bearbeiteter/ ggf. erweiterter Neuausgabe herausgebracht wird, denn es lebt sehr von seiner Aktualität.
Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle Eltern (aber auch für alle Pädagog*innen jeglicher Art) sein - ich werde es bestimmt erneut lesen falls ich mal Mutter werden sollte.
Dieses Buch ist wirklich gut aufgebaut, und man merkt, dass sehr viel Arbeit und Energie in die einzelnen Kapitel gesteckt wurde. Eine in meinen Augen wirklich gelungene Arbeit darüber, wie Diskriminierung gegenüber bestimmten marginalisierten Gruppen aussehen kann, immer auch mit Ansätzen, wie man daran arbeiten oder darüber reflektieren kann, und mit Expert:innenberichten von Teilen dieser marginalisierten Gruppen, die dann aus ihrer Sicht berichtet haben, was genau Probleme sind, oder wie man bestimmte Dinge angehen kann, oder was besonders verletzend ist. Wirklich interessant, unglaublich informativ, und regt sehr zum Nachdenken an. Vieles war mir auch schon bewusst, da ich mich mit den einzelnen Bereichen beschäftigt habe, aber es gab auch ein zwei Kapitel, bei denen ich gemerkt habe, dass ich wirklich überhaupt keine Ahnung von irgendwas habe, und da unbedingt Nachholbedarf für mich besteht. Zusätzlich zu den Informationen und Berichten der Expert:innen beinhaltet jedes Kapitel außerdem am Ende einen groben Überblick, an welchen Stellen man sich eventuell mehr belesen kann, welche (auch Kinder-)Bücher es zum Thema gibt, und auch Podcasts, Vereine und Internetseiten werden kurz genannt, was ich wirklich sehr angenehm finde, damit sofort ein erster Zugang noch mal vereinfacht wird. Gerade für die pädagogische Arbeit auch sehr aufmerksam, da es wirklich mühsam sein kann, zusätzlich zu allem anderen dann noch Informationen herauszusuchen, die man ja offiziell angeblich nicht braucht, weil sie nicht gefordert sind (aber brauchen tut man sie eigentlich doch, es verlangt nur niemand), und wenn die Zeit sowieso schon immer knapp ist, macht es einiges aus, sofort Anlaufstellen genannt zu bekommen. Es gibt zwei Stellen im Buch, an denen ein Wort fehlt/das falsche Wort dasteht (oder ich bin mir auf jeden Fall sehr sicher, weil es nicht wirklich Sinn ergeben hat, wie es aktuell dasteht), sodass ich da eine ganze Weile grübeln musste, ob ich mir das einbilde, oder ob der Satz wirklich nicht vollständig/richtig ist, und das hat das Lesen an diesen Stellen leicht erschwert, aber abgesehen davon war es wirklich gut! Es gab neben den Expert:innen auch noch einige kurze Berichte von Kinderstimmen, wodurch es mich dann durchaus auch interessiert hätte generell mehr aktive Kinderstimmen in dem Buch vorzufinden, aber das war auch so wie es war sehr vielseitig und wäre eher ein Bonus gewesen, als etwas, das ich zwingend erwartet hätte. Es gibt einige Hinweise die eher für Eltern funktionieren, einige mehr für Fachkräfte, aber insgesamt die Ansätze sind glaube ich auch außerhalb von jeglicher Interaktion mit Kindern wirklich gut, um sich einige Dinge mehr ins Gedächtnis zu rufen, und sich selbst zu reflektieren, ganz unabhängig davon, was man eigentlich arbeitet oder ob man Kinder hat. Ein klein wenig praktischer hätte es sein dürfen, in meinen Augen, aber auch so ein sehr gutes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!
"Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" sprach mich persönlich an, da ich beruflich mit Kindern arbeite und auf diesem Gebiet bei mir noch Unsicherheiten vorherrschen. Dieses Buch hat meine Erwartung in positiver Art getroffen und mir vieles mit an die Hand gegeben, auch wenn durchaus noch einiges zu lernen gilt.
