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Kissinger & Unseld: Die Freundschaft zweier Überlebender – ein Doppelporträt | "Ein phantastischer Erzähler." Claudius Seidl

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Im Sommer 1955 treffen auf dem Campus der Harvard University zwei Überlebende Henry Kissinger, der 1938 vor der Judenverfolgung noch rechtzeitig nach Amerika entkam, und Siegfried Unseld, der als Soldat Adolf Hitlers in den Krieg gegen die Sowjetunion gezogen war und sich in Sewastopol nur retten konnte, indem er aufs offene Meer hinausschwamm. Im International Seminar in Harvard, das der aufstrebende Professor Kissinger für kommende Größen aus aller Welt veranstaltet, beginnen beide, ihre Netzwerke zu knüpfen, die ihnen den weiteren Aufstieg ermöglichen werden – Kissinger zum Berater Nixons und zu einem Weltpolitiker, Unseld zu einem der bedeutendsten Verleger der Bundesrepublik. Durch ihre Herkunft hätten sich beide nicht ferner sein können – doch bleiben sie über die Literatur miteinander verbunden.
In seinem packenden Doppelporträt erzählt Willi Winkler die ebenso unbekannte wie faszinierende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft – und führt zugleich vor Augen, wie sich Geist und Macht, Literatur und Politik, Deutschland und Amerika im 20. Jahrhundert verbinden. Ein aufregender Gang durch einen schillernden Kosmos der Nachkriegszeit.

262 pages, Kindle Edition

Published September 17, 2024

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Willi Winkler

33 books

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Profile Image for Achim ('akim) Schmidt.
223 reviews
January 8, 2026
» Wenn es sich lohnt, etwas zu tun, dann lohnt es sich auch, es zu übertreiben. «

Belegt mit über 600 Fussnoten erzählt Willi Winkler die Lebensgeschichte zweier Deutscher, die auf Macht und Erfolg aus waren. Und beide haben es in ihrem Metier geschafft.

Das Buch ist nie langweilig und weder zu oberflächlich oder zu detailliert. Auf knapp 300 Seiten erfährt man sehr viel über den bundesdeutschen Literaturbetrieb der Machkriegsjahre, das » linksdeutsche Literatengesindel « und auch den Kampf um die Einführung des Taschenbuchs.

Ebenso kann man viele Interessantes über die Deutsch-Amerikanischen Beziehungen der 1950-1970er nachlesen. So erfährt man nebenbei, dass Bundeskanzler Ludwig Erhard 1963 dem US Präsidenten Lyndon B. Johnson zugesagt hat Bundeswehrsoldaten nach Vietnam zu entsenden. Der Verteidigungsminister Franz Josef Strauß konnte diesen » Wunsch, den Amerikanern um fast jeden Preis zu Gefallen zu sein « dann aber verhindern, womit sich Westdeutschland nicht ebenfalls in dieses Dschungelabenteuer stürzte.

Auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.
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