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Bannmeilen. Ein Roman in Streifzügen

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Wo die Stadt aufhört und die Vorstadt anfängt, ist in Paris klar markiert durch den Périphérique, den zu überschreiten Anne Webers Erzählerin bisher kaum in den Sinn gekommen ist. Denn was gibt es dort, in den verruchten Banlieues, außer einem Geflecht aus Schienen, Schnellstraßen und Autobahnen, zwischen denen Lagerhallen, gewaltige Supermärkte und Baustellen und Millionen von Menschen eingeklemmt sind? Außer der so notorischen Not, Gewalt und Armut? Als ihr alter Freund Thierry ihr jedoch vorschlägt, ihn für einen Film durch die Vorstädte des Départments Seine-Saint-Denis zu begleiten, die vor den Olympischen Spielen 2024 einem tiefgreifenden Wandel unterzogen werden, muss sie sich eingestehen, dass sie für die nächste Nähe jahrzehntelang blind gewesen ist.

Da sind zum Beispiel der von Schrotthalden umgebene muslimische Friedhof von Bobigny, auf dem ein algerischer Olympiasieger der 1920er-Jahre begraben liegt; die beiden kreisrunden Sozialwohnungsbauten von Noisy-le-Grand, die einander wie gigantische Camemberts gegenüberstehen; und tausend andere von Kolonialismus und Leid, von Hoffnung und Fortschritt erzählende Orte. Und auch Thierry selbst entpuppt sich mit der Zeit als Teil dieser widersprüchlichen, ihrem Blick bislang verborgenen Welt.

Mit leisem Witz und großer Beobachtungsgabe öffnet sich Anne Weber in Bannmeilen dem Unvertrauten und Anderen mitten unter uns und entwirft damit nicht nur das Bild einer komplexen Freundschaft, sondern zugleich die Geschichte einer vielschichtigen Gesellschaft in der so noch nicht gesehenen Vorstadt der Liebenden.

301 pages, Hardcover

First published March 7, 2024

14 people are currently reading
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About the author

Anne Weber

86 books19 followers
Anne Weber ist Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie schreibt in deutscher wie auch in französischer Sprache. Ihre Werke wurden mit dem Heimito von Doderer-Literaturpreis, dem 3sat-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis ausgezeichnet. 2020 wurde sie zur Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim ernannt und erhielt den Deutschen Buchpreis. Sie lebt seit 1983 in Paris.

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Displaying 1 - 17 of 17 reviews
Profile Image for Hendrik.
440 reviews112 followers
April 20, 2025
Auf Anne Webers neuestes Buch hat mich ein Artikel in der FAZ aufmerksam gemacht. Darin ging es um die städtebaulichen Veränderungen im Vorfeld der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Das hat mein Interesse geweckt, aber aus mir unerfindlichen Gründen war ich der irrigen Annahme, es handele sich um ein Sachbuch. Eine literarische Reportage über die urbanen Randgebiete der französischen Hauptstadt. Dass es ein Roman sein soll, habe ich erst nach dem Kauf bemerkt. Und selbst nach den ersten Seiten hat man den Eindruck einen auf Tatsachen beruhenden Erlebnisbericht zu lesen. Zumal anhand der biographischen Gemeinsamkeiten kaum ein Unterschied zwischen der Autorin Anne Weber und der Erzählerin auszumachen ist.

Als reines Sachbuch hätte es mir besser gefallen, denn der fiktionale Part ist nach meinem Empfinden nicht besonders gelungen. Das größte Ärgernis sind die zwei Protagonisten – die Erzählerin, eine Deutsche die im Zentrum wohnt, und ihr Begleiter Thierry, ein aus der Banlieue stammender franko-algerischer Filmemacher. Er gibt den einheimischen Fremdenführer für die Besucherin aus den besseren Quartieren der Stadt. Vor allem wegen der gekünstelten Dialoge der beiden, vor Sarkasmus triefend (Thierry) bzw. vor Naivität strotzend (Erzählerin), halte ich das Buch für misslungen. Sie spielen ein Stück mit verteilten Rollen, dessen immergleiche Pointen auf die Dauer nerven.

