Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert.Vielleicht nicht, aber dieses X markiert die 10. Anthologie der Münchner Schreiberlinge.10 Finger, 10 Gebote, 10 biblische Plagen. Eine Dekade. Dinge dezimieren. Number 10, Downing Street. 1 und 0. Binarität. Dezember. Überall in Mythologie, Geschichte, Sprache und Alltag ist die 10 präsent. Siebzehn Autor*innen zeigen in ganz unterschiedlichen Szenerien, welche ze(h)ntrale Rolle das X spielen kann. Begebt euch mit uns auf die Reise und erforscht die Bedeutung der 10.
Geboren wurde ich 1976 in Kassel. Nach dem Studium der Ägyptologie, Koptologie und Ur- und Frühgeschichte in Göttingen arbeitet ich seit 2005 als Museumspädagogin im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und lebe mit Mann, Sohn und Katze in München. Neben der Geschichte hege ich auch eine Leidenschaft für die Astronomie, den Weltraum und die Sterne.
Meine Liebe gehörte schon immer dem geschriebenen Wort und so war es nur eine Frage der Zeit, dass ich selbst Geschichten verfasse. Das erste Buch, geschrieben und illustriert im zarten Alter von 7 Jahren, fristet sein Dasein irgendwo auf dem Dachboden meines Elternhauses.
Im Jahr 2020 erschien mein Debüt, die ersten beiden Bände der historische Urban-Fantasy-Trilogie „Die Herren des Schakals“ im Hybrid-Verlag. Die Veröffentlichung des finalen Bandes ist für Ende 2021 geplant.
An Ideen herrscht bei mir kein Mangel, so befindet sich mit „Wellenbrecher“ ein mythischer Nordsee-Krimi in Veröffentlichung. In Überarbeitung ist die SciFi-Geschichte „Projekt Pyrrha“ und in Planung ein Sequel der „Herren des Schakals“ rund um die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun.
Von mir verfasste Kurzgeschichten sind in diversen Anthologien erschienen, mit den „München Legenden“ und dem „Kürbisgemetzel“ (mit Sarah Malhus) habe ich im Jahr 2020 zwei Anthologien herausgegeben.
Weiterhin veröffentliche ich Fachartikel im Museum-Magazin „Maat“ des Ägyptischen Museums und halte Vorträge und Führungen.
Ich bin womöglich ein bisschen befangen bei der Rezensionen, weil ich selbst eine Geschichte beigetragen habe. Ich muss aber leider wirklich fünf Sterne vergeben, weil mir alle Geschichten tatsächlich gefallen haben. Ich kann die Anthologie also mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Weil es die zehnte Anthologie der Münchner Schreiberlinge ist, hat die Zehn in jeder Geschichte eine Bedeutung und ich bin ganz begeistert, was für Ideen dabei waren und wie vielfältig die Geschichten sind. Ich fand die Textauswahl sehr abwechslungsreich, es gibt Fantasy, Liebesgeschichten, Historisches und vieles mehr. Meine liebste Geschichte war gleich die erste: Das zehnte Kind von Dani Aquitaine, dicht gefolgt von Oma Lisbeth und die verlorenen Zehne von Roxane Bicker. Ich freu mich auf weitere Projekte der Münchner Schreiberlinge.
Die zehnte Anthologie ist die zweite die ich von den Münchener Schreiberlingen gelesen habe. Meine erste war Sonnenseiten: Street-Art trifft Solarpunk und hat mir auch sehr gut gefallen. Dieses Mal war ich sehr gespannt wie es ist eine Antho ohne ein sehr konkretes Thema zu lesen und wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, diese Antho hat mich sehr begeistert. Gleich die erste Kurzgeschichte, Das zehnte Kind von Dani Aquitaine, hat mich von den Socken gehauen und der Plottwist war einfach *Chef's kiss*. Aber auch die anderen Kurzgeschichten haben mich in ihrer Vielfalt überzeigt, sowohl thematisch als auch in ihrer Stimmung, Schreibstilen, Figuren. Hervorheben möchte ich außerdem noch Der Sprung von E. B. Branger, Die zehnte Welt von Andreas Jung und Nachtfalter von Nadja Kasolowsky. Besonders letztere Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen, so gefühlvoll, ehrlich und nahbar geschrieben, mit einem Gespür für gute Romance von dem sich viele bekannte Autor*innen noch eine Scheibe abschneiden könnten wenn ihr mich fragt.
Absolute Leseempfehlung, die Münchener Schreiberlinge machen mich erfolgreich zum Fan von Anthologien.
Für mehrere Geschichten sind TW/CN ausgesprochen worden. Eine Liste findet ihr hinten im Buch
(Ein bisschen beeinflusst, da meine eigene Geschichte zur Anthologie gehört.) Eine sehr schöne bunte Anthologie! Alle 17 Geschichten verbindet die Zahl 10 bzw. X und das ist ein gelungener roter Faden, obwohl die Interpretation so unterschiedlich ist und alle möglichen Genres vertreten sind. Aber auch dadurch wird diese Sammlung nie langweilig und ist sehr kurzweilig zu lesen. Wie immer gibt es Geschichten, die mich mehr überzeugt haben und manche, die nicht ganz nach meinem Geschmack waren, aber auch diese waren, das möchte ich betonen, nicht schlecht. Zu meinen Lieblingsgeschichten (gar nicht so leicht, mich festzulegen!) gehören "Der Sprung", "Laika", "+ Regeln", "Nicht genug", "Zehn Phasen für das schlimmste Date (garantiert)" und "Nachtfalter". (Und auch meine eigene "Zwischen Bäumen und Asche" gefällt mir zum Glück immer noch.) Zu guter Letzt möchte ich auch das Cover loben: Ein richtiger Hingucker!