Fernwehland: Roman | »Kati Naumann hat die Gabe, die Vergangenheit lebendig werden zu lassen.« NDR Kultur | Historischer Roman | Frauenunterhaltung | Reise I Familie
Kaum ein Schiff hat so eine wechselvolle Geschichte wie die Astoria, das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Unter dem NamenVölkerfreundschaft brachte das Schiff einst ausgewählte DDR-Bürger an schier unerreichbare Sehnsuchtsorte. Auch der Matrose Henri und die Stewardess Simone reisten unter der Flagge des kleinen Landes, das damals zu den wichtigsten Seefahrernationen der Welt gehörte. Bis heute hat Henri und Simone die Faszination für dieses Schiff, das ihr Schicksal bestimmte, nicht losgelassen. Nun treten sie noch einmal eine Reise darauf an, die nicht nur ferne Erinnerungen heraufbeschwört, sondern sie auch mit den Schatten ihrer Vergangenheit versöhnt.
4,5 Sterne = fast perfekt, würde ich weiter empfehlen
Die Autorin schafft es ganz wunderbar die Geschichte des Schiffes mit den Geschichten der Protagonisten zu verknüpfen. Wir begleiten eine Kreuzfahrt im Jahr 2019 bei der wir immer wieder in Rückblicken die Lebensgeschichte von Simone und Henri erzählt bekommen. Dabei erfahren wir einiges über die Geschichte der DDR und auch über die Deutsche Seefahrtsgeschichte. Der Aufbau der Geschichte hat mir richtig gut gefallen und auch die Thematiken sind höchst interessant. Mir war der Erzählstil fast ein Hauch zu schnell, ich hätte mir gewünscht noch mehr bei den vielschichtigen Charakteren bleiben zu können und sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit noch tiefer in deren Leben abtauchen zu können.
Mit den Romanen von Kati Naumann kann man nichts falsch machen. Die Autorin lässt uns tief in die Geschichte der DDR eintauchen und erzählt in all ihren Büchern über diese Zeit, als Deutschland geteilt war. Dabei verwendet sie nicht alltägliche Themen, die spannend erzählt werden. In ihrem neuen Roman widmet sie sich der Schifffahrt und ganz besonders dem Kreuzfahrtschiff "Völkerfreundschaft": Als Binnenlandkind, auch wenn ich die Donau fast vor der Haustüre habe, interessieren mich Schiffe eher weniger. Kati Naumanns Romane sind allerdings - egal zu welchen Thema - immer äußerst lesenswert. Sie bringt in "Fernwehland" diese Besonderheit der "Völkerfreundschaft", die insgesamt unter zwölf verschiedenen Namen gefahren ist, auch mir sehr nahe. Neben dem ersten Kreuzfahrtschiff der DDR, welches in internationale Gewässer fahren durfte, erfahren wir auch mehr über die sächsische Binnenschifffahrt vor der Wende. Und wer nun denkt, dies sei langweilig, liegt total falsch!
Die Schifffahrt ist der rote Faden rund um die Lebensgeschichten von Frida, Dora, Erwin, Henri und Simone. Die heimliche Hauptfigur ist jedoch die "Völkerfreundschaft", die damals in Warnemünde an der Ostsee ihren Heimathafen hatte. Zuvor hieß das Schiff "Stockholm", wo es auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges getauft wurde. Mit dabei ein kleines Mädchen, nämlich Frida. Auch sie verbindet eine ganz besondere Geschichte und bittersüße Erinnerungen mit dem Schiff. So oft wie möglich fährt sie damit auf Reisen .... Als "Astoria" hatte die "Völkerfreundschaft" ihre letzten Ausfahrten und Henri hat jahrelang gespart, dass er noch einmal mit "seinem Schiff" auf Reisen gehen kann. Nach dem Tod seines Vaters konnte er sich mit seinem Erbe diesen langersehnten Wunsch erfüllen. Gemeinsam mit Simone geht er auf die Reise, bei der sie Frida und später auch die junge Elli kennenlernen. Die Seefahrt liegt Henri im Blut, denn auch sein Vater Erwin und seine Mutter Dora waren auf der "Diesbar", einem Binnenschiff auf der Elbe, unterwegs. Doch Reisen und neue Länder kennenlernen waren in der damaligen DDR nicht vorgesehen. Als Leserin spürt man die Liebe zur See aus jeder Zeile, die diese Familie prägt. Aber nur Henri erreicht sein Ziel in internationalen Gewässern fahren zu dürfen. Er wird Matrose und lernt Simone kennen, deren Herz ebenfalls für das Meer und die Seefahrt schlägt - bis eines Tages etwas Schlimmes passiert. Mit diesem Ereignis in der Vergangenheit versucht Henri seitdem zurecht zu kommen, während Simone hofft, dass er sich nun auf der langersehnten Reise - 40 Jahre später - endlich damit aussöhnt.
