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Männer

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Mit schmerzhafter Offenheit, Witz und Zärtlichkeit erzählt Moritz Franz Beichl von zwei ungleichen Brüdern und von seiner Suche nach alternativen Bildern von Männlichkeit.

In Moritz Franz Beichls Roman begegnen sich zwei Männer, die nichts gemeinsam haben – außer etwas den Vater. Denn alles unterscheidet den Erzähler von seinem Bruder Konrad, dem Juristen und Familienvater, der in einem schönen Haus wohnt – und ein konventionelles Männerbild fortschreibt. Attraktiver, moderner, aber mit all der normativen Gewalt, die da immer schon war. Doch jetzt ist der Vater gestorben, die beiden Brüder müssen gemeinsam das Begräbnis organisieren – und erstmals hat der Erzähler seinem großen Bruder etwas ein selbstbestimmtes Leben als Balletttänzer, als schwuler Mann, als eigensinniger Single. Die alten Konflikte brechen auf, aber Versöhnung kann es vielleicht auch geben, ohne das Leben des anderen ganz zu verstehen.

156 pages, Kindle Edition

Published March 25, 2024

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Rosa.
656 reviews41 followers
August 17, 2024
Fand das Buch richtig schön geschrieben und auch sehr berührend. Ich glaube dass es vielleicht nochmal besser nachvollziehbar ist wenn man selbst Geschwister hat.
Profile Image for Steve.
137 reviews2 followers
July 3, 2025
Ein kurzweiliges, aber tiefsinniges Buch, das nach der Bedeutung von Männlichkeit sucht.
Die Geschichte von zwei Brüdern beschreibt die unterschiedlichen Lebenserfahrungen innerhalb der gleichen Familie und setzt sich mit Fragen von Macht, Gewalt und Sexualität auseinander.

Ich habe das Buch genossen, auch wenn man nur einen Blickwinkel erhält und das Verständnis von Gewalt mir etwas zu rigoros ist.
Profile Image for Johann Guenther.
807 reviews28 followers
April 6, 2024
BEICHL, Moritz Franz: „Männer“, Salzburg Wien 2024
Romane über Väter wurden schon oft geschrieben. Franz Kafka, Monika Helfer oder Peter Henisch haben ihre Erzählkunst dem Vater gewidmet. Das vorliegende Buch heißt „Männer“ und der Vater spielt eine entscheidende Rolle. Die Geschichte wird geschrieben zum Tod und Begräbnis des Vaters. Die beiden Söhne beraten sich wie es organisiert werden soll. Die Buben – inzwischen junge Männer – sind grundverschieden. Der Ältere hat den Jüngeren immer als nicht so fähig behandelt und auch bei der Beratung zum Begräbnis bevormundet er ihn. In ihren Beziehungen sind sie grundverschieden: der Ältere hat eine Familie mit einem kleinen Kind und wohnt in einem luxuriösen Haus. Er arbeitet erfolgreich. Der Jüngere lebt allein und ohne Beziehung.
Die Mutter hatte die Familie verlassen, als die Buben noch klein waren. Der Vater zog seine Söhne auf. Der Ich-Erzähler des Buches hatte keinen Zugang zu seinem Vater und so wurde der größere Bruder zum Vorbild, dem dieser aber nicht gerecht werden konnte. Er war „der selbstgewählte Vaterersatz, das Vorbild, der Coole, dem ich so sehr nahekommen, den ich so sehr nachahmen wollte.“ (Seite 37) Der Bruder hat sein weiteres Leben geprägt. Der kleinere Bruder lebte mit Minderwertigkeitsgefühlen. „Ich selbst bin nicht genug für all das hier, werde niemals genug sein.“ (Seite 60) Der Autor belehrt dann, dass Geschwister sich ebenso beeinflussen, wie die Eltern: „Aber heute wisse man, sagte mein Therapeut, dass Geschwister das durchlässige, kindliche Individuum genauso stark prägen würden wie die Eltern.“ (Seite 15)
Der Jüngere, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist Balletttänzer und er ist schwul. Im Buch wird das Leben eines Homosexuellen Menschen beschrieben, wie es viele Leser vielleicht nicht kennen. Ein Sexdate wird detailliert geschildert.
Beim Begräbnis hält er, der erzählende Sohn, eine Grabrede. Der Bruder hatte das Testament besorgt und siehe da: der jüngere erbte mehr als der ältere Sohn.
Moritz Franz Beichl ist Regisseur und schreibt daneben Kurzgeschichten. 2022 erschien sein erster Roman. „Männer“, der vorliegende Roman, ist sein zweiter und er zeigt darin, dass er auch heikle Themen sehr gut ansprechen kann. Er führt den Lesern vor, wie sich das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft verändert hat und dass Homosexualität kein Tabuthema ist.
Profile Image for JB Wolf.
21 reviews1 follower
March 30, 2024
Mit seiner offenen und direkten schreibweise beschreibt Beichl einerseits die Bindung der beiden Brüder anderer seit die Zerrissenheit der beiden die schon in der Kindheit begann und mit der sie jetzt nach den Tod des Vaters mehr den je konfrontiert sind.

Das Buch zeigt wahnsinnig gut was Klischees mit einen machen können und wie sehr sie das Eigenbild von einen verzerren, ganz egal welches Geschlecht man hat.
Profile Image for John R.
27 reviews3 followers
April 14, 2025
Abgesehen von dem augenöffnenden Teil über „Call Me by Your Name“ hat mir das Buch ehrlich gesagt nicht viel gegeben. Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, wurde thematisch jedoch eher enttäuscht.
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