In einer Bar begegnet Allmen einem kultivierten Herrn seines Alters – Adrian Weynfeldt. Der Name ist dem Kunstdetektiv selbstverständlich ein Begriff. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft. Als Weynfeldt kurz darauf bemerkt, dass ein Bild in seiner Sammlung fehlt, schaltet er Allmen ein. Weynfeldts bunter Freundeskreis gibt sich zugeknöpft. Nur die Kunstbuchhändlerin will reden. Doch bald schon kann sie das nicht mehr. Allmen steht vor seinem ersten Mordfall.
Martin Suter is a Swiss author. He became known for his weekly column Business Class in the Weltwoche newspaper (1992–2004), now appearing in the Tages-Anzeiger, and another column appearing in "NZZ Folio". Suter has published seven novels, for which he received various awards. He is married and lives in Spain and Guatemala.
Was war das denn für ein Ende? Ok, bereits das ganze Buch drehte sich eher um die Getränke, die beide im Titel genannten Herren zu sich nehmen und um eine sich anbahnende Freundschaft als um den Diebstahl…. Aber die Auflösung in gefühlten 2 Absätzen irgendwie in Eile hingehauen? Mehr als enttäuschend.
Mein erster Roman aus der Allmen Reihe war für mich ein echter Reinfall....uninspiriert und zäh las sich die Story um den pseudo Reichen Herr Allmen und seine Hobby Detektei.
Einzig die durchaus stimmungsvolle Beschreibung der Lebenswelt des Herrn Weynfeldt ließ den Roman für mich etwas erträglich werden.
REZENSION – Mit „Allmen und Herr Weynfeldt“ erschien im März beim Diogenes Verlag bereits der siebte Band der beliebten Krimireihe des Schweizer Schriftstellers Martin Suter (76), die 2011 mit „Allmen und die Libellen“ begann und deren erste drei Bände mit Heino Ferch für das Fernsehen verfilmt wurden. Schon der Name Johann Friedrich von Allmen, mit dem sich der über 40-jährige Hans Fritz von Allmen gern vorstellt, um dann in gespielter Bescheidenheit anzufügen „Allmen reicht“, zeigt das Motiv „Mehr Schein als Sein“ des kunstverständigen und belesenen Hochstaplers, der seiner Umwelt den längst verlorenen Reichtum weiterhin erfolgreich vorgaukelt. Trotz Zwangsverkaufs seiner Villa lässt er sich in deren Gartenhaus mit umgebautem Treibhaus unverändert von dem ihm ergebenen Diener Carlos und dessen Ehefrau Maria als Haushälterin umsorgen. „Reichtum misst man nicht daran, wie viel Geld man hat, sondern daran, wie viel Geld man ausgibt“, ist Allmens Motto. Zur notwendigen Auffrischung der Haushaltskasse übernimmt Allmen – „Ich bin kein Detektiv. Ich bin eher ein Künstler.“ – mit seiner Firma Allmen International Inquiries hin und wieder lukrative Aufträge zur Auffindung gestohlener Kunstobjekte. Gleichberechtigter Partner ist Carlos, der seinem auf zu großem Fuß lebenden Patron immer mal ein paar Geldscheine „zur Festigung seiner Kreditwürdigkeit“ zustecken muss. Doch letztlich ist Maria als Finanzchefin des Unternehmens diejenige Person dieses ungewöhnlichen Trios, die sämtliche Fäden in der Hand hält und als einzige zur rechten Zeit die richtige Idee hat. Eines Abends trifft Allmen in einer Bar einen kultivierten Herrn ähnlichen Alters – den Kunstsachverständigen und Sammler Adrian Weynfeldt. Als dieser Tage später