Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich - mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!
Sebastian Fitzek was born in Berlin in 1971. After going to law school and being promoted to LL.D., he decided against a juridical profession for a creative occupation in the media. After the traineeship at a private radio station he switched to the competition as head of entertainment and became chief editor later on, thereafter becoming an independent executive consultant and format developer for numerous media companies in Europe. He lives in Berlin and is currently working in the programme management of a major capital radio station.
Ich finde es mutig, dass Fitzek sich innerhalb anderer Genres bewegt.... eben abseits des Psycho- Thrillers. Das ist sehr bewundernswert. Das Buch hat mich persönlich nicht so umgehauen. Die Story war mittelprächtig. Jedoch habe ich zwei elementare Dinge über Flugzeuge gelernt und war sehr sprachlos über ein Gimmick, was ins Buch eingebaut wurde. Ich schätze ebenso den Gedanken, gerade in dieser Zeit den Menschen etwas zu geben, worüber sie schmunzeln können. Das passt einfach auch zu der sympathischen Art des Autors. Ich persönlich empfand die Geschichte als sehr konstruiert und zu gewollt lustig. Und ich muss einfach zugeben: Hätte nicht Fitzek drauf gestanden, wäre ich etwas sparsamer mit der Sterne- Bewertung umgegangen. Aber letztlich hat er sie sich wiederum für seinen " Mut" und seine Kreativität einfach verdient.
Wie auf dem Cover schon steht: Kein Thriller - aber leider auch kein Meisterwerk. Ein Roadtrip Roman der, meiner Meinung nach, komplett übers Ziel hinausschießt. Völlig übertriebene Handlung, Gedankengänge, die ich null nachvollziehen kann und auch wenn die Kernaussage schon stimmen mag, im Großen und Ganzen wenig stimmig. Die Charaktere so platt wir die Seiten des Buches kann ich echt nur sagen: Fitzek, bitte bleib bei deinen Thrillern. Für mich leider ein Reinfall, aber von vielen bestimmt geliebt.
Mal ganz davon abgesehen dass ich begeistert bin, weil ich lange nicht mehr so viel gelesen habe - ich liebe das Buch❤. Es ist unterhaltsam, zum Lachen, zum Weinen, etwas skurril und hängt einem irgendwie nach, weil es interessante Denkanstöße bietet 😊
Sebastian Fitzek ist nicht ohne Grund einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands – und mit seinen Thrillern, die nur so vor Twists trotzen und mich immer schockiert zurücklassen können, hat er sich auch in mein Herz geschrieben. Er ist einer der wenigen Schriftsteller, von denen ich unweigerlich jedes Buch lesen würde, egal um welche Thematik es gut. Und genau deswegen wollte ich auch seinen Roman „Der letzte erste Tag“ haben. Und das nicht nur, weil ich die Tagline „Kein Thriller“ schon absolut sympathisch fand, sondern auch weil ich wusste, wie eine Geschichte außerhalb seiner Comfort Zone funktioniert.
Meine Antwort darauf: Fantastisch! Wie er selbst in seiner Danksagung schreibt, ist dieser schriller Roadtrip-Roman der Balsam für unser aller Seelen, in dieser merkwürdigen Zeit. Wie immer schafft Fitzek es den Leser in seinen Bann zu ziehen und einen wissen lassen zu wollen, was als nächstes passiert. Er kombiniert zwei eigensinnige, aber nichtsdestotrotz sympathische Charaktere mit urkomischen Situationen, die mich mehr als nur einmal zum Lachen gebracht haben.
Wie immer schafft Sebastian Fitzek eine wunderschöne Message mit in seine Geschichte einzubauen, die ebenfalls zum Zeitgeist passt und einen Hoffnung schöpften lässt. Gesellschaftskritisch und pointiert wie immer ist „Der letzte erste Tag“ weit mehr als ein Roman zum Zeitvertreib: Er beweist, dass der Autor es schafft in egal welchem Genre eine packende Handlung zu erzählen, die einen nicht mehr loslässt.
Um es gleich vorweg zu sagen....ich bin nicht der allergrößte Fan von Sebastian Fitzeks Thrillern... oft zu blutrünstig, oft zu konstruiert, oft zu konzentriert auf detaillierte brutale Gewaltszenen....
Jetzt also die Geschichte über Lea und Livius, die sich durchaus beschwingt kurzweilig lesen lässt und mich positiv überrascht hat. Ein bisschen viel psychologische Sinngebung hat es für mich, dieses Roadmovie....aber auch wirklich herzerfrischende und lustige Szenen...
Die unangepasste Lea überzeugt den spießigen Livius, ihre Backedlist mit abzuarbeiten....obwohl die zwei sich nicht kennen, nur durch einen abgesagten Flug zusammengetroffen sind, entspinnt sich eine rasante Geschichte, deren Ende etwas vorhersehbar und trotzdem sehr berührend ist...
Sebastian Fitzek ist nicht der erste Thriller Autor, der sich an andere Genres wagt....siehe Henning Mankells Kinderbücher oder Nele Neuhaus Pferderomane... ...und er ist bei weitem auch nicht der Schlechteste .....
Ich hab mal hier ein paar Zitate: „Das bedeutet Liebling. Und du bist so ein Lieblings-Typ. […] Mein schwuler bester Freund – Liebling und so“ Der angesprochene empfindet schwul sofort als Angriff und es wird negativ dargestellt. Kommen wir mal zu diesem furchtbaren Klischee das Knaur und Fitzek hier verbreiten. Warum muss man das noch im Jahre 2021 tun. WARUM? Dann folgt ein paar Seiten weiter dieser Satz:“Du findest nicht, dass Hartz-IV-Empfänger eine Armbinde tragen sollten, damit man sie in der Öffentlichkeit leichter erkennt, wenn man mal einen kostenlosen Kofferträger braucht“ Allein das ein Autor diesen Vergleich im Kopf hat und Charaktere Hartz IV Empfänger mit Juden vergleichen lässt sollte einem hier stark zu denken geben und man muss sich fragen was hier das Lektorat von Knaur sich dabei gedacht hat, diesen Satz im Buch zu lassen. Auf der nächsten Seite finden wir im Jahre 2021 Slutshaming. Die Frau des Protagonist sei eine „Schlampe“Hintergrund die Frau des Protagonist sei eine Schlampe, da er sie nie geschlagen hat, nie betrogen hat und nie ausgeraubt hat. Sry Hr. Fitzek eine Frau kann eine Beziehung beenden wann sie will. In einer Talkshow hat der Autor gesagt, das Buch seine Rückkehr zu seinem alten Job. Gags fürs Radio zu schreiben. Ich sehe hier keine Witze. Ich sehe hier eher erneut Frauenfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit und Antisemitismus oh und dazu noch Werbung für die B* Zeitung. Auf diesem Niveau ist auch der restliche Roman. Wer dieses Thema „Wie würde man den letzten Tag verbringen“ mit mehr Niveau lesen möchte, dem kann ich Am Ende sterben wir sowieso von Adam Silvera aus dem Arctis Verlag sehr ans Herz legen.
Ich habe hier eher müde gelächelt als laut gelacht. Es war mir zu übertrieben, zu gewollt. Es wirkte krampfhaft auf „lustig“ getrimmt.
Der Aufbau (kurze Kapitel, Cliffhanger, viele potenzielle Überraschungen und Wendungen) hat mir gefallen. Tempo und Lesefluss waren gut, ebenso Livius‘ Entwicklung. Insgesamt war es für mich aber eher unangenehm als amüsant, die ernsten Themen und Botschaften verloren im krampfigen Humor-Dauerbeschuss an Bedeutung.
Sowohl der Schreibstil als auch die Art und Weise wie die Geschichte aufgebaut ist, sind einfach nicht mein Fall. Noch dazu gab es so manch fragwürdige Ansicht und anderweitige problematische Themen, die hier für mich einfach nicht korrekt verpackt wurden. Ich könnte jetzt tatsächlich noch ein paar weitere negative Worte hierzu verlieren, lasse es aber einfach aus Prinzip, da ich im Endeffekt vielleicht einfach nicht zur richtige Zielgruppe gehöre.
Die Idee, einen Tag lang einmal alles zu tun, was man schon immer machen wollte, ist ja keine Neue. Dementsprechend musste Sebastian Fitzek sich natürlich Mühe geben, damit diese Geschichte trotzdem noch innovativ wird. Es fällt mir wirklich schwer zu sagen, aber in meinen Augen ist das ziemlich missglückt. Es war einfach zu viel, irgendwelche Situationen, die so unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen wirkten, dass ich mich wirklich gefragt habe, was das soll.
Definitiv ein sehr überraschendes Buch mit einigen guten Denkanstößen. Es hat mich entgegen meiner Erwartungen des öfteren zum Schmunzeln gebracht und hat für ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden gesorgt. Endlich mal ein neuer Fitzek der mich nicht enttäuscht hat. Man muss sich da aber drauf einlassen können.
"Der erste letzte Tag" ist wirklich die perfekte Geschichte während unseres Roadtrips gewesen. Mit so viel Witz und Charme erzählt Fitzek die Geschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können. Durch den humorvollen, an den Leser gerichteten Schreibstil kam nie Langeweile auf und der ein oder andere Schmunzler ist auch garantiert.
Als „der erste letzte Tag“ von @sebastianfitzek als kein Thriller angepriesen wurde, war ich mir unsicher, ob ich mir das Buch zu Gemüte führen soll. Wie soll denn bitte Deutschlands Thrillerexperte einen Roman schreiben können, ganz ohne Leichen? Lassts euch gesagt sein:
Er kann’s!
Auf 263 Seiten begleiten wir Livius und Lea auf dem Roadtrip ihres Lebens. Mit viel Humor, Dramatik aber auch wahnsinnig guten Plottwists hat mich Sebastian Fitzek unwahrscheinlich gut unterhalten und ich bin so glücklich darüber, mich an das Buch gewagt zu haben.
Natürlich darf man bei der geringen Seitenzahl keine tiefgründige Story erwarten, aber dennoch sind mir die beiden Protas sehr ans Herz gewachsen. Besonders toll fand ich, dass Lea und Livius an Orte vorbeikommen, die man kennt. Egal ob es der Rastplatz ist oder der Ort, in dem man die Schule besucht hat. (Okay, das ist bei mir wirklich ein großer Zufall, aber dennoch ist es genial! Mittendrin, statt nur dabei. 🚗)
Nach jedem Kapitel (die Kapitel sind übrigens kurz gehalten, was ich aber super finde!) gibts eine kleine, passende Karikatur, die das Lesen sehr auflockert. Das Ende rundet die Story vollends ab und ich hätte mir kein passenderes Ende vorstellen können.
Sebastian Fitzek, Deutschlands Thriller-Superstar, probiert sich an einem anderen Genre, doch leider scheint dies mich überhaupt nicht zu überzeugen. Das Buch wirkt, als hätte ein einsamer Mann niemanden mit dem er über seine Gedanken und Ideen reden kann und deshalb verpackt er sie in ein Buch ohne große Handlung. Am Ende bleibt leider auch nichts hängen... Vielleicht hat das Buch mehr Potenzial, wenn es selbst gelesen wird, obwohl man hier nichts gegen die Erzählstimme sagen kann, die einen sehr guten Job macht. Wieso hab ich das Buch trotzdem schon Minuten später gefühlt aus meiner Erinnerung gelöscht? Vermutlich gab es mir nichts, weshalb ich mich daran erinnern sollte... Ich bleib dann wohl mal bei den Thrillern von Herrn Fitzek
Ich habe absolut nichts an diesem Buch auszusetzen. Ja es ist kein Thriller - dafür ist Fitzek ja eher bekannt. Aber nicht nur er ist mal aus seiner Comfortzone herausgekommen, sondern auch ich habe mit diesem Buch mal mein bekanntes Genre an die Seite geschoben. Ich habe es sehr genossen, die Zeilen zu verschlingen. Ich bin heilfroh, dass diese Geschichte keine Kurzgeschichten geworden ist, sondern ein paar Seiten mehr bekommen hat. Es ist super witzig geschrieben und ich war durchgängig am schmunzeln und lachen. Dieses Buch bereitet einfach Spaß und schafft es sogar gegen Ende hin dass man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Absolute Empfehlung & ein Buch dass man immer wieder lesen kann!
Sebastian Fitzek versuch sich an einem andren Genre, Grund genug sich Der erste letzte Tag mal genauer anzuschauen:
Livius möchte nach München, um seine Ehe zu retten, als sein Flug gestrichen wird muss er sich den einzig verbleibenden Mietwagen mit einer ungewöhnlichen jungen Frau teilen. Lea von Armin hat eine komplett andere Sicht auf die Welt als Livius, dennoch lässt er sich auf ein Experiment mit ihr ein und so beginnt ein turbulenter Roadtrip der besonderen Art...
Mit Der erste letzte Tag nimmt uns Sebastian Fitzek mit auf einen sehr ungewöhnlichen Roadtrip. Das Grundsetting, das zwei Menschen mit unterschiedlichen Ansichten aufeinander prallen und dadurch ganz absurde Situationen entstehen, ist nicht neu aber definitiv gut umgesetzt. Man begleitet die beiden Protagonisten gerne auf ihrem Weg nach München und erfreut sich an den Gesprächen und den schrillen Situationen denen die beiden ausgesetzt sind.
Livius ist ein eher konservativer Mensch mit einer klaren Linie in seinem Leben. Er war mir von Anfang an sympathisch. Mir ging es wie Livius mit Lea sie war mir zu viel von allem, wobei man sagen muss das sie mit ihren Ansichten nicht verkehrt liegt. Trotzdem habe ich bei ihr sehr viel länger gebraucht um mit ihr warmzuwerden. Zusammen ergeben die beiden allerdings ein unglaublich tolles Gespann. Gerade, wenn dann gegen Ende noch die persönlichere Note von beiden hinzukommt erweisen sie sich als tolle Charaktere.
Wie bei seinen Thrillern legt Fitzek in der Geschichte ordentlich Tempo vor. Man stolpert von einer skurrilen Szene in die nächste und teilweise hat mir hier der Platz zum Durchatmen gefehlt. Dennoch schafft der Autor durch seinen Schreibstil den Spagat zwischen urkomisch und bittersüßem Drama so, das die Geschichte einen ernsten Unterton hat, allerdings nicht zu schwer wird.
Das Hörbuch aus dem Argon Verlag ist übrigens richtig gut vertont von Simon Jäger, dem es gelingt den Witz und die Absurditäten der Situationen wunderbar zu übertragen. Durch seine fantastische Stimme schafft er es den beiden Protagonisten einen eigenen Charakter zu verleihen und sie dadurch lebendig werden zu lassen. Der Sprecher lässt einen richtig in der Geschichte versinken, durch den tollen Erzählfluss merkt man gar nicht wie die Zeit vergeht.
Der erste letzte Tag ist eine kurzweilige lustige Geschichte, die mich sehr gut unterhalten hat, allerdings war mir die Geschichte zu komprimiert so das alles viel zu schnell ablief. Dennoch eine schöne Geschichte die zum Nach und Überdenken anregt.
Musste abbrechen weil mich der Protagonist so hart genervt hat; so muss es sich anfühlen im Kopf eines mittelmäßigen, cis-hetero Dudes zu stecken. Die Pseudo-Selbstreflexion ("Ich weiß, was Sie denken, ....", "Ich bin so und so...", "Das ist vielleicht überheblich aber...") und seine Egozentrik haben mich einfach zu sehr abgeschreckt. Und ich habe noch nicht einmal erwähnt, wie er andere Menschen, insbesondere Frauen beschreibt, nope. Grundsätzlich merkt man der Erzählinstanz generell immer an, dass sie selbst sich ziemlich witzig findet. Ich aber nicht. Auch nicht spannend oder wenigstens interessant.
4 Sterne für „Der erste letzte Tag“ von Sebastian Fitzek
Ich war so gespannt auf das Buch, da ich die (Psycho-)Thriller von Sebastian Fitzek liebe und sie jedes Mal inhaliere. Ich wusste, dass dies Kein Thriller ist und habe meine Erwartungen etwas heruntergeschraubt.
Die beiden Charaktere Livius und Lea teilen sich nach einem Schneesturm ein Auto und so beginnt die Mitfahrgelegenheit. Natürlich sind auf 270 Seiten keine gewaltigen charakterlichen Entwicklungen drin und auch keine super ausführliche Beschreibung. Ich konnte mir die beiden allerdings trotzdem echt gut vorstellen.
Die Handlung beginnt erst einmal total lustig und locker, wird jedoch später überschattet. Der Erlebnisse der Beiden fand ich irgendwann aber auch etwas ZU drüber. Zwischendurch bekommt der Leser auch noch ein paar Denkanstöße mit auf den Weg… Ich denke das Buch wird noch etwas nachhallen und das Ende hat mich doch auch zu Tränen gerührt.
Ich lese sowieso alles, was von dem Autor stammt, aber für weitere Romane wäre ich auf jeden Fall offen :)
Kein Thriller. Aber trotzdem so typisch Fitzek. Die Handlung hat sofort begonnen und es ging los. Von einem Abenteuer ins nächste. Es gab Wendungen, die man stellenweise hat kommen sehen aber auch Momente die mich noch überraschen konnten.