Geschickt hat Kati Naumann die einzelnen Lebensgeschichten und auch die verschiedenen Zeitstränge zusammengeführt. Mit viel Liebe zum Detail und toller Recherchearbeit erzählt die Autorin von vier verschiedenen Menschen, die sich auf der "Astoria" treffen und dessen Leben auf eigenwillige Art zusammenführen. Ich hätte nie gedacht, dass mich dieser Roman so begeistern und fesseln kann. Kati Naumann erzählt mitreißend und emotional. Vor allem Doras Lebensgeschichte hat mich mitgenommen und berührt. Alle Charaktere sind lebendig und großartig gezeichnet. Ich hatte die Figuren vor Augen und habe mit ihnen gehofft, gebangt und mitgefühlt. Auch die Atmosphäre auf dem Schiff und die verschiedenen Länder, die besucht wurden, sind wunderbar bildhaft dargestellt. Das Leben in der DDR wird in vielen Facetten beschrieben. Dabei gibt es keinen erhobenen Zeigefinger der Autorin, sondern gute und schlechte Erinnerungen.
Fazit: Deutsch-deutsche Geschichte, wie sie nur Kati Naumann erzählen kann. Atmosphärisch wunderbar und großartig recherchiert. Eine Geschichte, die ich in kurzer Zeit inhaliert habe und gerne noch ewig weitergelesen hätte.... Leseempfehlung!
Inhalt siehe Klappentext. Ich kannte von Kati Naumann bisher nur eine Kinderbuchreihe, ihr neuestes Werk „Fernwehland“ ist mein erster Roman von der Autorin und hat direkt bei mir eingeschlagen. Als erstes ist mir das Titelbild aufgefallen, gefolgt vom Klappentext, da war klar: Muss ich lesen. Ich mag Bücher, die mehrere Zeitebenen haben und die nach und nach Verbindungen und Verknüpfungen aufzeigen. Die Geschichte des Schiffes mit 12 Namen fand ich an sich schon spannend, ich habe selbst noch keine Kreuzfahrt unternommen, habe also keinen Vergleich zum Geschriebenen. Hierzu am besten das Interview mit der Autorin am Ende des Buches lesen und das Nachwort. Dass die Geschichte des Schiffes in direktem Zusammenhang mit der Vergangenheit von Frida, Simone und Henri steht, war gleich nochmal aufregender. So viele Erinnerungen, gemeinsame und auch von jedem Einzelnen, Entbehrungen, Verluste, aber auch Bereicherungen, wie das Leben eben spielt. Eine Frau auf See - klingt erstmal ungewöhnlich, zumindest für mich, aber Simone hatte sich das in den Kopf gesetzt und durchgezogen. Dass Erwin und auch Henri beide von höherer Distanz praktisch gestoppt wurden, ist natürlich gemein, ungerecht, aber man sieht, für was es wohl gut sein sollte. Dora ist mir von Anfang an sympathisch gewesen, bei Marions Eltern war ich eher skeptisch, und dass Karin sich so gewandelt hat, da musste ich erstmal schlucken. Frida reist als Ritual, das tut ihr nach Jahrzehnten ihres Lebens immer noch gut; Henri und Simone wollen die verlorene Zeit aufholen und Elli war mir zunächst suspekt, aber recht bald ahnte ich, wo sie herkommt und was sie vorhat. Ab hier empfehle ich, das Buch mit seinen 416 Seiten selbst zu lesen, in die Kreuzfahrt 2019 einzusteigen und natürlich die Abstecher in die Vergangenheit, vor dem Zweiten Weltkrieg, dann in die Zeit der DDR. Die Hafen-, Reise- und Länderbeschreibungen haben mir gefallen. Die Geschichte hat mich sofort gepackt, ich musste einfach immer weiterlesen, ob es nun die Partys der Schiffsangestellten bei Nacht waren oder die Landgänge der Passagiere - einfach alles lesenswert. Und wieder einmal merke ich beim Lesen, was an Geschichtlichem in der Shcule nicht vermittelt wurde, was ich mir über Romane aneignen muss. „Fernwehland“ ist bis jetzt mein Lesehighlight in diesem Jahr und ich kann es uneingeschränkt mit 5 Sternen empfehlen.