bemerkt, dass in seiner Wohnung ein Bild fehlt, beauftragt er Allmen mit der Suche. Anfangs schließt Weynfeldt seinen engeren Bekanntenkreis, mit dem er sich statt wie üblich im Restaurant nur wenige Tage zuvor erstmals in seiner Wohnung im Obergeschoss eines Bankhauses getroffen hat, als Tatverdächtige grundsätzlich aus. Bevor die Kunstbuchhändlerin Karin Winter, die diesem Kreis angehört, Allmen etwas Wichtiges mitteilen kann, kommt sie bei einem Treppensturz zu Tode. Jetzt sind alle verdächtig. Allmen hat seinen ersten Mordfall. Im neuen Krimi lässt Suter die Figur des Adrian Weynfeldt wieder aufleben, Hauptfigur aus dessen bereits 2008, also noch vor dem Allmen-Krimis veröffentlichten und 2010 verfilmten Roman „Der letzte Weynfeldt“. Amüsant zu lesen ist nun das Zusammenspiel dieser beiden Protagonisten – Weynfeldt tatsächlich reich, Allmen nur scheinbar. Um dieses „Spiel“, das Allmen einiges abverlangt, geht es eigentlich im Roman, während die Suche nach dem Gemälde zur Rahmenhandlung verblasst. Dennoch kann der neue Band nicht so recht überzeugen: Wieder und wieder erfahren wir von den Eigenarten des scheinreichen Lebemannes, die doch inzwischen bestens bekannt sind. Es fehlt das Neue, das Überraschende. Mag auch das Auftreten der früheren Romanfigur Adrian Weynfeldt im Allmen-Krimi vielleicht überraschen, ist aber auch über diese Figur in „Der letzte Weynfeldt“ schon alles gesagt, so dass es im neuen Allmen-Band, in dem Suter sogar Weynfeldts Freundin Lorena und den mittellosen Kunstsammler Rolf Strasser erneut auftreten lässt, bei bereits Bekanntem bleibt. Bei Suter nichts Neues? „Allmen und Herr Weynfeldt“ ist wie die früheren Bände mit leichter Hand locker geschrieben, doch intellektuell nicht gerade überfordernd. Der Roman genügt als entspannende Feierabend-Lektüre. Man muss also schon ein bedingungsloser Fan des Autors und seiner Krimis sein, um dem siebten Band etwas Besonderes abgewinnen zu können.
Das Buch ist an sich super. Die Geschichte wird gut aufgebaut und ist auch nicht unnötig lang oder schleppend im Schreibstil. Dennoch ist das Ende so plötzlich und unnötig, dass ich die Bewertung von ursprünglichen 4 Sternen auf 3 Sterne runter setzen muss. Leider! Martin Suter hat eine große Möglichkeit verpasst, das Buch eleganter abzurunden. Echt Schade…
Leider sehr enttäuschend- was als interessantestes Gedankspiel beginnt ( zwei Romanfiguren aus unterschiedlichen Büchern vom Autor begegnen sich in einem neuen Roman ) wird eine fade Aneinanderreihung von Beschreibungen der Skurrilitäten der beiden Protagonisten und der Eigenschaften, die " echte Reiche" ausmachen, oder von denen " man" glaubt, dass sie sie ausmachen, oder was auch immer die messeage sein sollten? - ohne Augenzwinkern, ohne Ironie oder besonderen Witz... Der detektivische Plot wird lieblos und ohne Höhepunkte am Rande abgehandelt , einzig die beiden Figuren des " Bediensteten Paares" und die Taxifahrer sind halbwegs erfrischend, wenn auch nur kurz in Erscheinung tretend
Ist Allmen in den 6 vorherigen Bänden sympathischer? Der Stil ist wie immer gut, ein Suter, aber ich muss keinen weiteren Allmen lesen. Den mag ich nicht.