Am Ende war es einfach ein tolles Lesevergnügen.
Ich mag den Schreibstil. Als Hörbuch mochte ich den Sprecher, den ich schon von anderen Fitzek Büchern gewohnt war.
Absolut 5 Sterne von mir. Weil es anders, und trotzdem so gewohnt war. Die Charaktere waren beide großartig. Beide, Livius und Lea. Das Ende war einfach perfekt für dieses Buch.
DNF 13% Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, und mehrmals versucht weiterzulesen, gerade weil es ein Buch unseres Buchclubs ist und ich IMMER zu Ende lese, aber das wollte ich mir nicht weiter antun. Ich hab mich wirklich über vergeudete Zeit geärgert. Dieser Schreibstil und diese gezwungene Art humorvoll zu sein, war meiner Meinung nach total daneben. Auch die Art der Kommunikation ganz schrecklich! Wer spricht denn so? Vllt in den 80ern, aber die sind ja glücklicherweise vorbei. Schade!
Zwei total gegensätzliche Menschen müssen sich aufgrund eines gestrichenen Flugs ein Mietauto teilen und geraten bei ihrem Trip quer durchs Land in einige unvorhergesehene Situationen - das hab ich schon vor 30 Jahren in "Ein Ticket für zwei" gesehen.
Sebastian Fitzek variiert diesen Grundplot aber ausreichend, um eine wirklich eigenständige Geschichte daraus zu machen. Der große Aufhänger dabei ist die Idee, einen Tag so zu leben, als ob es der letzte wäre. Mit diesem Vorschlag bringt die unkonventionelle Lea den eher biederen Lehrer Livius in einige prekäre Situationen, bei denen mir ehrlich gesagt auch manchmal die Hutschnur geplatzt wäre. Ob Livius das den gesamten Weg über durchhält? Auch wenn ich immer für Hilfsbereitschaft zu haben bin, würde ich zumindest andere Methoden wählen.
Mir hat dieser Ausflug des Bestseller-Thrillerautoren in ein neues Genre (ich würde es als Dramödie einordnen) durchaus gefallen, auch wenn ich wie gesagt selbst einige der Aktionen sehr fragwürdig fand. Der Grundgedanke war gut und das Ende hat mich auch wieder versöhnlich gestimmt. Der Schreibstil war ebenfalls tadellos, soweit ich das beim Hörbuch beurteilen kann. Da wirkt sowas ja auch immer nochmal etwas anders als wenn man es liest. Simon Jäger gibt sich jedenfalls große Mühe, den beiden Protagonisten ein Gesicht zu geben. Wobei die Stimme, die er Lea verleiht, immer sehr arrogant-kieksig klang und sie mir daher auch immer leicht unsympathisch war. Den Livius hingegen hat er toll gesprochen.
Der Thriller-Autor Sebastian Fitzek einmal völlig anders, nämlich humorvoll, schräg und tiefgründig (Audible wirbt mit den Schlagworten “launig, lässig, lustvoll”, was den Autor selbst zum Grinsen bringt – ja, ich hab seine Lesung im Internet miterlebt).
Dieses Buch entführt uns in die fiktive Vorstellung, was wäre, wenn wir mit jemandem völlig Fremden einen Tag verbringen würden, als wäre es unser letzter? Ob er wohl in die Richtung tendieren würde, wie der Tag für Livius und Lea es hier tut? Situationskomik, völlig abstruse Ideen und ein großes Herz treffen oft auf Unverständnis, Voreingenommenheit und die Erkenntnis, dass Geld nicht glücklich macht.
Es macht Freude, den beiden bei ihren Abenteuern über die Schulter zu schauen, aber nebenbei bemerkt auch darüber froh zu sein, nicht derjenige zu sein, dessen Mietwagen gerade gegen einen Laster voller Schweine getauscht wird. Schon der Beginn der Geschichte lässt die Vermutung zu, einem Pechvogel zuzuschauen. Im Laufe der Story wird unser Pechvogel immer ärmer an Geld, aber reicher an Erfahrung und der Erkenntnis, herausfinden zu wollen, wer er wirklich ist, was ER tatsächlich will, ohne es immer jemand anderem recht machen zu wollen. Und was dabei herauskommt, bedeutet Freiheit, wenn auch anders als erwartet.
