Kobrin hat keinen Zugang zur Magie, wie andere Elfen in ihrem Alter, denn sie kann sie weder sehen noch lenken. Als ihre Heimat Argorn, das friedliche Lichtbaumreich, von einem unbekannten Feind angegriffen wird, muss ausgerechnet sie den Gegenstand behüten, der ihre Welt retten soll. Zur gleichen Zeit infiltriert der Mensch Daidalor das Heer des Feindes. Seine Mission führt ihn nach Argorn, wo die Schatten unheilvolle Türme errichten und mit dunkler Magie experimentieren. Um sie aufzuhalten, muss er mehr als nur sein Leben riskieren.
Kobrin, eine junge Elfe aus Immerblau, ist eine Außenseiterin. Sie wächst nicht nur weitestgehend ohne Magie bei ihrer Tante auf, da diese Magie in ihrem Haus ablehnt, sondern sie ist auch noch blind. Kobrin kann zwar sehen, aber für eine wichtige Sache sind ihre Augen immer noch blind: Magie. Während all ihre Altersgenossen schon fleißig den Umgang mit Magie üben, wartet sie sehnsüchtig darauf, dass sich ihr drittes Auge öffnet. Dann kann sie nämlich endlich auch zaubern und muss nicht immer die Hänseleien der anderen Jugendlichen ertragen. Eines Tages trifft sie auf dem Weg zum Markt eine alte und offensichtlich verrückte Kräuterhexe, die ihr von einer Prophezeiung erzählt, ihr besondere Gaben zuspricht und auch noch ein kleines Säckchen übergibt, das komischerweise immer wieder bei ihr auftaucht, sosehr sie es auch zu verlieren versucht. Als dann plötzlich auch noch ihr Frosch zu ihr spricht und bald darauf ein Feuer in dem sonst so friedlichen Wald ausbricht, ist ihr ruhiges Leben plötzlich zu Ende, und sie versteht so langsam, dass in dem Säckchen ein ziemlich wichtiger Gegenstand zu sein scheint.
Caroline G. Brinkmann hat mit diesem Auftaktband schon eine sehr interessante und detailreiche Fantasy-Welt geschaffen. In Talan gibt es einerseits viele bekannte Völker und Gebräuche, andererseits kann man hier auch viel neues erleben. Die meiste Zeit verbringt der Leser im Gebiet Argorn, das man sich übrigens in der hinteren Klappe, die eine hübsche Landkarte enthält, im Detail ansehen kann. Dort treffen wir zunächst auf die Elfen. Kobrin ist ein aufgeweckter Teenager, neugierig, aber auch ängstlich und vor allem voller Sorge um ihre fehlenden Fähigkeiten. Warum kann gerade sie die Magie weder nutzen noch sehen, während alle anderen Elfen in ihrem Alter schon seit Jahren üben können? Kobrin lebt bei ihrer Tante Mandalena und ist nicht gerade begeistert, als sich ihre Großmutter mit den zwei jungen Enkeln im Schlepptau ankündigt. Die beiden Zwillinge, Luni und Lani, entpuppen sich allerdings doch als angenehme Gäste, mit denen man unbeschwert Streiche aushecken und Fang das Einhorn spielen kann.
Ein Wald, beschützt von seiner Königin und seinen Geistern, voller Magie und Geheimnissen. Der Heimatort der Elfen und einer ganz bestimmten Elfe: Kobrin. Leider ist die junge Elfe aber nicht ganz glücklich mit ihrem Leben. Denn nicht nur lebt sie bei ihrer Tante, die sie zwar unendlich liebt, weil ihre Mutter tot, ihr Vater fort war, sie beherrscht auch noch keine Magie. Sie ist blind und damit eine Außenseiterin. Sie muss sich Hänseleien ihrer Mitschüler gefallen lassen. Doch bald wird sie sich wünschen, sie wäre auf ewig normal und blind geblieben, was waren schon die Schikanen der anderen Elfen gegen das, was auf sie zu kam?
Denn die Schatten erwachten von Neuem. Einst hatten die Menschen sie mit Hilfe der Zwerge zurückgeschlagen, sie glauben sich sicher, obwohl ein Magier sie stets warnte. Nun zieht er aus, um Beweise für seine Theorie zu finden und sieht sich prompt gezwungen, einer von ihnen zu werden und als Soldat des Feindes sich in den magischen, einst verschlossenen Wald zu begeben.
Kobrin wird ein geheimnisvolles Objekt anvertraut, zusammen mit einem Auftrag, doch wie soll sie diese meistern? Alles, was sie will ist Sicherheit und ihre Familie, doch dazu muss sie kämpfen.
