Das tödliche Ende einer toxischen Atemlose Spannung mit psychologischem Tiefgang für Jugendliche und junge Erwachsene.
Die 16-jährige Celine wechselt von der Realschule aufs Gymnasium. Blöd nur, dass ihre beste Freundin Tanni eine Ausbildung macht. So ist Celine auf sich allein gestellt. Mit vollem Eifer stürzt sie sich in den neuen Stoff und ins Lernen, will ihre Mutter und die Großeltern auf keinen Fall enttäuschen. Doch es ist nicht so einfach, mit all dem Druck umzugehen. Da zeigt ihr ihr Mitschüler Fiete einen illegale Raves, auf denen man all den Stress und die Probleme für eine Nacht vergessen kann – mithilfe von Partydrogen. Auch das Lernen funktioniert mit Aufputschmitteln viel besser. Celine verliebt sich in Fiete und merkt gar nicht, wie dieser Narzisst sie manipuliert. Und er geht immer weiter. Bis Celine bereit ist, für ihn zu töten ...
Krank... einfach nur krank, wie extrem sich die verliebte Teenagerin Celine von ihrem narzisstischen Klassenkameraden Fiete hat manipulieren lassen. Drogeneinnahme, Drogendealerei und zu guter Letzt auch noch ein Mord.
Mich erschreckt, dass sie echt so blauäugig war und NIe eine eigene Grenze gesetzt hat. Verliebtsein hin oder her!!! Umso erschütternder, dass es tatsächlich solche extremen Fälle von Abhängigkeit, narzisstischer Manipulation und Gewalt zu geben scheint, wie es im Nachtrag zu lesen ist. Und dann soll man als Täter gegebenenfalls auch noch straffrei dafür ausgehen, weil es ja Notwehr war? Ähm nein, aber das geht gar nicht. Vorallem, wenn der Tat, wie hier im Buch, ein Einbruchsdiebstahl zu Grunde liegt! Teenagertäter(in) hin oder her!
Das Buch ist eher für Jugendliche geschrieben, deswegen war das etwas schwer für mich in die Geschichte eintauchen zu können. Auch der Schreibstil ist ständig zwischen Erzähl Perspektive und Ich - Form gesprungen, was mich nicht so abgeholt hat. Aber trotzdem ist es ein sehr wichtiges Thema, was behandelt wurde. Ich hätte mir aber gewünscht das zum Ende hin nochmal mehr auf die Protagonistin und ihren Umgang mit der Sache eingegangen wäre.
Celine ist 16 Jahre alt und hat gerade ihren Realschulabschluss gemacht. Doch statt mit ihren Freundinnen zu feiern, macht sie sich Sorgen um ihre Zukunft: Ihr Abschluss war so gut, dass sie aufs Gymnasium gehen wird, um ihr Abitur zu machen und vielleicht irgendwann zu studieren. Was zunächst nach einer tollen Chance klingt, bedeutet für Celine vor allem Druck und hohe Erwartungen. Als das Schuljahr beginnt, ist Celine super motiviert, aber auch gestresst. Umso mehr freut sie sich, als sie Anschluss findet und in die Clique rund um Fiete und Saskia aufgenommen wird. Damit gehört sie zu den coolen Leuten auf dem Schulhof. Und nicht nur das: Durch ihre neuen Freunde entdeckt Celine Elektro-Musik für sich und auch ihr erstes Rave besucht sie. Sowas hätte die alte Celine zwar niemals gemacht, aber was soll’s? Veränderung ist schließlich nicht unbedingt etwas Schlechtes. Darüber hinaus macht sie durch Fiete auch Bekanntschaft mit den kleinen blauen Pillen, die die anderen zum Tanzen nehmen, und die auch beim Lernen helfen. Endlich ist Celine sich sicher, dass sie einen Weg gefunden hat, um alles zu haben: gute Noten, Freundschaften und Freizeit! Doch welchen Preis wird sie dafür zahlen?
Ich hatte keine besonderen Erwartungen an „Girl with a knife“, da die Geschichte recht vorhersehbar klang. Doch ich bin der Meinung, dass eine Geschichte nicht besonders überraschend oder unvorhersehbar sein muss, um zu unterhalten oder Emotionen zu wecken. Leider hat mich „Girl with a knife“ trotz meiner geringen Erwartungen wirklich enttäuscht. Die Protagonistin ist 16 Jahre alt, doch ihre Gespräche und Gedanken klingen eher, als wäre sie 10 oder 11 Jahre alt. Wie sie über ihre beste Freundin spricht, aber auch ihre Verliebtheit, ihre unglaubliche Manipulierbarkeit und Naivität machen die Erzählung extrem unglaubwürdig und überhaupt nicht nachvollziehbar. Auch die Entwicklung der Handlung ist plump und dann am Ende sehr abrupt, sodass nicht wirklich ein Spannungsbogen entsteht. Einzig gut gefallen hat mir die kombinierte Erzählweise, bei der sich Ausschnitte aus dem Gespräch zwischen Celine und ihrem Anwalt mit Rückblenden der Ereignisse abwechseln. Leider konnte das das Buch für mich nicht retten.
Am Ende bleibt für mich die Frage, warum man sich als Autorin entscheidet, über eine Lebensrealität zu schreiben, die einem selbst so fern liegt. Jugendliteratur mag ein spannendes Thema sein, doch es gibt mehr als genug Romane mit Charakteren anderer Altersklassen, die beweisen, dass auch hier spannende Geschichten zu erzählen sind. Auch das Thema Drogenkonsum oder Sucherkrankungen habe ich an anderer Stelle deutlich besser umgesetzt gesehen, zum Beispiel in „You’d be home now“ von Kathleen Glasgow.
Alles in allem kann ich „Girl with a knife“ leider gar nicht weiter empfehlen – höchstens als Beweis dafür, wie groß die Unterschiede zwischen der Lebensrealität junger Menschen und der Vorstellung Erwachsener darüber sind.
Ich habe Girl With a Knife spontan in einem Buchladen mitgenommen, weil ich Lust auf ein schnell lesbares Jugendbuch hatte (und ich auch Céline heiße), und es auch in der Tat dementsprechend schnell fertig gehabt, ein Nachmittag reicht definitiv um es fertig zu lesen.
Der Schreibstil ist recht einfach, ohne viel Schnickschnack, und alles in allem angenehm zu lesen und man ist recht schnell im Setting drin.
Besonders gefallen haben mir die Gedichte, die hin und wieder in der Geschichte auftauchen und die innere Welt der 16-Jährigen Céline darstellen (alles super dramatisch und so, erschien mir akkurat), auch mochte ich das Glossar hinten mit den Drogenerklärungen, und den Anhang mit der Meinung eines Juristen.
An sich kann ich das Buch empfehlen, vor allem für Leser, die dazu tendieren "anstrengendere" Literatur zu lesen, die viel Kraft und Nachdenkerei erfordert. Girl with a knife ist trotz seiner Thematik schnell und easy verdaut, wie eine Pille bei einem Technorave i guess.
+ + + + SPOILER AHEAD + + + + + + +
Was mir am Ende ein wenig gefehlt hat, war eine letzte Konfrontation mit Fiete in jeglicher Form. Über das Buch hinweg lernen wir Fiete erst als coolen aber verdächtigen Typen kennen und erkennen in später als der Manipulator, der nicht nur Céline, sondern auch Sas und vermutlich noch einige andere Leute in seinem Umfeld dazu bringen kann, alles für ihn zu tun. Dass auf die tatsächlichen Höhepunkt beim Einbruch im Haus keine weitere Szene mit oder über Fiete in irgendeiner Form folgt, war für mich als Leserin etwas unbefriedigend und nicht auf eine Art und Weise, die gezielt so gemeint war. Man weiß weder ob er auch wirklich in der Scheiße steckt, noch ob er irgendwie einem Urteil entkommen konnte oder so, und das fand ich schade.
die story war sooo gut, am anfang habe ich nicht verstanden wie sie SO naiv sein kann, aber gerade gegen mitte des buches hatte ich volles verständnis für celine. der schreibstil war mir an einigen stellen zu einfach, aber es ist auch ein jugendbuch:)
war ok, also an sich schon interessant aber zu vorhersehbar. Also auf der Rückseite stand eigentlich alles was auch im Buch war. War aber trotzdem cool