Simon Jäger liest und ist die beste Ergänzung zum Autor, die man sich denken kann. Er hat das Talent, sich vollkommen auf die Figuren einzulassen und sie geradezu selbst zu spielen. Großartiges Kopfkino!
Mit einer fast schon erahnten Wende gipfelt das Buch in einem Tusch. Ich gebe 09/10 Punkte. Das Buch hätte gern noch etwas länger sein dürfen ;)
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig zu lesen. Der Roman hat keine 300 Seiten und ist daher schnell fertig gelesen, aber leider fand ich den Inhalt gar nicht so spannend, wie erhofft. Deshalb hatte ich gar nicht erst den Drang, das Buch wirklich in einem Rutsch zu lesen. Natürlich handelt es sich hierbei um einen leichten Roman und nicht um einen Psychothriller, bei dem ein Twist nach dem anderen eingebaut ist, und trotzdem habe ich mir ein wenig mehr erhofft. Es gibt schließlich auch sehr gute Wohlfühl-Romane, die man gar nicht erst weglegen mag.
Die Grundidee hinter dem Roman finde ich wirklich gut und Fitzek hat sie ganz klar auf seine eigene Art und Weise erzählt, aber manchmal wirkte mir dann doch alles zu überspitzt, zu „humorvoll“ und damit zu viel. Ich mag den Humor, mit dem Fitzek für gewöhnlich schreibt, jedoch wurden in diesem Werk so viele Floskeln, Witze und Umschreibungen beigefügt, dass ich zwischenzeitlich nur noch mit den Augen rollen konnte. Irgendwann ist es leider einfach nicht mehr lustig, sondern erscheint stattdessen krampfhaft und aufgesetzt.
Nichtsdestotrotz möchte ich Fitzek dafür loben, dass er sich einem völlig anderen Genre gewidmet hat. Es ist gewiss nicht einfach, sich aus seiner Komfortzone herauszuschlagen. Die Idee hinter dem Buch finde ich wirklich gut, der Schreibstil ist flüssig und das eine Feature (ich möchte nicht Spoilern :D), welches im Buch eingebaut ist, ist mal wieder wirklich genial.
Ich habe bereits viele Werke von Fitzek gelesen und werde auch weiteren Romanen von ihm eine Chance geben (da gibts ja jetzt noch „Elternabend“), aber ich glaube tatsächlich, dass er mich mit seinen Thrillern insgesamt mehr packen kann.
"Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich - mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!"
Ich bin wirklich sehr gespannt auf diese Geschichte, da es mal nicht ein Thriller von Sebastian Fitzek ist. Ich fand die Idee richtig gut und die Geschichte kann mit seinem Humor überzeugen. Teilweise gab es auch den einen oder anderen nachdenklichen und emotionalen Moment, sodass ich sagen kann, dass die Geschichte mich irgendwie erreicht hat. Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel lassen einen durch das Buch fliegen, was man ja von Herrn Fitzek auch nicht anders kennt. Ihr fragt euch sicherlich: Wo bleibt das ABER? ich fand die Hauptprotagonisten einfach zu flach, es war schwer sich mit diesen zu identifizieren und mit ihnen mitzufühlen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte viel mehr Seiten gebraucht hätte und nicht in knapp 250 Seiten gepresst hätten müssen. Die Geschichte hätte wirklich mehr Luft zum Atmen gebraucht. Insgesamt ist es eine ganz solide und gute Geschichte, die aber noch ausbaufähig ist, denn Potenzial hat die Geschichte auf jeden Fall.
Ich gebe dem Buch 5 Sterne, weil es eine sehr schöne und traurige Geschichte zugleich ist. Manche Passagen wirken ein bisschen klischeehaft, aber der Plot selbst ist vor allem Richtung Ende rührend und komisch zugleich. Ein Buch, das man wirklich gerne liest und das einen ganz anderen Fitzek zeigt, als den, den man aus den düsteren Geschichten kennt.
Ich bin unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben. Wenn man mal von dem großartigen Schreibstil absieht, hat mich dieses Buch vor allem durch seinen Inhalt geprägt. Es war witzig, ernst, philosophisch und tiefgründig. Das Buch dient nicht nur zur Unterhaltung, sondern regt einen auch zum Denken an. Der Schluss war passend, traurig und wunderschön. Eine große Leseempfehlung!