Der Untertitel des Buchs lautet ‚Eine literarische Reise ins Herz Islands’. Und genau die bekommt man hier auch. Ehrlich gesagt wusste ich am Anfang des Buchs nicht so recht, was auf mich zukommt. Aber da ich gerne nordische Geschichten lese, war ich gespannt. Denn neben der atemberaubenden Natur hat Island auch literarisch einiges zu bieten.
Doch welche Autoren und Geschichten hat Island hervorgebracht? Mir sind da zuerst nur erfolgreiche Krimiautor:innen wie Yrsa Sigurdardóttir oder Arnaldur Ingridason eingefallen. Oder vielleicht noch Ragnar Jónasson. Die Edda(s) kamen mir dann noch in den Sinn, auch wenn ich mich bisher nicht damit beschäftigt habe. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Literatur aus Island.
Das Buch startet mit dem frühesten Aufzeichnungen Islands und erzählt über die Jahrhunderte die Entwicklung der Literatur, der Geschichten und Sagas. Dabei erfährt man zuweilen einiges über den Erscheinungszeitpunkt. Seien es die Hintergründe, z. B. die politische Lage, vor denen das Buch oder die Niederschrift erschienen ist oder über den oder die Autor:in selbst. Aber auch, dass andere Schreibende, wie J.R.R. Tolkien, sich von isländischen Sagas haben inspirieren lassen.
Insgesamt ist es ein sehr aufschlussreiches Buch, welches ich allen ans Herz lege, die sich für nordische Literatur interessieren. Allerdings ist es kein Buch, welches man mal so nebenbei liest. Ich habe für einige Kapitel länger gebraucht als für andere. Ob es jetzt an der Schreibweise oder an der in dem betreffenden Kapitel besprochenen Literatur lag, kann ich gar nicht sagen. Was ich aber sagen kann: Das Buch ist es Wert, Zeit zu investieren.
- Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -