Magische Urban Fantasy in London über den Kampf gegen das Chaos – und die Suche nach dem eigenen Selbst
Unter dem Deckmantel der Nacht bricht eine schleichende Welle der Zerstörung über London herein. Vögel fallen vom Himmel, Straßen zerbröckeln in bodenlose Abgründe und Menschen lösen sich in Sternenstaub auf.
Nyx und James sind Nachtboten, die nicht nur die Anzeichen der drohenden Apokalypse zuerst erkennen, sondern auch entschlossen sind, sie aufzuhalten. Im Labyrinth der Stadt suchen sie nach einem Menschen, der die Saat des Chaos streut – doch sie sind nicht die einzigen. Konkurrenz machen ihnen die Agenten des Ordens des Ersten Tages, die ganz eigene Pläne zu verfolgen scheinen. Von allen Seiten bedrängt beginnen Nyx und James zu ahnen, dass die größte Gefahr von ihnen selbst ausgeht.
Dieses Buch lag peinlich lange bei mir daheim rum. Wäre es kein eBook gewesen, wäre es wohl verstaubt. Das hing aber nicht damit zusammen, dass ich keine Lust darauf hatte, ganz im Gegenteil. Schon seit längerer Zeit steht "Nightowls" auch im Bücherregal bei der Arbeit und jeden Tag, wenn ich daran vorbei gelaufen bin, habe ich mich gefreut, das auch bald in die Hand zu nehmen. Und dann ging ich nach Hause und habe irgendwie versucht, an meiner Masterarbeit weiterzuwerkeln und meine Wohnung davon abzuhalten, im Chaos zu versinken. Uuuund wieder blieb dieses Buch einen weiteren Tag ungelesen liegen. In den letzten beiden Wochen habe ich jetzt aber wieder versucht, meine Lese-Routine wieder aufzunehmen: 50 Seiten pro Tag, komme was wolle. Und eines der ersten Bücher, die ich im Zuge von diesem Experiment von ihrem SUB-Dasein erlösen konnte, war dieses hier. Endlich!
Zu Beginn dieses Buches war ich ehrlich ein bisschen verwirrt. Was sind Nachtboten und was sind Tagboten? Warum haben es die Tagboten auf die Nachtboten abgesehen? Was ist das Chaos? Und was unterscheidet dieses Chaos von dem meiner Wohnung? Und auch: Wie hängen all diese Perspektiven miteinander zusammen? Bei mir hat das etwas gebraucht, bis ich das alles endlich durchschaut habe. Sobald ich aber einen Grundstock an Wissen über diese Welt aufgebaut habe, fand ich diese Geschichte und ihre Figuren sehr spannend. Vor allem Nyx war mir bald sehr sympathisch. Bis auf ihre Nachtmagie ist sie nämlich eigentlich ein ganz normaler Mensch, der nur ihre Ruhe haben will. Nach einem sehr starken Mittelteil folgte dann leider noch ein eher schwächeres Ende. Schwächer vor allem deswegen, da hier ein Plottwist auf den anderen folgt, was ich persönlich bald sehr verwirrend fand.
[Spoiler] Ab Beginn der zweiten Hälfte habe ich das Chaos und die Chaosträger als Metapher für psychische Krankheiten gelesen und war überzeugt davon, dass diese Metapher bis zum Ende standhalten wird. Ich war mir sicher, dass vor allem das Thema Trauer noch eine große Rolle spielen würde - und das fand ich richtig toll, denn alle von uns werden irgendwann trauern müssen. Trauer ist ein grauenhaftes Gefühl, doch es ist Teil des Lebens und gehört dazu. Es bringt nichts, so zu tun, als hätten wir dieses Gefühl nicht, und uns zum Funktionieren zu zwingen. Genau das tun Nyx und James aber nach dem Tod ihres Adoptivbruders. Sie verdrängen den Schmerz und setzen sich nicht damit auseinander. Vor allem Nyx leidet sehr darunter, denn sie macht sich für Leons Tod verantwortlich. Diesen inneren Stress, unter dem beide Geschwister stehen müssen, als alles zerstörendes Chaos darzustellen, fand ich genial - denn genau so fühlt es sich doch an, zu trauern, oder? Zumindest für mich beschreibt das die erste Zeit nach dem Verlust von jemandem, den ich liebe, doch sehr gut. Und hier wird diese Trauer halt durch das Chaos sichtbar gemacht und für den Rest der Welt sichtbar gemacht. Für mich war das offensichtlich. Zumindest bis zu den letzten paar Seiten. Jetzt bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr ganz sicher, ob die Autorin diese Metapher tatsächlich so geplant hat, wie ich sie gelesen habe.
Das Buch liest sich im Großen und Ganzen sehr gut und konnte mich über weite Teile fesseln.
Alles in allem? Eine Lektüre über Geschwisterliebe und Trauer, mit einigen Schwächen, aber trotzdem spannend.
War ok. Die Idee ist extremst cool. Allerdings war es für mich gerade am Anfang schwer, da sehr viel Information über das world-building einfach durch Buchzitate als info-dumping wiedergeben worden. Hätte meiner Meinung nach mit einem guten Lektor wesentlich besser sein können.
Als ich die Neuerscheinungen für dieses Jahr durchgegangen bin, ist mir Nightowls sofort aufgefallen. Nicht nur das Cover macht neugierig, sondern auch der Klappentext. Apokalypse und Chaos ziehen mich magisch an.
Wie war es?
Cover:
Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Die goldenen Sternkonstellationen und mystischen Symbole geben einen kleinen Einblick in die Geheimnisse und Magie, welche uns erwarten. Die zentrale Eule, majestätisch und weise, mit ausgebreiteten Schwingen, fängt perfekt das Thema des Buches ein und zeigt die Verbundenheit zur Nacht.
Schreibstil:
Der Schreibstil von Kathrin Tordasi ist lebendig und detailreich. Mich konnte der Stil fesseln, wobei ich regelrecht in der Geschichte versunken bin.
Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich bin voreingenommen, wenn es um Bücher geht, die in einer magisch durchdrungenen Version Londons spielen. Doch Nightowls übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Kathrin Tordasi entwirft eine Welt, die gleichzeitig vertraut und unheimlich neu wirkt. Die Idee der Nachtboten, die im Schatten agieren, um das Gleichgewicht zwischen der menschlichen und der magischen Welt zu wahren, ist faszinierend und originell.
Die Protagonisten Nyx und James sind vielschichtige Charaktere, deren Schicksale eng miteinander verwoben sind. Ihre Beziehung zueinander und zu den Kräften, die sie zu beschützen versuchen, ist komplex und treibt die Handlung voran. Ihre inneren Konflikte und die Auseinandersetzung mit ihrer Identität als Nachtboten verleihen der Geschichte eine Tiefe, die über das übliche Gut-gegen-Böse-Schema hinausgeht.
Ihre London-Version ist lebendig und atmosphärisch, voller verborgener Winkel und geheimnisvoller Wesen. Die magischen Elemente sind geschickt in die Handlung eingewoben und sorgen für zahlreiche überraschende Wendungen.
Chaos und Apokalypse faszinieren mich durch ihre zentrale Rolle als ultimative Zerstörer und Neuschöpfer von Welten. In der Vorstellung von einem apokalyptischen Chaos spiegelt sich die tief verwurzelte Angst vor dem Ende, gepaart mit der Hoffnung auf einen Neubeginn. Dadurch werden auch hier die Charaktere an ihre Grenzen geführt und stellen sich die Frage, was nach dem Untergang übrig bleibt.
Die Thematik in Nightowls fand ich durchweg spannend und mitreißend. Es war faszinierend zu sehen, wie diese elementaren Kräfte das Schicksal der Charaktere und ihrer Welt formten. Allerdings hatte das Buch für mich seine Längen, besonders in der Mitte, wo die Handlung gelegentlich ins Stocken geriet. Dies zog meine Begeisterung etwas herunter. Zudem hinterließ mich das Ende etwas enttäuscht. Nach all der aufgebauten Spannung und den komplexen Entwicklungen hatte ich mir einen Abschluss gewünscht, der die verschiedenen Handlungsstränge zufriedenstellender zusammenführt.
Abschließend:
Nightowls: Boten der Dämmerung ist ein fesselnder Urban-Fantasy-Roman, der mit innovativen Ideen, tiefgründigen Charakteren und einer packenden Handlung überzeugt.
Als ich den Klappentext von Nightowls gelesen habe, hatte ich etwas anderes im Kopf als es im Endeffekt war. Aber trotzdem war dieses Buch echt gut. Ich hatte vielmehr damit gerechnet, dass es sich bei Nightowls um eine Romantasy Geschichte handelt und nicht nur um pures Fantasy. Dafür war das ganze Konzept der Nacht- und Tagboten sehr cool und mal etwas komplett anderes. Ich fande es aber manchmal sehr verwirrend erklärt und habe fast bist zur Mitte des Buches nicht viel verstanden, erst danach haben sich die Puzzleteile nach und nach zusammengesetzt. Ab und zu fande ich die beschriebenen Orte zu kompliziert um sie mir vorzustellen, da sie sehr detailliert und mit viel zu vielen Informationen beschrieben wurden. Trotz dieser Kritikpunkte war das Buch spannend und die Plots sehr gut.
Zu Anfang war für mich das Buch extrem verwirrend da man gleich mehrere POVs hatte und man noch null Ahnung hat was eigentlich ein Tagbote und ein Nachtbote ist was es relativ schwierig macht in die Geschichte rein zu kommen, da man sozusagen einfach reingeworfen wird. Den roten Faden zu finden hat somit gedauert... 🥺
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich gut lesen. Leider konnte ich mich aber häufig nicht gut in die Charaktere rein versetzen, da sie für mich zu oberflächlich dargestellt wurden. Man hat ständig das Gefühl, dass man nur Beobachter ist. Ich denke das liegt auch hauptsächlich an der Erzähler-Perspektive. Auch das ewige Hin- und Herwechseln der POVs macht es da leider nicht besser. Ich hätte mir auch einfach mehr Erklärungen zu dem ganzen gewünscht. Das hätte einiges leichter gemacht und vielleicht hätte ich dann tatsächlich Spaß am lesen gehabt.
!!!KLEINER SPOILER!!! Was ich leider auch bemängeln muss und mich tierisch genervt hat ist, dass Nyx und James ewig brauchen um endlich miteinander zu sprechen über das was vorfällt. Jeder sagt immer "ich muss ihn/sie dringend anrufen" und keiner tut es bis sie dann nach ungefähr 1/3 des Buches durch Zufall ineinander laufen. Ich finde die Protagonisten reden viel zu wenig miteinander über des was sie bedrückt und in ihnen vorgeht. Das führt zu Problemen die dann gelöst werden müssen. Man hätte sich viel an Story sparen können wenn die Protagonisten wüssten wie man richtig kommuniziert.
Aus den oben aufgeführten Gründen habe ich das Buch nach 65 % abgebrochen, da es für mich einfach nicht das war was ich mir vorgestellt hatte. Die letzten Seiten hab ich dann grob überflogen und das Ende noch gelesen. Das Ende war für mich leider auch vorhersehbar.
Buch bekommt von mir 3/5 ⭐️⭐️⭐️, da ich die Idee an sich gut finde aber die Umsetzung leider nicht so toll fand.
Das zeigt Nightowls von Kathrin Tordasi nur allzu gut. Ich selbst bin eine kleine Nachteule und verzichte oft auf meinen Schlaf, wenn ich ein gutes Buch in der Hand halte. Obwohl es sich hier um eine urban Fantasy Geschichte handelt, gibt es eine wirklich toll ausgearbeitete Welt mit einem spannenden Magiesystem und teils dystopischen Szenen. Der Schreibstil ist atmosphärisch und hat mir persönlich richtig gut gefallen. Die Kapitel sind in die einzelnen Figuren unterteilt und haben einen personellen Erzähler. Obwohl die Figuren divers und spannend sind, hätte ich mir noch ein bisschen mehr Charakterentwicklung gewünscht. Der Fokus liegt meiner Meinung nach vor allem auf dem Worldbuilding und dem Konflikt zwischen den zwei Seiten, Nacht und Tag. Außerdem sollte man aufgrund der recht komplexen Zusammenhänge das Buch aufmerksam lesen, denn das große Ganze wird einem immer nur Stück für Stück offenbart.
3,5/5 ⭐️
Mein Fazit: Eine sehr gut geschriebene atmosphärische Geschichte, die mich aber nicht ganz fesseln konnte.
Die Autorin entführt ihre Leser nach London, ein London in dem es Magie gibt, versteckt vor den nicht Magischen, zumindest zum größten Teil.
Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Nyx und James, zwei Stiefgeschwistern, die gleichzeitig auch Nachtboten sind. Beiden werden in die Ereignisse verwickelt, die sich aktuell in der magischen Welt abspielen.
Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet. Neben den beiden Hauptcharakteren gibt es noch Mitstreiter und Verbündete, die ein interessantes Team ergeben.
Das Magie-System wirkte auf mich am Anfang etwas verwirrend, erst nach und nach werden Antworten gegeben. Insgesamt ist die Geschichte eher anspruchsvoll und auch sehr komplex, das ist keine Geschichte, die man so nebenbei liest. Das Setting ist düster und geheimnisvoll und Aktion wechselt sich mit ruhigen Momente ab.
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Für ein Highlight hat irgendwie der besondere Kick gefehlt, deshalb gibt es 4 von 5 Sterne.
Hab mir das Buch ohne irgendwelche Erwartungen für eine Zugfahrt gekauft und es hat nicht enttäuscht Das world building ist wirklich cool und ich liebe die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander. Der Schreibstil zeigt eine liebe zum Detail die einen sofort in die Welt mitnimmt und abtauchen lässt. Was den Plot angeht war er zum Teil ein bisschen chaotisch und bei höhepunkten hat mir zum Teil Spannung/Stakes ein bisschen gefehlt, insgesamt aber trotzdem absolut lesenswert
Eine Mischung aus "Vortex" und "Silver&Poison"...nur leider nicht so gut umgesetzt. Von vorne bis hinten totales Chaos. Es passiert zu viel, zu abrupt. Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Das erste, was ich dachte, als ich das Buch gesehen habe: Wow ist das Cover schön. Dann kam direkt danach ein: Oh Damn it der Inhalt klingt gut! Und ich habe mich zudem auch sehr darüber gefreut, endlich mal wieder ein Standalone im Fantasybereich zu entdecken.
Ich habe bekanntermaßen eine Schwäche für atmosphärische und düstere Fantasy und dieses Buch war so gut, dass es mir einen kleinen Book-Hangover beschert hat. Ich hätte nicht gedacht, dass man eine Geschichte über die drohende Apokalypse mit so viel Wohlfühlmomenten schreiben kann. Vielen Dank an den Fischerverlag für das Rezensionsexemplar!
Ich weiß gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Vielleicht beim Schreibstil: Dieser ist bildgewaltig, adjektivreich und fesselnd - ich hatte die Geschichte zu jedem Zeitpunkt wie einen Film vor den Augen und die Atmosphäre wurde unfassbar gut übertragen. Am Anfang dachte ich die oftmals etwas kürzeren Sätze würden mich stören, aber ich habe schnell festgestellt, dass ich immer tiefer in die Geschichte abgesunken bin und gar nicht mehr auftauchen konnte und wollte.
Der Plot: Der Fantasy Plot war sensationell. Ich habe sehr lange überlegt, wie ich dieses Buch beschreiben soll und ich würde sagen es war „überraschend genial“. Ich habe damit gerechnet, dass ich das Buch mögen würde, aber meine Erwartungen wurden völlig übertroffen: der Inhalt hat mich eiskalt überrascht in der Originalität des Fantasy Plots rund um die Tag- und Nachtboten, den erwachten Chaosträger, der den Weltuntergang herbeiführt und düstere Familiengeheimnisse + natürlich der Kampf zwischen Gut und Böse. Es war einfach etwas komplett anderes & Ich liebe es einfach, wenn Fantasy nochmal komplett neu erfunden wird & genau das hat @kathrin.tordasi geschafft. Sie hat mit Nightowls ein bildgewaltiges, düsteres und actionreiches Standalone vorgelegt, dass seines gleichen sucht. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, habe mitgerätselt und konnte das Buch stellenweise kaum aus der Hand legen (auf den großen Plottwist am Ende bin ich einfach nicht gekommen!). Ich wollte die gaaaanze Zeit wissen: wer ist der Chaosträger, wem dürfen wir vertrauen? Und ich bin NICHT drauf gekommen. Alter war das gut. Die Handlung war weder zu schnell noch zu langsam abgehandelt, das Standalone war viel mehr komplett rund und richtig gut abgeschlossen! Gerne mehr davon. Relativ schnell habe ich mich in alles und jeden in diesem Buch verliebt, ganz besonders in das Magiesystem und das Worldbuilding, die für eine Urban Fantasy sehr komplex und total stringent waren. Neben den cosy found family vibes und den wirklich schönen queeren Love Stories, war das Buch nicht nur voller düsterer Vorahnungen und Geheimnisse, sondern auch total politisch und gesellschaftskritisch – das war aber so gut mit dem Fantasy Plot verwoben, dass es perfekt ergänzend in die Handlung gepasst hat. Das Maß der verschiedenen Plotlines und POVs (es gibt 4) war einfach perfekt, die Interaktionen der Charaktere sehr authentisch.