Dabei gewähren die Streifzüge durch das Département Seine-Saint-Denis interessante Einblicke in Gebiete und Milieus, fern jeglicher Paris-Romantik. Ergänzt durch Wissenswertes über die Geschichte, dieser gemeinhin als soziale Brennpunkte abgestempelten Viertel. Die Erzählerin findet sich in der Position einer Außenseiterin wieder, deren Lebenswelt wenig mit der hiesigen gemeinsam hat. Ein Befund, der auf die tiefen Gräben innerhalb der französischen Gesellschaft hindeutet. Gegen die entmutigende Faktenlage wird das Bild einer letzten Insel der Glückseligkeit gesetzt. Ein Bistro, dessen Besucher einen Querschnitt aller sozialer, politischer und religiöser Lager Frankreichs bilden. Ich weiß nicht, ob es dieses Lokal wirklich gibt. Falls dem so ist, ist es bestimmt ein guter Ort. Im Gefüge des Romans ist er mir hingegen eine Spur zu sentimental-kitschig geraten.
Profile Image for selin.
102 reviews
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October 30, 2024
Für das was es sein soll, ist es wahrscheinlich sehr gut aber leider mag ich das überhaupt nicht. Bin gespannt was im Seminar drüber gesagt wird.
Profile Image for Otto.
750 reviews50 followers
April 2, 2024
Und wieder ein faszinierendes Buch der in Frankreich lebenden deutschen Schriftstellerin Anne Weber. Zuletzt las ich Annette - ein Heldinnenepos über die französische Widerstandskämpferin Anne Beaumanoir, und war begeistert. Nun hat mich diese Erzählung über Streifzüge durch die Pariser Banlieues fasziniert.
Anne Weber lässt uns eintauchen in das bunte, triste, von Ausgrenzung und Ghettoisierung durchzogene, aber dann wieder auch von starker Lebensstärke geprägte Leben in diesen Pariser Vorstädten, in denen sich die Araber, Afrikaner, Moslems, Mindestpensionisten (ja, man trifft auf den Straßen sichtlich hauptsächlich Männer), Drogendealer, Arbeitsstricher usw. begegnen, miteinander oder aneinander vorbei leben. Die Banlieues, der soziale Brennpunkt Frankreichs, die Banlieues, geschichtlich auch der Ort der Deportationsbahnhöfe, der Ort einer Parallelgesellschaft, die ihre eigenen Gesetze zu haben scheint. Und mitten drin ein weltoffener zumindest diskursoffener Raum, das Café des Kabylen Rachid, in dem Anne Weber und ihr Weggefährte, der algerische Filmemacher Thierry bald Stammgäste werden.
Ich habe vor einiger Zeit Roissy-Express von François Maspero gelesen (das Buch wird von Weber kurz erwähnt - man kann meine Eindrücke in der Rezension nachlesen) und Webers Bannmeilen sind eine hervorragende Ergänzung dazu.
Ein Lehrbuch über Rassismus, Migration, Fremdsein in einem Land, das einen aber andererseits benötigt, da sonst Vieles an notwendiger Infrastruktur zusammenbrechen würde. Man könnte es zum Schul- und Diskussionsstoff werden lassen, auch dann, wenn man (wie gerade jetzt März 2023 in Österreich) wieder mal die unselige Leitkulturdebatte anzettelt. Die Schönheit und die Spannung liegt in der Vielfalt, aber sie muss gut gehandhabt werden, all das lernen wir von dieser wunderbaren Erzählung.

