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Vielfalt: Das andere Wörterbuch

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Diversität spiegelt sich inzwischen auch sprachlich in einer großen Anzahl an Begriffen wider. Aber welche davon werden im Diskurs und in den Medien wirklich verwendet, wenn es um das Thema Diversity geht? Kann man noch "Behinderte" sagen oder ist nur noch "Menschen mit Behinderungen" angemessen? Was wünschen sich die Betroffenen? Wie steht es um "woke", das auf soziale Ungerechtigkeit und Rassismus hinweist, in rechten Kreisen aber fälschlich synonym für links steht? Und welche Begriffe sollten Sie als Fachleute oder Laien wirklich kennen? Dazu gehören "Ableismus", "Cis", "TERF" und auch "Klassismus". Welche Diversity-Begriffe müssten hingegen eigentlich längst bekannt sein, sind es aber noch nicht? Dazu gehören "queer", "marginalisiert", "Misogynie" und "Inklusion". Die Dudenredaktion stellt ihre Definitionen vor und lässt 100 Menschen zu Wort Expertinnen und Experten, die meinungsstark, bekannt und kompetent sind und häufig auch einen persönlichen und/oder beruflichen Bezug zum Thema haben.

265 pages, Kindle Edition

Published March 6, 2024

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Lena.
244 reviews17 followers
April 5, 2024
Ein unglaublich interessantes, informatives Buch über aktuelle Wörter, Entwicklungen und Problematiken, welches dank der vielen unterschiedlichen Autor*innen sehr vielseitig und multiperspektivisch war.
Profile Image for Janina.
867 reviews80 followers
February 2, 2024
Ich wollte das Buch unbedingt lesen, um noch mehr dazuzulernen und das hat es auf jeden Fall geschafft! Definitiv ein Buch zum Lesen und Weitergeben! Ein etwas anderes Wörterbuch, in dem 100 Begriffe von 100 Leuten erklärt und besprochen werden - alles im gesellschaftlichen Kontext unserer Gegenwart. Ich bin sehr froh, dass Duden dieses Buch veröffentlicht hat, denn es wird gebraucht. Sprache ist ständig im Wandel und ich persönlich finde es gut, wenn die Sprache sich diversitätssensibel weiterentwickelt, um so viele Menschen wie möglich nicht zu verletzen.

Die Aufmachung ist sehr schön und übersichtlich; das gilt sowohl für die Beiträge an sich als auch das Vorwort, die Einleitung und die How-To-Erklärung am Anfang und Ende. Jedem Beitrag wird eine Doppelseite gegeben mit der Definition des Dudens am Anfang des Beitrags und thematisch passenden Medientipps am Ende des Beitrags.

Die Beiträge, die mir besonders gefallen haben, waren: chronisch krank, deutsche Sprache, Disability-Mainstreaming, Dualismus, Euthanasie, Inklusion, inklusive Sprache, Klassismus, Medienvielfalt, Mischling, Mobilität, Rechtspopulismus, Sensitivity-Reading, Sprachenvielfalt, Versöhnung und woke.

Besonders viel dazugelernt habe ich u.a. in diesen Beiträgen: Befriedungsverbrechen, Dualismus, Integration, leichte Sprache, Mischling, nicht binär, Polyamorie, Verschwörungserzählungen und Versöhnung.

