Der streitbare Denker Jonathan Crary betrachtet die Verwüstungen, die der digitale Kapitalismus verursacht. Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Aufstand, der kommen muss.
Die Welt brennt. So weit, so bekannt – Ist eine Kehrtwende noch möglich?
Ja, sagt der renommierte Kunstkritiker und Medientheoretiker Jonathan Crary, doch ein Green New Deal wird nicht reichen. Klimaprotest und Kapitalismuskritik müssen sich international vernetzen – außerhalb der digitalen Sphäre. Denn die Digitalisierung verhindert nicht nur echte Solidarität, sondern ist auch für massive und flächendeckende Ressourcenausbeutung verantwortlich.
In seinem engagierten Aufruf zeigt der so gefeierte wie kontrovers diskutierte Autor die Alternativen zu Digitalkomplex und Überwachungskapitalismus auf. Er zeichnet den fundamentalen Gegenentwurf eines Ökosozialismus, der eine lebbare Zukunft verspricht und Mensch und Natur vor ihrem Kollaps bewahren könnte.
Jonathan Crary is an art critic and essayist and is Meyer Schapiro Professor of Modern Art and Theory at Columbia University in New York. His first notable works were Techniques of the Observer: On Vision and Modernity in the 19th Century(1990), and Suspensions of Perception: Attention, Spectacle and Modern Culture (2000). He has published critical essays for over 30 Exhibition catalogues, mostly on contemporary art. His style is often classified as observational mixed with scientific, and a dominant theme in his work is the role of the human eye. (via wiki)