Das Buch glänzt mit einem tollen Stil und wundervoller Beschreibung. Dieser Welt wird schillernd Leben und Farbe eingehaucht. Zusammen mit vielen verschiedenen Charakteren und Schauplätzen stellt sie ein tolles Setting dar.
Die Geschichte konnte mich zu Anfang voll und ganz überzeugen, leider schleichen sich nach und nach Längen ein. Das liegt vor allem daran, dass die Protagonistin kaum in ihre neue Rolle hineinzuwachsen scheint. Sie bleibt ängstlich, schwach und stur. Sie will ihre Aufgabe nicht annehmen und denkt die meiste Zeit an sich und was sie gerne hätte. Das macht es nach einiger Lesezeit etwas mühsam ihr zu folgen. Niemand wird als Held geboren, aber man erwartet doch, dass sich Protagonisten entwickeln. Erst ganz am Schluss ist eine solche Regung zu erkennen. Ein Versprechen für den nächsten Band, der sicherlich wieder mit den Vorzügen dieser Geschichte glänzen kann, und vielleicht sogar mit einer heldenhaften Kobrin aufwarten kann.
Kobrin hat keinen Zugang zur Magie, wie andere Elfen in ihrem Alter, denn sie kann sie weder sehen noch lenken. Als ihre Heimat Argorn, das friedliche Lichtbaumreich, von einem unbekannten Feind angegriffen wird, muss ausgerechnet sie den Gegenstand behüten, der ihre Welt retten soll. Zur gleichen Zeit infiltriert der Mensch Daidalor das Heer des Feindes. Seine Mission führt ihn nach Argorn, wo die Schatten unheilvolle Türme errichten und mit dunkler Magie experimentieren. Um sie aufzuhalten, muss er mehr als nur sein Leben riskieren.
Ganz lieben Dank an Caroline G. Brinkmann und natürlich dem Papierverzierer - Verlag für das tolle Buch.
Nun bin ich mal wieder in die Welt der Fantasie abgetaucht. Aber das so richtig. Denn in Talan und deren angrenzenden Länder gibt es eine ganze Menge geheimnisvoller Wesen.
Da wäre zum einen unsere Hauptprotagonistin: "Kobrin" diese ist eine Elfe und lebt wohl behütet bei ihrer Tante Magdalena. (Leider sind ihre magischen Fähigkeiten noch nicht erwacht, darum wird sie von ihren Mitelfen gehänselt).
Dann lernen wir im Laufe des Buches noch mehr Wesen kennen:
Wessel - der sprechende Frosch Bluma - Schlangenprinzessin Daidalor - ein sehr magiebegabter Mensch Freki - ein Wolfsmensch
Boca - ein Tiraner Tiraner - von den Nox angeheuerte Menschen (böse) Nox - Schattenwesen
Als ich das erste Mal den Begriff Nox gelesen habe, war ich über den Zusammenhang sehr verwundert, denn ich kannte nur die Nox aus Stargate - und diese halten sich an einen strengen ethischen Kodex und glauben, dass alles und jeder heilig ist. Sie kennen keine Feinde, keine hierarchischen Strukturen. Ferner würden sie niemals anderen Menschen ihre Ansichten aufzwingen. Sie weigern sich zudem, an irgendetwas teilzunehmen, durch das jemand zu Schaden kommt.
Aber bei Caroline sind die Nox ganz schlimme dunkle Zauberer (Machtbesessen, habgierig, blutgierig, herrschsüchtig usw.)
Da habe ich erst einmal eine Weile gebraucht zum Umdenken.
Das Buch ist wundervoll geschrieben. Kobrin ist ein richiger Teenie. Stur, starrköpfig, dick schädelig, zickig usw.aber im Großen und Ganzen ein Elfenmädchen mit dem Herz am richtigen Fleck. Ich denke, sie wird ihren Weg gehen und ihrer Bestimmung folgen!
Stellenweise habe ich, wahrlich "Dia"loge mit Kobrin geführt. Das ging soweit, das meine Tochter (13 Jahre) mich darauf aufmerksam machte, dass ich mit dem Buch rede. Hm, okay dachte ich, was rede ich denn so? Aber die Antwort kam ohne Nachfrage. Ich würde mit dem Buch reden, wie mit meiner Tochter, wenn sie mal wieder alles besser weiß und diskutiert bis zum Umfallen usw. Also ich habe auch so eine typische Kobrin zu Hause.
Dann bekommt doch Kobrin von einer alten Kräuter"hexe" einen Beutel, den sie nicht öffnen darf und zu dem Auserwählten bringen soll.
Wer ist der Auserwählte?
Was ist in dem Beutel?
Fragen über Fragen und keine davon wird in Band 1 beantwortet.