Die Charaktere: Ich fand es besonders toll, dass wir 4 verschiedenen Charakteren folgen, die nach und nach (sehr natürlich) in die Geschichte eingeführt werden und alle eine ganz besondere Fähigkeit und eigene Geschichte mitbringen. Das war wirklich sensationell gut gemachtes Charakter Development. Die zwischenmenschlichen Beziehungen waren spannend und authentisch gestaltet, die queerness hat mein herz so richtig erwärmt! So schön, wie viele Autoren und Autorinnen sich aktuell an queere Stories ranwagen!
Die Vibes: Es war gruselig, spannend, absolut episch und emotional - wenn ich sage ihr müsst dieses Buch lesen, dann meine ich das wirklich ernst. Für alle Fans von düsterer Urban-Fantasy ist dieses Buch ein absolutes Muss! Es gab witchy vibes, Laborexperimente, Chaosenergie, Apokalypse, magische Türen und so vieles mehr. Alles eigentlich was das Fantasyherz so braucht. Eine absolute Leseempfehlung.
Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, denn ich kenne die Autorin aus dem Kinderbuch-Bereich und war immer begeistert von ihren Büchern! Auch dieser Klappentext hat sich sehr spannend angehört und ich wollte deshalb unbedingt einmal ein Buch aus dem Jugend- und Erwachsenenbereich ausprobieren.
Inhaltlich geht es darum, dass unter dem Deckmantel der Nacht eine schleichende Welle der Zerstörung über London hereinbricht. Vögel fallen vom Himmel, Straßen zerbröckeln in bodenlose Abgründe und Menschen lösen sich in Sternenstaub auf. Nyx und James sind Nachtboten, die nicht nur die Anzeichen der drohenden Apokalypse zuerst erkennen, sondern auch entschlossen sind, sie aufzuhalten. Im Labyrinth der Stadt suchen sie nach einem Menschen, der die Saat des Chaos streut – doch sie sind nicht die einzigen. Konkurrenz machen ihnen die Agenten des Ordens des Ersten Tages, die ganz eigene Pläne zu verfolgen scheinen. Von allen Seiten bedrängt beginnen Nyx und James zu ahnen, dass die größte Gefahr von ihnen selbst ausgeht.
Der Schreibstil war auch hier wieder wunderschön und wirklich mitreißend und spannend, dieser hat mich wirklich durch das Buch und die Geschichte getragen! Allerdings fiel es mir ansonsten schon ziemlich schwer ins Buch reinzufinden, denn man fällt quasi ins kalte Wasser der Handlung ohne große Informationen und muss dann damit zurechtkommen. Ich hatte wirklich viele Fragezeichen im Gesicht und es dauerte eine ganze Weile bis ich das Gefühl hatte besser mitzukommen. Das Gefühl besserte und verschlechterte sich im Laufe des Buches immer mal wieder aber auch am Ende gab es noch einige Fragezeichen für mich persönlich.
Die meisten Charaktere mochte ich wirklich gerne, sie agierten freundlich miteinander und passen auf die andern auf mit einem hohen Maß an Beschützerinstinkt. Aber es gab auch eine Protagonistin mit der ich nicht warm wurde und die ich nur schwer verstehen konnte aber das fand ich nicht schlimm und passt auch zur Handlung des Buches ganz gut.
Die Geschichte ist für mich atmosphärisch und voller Magie aber wenig greifbar gewesen und hat sich für mich eher wie ein "Traum" angefühlt.
Fazit: Der Schreibstil ist wieder toll gewesen und auch die Charaktere waren interessant, die Handlung war für mich aber zu wenig greifbar. Die Kinderbücher der Autorin gefallen mir persönlich deshalb besser aber dies ist ja bei jedem auch anders.
Ohne Aufzufallen gibt es unter den Menschen Personen mit ganz besonderen Fähigkeiten, sie sind Nacht- bzw. Tagboten. Nyx und James sind zwei von ihnen und als sie merken, dass die Apokalypse durch das Chaos droht, wollen sie diese nur noch aufhalten. Um das Chaos zu verhindern, müssen sie eine ganz bestimmte Person finden, die dafür verantwortlich ist. Dabei sind sie allerdings nicht allein, denn auch der Orden des ersten Tages sucht den Verursacher des Chaos, allerdings verfolgen sie ganz eigene Pläne. Gleich beim ersten Blick auf dieses Cover wurde ich neugierig und der Klappentext versprach eine ungewöhnliche Story. Tatsächlich besticht dieses Buch auch mit einer interessanten und neuartigen Story, wie so viele der tollen Fantasybücher aus dem Fischer Tor Verlag. Als Leser wird man hier ohne jegliche Einleitung mitten in die Handlung geworfen und ich muss zugeben, dass ich eine ganze Weile benötigt habe, die Idee der Autorin wirklich zu durchblicken. Denn diese ist sehr komplex und auch wenn die Geschichte an sich in unserer Gegenwart stattfindet, ist sie eine ganz eigene Welt, mit vielen neuen Ideen. Zum Glück liest sich der Schreibstil der Autorin recht leicht, so dass man zwar eine anspruchsvolle Handlung hat, diese aber dank der Art des Schreibens recht gut verstehen kann. Schon zu Beginn bekommen wir hier die drei Erzählperspektiven der Hauptcharaktere, was den Einstieg noch ein wenig erschwert, doch auch hier gilt, dranbleiben lohnt sich. Nach und nach wird die Spannung aufgebaut und steigert sich auch bis zum Ende kontinuierlich. Dabei gelingt es der Autorin auch sehr gut, mit den Emotionen zu spielen, mal witzig, mal bewegend, mal spannend. Hat man die Begebenheiten einmal durchschaut, wird das Buch wirklich zu etwas besonderem. Kathrin Tordasi zeigt gelungen, dass auch Gegensätze auf gewisse Art zueinander gehören. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig beschrieben. Zwar braucht man auch bei diesen Charakteren Zeit, sie kennenzulernen und abschätzen zu können, doch wird jeder einzelne mit und mit lebendig. Da es hier gleich vier Charaktere gibt, die für mich im Vordergrund standen, gibt es auch nicht den einen Protagonisten, sondern ebenfalls Abwechslung. Ich könnte nicht sagen, dass mir einer davon lieber war als der andere. Mein Fazit: auch nach dem Lesen bin ich dabei zu grübeln, ob ich hier wirklich alles zu hundert Prozent geblickt habe, doch hier gibt es so unheimlich viel zu entdecken, dass auch ein zweites Mal lesen für neue Überraschungen sorgen könnte. Diese Geschichte benötigt Zeit und auch ein wenig Ruhe, um sich zu entfalten und um das Worldbuilding greifen zu können. Sehr überraschend, aber durchaus gelungen.
