Nur der Tod ist schneller: Laufende Ermittlungen. Kriminalroman | Der laufende Kommissar Peer Pedes klärt - außer Atem, mit Witz und Tempo - eine Mordserie in Berlin auf.
Tote Marathon-Läufer*innen und ein Kommissar außer Atem - »Der erste Krimi, der mich zum Laufen animiert hat.« Jan Frodeno
Der humorvolle Berlin-Krimi »Nur der Tod ist schneller« ist der erste Kriminalroman von Achilles: Sein laufender Kommissar Peer Pedes ermittelt mit unorthodoxen Methoden, Witz und Tempo in einer Mordserie in der Berliner Läuferszene.
Peer Pedes, Ermittler beim Berliner LKA, war mal ein begabter Marathonläufer. Als ein verhasster Kollege seine alten Rekorde bricht, humpelt sein Ego mehr denn je, und er will allen wieder die Hacken zeigen. Er wird beim Berlin-Marathon mitmachen – und gewinnen!
Bei Peers erstem, quälend langem Trainingslauf ist es aber sein Job, der ihn Von der Oberbaumbrücke baumelt die Leiche eines jungen Mannes mit spitzen Laufschuhen. Kurz darauf taucht Peer in eine Welt ein, die er einst gut die Lauf-Community, die nur einem Motto folgt – Lieber tot als Zweiter. Als weitere Athlet*innen ermordet werden, wird Peer klar, dass er Gas geben muss, wenn er den Serienmörder verhaften will.
Der lustige Regionalkrimi aus Berlin ist der erste Band der Krimi-Reihe »Peer Pedesʼ laufende Ermittlungen«: Ernsthafte Kriminalfälle treffen auf die teils skurrile Welt der Jogger*innen und des Marathons. Der Krimi ist ein spannender Spaß für Fans von Thomas Raab oder Tommy Jaud – und natürlich für alle, die selbst gerne laufen (oder von laufenden Kolleg*innen und Angehörigen geplagt sind.)
Ich habe mich nun dazu entschlossen, den Krimi (wenn man ihn denn so nennen kann) abzubrechen, da ich mich wahrlich durch die Seiten gequält habe. 🫠 Eigentlich klingt die Geschichte ziemlich gut: Ein Ermittler, der selbst Profi-Läufer war (und wieder werden möchte) ermittelt um Mordfälle in der Fitness-Influencer-Bubble. Mal etwas anderes. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das Thema Laufen eine soo dermaßen große Rolle hier spielen wird. Im ersten Drittel ging es nämlich primär um die ganzen Erfolge des Ermittlers Peer, sein großes Ego (vor allem um sein großes Ego), sexistischen u. transfeindlichen Müll und weit weniger um den Kriminalfall. Der Protagonist Peer hat mich so angewidert, weshalb ich die Geschichte und Reihe definitiv NICHT weiter verfolgen möchte. Nicht nur hat er eine unsympathische, großkotzige Art. Nein, er definiert sich auch viel zu sehr über seine Lauf-Erfolge, die er als Jugendlicher und junger Mann einheimste und jetzt versucht, daran anzuknüpfen. Seine ganze Identität basiert darauf. Er hält sich selbst für den Allerbesten, den Schönsten und gerissensten. Und zwar ganz unironisch. Humorvoller Krimi? Weit gefehlt. Am schlimmsten sind aber das sexistische Denken und die transfeindlichen Kommentare.
ACHTUNG SPOILER!! So will er um jeden Preis den Deathname seiner Kollegin Stephanie herausfinden (welche eine Transperson ist), vergleicht sie mit „echten“ Frauen (kotz) und „echten“ Männern (noch mehr kotz). Beispielsweise spielen sie Schere, Stein, Papier und Peer geht davon aus, dass sie Stein nimmt, denn sie „war ja mal ein Mann“ und die würden das statistisch gesehen am ehesten nehmen. Ich bin fassungslos über solche Kommentare, die mehr als unter der Gürtellinie sind. Das hat auch nichts mit Humor zu tun. Ekelhaft.
Zusammenfassend kann ich den meisten Lesenden, die sich humortechnisch von Felix Lobrecht und Mario Barth weiterentwickelt haben, nur von diesem Buch abraten,
Peer Pedes, seines Zeichens Marathonläufer und Kriminalpolizist, wittert bei einem Mord an der Oberbaumbrücke seine Chance, endlich aufzusteigen. Der Tote war ein Läufer wie Pedes. Doch das Opfer war auch ein Fitfluencer. Wurde er deswegen gehängt oder steckt mehr dahinter?
"Nur der Tod ist schneller" ist der erste humorvolle Krimi von Achilles und lässt mich enttäuscht zurück. Das Autorenduo Dr. Hajo Schumacher und Michael Meisheit versuchen Humor und Kriminalroman zu vereinen. Und obwohl die Idee gut klingt, geht ihnen vor allem im Bezug auf Humor ziemlich viel verloren.