Ich habe mir ja schon meinen Auserwählten gewählt. Ich hoffe nur Carolin wählt diesen auch, bzw. hat ihn schon gewählt.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, zum einen natürlich Kobrin und dann noch aus der Sicht von Daidalor.
Mir persönlich hat während der ganzen Geschichte, die Kapitel von Kobrin am besten gefallen. Ich mochte Daidalor überhaupt nicht, weil er meiner Meinung nach das Ganze völlig falsch angegangen ist und sich selbst auch noch dabei überschätzt hat. Was ich meine? - Müsst ihr lesen -
Aber das friedliche Leben für Kobrin hat bald ein Ende - und plötzlich muss sie sich Gefahren stellen, erlebt Ermordungen in nächster Nähe - denn die Schatten/Nox machen noch nicht mal vor Kobrin ihrer Familie halt.
Ich würde das Buch als Jugendbuch einstufen. Nicht so sehr als All - Age! Denn für Kinder ist es doch nicht so verständlich. Obwohl - wenn man sich die Grimm´s Märchen so durchliest, die sind ja noch brutaler!
Wessel ist mir ans Herz gewachsen.☺ Auch Bluma hat ihre sympathischen Seiten. Hach und Freki - den Wolfsjungen mag ich ja ganz besonders. ♥♥♥
Fazit: Dieses Buch bringt ganz großes Kopfkino mit sich. Es macht Spass mit Kobrin und ihren Gefährten in den Kampf zuziehen und sich den Herausforderungen zu stellen. Der Schreibstil ist fantastisch.
Ich freue mich schon sehr darauf gleich zum 2. Band greifen zu dürfen. Ob meine Fragen dort geklärt werden? Von mir bekommt dieses Buch 5 Feen und eine klare Kauf und Leseempfehlung für Fantasiebegeisterte.
Kobrin ist keine Elfe, wie die anderen - denn Kobrin ist "blind". Nein, sie kann sehen, keine Sorge, aber sie kann die Magie nicht spühren, und das heißt "blind". Das ist auch der Grund weshalb es keinen mehr überrascht, dass, nachdem eine alte Kräuterhexe ihr ein Beutelchen überreicht und sozusagen die Hölle losbricht, dass Kobrin plötzlich die einzige sein soll, die die Welt der Elfen retten kann. Mit Hilfe eines Frosches macht sie sich, gezwungenermaßen, auf den Weg.
Erstmal zum Schreibstil. Dieser ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Auch locker etwas für jüngere Leser, oder wenn man sich mal nicht so gut konzentrieren kann. Ich habe Kobrin hauptsächlich in der U-Bahn gelesen und das hat prima geklappt ;) Mir ist allerdings aufgefallen, dass manche Dinge mehrfach im selben Absatz wiederholt werden - mich persönlich stört es, weil ich mir denke "Ist ja gut, ich habs begriffen", andere stört es weniger, oder fällt es gar nicht auf.
Wie dem Schreibstil kann man auch der Story sehr leicht folgen. Wirklich kompliziert ist anders. Dennoch ist die Welt sehr schön beschrieben, auch die Wesen darin sind schön herausgearbeitet und endlich - endlich - steht nicht eine Lovestory im Mittelpunkt. Nein, hier ist tatsächlich das "Abenteuer" der Knackpunkt und wurde nicht nur hinzuerfunden, damit sich er und sie treffen können. Super! Mehr davon!
Vorhin sagte ich, es wäre gut was für jüngere Leser. Das ist natürlich wieder Geschmacksache. Es kommen auch relativ brutale Szenen vor (für einen "Game of Thrones"-Leser ist es nichts, für einen "Barbie lernt Skaten"-Fan ist es bestimmt schlimmer), auch ein paar Trigger sind mir begegnet, von daher bitte immer schön vorsichtig sein und selbst drauf achten "Tut mir das Buch noch gut, oder ist es mir persönlich doch zu viel". Ich kann nicht sagen, was den ein oder anderen Triggert, ich kann nur sagen: Ich fands nicht schlimm.
Alles in Allem erhält "Kobrin - Die schwarzen Türme" von mir 3 Sterne von 5. Wer meine Bewertungen kennt, weiß, dass 3 Sterne bei mir "gut" sind. Wer sie nicht kennt - hier eine kleine Aufschlüsselung:
1 Stern = alles von "Naja, ich kann halt keine 0 Sterne vergeben" bis "Hätte richtig gut sein können, aber..."
2 Sterne = "Hat Potential, Umsetzung ist aber nicht mein Fall"
3 Sterne = "Gut, gefällt mir, haut mich aber nicht vom Hocker"
Brinkmann schreibt flüssig und sehr bildhaft, sodass es mir als Leserin leicht fiel, in die fantastische Welt Kobrins abzutauchen. Auch ist ihr Schreibstil besonders angenehm, dass sogar Lesefaule einen Zugang zum Buch finden.