Danke an den Fischer Tor Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
Dieses Buch verbindet schon im Klappentext alles, was mein Herz höher schlagen lässt.
Urban Fantasy? Eins meiner liebsten Genres. London? Die schönste Stadt. Magische Fähigkeiten, die sich rund um den Tag und die Nacht drehen? Sign me up!
Zum Glück wurden meine hohen Erwartungen an diese Geschichte erfüllt. Kathrin Tordasi hat die Fähigkeit, ihre Leser*Innen mit wahnsinnig intelligenter und durchdachter Sprache in eine fantastische Welt zu entführen, die einen gleichzeitig seine moralischen Grundsätze hinterfragen lässt und mit der man sich durch die vielschichtigen Charaktere (und das wunderbare World Building) direkt identifizieren kann.
Bei jedem (guten) Fantasy Buch wird man auf den ersten 100 Seiten zunächst mit einem Haufen an Informationen überrollt, aber selten wurde mir diese Information so gut übermittelt wie in diesem Buch. Wichtige Aspekte der Welt wurden geschickt in Gesprächen zwischen den Protagonist*Innen übermittelt und alle offenen Fragen zu jener Welt wurden im Verlaufe des Buches beantwortet.
Birdie ist eine Protagonistin, die mir besonders aufgefallen ist, durch ihre empathische und zugleich toughe Art. Ich habe Sie sofort ins Herz geschlossen, auch wenn sie "nur" ein Nebencharakter im Buch ist.
Die große "Auflösung" und das Ende des Buches ist der Grund, weswegen ich dem ganzen nur 4 statt 5 Sterne geben kann. Es hat die Geschichte zufriedenstellend abgeschlossen, jedoch war es für mich an manchen Stellen zu einfach, nachdem die Protagonist*Innen das ganze Buch über an genau diesem Problem getüftelt haben und es Ihnen im entscheidenen Moment scheinbar intuitiv zugeflogen ist.
Dennoch kann ich diese Geschichte jedem ans Herz legen, der nach einem Fantasy Buch auf der Suche ist mit fantastischem World Building, Found Family, vielschichtigen Charakteren, einer Prise Action und einer großen Portion faszinierender Magie.
Das Cover finde ich wirklich wunderschön. Die vielen goldschimmernden Details sind sehr auffällig. Die Zeichnung der Eule und der Monde hat eine tiefe Bedeutung in der Geschichte. Auch der dunkle Hintergrund passt perfekt.
In dieser Geschichte sind Nyx und James die Hauptcharaktere. Beide sind Nachtgeborene, sie haben besondere Talente und fühlen sich in der Nacht wohl. Das Gegenteil sind Taggeborene, einige davon haben sich zu einem Orden zusammengetan und nennen sich "Orden des ersten Tages" einige Ordensmitglieder machen Jagd auf Nachtgeborene um das Chaos, dass ihn ihnen schlummert auszulöschen. Nach alten Überlieferungen sollten aus Nachtgeborenen Chaosträger aktiviert werden, die die Welt ins schwarze Nichts stürzen können. James und Nyx sind von Diane adoptiert wurden, weil sie Nachtgeborene sind und Diane ihnen helfen wollte, ihre Kräfte zu kontrollieren.
Leon war damals auch so ein Adoptivkind und wuchs gemeinsam mit James und Nyx auf, in der Geschichte erfährt man mehr über sein Schicksal. James und Nyx sind erwachsen und haben sich auseinandergelebt und nur noch selten Kontakt. James kehrt nach einem Jahr Rundreise durch die Welt nach London zurück, ein Chaosträger soll aktiviert worden sein. Er trifft auf Erin, als James sie vor dem Chaos rettet. Nyx hingegen trifft auf die Seherin Birdie. Alles droht ins Chaos zu stürzen, können die Geschwister gemeinsam mit ihren Freunden das Chaos aufhalten? Und welche Opfer müssen sie dafür bringen?
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel hatten eine angenehmen Länge. Die Sichtweisen von Nyx und James wechseln sich in der Geschichte ab, dies hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte war bis zum Ende spannend. Die Ideen und die Umsetzung fand ich wirklich toll. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Schon von Weitem hat mich das Cover angezogen und ich wollte in dieses Buch eintauchen. Die Eule verspricht magische und Fantasy-Elemente und so wurde ich in die Geschichte hineingezogen. Urban Fantasy lese ich gerne und dann wäre da noch die Kulisse von London, die ich immer wieder gerne durch Bücher besuche.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird im Wechsel aus der Perspektive von Nyx und James erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennenlernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit.
Die Geschichte geht um Nyx und James, die in ihrer Kindheit einen Teil lang miteinander geteilt haben. Sie sind keine normalen Menschen, sondern Nachtboten. Sie müssen sich in Acht nehmen vor den Agenten des Ordens des ersten Tages, doch auf einmal ändert sich alles und London wird vom Chaos beherrscht und die Apokalypse hereinkommt…
Die Autorin hat mich völlig mitgerissen mit dieser Welt und der Thematik, die man erlebt. Man beschäftigt sich durch das Buch auf einmal mit anderen Dingen, über die man nicht sofort nachgedacht hat. Für mich war es definitiv ein Buch, das ich weiterempfehlen kann. Durch die Autorin kann man die Gefühle der beiden nachempfinden und wie manche Entscheidungen getroffen werden. Für mich gab es einen Wendepunkt, der alles verändert hat und ich mich beim Lesen gefragt habe, wie geht es weiter?
Das Cover ist einfach ein Hingucker, die Eule und alles drumherum.
FAZIT :
Eine besondere Story im Urban Fantasy Bereich, die nach mehr ruft.
Komplexes World building, spannende Geschichte Ich habe bereits die Kinderbücher von Kathrin Tordasi gelesen und war von ihnen begeistert. Daher war ich nun wirklich gespannt ob dieses Fantasybuch für Erwachsene mich genauso mitreißen kann.
Das schwarze Cover mit Goldprägung ist einfach ein Hingucker. Auch der Klappentext liest sich vielversprechend.
Wie schon bei ihren Kinderbüchern, erschafft Kathrin Tordasi eine komplexe Welt voller Magie. Handlungsort ist London, in dem viele Tag- und Nachtboten leben. Hierbei stehen die Tagboten für Ordnung und die Nachtboten für Chaos. Als sich ungewöhnliche Vorfälle häufen, befürchten die Boten, das ein Chaosträger entstanden ist, der die Welt in den Untergang reißen wird. Diesmal wird man sofort in die Geschichte geworfen, die aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, so dass ich anfangs doch ein wenig verwirrt war und mir der Einstieg diesmal leider ein wenig schwerer gefallen ist.
Protagonisten sind Nyx und James, Adoptivgeschwister und Nachtboten, Birdie, eine Seherin sowie Erin. Immer wieder gibt es Rückblenden, die gewisse Handlungsweisen und -stränge erklären. So nimmt die Geschichte peu à peu Fahrt auf und es kommt immer mehr Licht ins Dunkel. Wieder einmal überrascht Kathrin Tordasi mit unvorhersehbaren Plot Twists und steigert die Spannung gekonnt bis zum großen Show down.
Fazit: An die Kinderbücher kommt dieses Buch leider nicht heran, insgesamt aber eine tolle und spannende Story in einer komplexen Welt der Magie.
Das Cover des Buches hat mich direkt angesprochen; es ist einfach so schön! Und der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut, er hat etwas Malerisches und es passt einfach perfekt zu dem Thema des Buches. Das Thema der Nacht und des Chaos finde ich wirklich spannend und es war auf eine sehr interessante Art und Weise umgesetzt. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und wechselt zudem die Zeit, so dass wir auch die Vergangenheit der Protagonisten besser kennenlernen und sich so die Geschichte langsam zusammenfügen kann. Dadurch verliert die Geschichte zwar hin und wieder an Spannung, trotzdem empfand ich die Rückblenden als sehr hilfreich für das Verstehen der Geschichte. In dem Buch geht es vor allem um die Nachtboten Nyx und James und darum die Apokalypse rund um das Chaos zu verhindern, welches die Menschen auf eine grausame Art und Weise verzerrt. Doch können die Freunde mit der Hilfe von Birdie (und weiteren Charakteren) das Unheil abwenden? Das kann ich euch hier natürlich nicht verraten. Zusätzlich enthält das Buch leichte Liebesgeschichten, die jedoch die eigentliche Handlung nicht überschatten und auch der Komplexität der Geschichte nichts nehmen. Das Ende der Geschichte war für mich an manchen Stellen zwar etwas schnell und konnten dadurch nicht zu 100% alle Fragen beantworten, trotzdem hat es sich für mich stimmig angefühlt. Insgesamt ist es ein Buch, das ich empfehlen kann.
Die ersten beiden Kapitel waren vielversprechend und ich war gespannt was kommt. (Der Frosch, der ein Traum ist? Wie cool!) Dann hat mich die Geschichte zu schnell verloren. Die Figuren sind zu unspezifisch für mich, sie werden zwar alle irgendwie eingeführt, aber ich kann sie nicht klar sehen. (überhaupt scheint das irgendwie so ein Trend zu sein, dass man Figuren nicht mehr wirklich beschreibt, sondern immer dann Stück für Stück über mehrere Kapitel verteilt. Für mich ist das total schwierig, weil die Figur dadurch nicht so ganz eine feste Form annimmt und wenn dann wieder ein neues Detail dazu kommt wie "ihre dicken Locken" bin ich total verwirrt, denn in meiner Vorstellung hatte der Charakter keine dicken Locken....)
Auch habe ich überhaupt keine Ahnung, was eigentlich hier los ist. Chaos? Tagwächter? Nachteulen? Wer will was und warum und überhaupt? Ich musste mehrere Seiten nochmal lesen, aber dennoch war mir das alles wieder zu "unspezifisch."
Es ist nicht schlecht geschrieben, wirklich, aber wahrscheinlich einfach keine Geschichte für mich.
Danke an den Verlag für das Leseexemplar (nicht auf Anfrage)
Kleines Fantasy-Abenteuer zwischen Nacht und Chaos
Nyx und James Fähigkeiten als Nachtboten wurden schon früh erkannt und sie wurden trainiert, um der zerstörerischen Kraft des Chaos entgegenzuwirken. Es gibt viele Rückblicke, in denen man diese Zeit nochmal miterlebt, wo die Protagonisten ihre Fähigkeiten erkunden und auch deren Risiken kennenlernen, bevor sie der Organisation dann später den Rücken kehrten. Jetzt gibt es wieder eine Bedrohung und sie tun, wozu sie sich verpflichtet fühlen, auch wenn es sie selbst und ihre Liebsten in Gefahr bringt.
Ich fand das Abenteuer ganz nett, denn die Protagonisten sind sympathisch und haben interessante Hintergrundgeschichten, es gibt gute Charakterentwicklungen, kleine Überraschungen und auch ein wenig Action. Die Fantasy-Welt mit Tag- und Nachtboten, Chaos und Ordnung fand ich aber nicht allzu interessant und insgesamt finde ich das Buch damit durchschnittlich und es wird mir nicht im Gedächtnis bleiben. Es war nett für Zwischendurch, aber mehr war es für mich auch nicht.
