Wir befinden uns in einer seltsamen Die meisten von uns haben sich eingestanden, dass es so nicht weitergehen kann, aber echte Lösungen scheinen in weiter Ferne. Es ist eine Zeit, in der »das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann« (Gramsci), geprägt von Kämpfen zwischen den Aktivistinnen des Wandels und den Verteidigern des Status quo.Ulrich Brand und Markus Wissen unterziehen diese Gegenwart einer kritischen Diagnose. Sie zeichnen nach, wie die Herrschaft der imperialen Lebensweise bröckelt, angegriffen von unübersehbaren Umweltkrisen, aber auch von denjenigen, die die Ausbeutung von Mensch und Natur nicht länger mittragen wollen. Diese Kämpfe entscheiden die Zukunft der Menschheit, und der Ausgang ist alles andere als gewiss. Wird der Status quo verteidigt und nehmen damit autoritäre Tendenzen zu? Werden wir einen »grünen Kapitalismus« entwickeln, und welche Folgen hätte dieser für den Rest der Welt? Oder finden wir in eine gerechtere, bessere Art des Lebens? Ein hellsichtiger Blick auf die großen Konflikte der Gegenwart.
Ich fands wirklich gut und interessant, für ein wissenschaftliches Buch sehr verständlich. Die "großen" Infos sind nicht bahnbrechend neu, aber auf einer analytischen Ebene/auf Ebene dessen, wie die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse global eingebettet sind, hat mich die Analyse echt weitergebracht und Fragen beantwortet, die man mit anderen historisch-materialistischen Perspektiven haben könnte. Finde in der Hinsicht die imperiale Lebensweise ein echt erhellendes Konzept.
Highlight: Erläuterung zu Imperialismus-Theorie im Kontext der öologischen Krise. Und was zu Solidarischen Auswegen aus der Krise gesagt wird, hat Hand und Fuß, ist ziemlich konkret.
Lowlight: Für das Cover hätten sie einen Stern Abzug verdient
Ich mochte es und habe viel gelernt, dennoch musste ich ganz schön durchbeißen es bis zum Ende zu lesen da ich es sehr kompliziert finde! Viele Fachbegriffe und komplexe Zusammenhänge.