Profile Image for Buchdoktor.
2,382 reviews193 followers
April 2, 2024
Zur Recherche in den Pariser Vorstädten des Départments Seine-Saint-Denis ist Anne Webers Freund Thierry als Dokumentarfilmer die ideale Begleitung. Er will hier einen Film über die Auswirkungen der Baumaßnahmen zu den Olympischen Spielen 2024 drehen – und ist als Sohn einer algerisch-französischen Familie aufgewachsen, wo die Postleitzahlen mit 93 beginnen. Die Autorin, die selbst ohne PKw im Stadtzentrum lebt, konnte beim Blick aus dem Zug bisher kaum Neugier auf die nordöstliche Peripherie entwickeln, als wären Stadt und Vorstadt durch unsichtbare Mauern getrennt. Thierry führt seine Begleiterin in „Cités“ wie Aulnay-sous-Bois, in denen riegelförmige Blocks mehrere tausend Wohnungen enthalten können – und erzählt aus seiner Familie. In der kalten Jahreszeit wirken die Schlafstädte tagsüber ausgestorben. Weber vermisst öffentliche Toiletten; fragt, wie „eure Frauen“ das machen. Thierry, in der Rolle des gläubigen muslimischen Vorstadtbewohners, behauptet, „unsere Frauen“ bräuchten keine öffentlichen Toiletten. Wie sich der Alltag von Männern und Frauen in den Vorstädten tatsächlich unterscheidet, bleibt offen, da während ihrer Erkundung andere längst am Arbeitsplatz oder in der Schule sind. Zurück vom Schauplatz, den Sarkozy 2005 mit dem Kärcher säubern lassen wollte, vom Ort des Lagers Porte de Chapelle und aus Drancy wird Rachids Café zum Fixpunkt. Hier kommen die Leute „von nebenan“ zu Wort – während Rachid selbst meist schweigt.

Das monochrom wirkende Bild gewaltiger Hochhausviertel kontrastiert mit Thierrys Identitätsfindung während der gemeinsamen Ausflüge. Sieht er sich als Einwanderer der zweiten Generation? Was bewirkt es, wenn er im Senegal als „einer von uns“ begrüßt wird?

„Bereise nie ein Land ohne seine Bewohner“, hatte Thierry als Weisheit von Ait Achmed übernommen. Für Anne Weber hieß es, dass ihr Begleiter sie u. a. an Orte führte, die ihr als Frau in einem muslimisch geprägten Umfeld verschlossen geblieben wären. Sie realisiert dass es in „93“ keine leeren Ecken gibt, dass Migranten in Behelfshütten unterkommen, dass auf der Straße gedealt und repariert wird und Tagelöhner-Jobs zu erhalten sind. Pflastertreten entlang von Industriegebieten führt die Autorin buchstäblich zurück in die Geschichte des französischen Kolonialismus, der deutschen Besetzung und des Holocaust.

Profile Image for Iamthesword.
336 reviews24 followers
August 3, 2025
Of the 12,5 million people living in the Paris agglomeration only about two million live in the city itself. The rest live in the banlieues, the communities surrounding the French capital. And yet, the world outside the périphérique, the highway that runs around the city limits, is practically absent from all popular imagination of the city - with the exception of the regular violent protests after yet another killing by French police...

This is even true for most Parisians. German author Anne Weber is living in Paris for several decades now, and yet, when a friend who is preparing a film about the banlieue for the 2024 Olympics asks her to accompany her on his quest to find good filming locations, she's hesitant. Why go there? But in the end she's going with him. The two take dozens of walks through the (partly) notorious "neuf-trois", the département 93. Seine-Saint-Denis, the Northeastern neighbor to Paris. Their walks take them to communitys like Aubervilliers, Blanc-Mesnil, Drancy, Aulnay-sous-Bois, Pierrefitte-sur-Seine and of course Saint-Denis itself. The book is made out of dozens of small episodes and encounters they have along the way.