Inhaltlich eröffnen die Autorinnen verschiedene Gebiete der Diskriminierung, inwiefern in unserer Gesellschaft Unterschiede gemacht werden und bestehen und wie wir auf diese im besten Fall reagieren können - Sprichwort sensibler Umgang, sensible Sprache. Es ist ein Sammelsurium verschiedenster Bezeugungen von Diskriminierungen: Statistiken, eigene Erfahrungen, Erfahrungen durch Experten-Interviews, Zitate, Studien, geschichtliche Fakten und Definitionen von besonderen Betitelungen, die man in diesem Zusammenhang kennen sollte.
Dabei ist der Schreibstil der beiden Autorinnen voller Herzblut, aber auch prägnant und informativ. Oftmals schildern sie eigene Erfahrungen und setzten diese in Relation zu genannten, vorherrschenden Diskriminierungsformen. Dass sie hier die eigene Sicht auch kritisch betrachten, macht das Leseerlebnis nochmals nahbarer und sympathischer. Zwischen den Texten gab es einige Berichte und auch Zitate, die mich schockiert haben und die mir noch eine Weile im Gedächtnis bleiben werden. Das Buch zeigt auf, dass bei mir noch einige Lücken vorherrschen.
Generell ist es auf jeden Fall ein kurzer, aber auf den Punkt gebrachter Umriss. Die ausführlichen Literaturangaben helfen weiter, möchte man in die Thematik noch tiefer einsteigen, was bei solch komplexe Themen notwendig ist, um wirklich kompetent handeln zu können. Besonders toll empfand ich die Kinderbuchempfehlungen, hier habe ich mir bereits einige besorgt. Es erscheint mir ein erstes, unterschwelliger Schritt in die richtige Richtung, der vor allem schnell umsetzbar ist - diverse Literatur in das Umfeld der Kinder bringen. Ebenso spannend war die Auflistung der wichtigsten Daten und Feiertage.
Ein Leitfaden für Eltern, Erzieher und jeden, der mit Kindern zu tun hat!
Für das Buch „Mit Kindern über Diskrimination sprechen“ habe ich mich entschieden, da ich neben dem Studium an Grund- und Mittelschulen arbeite und das Thema dort tagtäglich relevant ist und doch deutlich zu wenig behandelt wird.
Die Gestaltung des Covers und die Organisation finde ich äußerst schön. Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die jeweils eine bestimmte Art von Diskrimination vertiefen sollen. Dabei wurde, meiner Meinung nach, eine gute und auch sehr breite Auswahl an Diskriminationsformen miteinbezogen. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass zum Einen Interviews von betroffenen Menschen eingeflossen sind und auch Informationen verschiedenster Studien genannt und zitiert wurden. Zum anderen finde ich es sehr schön, dass am Ende jedes Kapitels eine Art Übersicht zu sehen ist. Diese beinhaltet zum Beispiel Kinderbücher passend zu dem besprochenen Thema oder Social Media Accounts von betroffenen Menschen die darüber berichten usw…
Der Schreibstil ist angenehm und einfach gehalten. Manche Ausdrücke oder Inhalte haben sich für mich manchmal irgendwie komisch angefühlt, das zeigt aber viel mehr, wie sehr manche dieser Begriffe und Thematiken negativ konnotiert und mit Vorurteilen überladen sind. Da wird einem, dann erst recht bewusst, wieso dieses Buch und die Umsetzung so wichtig sind.
Während das Aufzeigen der aktuellen Problemlage sehr ausführlich und ebenso wichtig ist, hätte ich mir gerne noch mehr Fokus darauf gewünscht, wie ich es denn gezielt und auch in verschiedenen Kontexten besser machen kann. Natürlich ist das viel schwieriger, aber eben auch enorm wichtig.
Fazit Im Allgemeinen würde ich das Buch auf jeden Fall jedem weiterempfehlen. Es ist ein toller Leitfaden für alle Eltern, Erzieher und jeden, der mit Kindern zu tun hat. Es ist äußerst schön gestaltet und auch wenn man vielleicht denkt sich schon sehr gut auszukennen, was das Thema angeht, bin ich mir zu 100% sicher, dass man trotzdem noch einiges Neues mitnehmen kann!
"Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" von Olaolu Fajembola: Ein lebensveränderndes Buch für eine inklusivere Zukunft
Als ich das Buch "Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" von Olaolu Fajembola in die Hand nahm, spürte ich sofort, dass es ein Buch mit einer wichtigen Botschaft ist. Dieses Werk ist mehr als nur ein Buch – es ist ein Aufruf zur Veränderung, ein Wegweiser für Eltern und Erziehende, um unsere Kinder für eine vielfältige und inklusive Welt zu sensibilisieren.