Henri und Simone haben lange Geld für eine Fahrt auf der Astoria, einem Kreuzfahrtschiff, gespart. Diese Fahrt ist etwas ganz Besonderes für die beiden, da sie einst auf dem Schiff noch unter anderem Namen, der Völkerfreundschaft, gearbeitet haben. Sie begegnen der Schwedin Frida. Auch sie hat eine ganz besondere Verbindung zur Astoria. Doch schließlich wirbelt auch noch Elli dazwischen und sorgt dafür, dass alte Erinnerungen hochkommen.
Ich lese ganz selten historische Romane, aber nachdem ich “Die Sehnsucht nach Licht” gelesen hatte, wusste ich, dass ich für Kati Naumann eine Ausnahme machen werde. Daher habe ich mich sehr auf “Fernwehland” gefreut. Das Buch hat mir gut gefallen. Kati Naumann schafft es durch ihre Recherchearbeit, die Zeit der DDR und das Drumherum herrlich lebendig werden zu lassen. Es gibt immer wieder sehr ergreifende emotionale Momente. Vor allem an Frida habe ich mein Herz verloren. Was für eine liebenswürdige Person mit einer so tragischen Geschichte. Ich liebe es, wie die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpft ist. Das war auch damals bei “Die Sehnsucht nach Licht” so herrlich. Die Sachen, die wir in der Vergangenheit erfahren, helfen uns, die Gegenwart zu verstehen und in der Gegenwart sehen wir Auswirkungen vergangener Geschehnisse. Dadurch ist die Geschichte ganz wunderbar angeordnet. Wir lernen die Hintergründe der Hauptcharaktere kennen und sehen, wie sie sich in der Gegenwart näherkommen. Besonders schön fand ich, wie die verschiedenen Leben in der Vergangenheit miteinander verwoben wurden. Ich muss gestehen, dass ich emotional weniger stark abgeholt wurde, als bei vorherigen Werken. Ich hätte auch eigentlich gerne noch etwas mehr von der Geschichte der Astoria/Völkerfreundschaft/Stockholm gesehen, als “nur” die Erlebnisse dieser drei Charaktere. Letztendlich ist es aber wirklich ein empfehlenswertes Buch.
Kati Naumann hat einen ganz ausgezeichneten Schreibstil und eine Art, die Geschichte zu verweben und bisher kann ich sagen, dass es ihre Bücher wirklich wert sind, gelesen zu werden.
Den Roman “Fernwehland” hat Kati Naumann im Januar 2025 gemeinsam mit dem Verlag Harper Collins herausgebracht. Das Cover und der Titel passen hervorragend in das Genre und in die Geschichte. Von Kati Naumann habe ich bereits “Wo wir Kinder waren” gelesen. Das hat mir super gefallen und so war ich sehr gespannt auf ihre Geschichte.