They visit a world so close, yet so far from the shiny lights of Paris. Where giant housing projects stand next to the remains of the old family houses that were once characteristic for these places. Where getting from point A to point B takes so much longer than inside of Paris, because here, you just have buses and some slow tram lines. Where the memorial of the deportation camp in Drancy, where the French jews were kept before they were sent to Auschwitz, is also a testimony to France doing its best to make its own inglorious role disappear. Where street and school names show the past as "red" communities that named a kindergarden after a revolutionary with a body count of several John Wick movies. Where you can walk for miles without finding anything you can sit on - not even the defensive architecture of the bus stops with their "leaning bars". But also where you can find not only an unexpected cozy café, but also the church where all the kings of France were burried - and that now stands in the center of multicultural Saint-Denis, something that pisses off all the monarchists that come there every year to commemorate the beheading of Louis XVI.

I have spent myself some time in the Paris banlieue, some of it also in Seine-Saint-Denis. Anne Weber manages to paint a nuanced picture of this world that lies outside of almost every focus. She doesn't sugarcoat anything, but neither does she paint it as the hell that the French right likes us to see it as. She shows this world with all the ambivalences that lie in it. There are responsibilities, of course, and especially the neglect by the French state is sometimes just blatently obvious, but often enough, it's more complicated. It is a world that is build out of layers of history that made what it is today. A history of failings and conflicts, but also a history of people living there. It you want to come close to understanding the tensions that run through French society, the sum of the episodes may bring you the closest possible to it.

I also reviewed the book for a radio show (in German). If you want to listen in, follow this link: https://rdl.de/beitrag/rezension-bann...
Profile Image for Christian Crones.
19 reviews
August 15, 2025
Echte Streifzüge durch die banlieue de Paris, in/durch die ich nur komme, wenn ich mit der Metro vom Flughafen in die Stadt fahre (einmal gemacht …) oder mit Mausi zur Olympiade ins Stade de France oder St. Denis. Lese so was gerne, mit Parallelstöbern in Google Maps. Hätte noch besser für ein Paris WE gepasst - schön innerhalb des Ringes sitzen und außerhalb des Ringes (nur) lesen …
Profile Image for Johanna.
12 reviews
October 11, 2024
Die Idee finde ich grundsätzlich super interessant. Ein bisschen was lernt man auch aber da hätte man viel mehr rausholen können. Statt Thierry zu einem sarkastischen Typen zu machen, hätte man in der Dynamik viel Wissen vermitteln können. Ein bisschen belanglos und oberflächlich war alles. Und die letzten 1,5 Seiten haben es noch mal um einen Stern runter gedrückt. Das war vollkommen unnötig.
54 reviews
May 26, 2024
Schönes, spannendes aufwühlendes Buch über die parallelgesellschaften in Pariser Vororten und verpasste Integration.
Profile Image for NadinoO.
1 review3 followers
September 4, 2024
Mich hat es leider gar nicht abgeholt - ich glaube die Streifzüge durch die Banlieues waren für die Autorin wirklich prägend und sie in einem Buch niederzuschreiben, finde ich eine mega Idee. Die bedrückende Stimmung kommt auf jeden Fall beim Lesen an, aber leider sonst nicht viel - zumindest bei mir nicht. Die Hintergrundinfos und Eindrücke plätschern so dahin und es fiel mir wirklich schwer beim Lesen nicht mit den Gedanken auf meine ganz eigenen Streifzüge zu wandern. Es gab ein paar wirklich berührende Momente, aber die meiste Zeit fehlte mir vor allem die Stimme der Autorin, die für meinen Geschmack doch recht neutral dahinflanniert, ohne dass sie eine Entwicklung durchmacht oder ein tiefergreifendes Narrativ entsteht, das über einen Spazierbericht hinausgeht, sodass am Ende wenig bleibt. Als Reisebericht und Background-Recherche eine gute Sache, als Roman ist es nichts für mich.
Profile Image for Susana.
102 reviews
April 22, 2025
Das Buch liest sich gut, wobei es wirkt wie ein Reisetagebuch, nicht wie ein Roman.
Aber warum schildert die Autorin auf 300 Seiten völlig erstaunt und teilweise empört den Anblick der Banlieues?
Es wird nicht klar, inwieweit die Autorin und die Protagonistin übereinstimmen. Unabhängig davon beschreibt sie absolut nichts Neues. Alles, worüber sie staunt, ist längst bekannt. Erstaunlich fand ich nur, wie ein Mensch, der in Paris lebt, das alles jahrelang komplett ausblenden oder wirklich nicht kennen konnte.
Gemeinsam mit dem befreundeten Dokumentarfilmer, den sie dort begleitet, macht sich die Erzählerin in fiktiven Gesprächen über ihre bürgerlichen Freunde lustig, die das niemals verstehen würden, dass sie sich diese Gegenden ansieht.
Ist sie sich sicher, dass sie nicht auch selbst so abgehoben ist, wie sie ihren Freundeskreis wahrnimmt?
Profile Image for Heriberto.
44 reviews5 followers
October 17, 2024
Ich liebe Paris. - Die Idee, auf langen Fußwegen die Banlieues zu erkunden, finde ich sehr gut und haben mich neugierig auf diese unbekannten Vorstädte gemacht. Warum meine nur mäßige Beurteilung? Teilweise war es mir zu umgangssprachlich ("gekriegt"), teilweise zu gestelzt geschrieben. Letztendlich habe ich mich für nur "zwei Sterne" beim umständlichen langen vorletzten Satz des Romans entschieden. Schade!
Profile Image for pablopumsi.
29 reviews3 followers
December 22, 2025
wenn ich nicht selbst ein jahr in neuftrois gewohnt hätte und mir einige orte bekannt vorgekommen wären, hätte mich das buch noch mehr gelangweilt. nett fand ich aber, wie die autorin unterschwellig vom zeitgenössischen gefühl des „ich muss etwas sofort auf wikipedia nachlesen und dann allen davon erzählen als müsste man das alles wissen“ berichtet.
Profile Image for Zarah.
1 review
September 10, 2024
+ spannende Themen
+ regt zur eigenen Recherche an