Charaktere
Kobrin ist wunderbar gezeichnet. Auch wenn sie keine Gabe zur Magie bislang entdeckt hat oder besitzt, so ist sie dennoch auserwählt, einen Auserwählten zu finden. Dabei hört Kobrin meist auf ihre Intuition, was sich jedoch nicht immer als richtig entpuppt. Zwischen schwarz und weiß besitzt Kobrin viele Grautöne, was mir besonders gut gefallen hat.
Daidalor war schon etwas finsterer. Der menschliche Zauberer schleicht sich als Krieger unter die Tiranen – und weiß irgendwann nicht mehr, ob er jetzt in erster Linie der menschliche Zauberer ist oder der tiranische Krieger. Eine wunderbare, emotionale Figur, die ich trotz ihrer Brutalität nachempfinden konnte.
Umgebung
Ob ich mich in Kobrins Heimat bewegte, mir ihr unterwegs zur Großmutter war, mitten im Wald unter den Wolfsmenschen bin oder auch im Krieg feststecke – ich war immer mittendrin. Brinkmann lässt die Welt um ihre Charaktere lebendig werden, mal mit größeren, mal mit kleineren Eigenheiten. Wunderbar!
Plot
Kobrin muss den Auserwählten finden, sich über den Verlust ihrer Familie und deren Tod oder Entführung hinwegsetzen und gegen alle Widrigkeiten, die ihr geboten werden, hinweggehen. Dass diese Aufgabe viel zu groß ist, wird schnell klar. Dennoch gibt Kobrin nicht, auch wenn sie manchmal gern würde. Nein, sie bleibt dran, beißt sich durch. Konsequenter roter Faden!
Ende
Ja, es gab eines, nein, es war nicht, wie ich es erwartet habe. Es lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück und ich will unbedingt Band 2 lesen!
Alles in allem hat mich “Kobrin – Die schwarzen Türme” schwer begeistert. Ich steckte zu dem Zeitpunkt des Lesens in einem tiefen Leseloch, sodass mich gar nichts begeistern konnte. Aber dieser Roman hat es geschafft (gegen viele andere Bestseller) sich bei mir durchzusetzen, sodass ich bis zum Ende gespannt am Ball blieb. DANKE für ein Lesevergnügen, als fast gar nichts mehr ging. Das bedeutet mir viel mehr als die 5 Sterne, die ich hier freilich für gebe :).
In dem friedlichen Lichtbaumreich Argorn lebt die Elfe Kobrin mit ihrer Tante Mandalena. Leider fühlt sie sich als Außenseiterin, da sie mit ihren 14 Jahren immer noch "blind" ist, d.h. sie spürt keine Magie in sich. Alles ändert sich, als sie bei einem Marktbesuch einer Kräuterhexe begegnet. Diese übergibt ihr ein kleines Säcklein mit unbekannten Inhalt und Kobrin bekommt die Aufgabe, dieses dem Auserwählten zu übergeben. Das Säcklein soll die Welt vor den Nox retten. In einem zweiten Erzählstrang wird beschrieben wie der menschlichen Zauberer Daidalor das feindliche Heer ausspioniert.
Mit ihrem Debütroman "Kobrin - Die schwarzen Türme" hat die Autorin Caroline G. Brinkmann mich in eine fremde und unbekannte Welt entführt. Die Beschreibung der zauberhaften Welt der Elfen lässt mich gleich träumen und in das Buch eintauchen. Die Autorin hat mit Kobrin und Mandalena wunderbare Charaktere erschaffen und mit den Zwillingen Alani und Aluno zwei kleine Frechdachse. Mit Daidalor hat sie einen für mich undurchsichtigen Charakter erschaffen, der sich aber im Laufe des Buches sehr interessant entwickelt.
Der Schreibstil ist fesselnd und flüssig, man fliegt nur so durch das Buch. Das aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird, macht das Buch sehr spannend, wirft aber manchmal auch einige Fragen in den Raum.
Das Cover ist sehr interessant und wunderschön gestaltet. Außen rum ist eine wunderschöne Landschaft, sie ist farbig und freundlich. In der Mitte sieht man die zwei schwarzen Türme, dieses Bild ist ziemlich düster. Es spiegelt den Inhalt des Buches wieder.
Dies ist der Auftakt einer Fantasy-Trilogie, die leider für mich mit zu viele Fragen endet. Trotzdem bin ich gespannt, wie es weitergeht.