Peer Pedes ist keine einfache Figur: unsympathisch, egoistisch und so von sich überzeugt, dass es für zwei Leute reichen würde. Im Vordergrund steht für ihn Erfolg, sei es beruflich oder beim Laufen. Und dafür greift er zu Mittel, für die er im echten Polizeileben mehr als einmal suspendiert worden wäre.
Doch auch Unsympathen können brilliant sein, wie ich aus anderen Thrillern und Krimis weiß. Peer Pedes ist es nicht. Und sein größtes Manko ist sein Altherrenhumor, der mehrmals die Grenzen überschreitet. An Pedes' Seite ermittelt Stephanie, eine Transperson. Und genau sie muss sich immer wieder Pedes rückständigen Humor gefallen lassen. Sei es nun, dass Pedes per Raten den Death Name seiner Kollegin herausfinden will oder dass er sie mit "echten Frauen" vergleicht und Schlüsse zieht. Das Ganze ist zudem garniert mit Seitenhieben auf Gendern, Geschlechterrollen und ähnliches. Zu oft hatte ich ein "höhö das darf man ja wohl noch sagen" im Ohr, als dass ich den Krimi genießen konnte.
Zusätzlich ist das Laufen ein weit größeres Thema als die Ermittlungen. Dieses Ungleichgewicht fand ich ebenfalls schade.
Und so ist nach knapp 100 Seiten schwerfälliger Lektüre für mich Schluss.
Schon besser als zu Beginn gedacht! Ich bin froh, dass Peer Pedes im Laufe des Buches (lol) als Person weiterentwickelt. Dennoch ein Charakter, mit dem ich eher wenig privat zu tun haben möchte: Großes Ego, belächelt Party-Berlin, Gendern und Sportarten wie Walking (for real?? Grow up.). Hätte mir auf jeden Fall für einen Kriminalroman mehr Spannung gewünscht! Das letzte Drittel fand ich recht gut gelungen, zumal die Ermittlungen mehr in den Vordergrund rücken im Vergleich zu den Lauf-Analogien.
Eigentlich ein sehr guter Krimi - wenn man von den transfeindlichen und teils sexistischen Kommentaren und Verhalten des Protas absieht. Seine Kollegin "aus Spaß" Günther zu nennen, weil er ihren Deadname nicht herausfinden konnte, hat dem ganzen wirklich einen dämpfer versetzt. Nur weil er sie letzten Endes als Frau akzeptiert hat, macht das sein Verhalten nicht wieder gut. Sehr schade, Geschichte ansonsten nämlich top
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Reihe rund um den Ermittler Peer Pedes, der beim Berliner LKA arbeitet.
Direkt zu Beginn lernt man den Protagonisten kennen, der früher mal ein erfolgreicher Langstreckerläufer war, jetzt allerdings etwas eingerostet ist. Trotzdem hat er Ambitionen, dieses Jahr den Berlin Marathon zu laufen und seinen Hass-Kollegen zu schlagen.
Dieses Grundthema fand ich super, es kommt immer wieder neben der Haupthandlung und den Ermittlungen zur Sprache. Ich selbst bin keine Läuferin, deswegen fand ich es interessant, wie man sich vorbeireitet oder wie man trainiert, um eine lange Distanz wie einen Marathon zu schaffen.
Natürlich steht trotzdem die Krimihandlung im Mittelpunkt. Der erste Tote lässt nicht lange auf sich warten. Es geht also direkt los: Wieso ermordet jemand einen Sportler? Peer Pedes stolpert nur aus Zufall über die Leiche, möchte aber den Fall übernehmen.
Dabei treffen Welten aufeinander, denn es geht ins Berghain. Der Krimi spielt in Berlin, deshalb ist das sehr passend. Dabei bedient sich der Autor an allen Klischees über den Nachtclub - was daran stimmt, kann ich nicht sagen. Aber ich fand es super!
Es ist ein humorvoller Krimi, bei dem die Unterhaltung über der Spannung steht. Deshalb ist es auch für Leser geeignet, die es nicht so blutig mögen. Den Humor muss man natürlich mögen. Er ist an der ein oder anderen Stelle ein bisschen derb. Manchmal musste ich schmunzeln und fand es super, manchmal war es für mich ein bisschen drüber.
Miträtseln kann man natürlich auch. Ich muss gestehen, dass ich lange nicht auf den Mörder gekommen bin. Allerdings wurden mir etwas zu gewollt falsche Spuren gelegt bzw. hatte man als Leser das Gefühl, dass die Ermittler manchmal sehr blind sind.
Insgesamt wurde ich gut unterhalten und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen! Ich bin gespannt, welche Figuren uns dann wieder begegnen.
Peer Pedes ermittelt in einem Läuferkrimi. Genau mein Humor 😊. Ein spannender Krimi der mich gut unterhalten hat und einen durchaus zum Lachen und Schmunzeln bringt. Ich hatte an diesem Buch viel Freude.