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Chine/États-Unis, le capitalisme contre la mondialisation

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Tensions géopolitiques, guerre commerciale, Nouvelles Routes de la soie, course à l'armement dans l'Indopacifique, bataille des semi conducteurs... La montée en puissance de la Chine inquiète, et sa rivalité avec les États-Unis atteint un point de bascule qui bouleverse les équilibres mondiaux.
Comment en est-on arrivé là ? Pourquoi ? Si le constat est clair, l'analyse fait cruellement défaut. Tels des somnambules, nous avançons sans vraiment comprendre la déstabilisation du monde qui se joue pourtant sous nos yeux.
Dans cette tempête, il est nécessaire de retrouver une boussole. Par l'analyse économico-politique, ce livre élucide les ressorts profonds et les enjeux existentiels de l'affrontement entre les deux superpuissances : c'est le capitalisme lui-même qui mine la mondialisation et entraîne la fragmentation actuelle. En devenant capitaliste, la Chine s'est vue contrainte de défier ce qui a permis son essor, à savoir une mondialisation pensée, organisée, contrôlée par et pour les États-Unis.
Cette contradiction l'a amenée à tailler des croupières aux multinationales américaines via une réorganisation sino-centrée du marché mondial, en créant de nouvelles infrastructures technologiques, monétaires et physiques qui court-circuitent la supervision américaine. Cette démarche place Pékin sur les rails d'une confrontation directe avec les États-Unis qui va redessiner notre monde. Ce livre, grâce aux clés de compréhension inédites qu'il propose, nous aide à en prendre toute la mesure.

420 pages, Kindle Edition

Published April 18, 2024

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Profile Image for Maxime Lorsky.
13 reviews
November 1, 2025
Très bon livre qui décrit bien les mécanismes économiques à l'œuvre entre les usa et la Chine. Le livre a l'avantage de montrer les évolutions au cours du temps et de donner beaucoup d'éléments (la Chine n'en est pas encore au niveau des USA mais a une évolution rapide qui fait peur aux USA et qui menace de les dépasser). L'évocation qu'une ou deux fois du terme impérialisme traduit une volonté de pas trop se mouiller qui nuit à une meilleure compréhension de ce qui est décrit, voilà le petit hic du livre
Profile Image for A YOGAM.
2,966 reviews16 followers
February 14, 2026

Die Erosion der globalen Ordnung
Benjamin Bürbaumers Analyse zeichnet das Bild einer Weltwirtschaft im Umbruch, in der die einstige Symbiose zwischen den USA und China einer tiefgreifenden systemischen Rivalität gewichen ist. Das zentrale Argument des Autors lautet, dass der Kapitalismus selbst die von ihm geschaffene Globalisierung untergräbt, da aufstrebende Mächte wie China gezwungen sind, die bestehenden, US-zentrierten Strukturen zu zersetzen, um ihre eigenen Ambitionen zu verwirklichen. Dabei rücken physische und digitale Infrastrukturen als zentrale Arenen geopolitischer Konkurrenz in den Fokus.

Der Aufstieg Chinas als Systemsprenger
Chinas Aufstieg untergräbt die bisherige Globalisierung, indem das Land versucht, die US-Vorherrschaft durch eine sino-zentrierte Neuorganisation des Weltmarktes zu ersetzen. Während China zunächst als Juniorpartner und Lieferant billiger Arbeitskräfte fungierte, hat es sich zu einem direkten technologischen Konkurrenten entwickelt, der nun eigene Regeln etabliert. Dieser Prozess führt weg von einer kooperativen hin zu einer fragmentierten und zunehmend militarisierten Weltwirtschaft.

Infrastruktur als Instrument der Strukturmacht
Infrastruktur spielt eine entscheidende Rolle im Machtkampf, da sie die sogenannte „Strukturmacht“ verkörpert – die Fähigkeit, den Rahmen für globales Handeln festzulegen. Wer technische, digitale und monetäre Netzwerke kontrolliert, kann die Bedingungen des Welthandels diktieren, ohne auf direkten Zwang angewiesen zu sein. China nutzt den Aufbau eigener Infrastrukturen gezielt, um die „Aufsicht“ der USA über globale Waren- und Kapitalströme zu umgehen und langfristig zu ersetzen.

Die innenpolitischen Wurzeln der Globalisierung
Die moderne Weltwirtschaft ist maßgeblich ein Produkt der US-Innenpolitik der 1970er Jahre, die auf eine schwere Rentabilitätskrise und soziale Unruhen reagierte. Um den Einfluss mächtiger Gewerkschaften zu brechen und neue Gewinnquellen zu erschließen, forcierten die USA die Schaffung eines global integrierten Weltmarktes. Die Globalisierung diente somit ursprünglich als Stabilisierungsinstrument für das US-Kapital gegenüber internen sozialen und politischen Spannungen.