Der einzige Grund dieses Buch zu lesen ist um nach der Lektüre von "der letzte Weynfeldt" mehr über den charmanten Herrn Weynfeldt zu erfahren. Ansonsten ist die Geschichte leider eher langweilig
Wenn ich das richtig mitgezählt habe, dürfte das mittlerweile Allmens 7. Fall sein, und ich kenne sie alle 😉. Ich schicke das voraus, denn das hier ist nur für Fans. Weshalb, erkläre ich später. Allmen, das ist Johann Friedrich von Allmen, ehemals reich, mittlerweile nur noch „ehemals“, und aus den guten alten Zeiten erinnert nur noch das distinguierte Auftreten. Mach aber nix, Allmen ist ein Meister des „fake it till you make it“, und irgendwann kommt immer auch wieder ein Schwung Geld in die Kasse. Allmen ist nämlich als Kunstdetektiv unterwegs, und „Allmen Int. Inquieries“ ist gar nicht mal so erfolglos. Zu einem guten Teil liegt das an Haushälterin Maria und deren Gatten, dem Diener Pedro, die mittlerweile das Rückgrat des Unternehmens sind. Ohne Finanzchefin Maria und gleichberechtigtem Teilhaber Carlos sähe die Sache anders aus…. In diesem neuen Band nun lernt Allmen den etwa gleichaltrigen Adrian Weynfeldt kennen, und die beiden verstehen sich sofort. Weynfeldt ist tatsächlich reich. Sehr reich. Und er hat ein Problem: seit seinem letzten Empfang fehlt ihm ein Picasso, und so kommen Allem International ins Spiel. Der Vorschuss mach Allmen wieder flüssig und die Ermittlungen, die sich hauptsächlich in den gehobenen Kreisen abspielen, können beginnen. So weit, so gut. Oder halt auch nicht so gut, denn auch als langjähriger Suter- und Allmen-Fan muss ich sagen, die Ermittlungen waren relativ langatmig, vorhersehbar und nicht wirklich spannend. Im Laufe des Geschehens stirbt eine Kunsthändlerin, und ich dachte, okay, jetzt geht es aber rund, ein Mord! Aber auch hier ist irgendwie nicht viel passiert, außer ein paar wenigen sehr handzahmen Befragungen der näheren Verdächtigen. Also irgendwie war der Fall zäh, da ist nicht viel an Action oder gar Plot Twists. Irgendwie ein bisschen lieblos runtergeschrieben, und am Ende war hoppladie hopplada die Lösung einfach da, nachdem die Polizei eingeschaltet wurde. Hm. Nicht so toll. Normalerweise sind die Allmen-Bände auch sehr viel länger, nur 4 CDs gab es eigentlich auch noch nie. ABER: Der Roman lebt hier eigentlich von der Atmosphäre und den Figuren. Carlos, Maria und ihrem kompliziert-skurrilem Verhältnis zu Allmen wird recht viel Raum gegeben, und das hat mir echt gut gefallen. Ich mag das Latino-Ehepaar und vor allem Maria 😊. Die hat sich echt gemausert, und ohne ihre Verhandlungskünste könnte Allmen einpacken. Ja, und daher mein Fazit: für Fans only. Wenn das mein erster Allmen gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich kopfschüttelnd abgebrochen. Aber so war ich tatsächlich ganz gut unterhalten gewesen. Und natürlich liest Gert Heidenreich gewohnt brillant. Ich mag seine sonore, angenehme Stimme, die passt irgendwie auch perfekt in dieses Schweizer upper-class-Setting. Ja, kurzes Buch, da wird meine Besprechung auch nicht ewig lang sein. War ganz gut, wenn man Suter mag, aber definitiv nicht der große Wurf, und ich hoffe, der nächste Fall wird wieder etwas spannender, mit ein bisschen mehr Ermittlerarbeit und ein wenig mehr Einfallsreichtum. Nicht, dass ich es selber besser könnte – aber Suter kann es besser, und er hat seine eigene Messlatte halt auch hoch aufgehängt. Ich gebe 3 Punkte für die Story, und noch mal einen für den Hörbuchsprecher. Herzlichen Dank an den Diogenesverlag für das Rezensionsexemplar!
