In dieser Kurzgeschichtensammlung befinden sich 7 Horror-Kurzgeschichten, welche größtenteils zur Weihnachtszeit spielen. Sie basieren auf dem viktorianischen Brauch, um das Weihnachtsfest herum Geistergeschichten zu erzählen und die meisten kommen tatsächlich aus Zeitungen dieser Zeit, die zu diesem Zweck abgedruckt wurden.
Die Geschichten sind dabei alle recht ähnlich von der Erzählweise her. Eine Person, meist ein junger Mann, gibt nun, viele Jahre später, einen Bericht ab, über etwas unheimliches, das sich zugetragen hat. Dabei wird der Protagonist zumeist als besonders rational beschrieben, weshalb es ganz besonders gruselig zu sein scheint, wenn sogar er sich nicht erklären kann, was damals geschehen ist.
Nun muss ich sagen, dass ich Geschichten dieser Zeit generell gerne mag. Ich mag auch diese sehr klassische Formel für den Aufbau. Dennoch muss ich auch sagen, dass ich es etwas langweilig fand, immer wieder die gleiche Geschichte nur etwas anders vorzufinden. Ich denke, ich hätte mehr Spaß daran gehabt, wenn ich die Kurzgeschichten über mehrere Tage verteilt hätte, aber so war dies doch ein wenig enttäuschend.
Abgesehen davon hatte ich jedoch nichts zu meckern an dieser Sammlung. Gleicht sich der Aufbau der Geschichten zwar stark, so ist der jeweilige Horror in jeder wieder anders. Von Geistern über dämonische Wesen bis hin zu völlig unerklärlichen Phänomenen ist hier so ziemlich alles vorhanden.
Meine liebste Geschichte ist definitiv die von Sir Arthur Conan Doyle, welche allerdings als einzige nur aufgrund der winterlichen Jahreszeit zum Rest passte und eigentlich nichts weiter mit Weihnachten zu tun hatte.
Fazit:
Für Fans von klassischen Geistergeschichten ist dies eine sehr empfehlenswerte Sammlung – allerdings würde ich empfehlen, die Geschichten über mehrere Tage hinweg zu lesen und sich damit Zeit zu lassen, da sich der Aufbau sonst schnell wiederholt.