Piet Paulsen traut seinen Augen »Ufos über Fredenbüll? Dat kann doch gar nich angehen.« Doch er ist sich »Das Ding schwebt und leuchtet. Die Außerirdischen sind gelandet, gleich hinterm Deich.« Als dann ein Toter im neu entstandenen Kornkreis liegt, sind Dorfpolizist Thies Detlefsen und Kollegin KHK Nicole Stappenbek aus Husum alarmiert. Mit den üblichen Ermittlungsmethoden kommen sie nicht weiter. Mysteriöses passiert im spätsommerlichen Fredenbüll. Fahrerlose Autos rasen übers Land, das Getreide wächst wie verrückt, und geheimnisvolles Trommeln hallt durch die Nacht. Ist das nordfriesische Küstendorf womöglich ins Visier einer außerirdischen Macht geraten?
Das ist schon sehr abstrus als Geschichte. Unterhaltsam fand ich es trotzdem, einfach durch das „Wiedersehen“ mit den bekannten Charakteren. Vielleicht sollte man auch einfach nicht mehr erwarten.
Krieg der Seesterne (Thies Detlefsen & Nicole Stappenbek, Band 12) von Krischan Koch, erschienen im dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG Verlag am 14. März 2024.
Diesmal gibt es eine Aluhuttruppe, die in Fredenbüll Erntedank nach ihren Regeln feiern wollen und dazu ein Zeltlager auf der Wildblumenwiese des Biohofes Brodersen aufgeschlagen. Bei Renate wohnt diesmal ein Amerikaner, der sich für Ufos interessiert und Piet Paulsen wird in der Nacht dann auch von einem Ufo über dem Feld vom Bauern Schlotfeldt, die in der neuen Generation von der Schweinezucht zum Dinkel gewechselt sind. In dem Kornkreis wird dann auch eine Leiche gefunden.
Wie zu erwarten ist, geht es in Fredenbüll mal wieder hoch her. Kornkreise locken Ufo Fans aller Altersstufen und Ausrichtung an, sämtliche Zimmer sind vermietet und die Hidden Kist wird von Auswertigen belagert, Piet Paulsen kann sich nur mit Hilfe aus dem Haus schleichen, welches von Alexa beherrscht wird, die Piet wieder aus dem Schrank genommen hat, die aber öfter recht seltsam reagiert.
Außerdem jagt der Tesla von Dossmann, der als erstes selbst fahrendes Auto die Straßen in Fredenbüll unsicher macht und selbst den Schimmelreiter fast von der Straße gefegt hat. Telje wohnt gerade bei ihren Eltern da sie eine Famulatur an der Husumer Nordseeklinik macht und sich mit Tinder über den Verlust ihres Freundes Tim hinwegtrösten will.
In Buch 12 der Reihe ist man eigentlich völlig zuhause mit den kauzigen, aber netten Bewohnern, die die Aufregung um die Ufos relativ gelassen nehmen. Einfach nur herrlich einmal im Jahr Urlaub an der Nordsee machen zu können, ohne zu verreisen.
Es ist also für viel Aufregung in und um Fredenbüll gesorgt und um in Style zu sein liest man dieses Buch vermutlich am besten mit einem Aluhut auf dem Kopf, einer Tüte hinter dem Ohr und einem T-Shirt mit Motiven aus einem SF-Film.
Herrlich witzig und skurril. Leichter Lesespass mit vielen Charakteren, die nicht ganz von unserer Welt sind. Genre ist Cozy Crime und vom Stil erinnert es mich etwas and Leonie Swann. Ich werde mir auf jeden Fall auch die anderen Bücher der Serie ansehen.