Kunstdetektiv Johann Friedrich von Allmen muss mal wieder eine unterfinanzierte Phase überbrücken, denn seiner Firma »Allmen International Inquiries« fehlt es vor allem an Aufträgen. Doch als Lebemann und Privatier ist es wichtig, in gewissen Kreisen gesehen zu werden, weshalb er seine Zeit gern in Bars verbringt. Das Millionenerbe des Vaters hat längst durchgebracht und hätte er nicht sein Faktotum Carlos, der ihm ab und zu Geld vorschießt, könnte Allmen sich seinen Lebensstil samt großzügigen Trinkgeldern bei seinen vertrösteten Gläubigern gar nicht leisten. Im 7. Band trifft Allmen den Kunstexperten Adrian Weynfeldt, der Suter-Fans kein Unbekannter ist. Es entspinnt sich eine sehr eigenwillige Freundschaft zwischen den beiden. Als Weynfeldt kurz darauf feststellt, dass ihm eins seiner Lieblingsbilder gestohlen wurde, ist das Allmens Chance, wieder zu Geld zu kommen. Natürlich muss er bei seinen Ermittlungen äußerst diskret vorgehen, was man als Leser auch mal schnell als geschickt getarnte Ahnungslosigkeit entlarven kann. Aber wie findet man etwas, von dem niemand wissen darf, dass es vermisst wird? Weynfelds Freunde, die selbstverständlich vollkommen integer sind, halten sich bedeckt. Lediglich die Kunstbuchhändlerin Karin scheint reden zu wollen. Doch Allmen kommt zu spät und findet sich unversehens in seinem ersten Mordfall wieder.
Ich liebe Suters Blick hinter die Fassade der Reichen und Schönen. Und damit sind jetzt nicht die gemeint, die das mit allzu bekannten Initialen auf Sonnenbrillen und Taschen öffentlich zur Schau stellen. Es sind die kleinen, subtilen Momente, die Suter aufdeckt, wenn zum Beispiel Weynfeldt in der Bar nur die Olive genießt, den Drink aber nicht anrührt. Dinge, die auch Allmen sich abschaut. Denn wie wir ja wissen, stammt er aus einer bäuerlichen Familie ab, auch wenn er lieber von den Ländereien seines Vaters spricht als von Feldern.
Was wäre Allmen nur ohne seine Entourage – Carlos und Maria sorgen im Hintergrund dafür, dass Allmens Fassade keine Kratzer bekommt und er seine Kreditwürdigkeit behält. Für alle, die den kultivierten, dauerbankrotten Hochstapler und Kunstkenner noch nicht kennen: es geht hier weder um Spannung, noch erwartet uns eine Detektivgeschichte. Allmen ist weder besonders clever noch besitzt er überhaupt ein detektivisches Gespür. Und Arbeit jeglicher Art lehnt er kategorisch ab. Ein Müßiggänger, der seine Marotten pflegt. Es ist Suters geschärfter Blick in die Welt der Schweizer Oberschicht, den er auch in der »Business Class« unter Beweis gestellt hat. Vielleicht ist es genau dieser Voyeurismus gepaart mit Suters Tonart und der pointierten Kurzweiligkeit, was mich in der Allmen-Reihe immer wieder begeistert, mir ein Dauerschmunzeln entlockt. Und nicht zuletzt Suters dezenter Humor, den ich auch in seinen Romanen so mag. Wie Schweizer Schokolade – ein kurzer, delikater Genuss.