Irgendwie bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Eher 3,5 statt 4 Sterne. Dabei ist das Setting gut und die Charaktere lebendig und alles. Ich kann auch nicht den Finger drauf zeigen, aber wir wurden nur lauwarm miteinander. Wir verfolgen 2 Nachtboten einerseits auf einer persönlichen Flucht aus ihrer traumatischen Vergangenheit und andererseits direkt wieder mitten hinein, um einen Chaosträger zu finden. Den finden sie, zusammen mit neuen Freunden, Verrat, Tod und Überraschungen. Die Geschichte ist sehr fast-paced (wie ist das offizielle deutsche Wort dafür?), was zum Thema passt, aber auch manchmal etwas hektisch wurde. Würde ich das Buch empfehlen? Nicht unbedingt, aber ich würde auch niemandem davon abraten. Kein schlechtes Buch, aber für mich leider nur ein meh…
Disclaimer: ich habe das Buch über NetGalley als ARC erhalten, aber gebe hier meine unbeeinflusste Meinung dazu wieder.
Nyx und James sind Nachtboten mit unterschiedlichen Kräften, doch nun dringt Chaos in ihre Welt ein - können Sie es aufhalten?
Der wundervolle Schreibstil der Autorin ist mir schon aus mehreren Kinderbüchern bekannt und daher wollte ich "Nightowls" unbedingt lesen. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht:) wie gewohnt konnte ich mich sehr einfach Wegträumen, die Bilder in meinem Kopf waren einfach nur wunderschön fantastisch und ich bin regelrecht in der Handlung versunken. Ausnahmslos alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und entwickelten sich im Laufe der Handlung weiter. Natürlich wird bei den Hauptcharakteren mehr in die Tiefe gegangen und ich fand diese mit allen ihren Eigenheiten nachvollziehbar und sehr sympathisch. Gerade die Wärme und Achtsamkeit, mit der sie erdacht wurden, kann man beim Lesen spüren und manchmal dachte ich, sie stehen direkt neben mir. Besonders angetan haben es mit auch zwei Nebencharaktere - Sami und Bridie - aus der Perspektive Letzteren gab es auch ein paar Kapitel zu lesen und ich mochte sie sehr. Insgesamt ist die Welt mit den Tag - und Nachtboten und ihrem Magiegefüge sehr komplex, detailreich und wird so nach und nach eingeführt - das führte zwischendrin immer mal wieder zu ein paar Fragezeichen, die sich im weiteren Verlauf dann meist allerdings geklärt haben. Dafür bekam ich als Leser ganz neue kreative Ideen und Magiegefüge präsentiert - wirklich mal was ganz Anderes und mir hat das sehr gut gefallen. Besonders Nyx ihre Kraft und ihre damit verbundenen Ausflüge fand ich absolut fantastisch und da wäre ich gern manchmal dabei gewesen. Die Handlung ist spannend, wie gesagt aber auch sehr komplex, sprich man muss am Ball bleiben, kombinieren und manchmal über die ein oder andere Verwirrung hinwegsehen, dann bekommt man eine traumhaft schöne, einzigartige Geschichte mit vielen warmherzigen Momenten und tollen Charakteren - also ein tolles Leseerlebnis :)
Kathrin Tordasi hat hier einen Fantasyroman erschaffen den ich nicht so erwartet haben. Am Anfang hatte ich viele Fragen und dann gab es immer mehr Fragen - doch es gibt einen Punkt im Buch ab da konnte ich es fast nicht mehr weg legen. Die Ereignisse überschlugen sich und alles wurde nach und nach aufgelöst. Ich habe öfter mal einen guten Sinn dafür was passiert, allerdings kam bei dieser Geschichte alles anders. Es ist Zeitweise etwas komplex und man muss wirklich bei der Geschichte voll dabei bleiben, mir hat aber wirklich gut gefallen wie z.B. Keilschrift und alte Artefakte mit eingewoben wurden. Die Nebencharakteren bekommen am Ende teilweise nochmal eine spannende Rolle zugewiesen, was auch super war. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es für mich in eine neue andere Richtung ging die ich nicht habe kommen sehen. Man merkt das Kathrin Tordasi Germanistik und Anglistik studiert hat, ich musste wirklich ein zwei Wörter nachschlagen die mir nicht geläufig waren die aber gut in die Geschichte passten (wieder neue Worte gelernt). Fazit von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Story: Tag und Nacht, Ordnung und Chaos gelten als die Urkräfte des Kosmos. Sind die Kräfte im Ungleichgewicht droht die Apokalypse in Form des Chaosträgers, der die Welt in den Untergang führt. Nyx und James sind Nachtboten und spüren deutlich, dass ein neuer Chaosträger erwacht ist – Menschen, die vom Chaos infiziert werden, sterben und die Tagboten des Orden des ersten Tages machen verstärkt Jagd auf Nachtboten, denn zumeist werden diese unfreiwillig zu den Wesen, die das Ende der Welt einläuten. Doch während sie nach einem friedlichen Weg suchen, sehen die Tagboten ihre Mission pragmatisch – wer tot ist, kann kein Chaosträger mehr werden. Nichtsdestotrotz versuchen Nyx und James herauszufinden, was passiert und müssen erkennen, dass ihre gemeinsame Vergangenheit der Schlüssel ist …
Eigene Meinung: Der dystopisch angehauchte Urban Fantasy „Nightowls: Boten er Dämmerung“ erschien Anfang März 2024 bei Fischer Tor und stammt aus der Feder der Autorin Kathrin Tordasi, die bisher vorwiegend Kinderbücher geschrieben hat. Mit der Geschichte um Nyx und James wendet sie sich eher an erwachsene Leser*innen, die düstere Urban Fantasy mit queeren Figuren und überraschenden Wendungen mögen.
Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht – man ist direkt im Geschehen und lernt nach und nach die vier wichtigsten Figuren kennen, aus deren Sicht die Ereignisse erzählt werden. Den größten Raum nimmt hierbei die Nachtbotin Nyx ein, die gerade zum Ende hin zur wichtigsten Figur der gesamten Geschichte wird. Doch bis man sich dem spannenden Finale widmen kann, muss man sich durch einen teilweise zähen Mittelteil kämpfen, der Leser*innen nicht immer abholt. So interessant und innovativ die Hintergrundidee ist, so angenehm natürlich und unaufgeregt queere Figuren und Themen eingebaut sind und so actionhaltig die Kämpfe gegen die Tagboten sind, aus irgendeinem Grund kann das Buch nicht vollständig fesseln. Vielleicht liegt das an den vier Perspektiven aus denen erzählt wird und die immer wieder dafür sorgen, dass man aus einem spannenden Handlungsstrang herausgerissen wird. So will man öfters eher das Schicksal einer bestimmten Figur erfahren, bekommt aber stattdessen ein eher langatmiges Kapitel über einen anderen Charakter präsentiert. Auch stört es mit der Zeit, dass die Figuren (gerade zu Beginn) nicht miteinander reden und sich austauschen. Wie schnell könnte sich die Geschichte entwickeln, wenn man nicht den Eindruck hätte, sie würden die wichtigsten Informationen voreinander verbergen. Und warum einige Punkte s gar nicht mehr aufgeklärt werden (wie einige seltsame Anrufe, die James erhält), versteht man auch nicht so ganz. Trotz der Kritikpunkte kann die Geschichte im Großen und Ganzen dennoch überzeugen, denn das spannende Finale und das gelungene Worldbuilding sorgt dafür, dass man das Buch am Ende mit einem guten Gefühl beiseitelegt. Auch die Idee, dass es mehr gibt als Tag und Nacht, ist gelungen und fügt sich gut in das Konzept der Geschichte.
Die Figuren sind sympathisch, authentisch und haben alle ihre Stärken und Schwächen. Auf Nyx liegt unverkennbar der Schwerpunkt – sie ist zum Ende hin der Dreh- und Angelpunkt, was dafür sorgt, dass man sie am besten kennenlernt. James wirkt im Vergleich zu ihr recht blass, denn auch wenn man viel über ihn, seine Gefühle und Beweggründe erfährt, bleibt er doch ein wenig ungreifbar, viel Dinge, die ihm widerfahren werden nur oberflächlich aufgelöst. Mit der Seherin Birdie wird eine interessante Figur eingeführt, die gerade Nyx näherkommt und diese in allen Punkten unterstützt – sie hat eine gänzlich andere Perspektive auf die Ereignisse als die meisten anderen. Mit Ein baut die Autorin eine Person in die Geschichte ein, der keine besonderen Fähigkeiten zufallen und die eher zufällig in die Ereignisse stolpert – bis zum großen Finale bleibt sie recht blass und wirkt wie eine stille Beobachterin, die zufällig in der Welt der Tag- und Nachtboten hineingestolpert ist. Die übrigen Figuren sind mal mehr mal weniger ausgearbeitet – je nachdem welche Rollen ihnen in der Handlung zufallen.
Stilistisch legt Kathrin Tordasi ein solide geschriebenes, sehr stimmungsvolles Buch vor, das durch schöne Beschreibungen und ein tolles Worldbuidling besticht – man taucht gerne in eine Welt ein, in der Tag und Nacht, Ordnung und Chaos eine solch tragende Rolle spielen und eine Apokalypse kurz bevorsteht. Auch die Dialoge lese sich gut und glaubwürdig, ebenso wird Queerness ohne viel Aufheben eingebaut – so wie man es sich wünscht. Leider wird durch die vier wechselnden Perspektiven spürbar die Spannung aus der Geschichte genommen, denn sobald man ganz bei einem*r der Held*innen ist und sich ein Kampf oder eine Offenbarung ankündigt, kommt ein Perspektivwechsel und man ist bei einer Figur, die am anderen Ende des Landes ist und nichts von den Ereignissen weiß. Auf diese Art flacht der Spannungsbogen immer wieder ab du man möchte am liebsten die Kapitel überblättern, um an dem Punkt weiterlesen zu können, der in dem Moment am fesselndsten ist.
Fazit: Mit „Nightowls“ legt Kathrin Tordasi einen schönen Urban Fantasy voller Queerness und Diversität vor, der jedoch nicht gänzlich fesseln kann und durch die vielen Perspektivwechsel spürbar an Spannung einbüßt. Dafür erwartet Leser*innen eine schöne Hintergrundwelt, ein packendes Finale und die ein oder andere überraschende Wendung. Auch der bildhafte Schreibstil kann überzeugen, ganz besonders bei Beschreibungen von Ereignissen und Gefühlswelten zeigen sie die Stärken von „Nightowls“. Wer leicht apokalyptische, queere Urban Fantasy mag, sollte trotz der genannten Schwächen einen Blick riskieren.
Die ersten zwei Drittel musste ich mich echt ein bisschen durch zwingen, da durch die ganzen Infos der Plot etwas schleppend wurde. Die letzten 150 Seiten waren dann aber wirklich mitreißend und spannend.
Die Idee dahinter ist gut, allerdings fällt es einem schwer, durch die ganzen Infos wirklichen einen Bezug zu den Hauptcharakteren aufzubauen und richtig mitzufiebern.
Wunderschönes Cover. Leider war es das auch schon alles, denn das Buch hat mir einfach nicht gefallen. Die Welt war mir nicht tiefgründig und spannend genug und den Schreibstil empfand ich als sehr "schwer" zu lesen.
DNF, oder so. Hab die ersten 100 und die letzten 50 Seiten gelesen. Die Charaktere waren alle super uninteressant und vor allem am Anfang war es ein winziger Infodump. Trotz des nicht gelesenen Mittelteils, hab ich nicht wirklich das Gefühl was verpasst zu haben.