- ironische Witze
- fehlende tiefe Auseinandersetzung
- keine Spannung
Profile Image for Urs.
137 reviews1 follower
June 29, 2024
Ach wie wurde dieses Buch von der Presse gelobt. Und wie interessant fand ich das Thema (schliesslich habe ich vor Jahren in Paris gelebt). Leider handelt es sich beim Text jedoch um eine blutleere, willkürliche Aneinanderreihung von Eindrücken auf Streifzügen durch die Banlieue von Paris. Mir fehlen v.a. Begegnungen mit real existierenden Menschen, so wie es in Büchern von guten Reiseschriftstellern normalerweise der Fall ist, von Kapuszinski bis Theroux. Stattdessen nur die Schilderung von Tristesse. Woke Kritiker und Rezensenten müssen das natürlich toll finden, ich muss es aber nicht. Daher habe ich nach 80 Seiten die Lektüre abgebrochen und in einem Hotel in Frankreich liegen gelassen.
Profile Image for Ariane.
21 reviews2 followers
February 23, 2025
Je n'ai pas aimé ce livre. Il ne bouscule pas les préjugés qu'on a de la Seine-Saint-Denis - comme le prétend la description. Les personnes croisées lors des pérégrinations de la narratrice sont systématiquement renvoyées à leur ethnie et c'est dérangeant. On peut écrire sur la banlieue sans faire une fixette sur la couleur de peau ou le voile de ses habitant.e.s. Annie Ernaux le fait dans Journal du dehors et Regarde les lumières mon amour, c'est l'exemple qui me vient maintenant mais il y en a beaucoup d'autres.
21 reviews
August 31, 2024
Spannend einen Einblick in eine Welt zu bekommen, über die man sich bislang keine Gedanken gemacht hat. Passieren tut gefühlt nix im Buch, aber das macht nix.
Displaying 1 - 17 of 17 reviews

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