Die Neuen Seidenstraßen als Sanktionsschutz
China nutzt die „Neuen Seidenstraßen“, um eine finanzielle und logistische Autonomie zu erreichen, die US-Sanktionen ins Leere laufen lässt. Durch die Schaffung alternativer Handelsrouten und die Internationalisierung des Renminbi entzieht sich Peking zunehmend der Kontrolle des US-Dollar-Systems. Dies ermöglicht es China, am Welthandel teilzunehmen, ohne den politischen Bedingungen Washingtons unterworfen zu sein.

Das Paradoxon der kapitalistischen Entwicklung
Chinas Aufstieg stellt ein strukturelles Paradoxon dar, da das Land durch genau jene Globalisierung groß wurde, die es nun unterminieren muss. Als China selbst zur kapitalistischen Großmacht heranwuchs, kollidierten seine Expansionsbedürfnisse mit der bestehenden US-Hegemonie. Der Erfolg Chinas im kapitalistischen Wettbewerb zwingt es dazu, die architektonischen Grundpfeiler jenes Systems zu verändern, das seinen Aufstieg ursprünglich ermöglicht hatte.

Strukturmacht nach Susan Strange
Das Konzept der Strukturmacht nach Susan Strange erklärt, wie Macht im 21. Jahrhundert „unsichtbar“ durch die Festlegung internationaler Spielregeln ausgeübt wird. Es geht darum, Strukturen so zu gestalten, dass sich andere Akteure routinemäßig anpassen, weil dies den effizientesten und alternativlosen Handlungsweg darstellt. Der aktuelle Konflikt ist im Kern ein Kampf darum, wer diese globalen Strukturen – von Zahlungssystemen bis zu Hochtechnologienormen – definiert und kontrolliert.

Die monetäre Herausforderung durch den Renminbi
Der Renminbi soll das US-Dollar-System nicht primär durch bloße Marktdominanz, sondern durch den Aufbau einer unabhängigen monetären Infrastruktur herausfordern. China reagiert damit auf die „Bewaffnung des Dollars“ durch die USA, die ihre Währung zunehmend als geopolitisches Sanktionsinstrument einsetzen. Ziel ist der Aufbau eines parallelen Finanzsystems, das die „exorbitanten Privilegien“ des Dollars untergräbt und sich dem Zugriff US-amerikanischer Behörden entzieht.

Strategische Engpässe im Indopazifik
Der Indopazifik bildet den entscheidenden strategischen Engpass (Choke Point), an dem sich die Zukunft der Weltordnung entscheidet. Die Kontrolle über die dortigen Seewege sowie über die zugehörigen Überwachungs- und Kommunikationsinfrastrukturen ist für den Fluss des Welthandels existenziell. Ein Machtwechsel in dieser Region würde laut US-Sicherheitsstrategie einen globalen Umbruch auslösen, weshalb der Raum zunehmend militarisiert und strategisch aufgeladen wird.

Europas prekäre Lage in einer fragmentierten Welt
Für Europa bedeutet die „Bewaffnung des Dollars“ und die daraus resultierende Fragmentierung das Ende des bisherigen stabilen Handelsmodells. Der Kontinent gerät zunehmend zwischen die Fronten konkurrierender „Infrastruktursphären“ und ist gezwungen, seine wirtschaftliche und politische Souveränität durch strategische Neuausrichtungen zu verteidigen. Die Erosion des Vertrauens in globale Institutionen erhöht dabei die strukturelle Verwundbarkeit Europas gegenüber den geopolitischen Ambitionen der beiden dominierenden Großmächte.

Die Abwesenheit des Imperialismus-Begriffs
Bemerkenswerterweise taucht der Begriff „Imperialismus“ im Haupttext der Analyse nicht explizit auf, obwohl er in Bürbaumers früheren Arbeiten eine zentrale Rolle spielte. Stattdessen bevorzugt der Autor Begriffe wie „Hegemonie“ oder „Strukturmacht“, was die analytische Präzision erhöht, zugleich aber die explizite politische Konfrontation vermeidet. Dennoch stellen die impliziten theoretischen Bezüge eine klare Kontinuität zu dieser Tradition dar.

Fazit: Imperialismus ohne Namen
Es bleibt ein gewisses analytisches Bedauern, dass Bürbaumer die beschriebenen Dynamiken nicht ausdrücklich als Imperialismus bezeichnet, obwohl sie klassische imperialistische Muster aufweisen. Der Kampf um die Kontrolle globaler Waren- und Kapitalströme, die Sicherung von Einflusssphären durch Infrastruktur sowie die zunehmende Militarisierung wirtschaftlicher Beziehungen sind zentrale Merkmale imperialer Konkurrenz.
Auch ohne den Begriff ausdrücklich zu verwenden, liefert der Autor eine präzise und überzeugende Analyse eines modernen Imperialismus, der sich heute weniger durch territoriale Expansion als durch die Kontrolle technischer Standards, finanzieller Infrastrukturen und digitaler Netzwerke manifestiert.
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