»Unter Tieren« ist ein sinnlicher, berührender Roman, in dem es um die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch, Tier und Natur geht – und um die Frage, die kein Mensch und kein Tier je versteht: warum zur einen Hand, die tötet, nicht die andere kommt, die tröstet.
In einem Bergdorf in den Dolomiten wächst Agnes, die bei ihrer Tante Antonia zurückgelassen wird, in der Gesellschaft von Tieren auf und findet in der Mischlingshündin Pirat ihre engste Gefährtin. Mit ihr folgt sie den Fährten tief in die Wälder und Berge. Während Antonia an dem bäuerlichen System zerbricht, das sie selbst aufrecht erhält, kehrt die inzwischen erwachsene Agnes ins Dorf zurück, um einen Neuanfang zu wagen.
Was hängen bleibt: Menschen sind Verräter:innen. Der kollektive Verrat an den Tieren ist nicht wiedergutzumachen, aber ich sag’s mal so, ich bin froh, wenigstens kein Fleisch zu essen, auch wenn es darum in diesem Buch gar nicht geht. Wie Menschen, die schonmal in die Augen eines Tiers gesehen haben, das tun können, bleibt mir weiterhin ein Rätsel (das betrifft leider auch mein früheres Ich).
Praktisch, dass sich die Menschheit ohnehin gerade selbst abschafft….
Ich glaube, ich muss das Buch aber noch einmal lesen um die Teile 1 & 2 besser zu verstehen. Es wäre mir hier lieber gewesen wenn das Buch etwas ausführlicher gewesen wäre, teilweise war ich in den Habdlungsebenen etwas verloren.
Zum Ende hin kam dann aber dann doch genau das, was ich mir von dem Buch erhofft hatte. Daher 4 Sterne und eine Bestärkung in meinem durch „Der Freund“ erwachten Vorhaben, mehr Bücher zu diesem Thema zu lesen <3
Mit seiner thematischen Umsetzung über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier voll mein Ding, erinnert mich vom Stil und den Themen an Marlen Haushofer, aber wow, hab ich mich gelangweilt. Die Figuren gingen mir nicht nah, die Erkenntnisse fühlen sich nicht neu an und deshalb hab ich nach der Hälfte das Handtuch geworfen. Das konnten selbst die schönen Passagen über Hündin Pirat nicht retten.
Ein wunderbares Buch, absolutes Highlight für mich. Mit dem Blickwinkel der jungen Agnes nehmen wir am Leben in einem südtiroler Bergdorf teil. "Ich verstand, dass es Liebe war, was ich empfand. Der Sinn. Dort und an jenem Tag erfuhr ich ihn durch die Tiere, durch ihr Dasein in der Welt, durch einen Hund."
Sagen wir mal so, wen das Zitat auf den ersten Seiten berührt, die/der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. "Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein, um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten." Christian Morgenstern.
Nur, wenn wie in meinem speziellen Fall, das Einschläfern des Katers, der seit über 15 Jahren Familienmitglied ist, bevorsteht, ist dieses Buch vielleicht ein bisschen viel. Ich zumindest habe während mindestens einem Drittel dieses Texts beim Lesen geweint.
Das Buch hat mich direkt gefesselt und ich mochte es sehr. Die letzten beiden Abschnitte waren mir etwas zu unsortiert, aber insgesamt auch Dank Pirat eine sehr gute 2!