Inhalt und Aufbau: Das Buch ist inhaltlich reichhaltig und gut strukturiert. Es behandelt Diskriminierung in all ihren Facetten – sei es aufgrund von Gewicht, sexueller Orientierung, Behinderung, sozialem Status oder Rassismus. Die Autorinnen Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar haben sich mit Expert:innen wie Raúl Krauthausen und Melodie Michelberger zusammengetan, um einen umfassenden Leitfaden zu erstellen.
Warum dieses Buch so wichtig ist: Kinder sind die Zukunft, und es liegt in unserer Verantwortung, sie auf eine Welt vorzubereiten, in der Vielfalt und Respekt selbstverständlich sind. Dieses Buch bietet praktische Tipps und Anregungen, wie wir mit unseren Kindern über Vorurteile, Abwertung und Ausgrenzung sprechen können. Es zeigt uns, wie wir sie stark machen können, damit sie sich für Gerechtigkeit und Inklusion einsetzen.
Meine persönlichen Eindrücke: Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Die klare Sprache und die praxisnahen Beispiele haben mich tief berührt. Es ist erfrischend zu sehen, wie die Autorinnen komplexe Themen verständlich aufbereiten, ohne dabei den Ernst der Lage zu verharmlosen. Die Verwendung von Expert:innen-Interviews und Erfahrungsberichten macht das Buch noch authentischer.
Fazit: "Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen" ist ein Buch, das nicht nur Eltern und Erziehenden ans Herz gelegt sei. Es ist ein Aufruf an uns alle, unsere Kinder zu starken, empathischen Menschen zu erziehen, die für eine bessere Welt eintreten. Dieses Buch trägt dazu bei, die Welt von morgen zu einem besseren Ort zu machen.
Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen von Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar ist ein Ratgeber für alle Personen, die mit Kindern zu tun haben. Es werden viele verschiedene Diskriminierungsformen mit Expert:innen aufgearbeitet und es werden Ratschläge gegeben, wie man mit Kindern dazu arbeiten kann.
Nach dem ersten Buch, das ich von den beiden gelesen habe, wusste ich, dass ich mir auch dieses hier kaufen muss. Ich habe auch mit diesem Buch sehr viel dazu lernen können und neue Blickpunkte bekommen. Besonders hilfreich sind die vielen Reflexionsfragen und auch die Sammlung an Büchern, Filmen und Social-Media-Kanälen, die sich mit den jeweiligen Diskriminierungsformen beschäftigen.
Die Vielfalt ist im Buch sehr groß. Es wird Anti-Schwarzer Rassismus, Antimuslimischer Rassismus, Antiasiatischer Rassismus, Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze, Antisemitismus, Anti-Gender-Diversity, Bodyshaming, Ableismus und Klassismus behandelt. Das deckt eine große Bandbreite an Diskriminierungsformen, die v.a. auch häufig im Bildungswesen vorkommen.
Etwas mehr Praxis wäre jedoch nett gewesen. Das Buch ist eher theoretisch und berichtet auch viel aus Erfahrungen der beiden Autorinnen. Dennoch sind die Erfahrungsberichte der Expert:innen, welche befragt wurden, sehr spannend.
Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. Man bekommt wirklich einen guten Überblick. Solche Bücher sollten in jedem Kindergarten, in jeder Schule und in jeder Einrichtung, die Kinder betreut, stehen.
Dieses Buch hat meine Sichtweise erweitert. Auch wenn ich zum Glück selbst nicht betroffen bin (was sich ja auch ändern kann), hat mir dieses Buch sehr viel Neues zum Umgang mit meiner eigenen Sprache und Denkweise im Hinblick auf Diskriminierung gebracht. In unterschiedlichen Kapiteln gibt es viel Wissen rund um verschiedene Arten der Diskriminierung, Hautfarbe, Herkunft, Religion, Finanzieller Background, Bildung, Behinderung, etc. Zu jedem Themenkomplex kommt immer ein Experte auf diesem Gebiet zur Sprache. Die Texte sind gut zu verstehen und einfach zu lesen. Die optische Gestaltung des Buches ist ebenfalls sehr ansprechend. Auch wenn im Buch häufiger auf das erste Buch der beiden Autorinnen Bezug genommen wird, kann man dieses unabhängig davon lesen. Allerdings hat es mich neugierig gemacht auch "Gib mir mal die Hautfarbe" zu lesen.
Dieses Buch ist nicht nur wichtig für Eltern, sondern auch für jeden einzelnen. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen egal ob man selbst Kinder hat, mit ihnen arbeitet zum Bespiel in Schule und Kita oder auch wenn man sich selbst weiterbilden möchte. Die Autorinnen haben es geschafft im Jahre 2024 auf Dinge aufmerksam zu machen, die in unserer heutigen Gesellschaft leider immer noch zu kurz kommen und viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Deswegen vielen Dank, dass ihr dafür kämpft und darauf achtet, dass solch wichtige Themen in unserem Leben mehr Platz einnehmen, denn das sollen sie auch. Ich wünsche mir in Zukunft natürlich gerne noch mehr solcher Lektüre und hoffe, dass sich weiter um die Zukunft der Kinder so sorgsam gekümmert wird. Mit diesem Buch wurde ein Zeichen gesetzt und ich kann nur hoffen, dass nicht nur Kinder davon profitieren sondern auch ganz besonders die Erwachsenen.
Besonders nennenswert und gut durchdacht finde ich den Aufbau dieses Sachbuchs, der förderlich für das gezielte Nachschlagen ist. Die Kapitel umfassen jeweils eine bestimmte Diskriminierungsform und geben hierzu Begriffserklärungen sowie weitere Informationen wieder. Am Ende gibt es weiterführende Tipps, wie beispielsweise weiterführende Literatur oder Podcasts. Das Buch ist praxisnah gestaltet und das vermeintlich unbegreifbare Thema wird durch die herangezogenen Studien sowie die Interviewten greifbarer vermittelt.
Als Erziehungswissenschaftlerin und Tochter einer Familie mit Migrationsgeschichte befasse ich mich hin und wieder intensiver mit Ausgrenzung und Diskriminierung. Aus dieser Literatur konnte ich viele spannende Inhalte mitnehmen und durch die schöne Aufmachung hat das Studieren der Literatur umso mehr Freude bereitet!
Super Buch. Finde alle Personen, die irgendwas im pädagogischen/sozialen Bereich machen sollten das lesen. Ich finde das Kapitel zum thema Trans und zum thema Körper/fettfeindlichkeit nicht ganz radikal genug. Ist jedoch ein super start und bin froh, dass die themen überhaupt platz gekriegt haben. Sonst wirklich top und durfte ganz viel lernen! Danke <3
Das Buch war toll aufgemacht, gut strukturiert und bietet eine tolle Grundlage um dieses Thema mit den verschiedenen Facetten zu behandeln. Es war einfach geschrieben und holt auf diese Weise sicher viele Leute ab und setzt keine Voraussetzungen oder schließt Leute aus. Ich fand ich auch den persönlichen Aspekt der beiden Autorinnen Olaolu Fajembola und Tebogo Niminde-Dundadengar toll.
"Bereits im Alter von drei bis sechs Monaten erkenne sie phänotypische Unterschiede zwischen Menschen. Im Alter von drei bis fünf Jahren haben Kinder alle gesellschaftlich vorherrschenden Vorurteile erlernt." (Seite 24)
Besonders toll fand ich, dass am Ende jedes Themas eine Übersicht mit Empfehlungen waren. Hier gab es Tipps für Bücher - für unterschiedliche Alterstufen - und Filme, Videos, Social Media Accounts und mehr. Zusätzlich wurden teilweise Kalendertage genannt, die mit dem Thema zu tun hatten und mir teilweise unbekannt waren - das war natürlich spannend, hat aber auch verdeutlicht, wie viel man hier noch lernen muss.
Gerne hätte ich mir gewünscht, dass nicht nur die Probleme aufgezeigt werden, sondern mehr darauf eingegangen wird, was man machen kann. Wenn man selbst mit bestimmten Diskriminierungen wenig Berührungspunkte hat, wäre es schön, hier mehr an die Hand genommen zu werden. Dennoch eine Empfehlung meinerseits für jeden.