Johann Friedrich von Allmen, kurz Allmen genannt, ist ein charmanter Lebemann, der einst ein Vermögen besaß, eine Villa bewohnte und nie auf Geld achtete. Zu Allmens Leidwesen ist von seinem Vermögen nichts geblieben - alles ist verbraucht - was ihm im übrigen nicht daran hindert, das mittlerweile geliehene Geld mit vollen Händen auszugeben - da kann eine Flasche Wein schon einmal 1000 Franken kosten … Zum Glück darf er in Restaurants anschreiben und ihm fallen einige Tricks ein, wie man Leute dazu bringt, ihn einzuladen. Der sympathische Allmen ist so gewandt, dass zu guter Letzt immer ein warmer Regen kommt, der ihm Geld in die Taschen spült. In diesem Roman lernt er Herrn Adrian Weynfeldt kennen. Ein aparter Herr, der die gleichen Dinge wertschätzt, wie er selbst und zum Glück steinreich ist. Einige Tage später, nach einer Dinnerparty, wird Herrn Weynfeldt ein Gemälde eines großen Meisters gestohlen. Da trifft es sich hervorragend, dass Allmen mit seinen Latino-Hausangestellten Maria und Ehemann Carlos eine Firma betreibt, die sich "Allmen Int. Inquiries" nennt. Gerne nimmt Allmen die Untersuchung auf, um das gestohlene Gemälde zu finden, doch leider steht der engste Freundeskreis von Herrn Weynfeldt im Fokus seiner Ermittlungen, was wiederum Herr Weynfeldt nicht besonders wertschätzt ...
Wenn Martin Suter einen Krimi schreibt, kann dieser nur elegant, charmant und sehr fein sein. Das ganze Buch lebt von dem geschmeidigen Charakter Allmens, der sich so gar nicht um seine Finanzen und seine veränderte Lebenssituation kümmert. Ein Genussmensch durch und durch, der einen eloquenten Geschmack für einen guten Tropfen besitzt und das macht ihn in meinen Augen noch sympathischer. Wer allerdings Spannung sucht, der ist hier falsch. Einen Spannungsbogen gab es nicht und für meinen Geschmack kam auch das Ende ein wenig zu schnell. Dennoch feinste Kriminalliteratur. 4/ 5
Ich kann nicht glauben, was für einen billigen Roman ich da wieder gelesen habe. Kurz dachte ich, zwei Sterne wären angebracht, weil ich die Figuren Allmen, Carlos und Herr Weynfeldt eigentlich mochte. Aber das trägt nicht über diese absolut langweilige Krimigeschichte hinweg, die wie „Mord im Orient-Express“ aufgezogen ist und dann (SPOILER): damit endet, dass ein junger IT-Nerd sich mit einem Bankfuzzi zusammentut und mal eben eine komplette Sicherheitsanlage manipuliert. Die Ideen der Motive zum Diebstahl waren zunächst spannend, aber das Ende vernichtet leider selbst diesen Bogen. Leider hat Martin Suter ähnlich wenig Kenntnisse von Computern oder Technik wie er seinen Hauptfiguren zumutet. Dafür hat er noch intensiver sein Wissen über dekadenten Geschmack geteilt. Überhaupt erreicht die Fülle an Reichtum in diesem Buch leider ein neues Hoch, was den Zugang zu diesem Buch für einen „normalen“ Leser gänzlich unmöglich macht.
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Solider siebter Teil der Allmen-Reihe, der mir wieder etwas besser gefallen hat als Part fünf und sechs. Allmen trifft hier einen Bruder im Geiste und beide stellen fest, dass sie sogar den gleichen Herrenschneider in Rom haben – wenn das mal keine Breaking News ist! In Rom spielen dann auch ein paar Kapitel, besonders viel Atmosphäre haben die dortigen Szenen allerdings nicht. Der Fall selbst führt eine recht große Zahl an Nebenfiguren ein, die Auflösung ist dafür fast etwas trivial und kommt arg hopplahopp. Wenn es so etwas wie den Hauch einer Metaebene gibt, ist es wohl das Thema "Vertrauen unter Freunden". Hört sich jetzt alles recht flach an und ist es auch, trotzdem hat Suter seinen Kunstkrimi wie immer gut verpackt. Die Allmen-Bücher sind und bleiben halt ein amüsanter Fast Read aus der Welt der (Möchtegern-) Reichen und Schönen. Nicht mehr, nicht weniger.
