Ein idyllisches Haus am Fluss mit blauen Fensterläden, eine Gruppe von Frauen, die die Leidenschaft zu Nähen verbindet und eine neue Chance für die Liebe …
Maura ist eine Powerfrau, die alles im Griff hat. Als sie die Nachricht erreicht, dass ihre Tante gestorben ist und Maura deren Haus geerbt hat, macht sie sich widerwillig auf den Weg in ihre alte Heimat, die sie mit 18 fluchtartig verlassen hat. Mauras Die Beerdigung so schnell wie möglich hinter sich bringen, Tante Hetties Haus verkaufen und dann zurück an die Arbeit. Alles ist genauso, wie sie es in Erinnerung Das idyllische Haus am Fluss mit den blauen Fensterläden, der etwas verwilderte Garten, die Blumenpracht, die Apfelbäume. Aber was ist das? Der Anbau ist neu. Maura öffnet die Tür und betritt den herrlichsten kleinen, bis an die Decke mit schönsten Stoffen gefüllten Nähladen. Sie lernt eine Gruppe Frauen kennen – die sich im Nähladen treffen – und die sie schnell in ihr Herz schließt. Und apropos Das klopft durchaus schneller, wenn sie auf den geheimnisvollen Marten trifft …
Das kleine Nähcafé am Fluss ist ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt. Sabine Schmidt hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der zu Herzen geht. Maura ist eine erfolgreiche Powerfrau, die schon viel erreicht hat. Obwohl sie alleinerziehend war, hat sie studiert und hinterher auch noch Karriere gemacht. Doch all das gerät in den Hintergrund, als sie erfährt, dass ihre geliebte Tante Hettie, die sie großgezogen hat, verstorben ist. Maura macht sich auf den Weg in ihre alte Heimat, die sie mit 18 Jahren verlassen hat. Nie wieder wollte sie zurückkehren. Sie macht sich auf den Weg und hat nur ein Ziel. Die Beerdigung rumbringen und das Häuschen so schnell wie möglich zu verkaufen. Doch als sie das idyllische Häuschen am Fluss betritt, kommen die Erinnerungen hoch und Maura trifft auf Hetties Nähgruppe, die sie bald in ihr Herz schließt. Und da ist noch jemand, der ihr Herz schneller schlagen lässt. Die Geschichte von Maura ist wirklich ganz wunderbar geschrieben. In Rückblicken erfahren wir, warum sie mit 18 Jahren ihren Heimatort verlassen hat, obwohl alles anders geplant war. Emotional erleben wir, wie alte Gefühle in ihr wach werden. Nicht nur die Liebe zu ihrer Tante und die Trauer um ihren Tod, auch die Wut auf die vergangenen Zeiten erleben wir hautnah. Sabine Schmidt bringt uns all das so nah, dass wir Maura am liebsten in den Arm nehmen möchten. Ob es Maura gelingen wird, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und die Chance auf ein neues Glück anzunehmen? Eine Geschichte, die zu Herzen geht. Dieses Buch ist der erste Roman von Sabine Schmidt, die einen sehr erfolgreichen Näh-Blog hat und auch schon Bücher über Nähen geschrieben hat. Ich hoffe doch, dass weitere Romane folgen werden.
Allzu viel Tiefe der Handlung darf man nicht erwarten. Nichtsdestotrotz habe ich mich jeden Abend auf das Lesen und Eintauchen in die Welt von Rockenbrook und dem Häuschen am Fluss gefreut. Die Auflösung der (teilweise vorhersehbaren) Geheimnisse am Schluss empfand ich als etwas zu schnell. Das Ende war für meinen Geschmack besonders kitschig und ließ mich mit den Augen rollen. Dennoch ist „Das kleine Nähcafé“ eine gemütliche Lektüre für das Nachtkasterl.
Normalerweise sind solche Romane überhaupt nichts für mich, aber das hier hat mich tatsächlich richtig gepackt. Es war spannend und das ganze Drama…Ich hab’s tatsächlich sehr geliebt und genossen es zu lesen. Hat tatsächlich potential für einen weiteren Band.