Ich habe mir nach dem Lesen des Buches einen Nachmittag Zeit genommen, um die Medientipps, die mich besonders interessiert haben, durchzugehen. Danach habe ich mir ein paar Bücher auf meine Merkliste gepackt: Radikalisierter Konservatismus - Natascha Strobl, Die Macht der Mehrsprachigkeit: Über Herkunft und Vielfalt - Olga Grjasnowa, Bi: Vielfältige Liebe entdecken - Julia Shaw, Bis eine* weint! - Ehrliche Interviews mit Müttern zu Gleichberechtigung, Care-Arbeit und Rollenbildern - Nicole Noller und Natalie Stanczak, BLACK BOX BLUES - Ambra Durante, Die 101 wichtigsten Fragen - Digitalisierung - Geier, Fabian / Rosengrün, Sebastian, Digitaler Faschismus: Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus - Maik Fielitz, Holger Marcks, Über Tyrannei: ZWANZIG LEKTIONEN FÜR DEN WIDERSTAND - Snyder, Timothy, Radikale Inklusion: Ein Plädoyer für Gerechtigkeit - Hannah Wahl und Scheiblettenkind - Eva Müller. Außerdem habe ich mir den Podcast “Ein Jahr nach Hanau” auf Spotify gespeichert, damit ich ihn nicht vergessen werde und mir anhören kann. Ich fand es auch toll, dass auch Instagram-Accounts bei Medientipps zu finden waren, denn viele Leute verbringen sehr viel Zeit in den sozialen Medien und so kann man nochmal im Alltag und täglich mehr Leute erreichen, immer und immer wieder.

Medientipps, die ich besonders hilfreich fand (Nr. vom Anhang/Quellen): 133, 236, 284, 314, 317, 323, 384, 410, 412, 413, 415, 491, 581, 656, 711, 721, 720, 724, 780, 812, 813, 814, 868, 900, 914, 1013, 1015, 1123 und 1143.

Bei den Medientipps findet sich noch einmal so viel Material und Referenzen, dass man sich bestimmt eine Woche durchgehend damit befassen könnte, was toll ist. Nach ein paar Stunden musste ich erstmal eine Pause machen, weil das ständige Eintippen und Recherchieren so lange gedauert hat haha.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen - tolles Aussehen, gute Beiträge, viel neues Wissen und 1000 weitere Referenzen für noch mehr Infos. Super Grundkonzept - ich hoffe, das behält der Dudenverlag bei und veröffentlicht alle Jahre mal einen ähnlichen Band mit neuen Ergänzungen. Der Preis ist mit 28 Euro ganz schön viel, was ich mit dem Inhalt verstehe, aber wäre ich nicht bei der Leserunde dabei gewesen, hätte ich es mir wahrscheinlich erst sehr viel später geholt, wenn es heruntergesetzt zu finden ist und keine Neuware mehr ist. Oder ich hätte es bei der Bücherei ausgeliehen.
Profile Image for C.
172 reviews14 followers
March 10, 2024
Für den Duden Verlag hat Sebastian Pertsch 100 Autor*innen versammelt, die jeweils eine Doppelseite zu einem von 100 Begriffen aus dem Bereich Vielfalt verfasst haben. "Das andere Wörterbuch" trägt informative sowie auch persönlichere Beiträge, die sowohl Privatleser*innen als auch "Professionelle" Leser*innen ansprechen sollte, die die Inhalte in ihrem Berufsleben einbringen können oder anderweitig ein berufliches Interesse hieran haben.

Gerade für Privatleser*innen stellen die einführenden Worte die Struktur des Werkes klar dar und erläutern die verschiedenen, beigefügten Informationen, wie etwa die verschiedenen Medientipps zu jeden Beitrag oder der Wortlaut des Begriffes im Duden (oder Duden online), soweit verfügbar. Gerne hätte ich mir hier ein paar mehr Informationen gewünscht, wie sich die Begriffserklärung im Duden eventuell über die Jahre verändert hat, insbesondere bei den Begriffen, die seit der ersten Dudenauflage 1880 in diesem vorkommen. Ein weiterer, positiv hervorzuhebender Aspekt der Einführung stellen auf einer Meta-Ebene die explizit hervorgehobene gendersensible Sprache und barrierearme Gestaltung dar, die die Thematik des Bandes wiederspiegeln. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis neben den Quellen- und Medienverweisen rundet das Werk ab.

