Ada freut sich auf die Schule, aber manchmal zwickt sie die Angst. Stefanie Höfler erzählt von all diesen durcheinander wirbelnden Gefühlen und Stimmungen in vielen berührenden (Alltags-)Episoden, die zu einer großen Geschichte werden. Ob es um kribbelnde Schokokuchengefühle oder blöden Streit geht. Um Wut auf den kleinen Bruder oder die kneifende Eifersucht auf Leila. Um besondere Mama-Ada-Momente, Mut, Vertrauen und die unsterbliche Seele eines Huhns. Philip Waechters zart-poetische Bilder und Comics, voller Witz und Empathie, tauchen in die Tiefen all der widersprüchlichen Gefühle ein.
Ein ganz wunderbares Buch für (sensible) Kinder, die am Übergang Kindergarten-Grundschule stehen, die mit Sorge auf das anstehende Seepferdchen blicken. Das poetischste Kinderbuch, im besten gegenwartsliterarischen Sinne, das seit langem erschienen ist für den ersten richtig bewussten Break im Leben eines Kindes. Meine Tochter (6) und ich hatten große Lesefreude. Wir lesen es direkt nochmal, weil die Kapitel so dermaßen voll sind mit Weisheiten, schönen Gedanken und Feinfühligkeit für die kindliche Lebenswelt! Das Buch regt Klein und Groß zum Denken an.
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Ada kommt nach den Sommerferien in die Schule und ist jetzt ziemlich nervös. Aber erst mal wird der Sommer mit Freunden und Familie genossen und Ada wächst über sich hinaus. Das Buch ist unterschiedliche Abschnitte eingeteilt, die wie der Wetterbericht klingen. Sonnenschein steht zum Beispiel für gute Laune und Gewitter für kritische Situationen. Die Sprache ist wunderschön und kindgerecht. Da gibt es das Gefühl wie ein riesiges Stück Schokokuchen oder auch die Ameisen in Adas Bauch. Durch die unterschiedlichen Längen der Geschichten kann mal eine als kurze „Gute Nacht Geschichte“ gelesen werden und eine andere an einem verregneten Nachmittag, wenn etwas mehr Zeit verfügbar ist. Es wurde auch sehr schön dargestellt, wie Ada die Zeit erlebt und wie sie sich dann trotz aller Ameisen im Bauch auf die Schule freut. Das Gefühlschaos wird sehr bildlich und kindgerecht beschreiben. Ich finde es allerdings grenzwertig, dass Ada und ihr Bruder Max sich gegenseitig die Haare schneiden. War auch sofort ein Thema bei der jungen Leserin, sie fand die Idee prima. Nicht zu vergessen die Suche nach den Weihnachtsgeschenken. Muss man Kinder auf solche Ideen bringen? Nein, sie kommen schon selber darauf und ihre Mutter war natürlich von beiden Ideen nicht begeistert. Und ich bekam auch noch Mecker, weil ich das Buch geschenkt hatte. Mich persönlich hat es genervt, dass Ada von ihrer Oma ein Huhn geschenkt bekommt. Hühner sind soziale Tiere und sollten mindestens eine Kumpeline haben. Außerdem sind die wenigstens Hühner zum Kuscheln bereit. Es gibt schon genug Tiere, die gedankenlos verschenkt werden, da muss man nicht noch weitere blöde Ideen verbreiten. Ja, das Buch transportiert prima die Gefühle und Probleme von Kindern; zeigt ihnen, dass sie nicht allein sind. Aber mit meinen beiden Meckerpunkten sind es dann doch nur gute 3 Sterne geworden. Feedback der jungen Leserin: Boah, das wäre echt cool, M. mal die Haare zu schneiden. Mir darf er natürlich nicht die Haare schneiden. Ich fand es toll, dass Ada nachher doch noch beim Schwimmen den Kopf unter Wasser packt. Ich habe noch nie ein Cello gehört. Ada mag es ja total gern, möchte ich gern mal hören, die was klingt. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Ada ist sechs und freut sich auf die Schule - eigentlich. Denn neben kribbeligen Ameisengefühlen und warmen Schokokuchengefühlen überrollen Ada viele andere Gefühle: manchmal zwickende Angst, mal heiße Wut auf den kleinen Bruder Max, mal kratzige Eifersucht auf ihre Freundin Laila oder die Sehnsucht nach einem Plastikeinhorn. Adas Sommer ist voller Gefühlsturbulenzen. Und manchmal, da fühlt sich alles so groß und wunderbar an, dass Ada fast zerspringt vor Glück.