Schnell lese ich mich in die Erzählung ein. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und bildhaft, so kann ich mir alles gut vorstellen. Einmal mit dem Lesen gestartet, ist es gar nicht so einfach, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weitergeht. Und auch das ist gar nicht so einfach, denn Kati Naumann wechselt geschickt zwischen den Zeiten. Sie erzählt gerne aus der Gegenwart und lässt mich dann in die Vergangenheit sehen. Immer dann, wenn meine Neugier mega gespannt ist, dann wechselt sie in die andere Zeit. So habe ich die ca. 400 Seiten in nur wenigen Abenden gelesen. Es ist ein echter Pageturner.
Kati Naumann erzählt von Henri und Simone, die das Meer so lieben, dass sie sich ein anderes Leben gar nicht vorstellen können. Sie erzählt von der Astoria, dem ältesten seetüchtigen Kreuzfahrtschiff der Welt und ihrer Kollision mit der Andrea Doria. Sie erzählt von der Liebe, sie erzählt von den Menschen auf dem Schiff, sie erzählt von ihren Reisen in ferne Länder und vom Kalten Krieg.
Kati Naumann hat mit “Fernwehland” einen lesenswerten historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich viele unterhaltsame Lesestunden verbracht habe. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 blankgeputzte Lesesterne.
Ein Schiff, zwölf Namen – und die Menschen, die es zum Leben erwecken!
**** Worum geht es? **** Das Kreuzfahrtschiff Astoria im Wandel der Jahrzehnte – die Menschen, die es prägten, und ein großes Wiedersehen, das Raum für zweite Chancen schafft.
**** Mein Eindruck **** Einfach ein richtig schönes Buch. Es war bezaubernd, die Charaktere in ihrer Liebe zur Schifffahrt zu begleiten – und dabei ganz nebenbei so einiges über die DDR zu lernen. Das Buch steckt voller Freundschaft, Familie und einer ordentlichen Portion Pech – aber zum Glück spürt man von Anfang an, wohin das Schicksal führen wird. Kleine, unerwartete Wendungen am Ende machen die Geschichte zusätzlich spannend. Die zentrale Frage, die mich durch das Buch begleitet hat, war: Was ist damals passiert – und wie wird sich alles am Ende auflösen? Wenige, dafür umso bedeutsamere Fragen wurden mit großem Einfühlungsvermögen erzählt. Der Schreibstil der Autorin war flüssig, voller Wärme und mit einem feinen Gespür für ihre Figuren. Sie hat sich ganz auf das Thema konzentriert, ohne den roten Faden zu verlieren. Nostalgie durfte aufleben – mit ganz viel Herz. Die Erzählung wirkte so lebendig, dass ich mich als Leserin wie ein Teil der Gruppe fühlte und am liebsten aktiv ins Gespräch eingestiegen wäre. Jetzt träume ich ein bisschen davon, dieses Schiff einmal selbst zu sehen – um zu erleben, welche Liebe die Autorin und ihre Figuren mit ihm verbinden.
**** Empfehlung? **** Ein Thema, das direkt ins Herz geht – und mit den Figuren zum Leben erwacht. Geschichte, Nostalgie und ein Ort, der Menschen verbindet. Eine klare Empfehlung für alle, die gerne zeitgenössische Geschichten mit historischem Flair lesen.