Zwar sollte man das Buch sicherlich auf Grund der Wichtigkeit der angesprochenen Begriffe von vorne bis hinten lesen und keinen Beitrag auslassen, jedoch kann es auf Grund der Fülle an angesprochenen Themen schwierig sein, dies auch so umzusetzen und jedem Beitrag die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Einige Begriffe mögen bekannter sein, andere, wie etwa der "politische Autismus", waren mir gänzlich neu, obgleich ich von mir sagen würde, die meisten der Begriffe im Band schon gekannt zu haben. Teilweise variiert die Objektivität der Beiträge stark; einige Autor*innen bringen eigene Erfahrungen mit in die Beiträge ein, andere nicht. Das macht den Band für mich bislang teilweise ein wenig uneindeutlich und ich hätte mir eine etwas stringentere, einheitlichere Struktur diesbezüglich gewünscht. Auch an anderen Stellen hätte ich mir ein besseres Lektorat gewünscht, so ähnelt sich der Beitrag zu "nationalen Minderheiten" durch seinen Fokus auf Sinti und Roma dem Beitrag zu "Rom*nja und Sinti*zze" sehr, sodass ersterer gerne anderen nationale Minderheiten hätte fokussieren können. Auch die teilweise den Beiträgen beigefügten Schaubilder waren größtenteils eher überflüssig, lockerten den Band teilweise jedoch ein wenig auf. Eventuell hätte der Band davon profitiert, wenn einige Fotos beigefügt geworden wären, dann wäre die Anlehnung an den normalen Duden jedoch wahrscheinlich verloren gegangen.

Wie im Vorwort angesprochen, standen um die 1000 Begriffe zu Auswahl. Daher erscheint es zwar nicht möglich, alle Begriffe umzusetzen, jedoch erscheint etwa die Auslassung von "lesbisch" oder "bisexuell" im Vergleich zur Inklusion von "schwul" kritisch. Für einen zweiten Band würde ich mir beispielsweise Beiträge zu Begriffen wie "Analphabetismus" oder "Hate Speech" wünschen.

Alles in allem ein wichtiger Band, der jedoch ein wenig stringenter innerhalb der einzelnen Beiträge hätte sein können.
Profile Image for Samson.
38 reviews1 follower
February 25, 2024
Richtig nice, fand es Auch gut wie viele Stimmen zu Wort kamen, die man nciht kannte (also nicht immer nur die typischen Sternchen eingeladen um was zu erklären) zumindest kam es mir so vor. Hab viele neue Namen das erste Mal gelesen und verfolge ihre Arbeit jetzt im Netz.
Profile Image for LM.
566 reviews2 followers
December 17, 2025
Das Konzept von Vielfalt: Das andere Wörterbuch hat mir sehr gut gefallen, sodass ich 4,5 Sterne gebe. Für jedes der Wörter, die sich alle mit dem Thema Diversität beschäftigen, gibt es eigene Expert*innen. Bei der Personenauswahl habe ich mich sehr gefreut, dass ich einige der Beitragenden gekannt habe, aber es sind auch aus meiner Sicht einige etwas fragwürdige Personen dabei. Die Qualität der Beiträge zeigt auch eine gewisse Variation. Allgemein sind die Wörter gut geklärt und das Buch ist auch schön inklusiv geschrieben. An manchen Stellen wäre es meiner Meinung nach besser gewesen, eher das deutsche Wort als das englische als Eintrag zu verwenden. Manche Beiträge zitieren viele Quelle, während andere mit ihnen zu sparsam umgehen. Auch habe ich nicht mit allen Einträgen vollkommen übereingestimmt, aber das ist ja in Ordnung. Beispielsweise hätte der Eintrag zum „alten weißen Mann“ für mich nicht sein müssen. Es gab auch einige Einträge zu Wörtern, die ich noch nicht kannte, obwohl ich mich mit den Themen relativ viel beschäftige, was auch für das Buch spricht. Dazu gehören die Begriffe „Model Minority Myth“, „Deaf Gain“, „Ethnomarketing“ oder „internalisierte Marginalisierung“. Auch fand ich es super, dass Biodiversität und sprachliche Diversität miteinbezogen wurden.
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