Der siebte Allmen wird vor allem eingeschworene Fans begeistern, aber dem Fanclub nur wenige neue Mitglieder zuführen können. Gewohnt elegant, aber mit einigen Suter-untypischen - man mag es kaum aussprechen oder besser schreiben wollen - sprachlichen Ungeschicklichkeiten erzählt der Autor weniger einen Kriminalfall, sondern eher vom Beginn einer Freundschaft zwischen zwei elitären, aber gütigen Menschen, die ein ähnlicher Lebensstil verbindet. Und ganz nebenbei kommen sie einem großen Geheimnis des neuen Freundes auf die Spur, freilich ohne dies auch nur anzudeuten. Gerade das macht sie sympathisch.
Das ist eine Reihe und es empfiehlt sich, die als ganzes zu lesen, da einem ansonsten Informationen und Zusammenhänge fehlen. Das mittlerweile 7. Band rum um Allmen der sich als *Reicher Zürimann" verkauft, allerdings eher in ärmlicheren Verhältnissen lebt. Der Krimi spielt sich hauptsächlich mau ab und ist nicht wirklich spannend. Es läuft so ein bisschen nebenher. Hauptdarsteller sind hier absolut die Protagonisten und der Flair der Geschichte.
So ist es ein netter Krimi in einer eigenen kleinen Krimiblase, gut zu lesen mit der typischen Suter Art für schöne Lesestunden.
Yes, I admit it. I have once again entered my Martin Suter bubble. More so in the Allmen bubble. But it's just so enjoyable to read. And that's what it's all about in the end. When I found the latest Allmen installment at my local library, I just had to take a peek. I'll be honest. The first 100 pages didn't excite me and almost bored me, but with the murder and the many suspects, a tension built up that not all Allmen books have.
I hope that wasn't the last installment of the series. For me, it's always a pleasure to immerse myself in this world again.
Also erstmal hat mir das mit dem Crossover sehr gefallen. Generell der Schreibstil wie immer top. ABER, ja ich verstehe es geht vorrangig um das Zusammentreffen und die Freundschaft und nicht den Diebstahl. Aber ich fand’s trotzdem sehr enttäuschend dass das so in 2 Sätzen aufgeklärt wurde. Naaa jaaa
Klar Sutters Talent des Schreibens ist bekannt. Hier allerdings ein eher schwächeres Buch von ihm und leider eine traurige Offenbarung klassistischer und ausländerfeindlicher Zuschreibungen, beispielsweise in der Aussage für die zwei Patner:innen von Allmen aus Ecuador und Kolumbien sei natürlich Mord und Kriminalität ein alltäglicher Naturzustand.
Zwei Snobs, der eine reich, der andere tut so, als ob. Der Zweite ist darauf angewiesen, immer wieder zu viel Geld zu kommen und versucht dies über seine Firma, die verschwundene Kunstwerke wieder beschafft.
Kaum zu glauben dass dieses Buch Martin Suter geschrieben hat....bin enttäuscht. Die Aufklärung des Diebstahls dauert gefühlt eine halbe Seite. Davor geht es um eine beginnende Männerfreundschaft. Ich hatte viel mehr erwartet
Das Buch lebt einmal mehr von den Figuren, von Allmen, Carlos und Maria. Suter ist ein herausragender Erzähler. Die Geschichte selbst ist weniger einfallsreich und schnell durchschaut.
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Klassischer Allmen! Leider war die Aufklärung am Ende etwas holprig & zu plötzlich - den Leser hätte eine bessere Herleitung & ein paar Hinweise besser unterhalten.
Kurz und knackig. Es empfiehlt sich, den Herrn Weynfeldt vorher kennenzulernen, also Suters erstes Weynfeldt Buch vorher zu lesen. Man trifft doch alle seine Freunde wieder...