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Ökofeminismus: Zwischen Theorie und Praxis

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Was haben antimilitaristische Proteste in den USA und Europa, Kämpfe um Saatgut in Indien oder Kenia und indigener Widerstand gegen Extraktivismus in Ecuador mit Kampagnen zum Thema Hausarbeit – wie der Streik der Care-Arbeiter*innen gegen das neoliberale Gesundheitswesen in NRW – gemein? Das Zusammendenken von feministischen, ökologischen und dekolonialen Fragestellungen, wie es Ökofeminist*innen bereits in den 1970er-Jahren vorgemacht haben, stellt das Leben – und zwar nicht nur menschliches – in den Fokus der Analyse und des politischen Handelns. Die Autorinnen legen dar, wie Ökofeminismus es schafft, die Verbindung zwischen verschiedenen Herrschaftsstrukturen aufzuzeigen und die Herrschaft über Frauen, queere, migrantisierte, rassifizierte Menschen und andere marginalisierte Gruppen mit der Herrschaft über Natur zusammenzudenken. In der Praxis zeigt sich das in Form von Streiks und Besetzungen, Commoning und kollektiver Subsistenzarbeit bis hin zu autonomen Gemeinschaften und alternativen Gesellschaftsentwürfen.

Zugänglich geschrieben und mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis versehen ermöglicht das Buch einen niedrigschwelligen Einstieg in die Vielfalt der Theorien und Praxen der Ökofeminismen.

»Es geht um etwas, das wir alle schon wissen, weil wir es spüren und jeden Tag neu Wasser trinken, in einen Apfel beißen, die Schuhe auf der Wiese ausziehen, Windeln wechseln, unter einer Berührung erschaudern, Pflanzen und Erde riechen, müde werden … Unsere Verbundenheit mit allen-allem und deren Lebenswelten bringt eine fröhliche Verbindlichkeit – vielleicht ist dies eine gute Definition für Ökofeminismus. Da sind immer unzählbar viele Strömungen, unbekannt viele Lachen und Rinnsale, Dinge, die wir nicht in eine einzige Geschichte packen können. Da geht es um die Kraft des Erzählens und Erinnerns und Begleitens, nicht um eine Historie mit striktem Anfang oder Ende. Mir scheint, in dem hier vorliegenden Buch laufen einige dieser Rinnsale und Strömungen zusammen …« – Aus dem Vorwort

299 pages, Paperback

First published March 13, 2024

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About the author

Lina Hansen liebt den Ökofeminismus, seitdem sie in Jena den soziologischen Schwerpunkt ›Gesellschaftliche Transformation und Nachhaltigkeit‹ studiert hat und sich während ihres soziologischen Bachelors im Stadtgarten ›Ab geht die Lucie‹ feministisch engagiert hat. Mittlerweile hat sie viele feministische Konferenzen organisiert. Derzeit bringt sie ihren ökofeministischen Blick im Kollektiv Common Ecologies, bei der Feminism and Degrowth Alliance (FaDA) und bei der Organisation der Vergesellschaftungskonferenz ein. Sie liebt es, in Stadtgartenprojekten queere ökofeministische Workshops zu geben, kollektiv zu ackern oder an der Universität Feministische Theorie und Degrowth zu lehren. Sie arbeitet an einem ökofeministischen Promotionsvorhaben, welches von Hanna Meißner betreut wird.

Lina Hansen has loved ecofeminism ever since studying sociology with a focus on "Social Transformation and Sustainability" in Jena and becoming involved in feminist activism during her sociology bachelor's degree in the community garden "Ab geht die Lucie" (Let's Go Lucie). She has since organized numerous feminist conferences. Currently, she contributes her ecofeminist perspective to the Common Ecologies collective , the Feminism and Degrowth Alliance (FaDA), and the organization of the Socialization Conference. She enjoys leading queer ecofeminist workshops in community garden projects, participating in collective gardening, and teaching feminist theory and degrowth at the university. She is working on an ecofeminist doctoral project supervised by Hanna Meißner.

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Profile Image for Kira.
94 reviews2 followers
August 29, 2025
hab's für meine Masterarbeit gelesen. Ich fand es gut gelesen und recherchiert, viel Literaturzusammenfassung mit etwas eigenen Gedanken. Es hat nicht unbedingt etwas komplett neues, aber bietet einen guten Überblick und hat mMn einen guten Mix aus einer wissenschaftlichen Arbeit und einem gut verständlich geschriebenen Text. Manchmal wirkte es auf mich trotzdem nicht ganz nachvollziehbar, was als ökofeministisch beschrieben wurde, auch wenn Gruppen den Begriff selbst nicht verwenden.
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