Die Autorin gehört zu denen, deren Bücher ich immer als ein Highlight betrachte. Sie erzählt die Geschichte von Menschen die in der DDR lebten. Personen die fest verwurzelt in ihrer Heimat waren, Männer und Frauen denen es zu eng dort wurde, Menschen die sich mit dem Regime arrangierten oder sogar dafür arbeiteten oder auch jene die dagegen agierten. Immer erzählt sie ohne das sie ein Urteil über diejenigen fällt egal wie sie sich verhalten haben. Sie beschreibt die Gegenwart, die Gefühle und Handlungen als ob sie dabei gewesen ist. Sie vermittelt Eindrücke aus einer Zeit und Leben das ich nie persönlich kennengelernt habe aber durch das Lesen das Gefühl habe die Personen zu kennen und an ihrem Schicksal teilzuhaben. In diesem Buch geht es um Simone und Henri die in der DDR verwurzelt sind aber trotzdem Fernweh haben, sie reisen als Angestellte mit einem Kreuzfahrtschiff um die Welt, kehren aber immer wieder nach Sachsen zurück. Heute machen sie eine Erinnerungsreise auf ihrem alten Schiff und lernen dort Frida kennen, die ihre ganz eigenen Erinnerungen an dieses Schiff hat. Genau wie die junge Elli die auch mitfährt aber aus ganz anderen Gründen. Alle vier sind sehr sympathische Figuren, zusammen erleben wir sie in der Gegenwart, getrennt in der Vergangenheit mit ihren Erlebnissen auf dem Schiff. Emotional und spannend erfährt man als Leser wie das Leben in der DDR war abseits von den großen Themen und Ereignissen, einfach nur Alltag. Andere Themen sind die Gefühle die Erinnerungen auslösen können und wie unterschiedlich sie für den Einzelnen sein können.
Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut, der Hintergrund ist ruhig und schön in Kombination mit dem Titel finde ich das Cover sehr harmonisch aufgebaut.
In dem Roman geht es um ein. Stück DDR Geschichte, diesmal geht es um das Kreuzfahrtschiff, welches schon viele Namen tragen durfte, die Astoria. Der Roman beginnt im Jahr 2019, Henri und Simone haben sich auf diesem Schiff kennengelernt und möchte nun nach Jahrzehnten ihre Erinnerungen auffrischen und buchen eine Fahrt. Auch Frida ist mit an Bord, die hat als Kind die Schiffstaufe miterlebt und auch bei ihr fahren viele Erinnerungen mit. Können sie Frieden mit der Vergangenheit schließen?
Der Roman hat mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Die Haupt- und Nebencharaktere hatten viele unterschiedliche Facetten und waren interessant. Ein schönes Buch über die Geschichte und viele besondere Eindrücke. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Simone und Henri machen nochmal eine Fahrt auf dem Schiff Astoria. Das hieß, als sie sich darauf vor über 40 Jahren kennengelernt haben, Völkerfreundschaft und war das erste Kreuzfahrtschiff der DDR.
Henri kann sich nur schwer in die Rolle des Passagiers einfinden, er ist halt durch und durch Matrose.
Durch Zufall treffen sie auf Frida. Die Schwedin war beim Stapellauf des Kreuzers dabei, damals hieß das Schiff Stockholm. Auch sie verbindet eine bittersüße Geschichte mit der Astoria.
Die Geschichte wird in 2 Zeitebenen erzählt. Zum einen 2019, als das Schiff die Astoria ist und von Poole aus zur Kreuzfahrt aufbricht. Zum anderen ab 1939. Da war Henris Vater noch ein Kind,, wächst als Halbwaise bei den Großeltern auf während seine Mutter mit der Weißen Flotte auf der Elbe fährt um Geld zu verdienen. Damals wünscht sich Erwin nichts mehr, als Matrose zu werden. Doch dann kommt der 2. Weltkrieg, die DDR und das Leben dazwischen. Für seinen Sohn Henri möchte Erwin nichts mehr, als dass sich wenigstens dessen Wunsch zur See zu fahren erfüllt. Doch auch da geschehen unerwartete Ereignisse, die das Leben so vieler durcheinander bringt und bis 2019 nachwirken.
Als dann auch noch die junge impulsive Elli auf der Astoria zu den 3en stößt, müssen sich alle mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Ohne zu bewerten versteht sie es die Geschichte der DDR und ihrer Bürger, egal welcher Überzeugung, niederzuschreiben.
Die Autorin erzählt mit großer Intensität eine hervorragend recherchierte Geschichte. Vor allem die Rückblicke fand ich sehr interessant. Man merkt, daß Kati Naumann sehr viel Herzblut, Zeit und Energie in ihre Arbeit steckt. Das Buch ist unterhaltend, lehrreich und fesselnd zugleich.
Dank der Zeittafel am Ende kann man nachvollziehen was wirklich so passiert ist, das macht das Buch gleich viel lebensechter.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!