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Der Club der hysterischen Frauen: Warum weibliche Krankheiten nicht ernst genommen werden und was wir dagegen tun können

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Mal mit Galgenhumor, mal anklagend erzählt Sarah Ramey von ihrer Suche nach einer Diagnose und entwirft dabei zugleich ein medizinisch-feministisches Was hat unsere Gesundheit mit Geschlechterrollen zu tun?

Als Sarah Ramey an einem schönen Sommertag in den See springt, ahnt sie nicht, dass dies der Anfang vom Ende ist. Eine scheinbar harmlose Harnwegsinfektion, eine verpfuschte Operation und fast zwanzig Jahre mit chronischen Schmerzen später sucht sie noch immer nach einer Diagnose. Von Ärzten hört sie immer wieder »Haben Sie es schon mit Antidepressiva probiert?« Doch sie ist nicht allein. Es scheint geradezu einen geheimen Club von Frauen mit rätselhaften Krankheiten zu geben. Krankheiten, die von der männlich dominierten Medizin als Hysterie abgestempelt und nicht angemessen behandelt Fibromyalgie, Chronisches Fatigue-Syndrom, Lupus oder MS.

593 pages, Kindle Edition

Published January 15, 2025

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Sarah Ramey

3 books77 followers

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Community Reviews

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1 star
1 (4%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
5 reviews1 follower
December 27, 2025
Insgesamt hätte es gereicht, das Buch nur halb so lang zu machen. Ich hab auch nicht ganz nachvollziehen können, warum der Titel des Buches genau dieser Titel ist und fand, dass dies sich nicht im Inhalt des Buches widergespiegelt hat.
✅ Was mir sehr gut gefallen hat, war das erste Drittel, wo es vor allem um biologische und medizinische Fakten ging. Spannend war auch die Zusammenhänge der Krankheiten insbesondere bei Frauen und wie ein Puzzle einen Blick auf das große Ganze zu bekommen. Die Autorin hat sehr ehrlich und offen von ihrem Weg erzählt und ist wie unglaublich starke Frau, die sehr hart im Nehmen ist.
Ich nehme vor allem Denkanstöße für meinen eigenen Umgang mit Stress und Ernährung mit und das Buch hat definitiv dazu beigetragen mehr Verständnis für Menschen zu entwickeln, die an chronischen Krankheiten leiden.
❌ spätestens als es um männliche und weibliche Energien ging, hat die Autorin mich verloren.
Großer Fokus ist vor allem auf den Einzelfall der Autorin gelegt worden und es wird aus der amerikanischen Perspektivegeschildert. Deswegen fiel es mir teilweise schwer, zu differenzieren, in wie weitdie Inhalte auf unser deutsches Gesundheitssystem und Gesellschaft übertragbar sind. Hier hätte ich mich auch Einblicke in andere Schicksale gewünscht, grade weil die Autorin mit so vielen Frauen gesprochen hat.
Man hat außerdem gemerkt, dass die Autorin sich wirklich sehr tief in die Themen rein gearbeitet hat. Oft fand ich die Texte allerdings etwas Zusammenhangslohs und sehr, sehr ausführlich.

Ich würde das Buch nur ausgewählten Personen weiterempfehlen, die selbst betroffen sind, weil genau für diese Person ist das Buch geschrieben, und als Außenstehende war es teilweise doch schwer folgen zu können.
Profile Image for Mehtap exotiquetv.
492 reviews261 followers
February 16, 2025
In „Der Club der hysterischen Frauen“ erzählt Sarah Ramey eindringlich und emotional von ihrem langen Leidensweg auf der Suche nach einer Diagnose und wirksamen Behandlung. Sie schildert ihre wiederholten Begegnungen mit Ärzt:innen, die sie nicht ernst nehmen oder durch Fehlbehandlungen ihre gesundheitliche Situation weiter verschlechtern. Dabei argumentiert sie, dass die konventionelle Medizin insbesondere Frauen oft ignoriert und ihre Symptome als psychosomatisch abtut.

Das Buch bringt ein wichtiges Thema zur Sprache: die Unsichtbarkeit und das mangelnde Verständnis vieler chronischer Erkrankungen, insbesondere bei Frauen. Ramey macht deutlich, wie frustrierend und belastend es sein kann, im Gesundheitssystem nicht ernst genommen zu werden. Besonders wertvoll ist ihr Fokus auf MCAS (Mastzellaktivierungssyndrom) und andere Folgeerkrankungen, die aus Lyme-Borreliose und exzessivem Antibiotikakonsum entstanden sind. Diese Aspekte machen das Buch zu einem wertvollen Beitrag zur Debatte über unerkannte und missverstandene Krankheiten.

Dennoch ist Rameys Perspektive problematisch. Durch ihre persönlichen Erfahrungen wirkt ihre Darstellung stark voreingenommen, und sie neigt dazu, die konventionelle Medizin pauschal zu verteufeln. Ironischerweise ist es jedoch eben diese Medizin, die sie letztendlich von ihren schwersten Leiden befreit. Ihr Frust über das Gesundheitssystem ist verständlich, aber eine so einseitige Kritik wird der Komplexität des Themas nicht gerecht.

Insgesamt ist Der Club der hysterischen Frauen ein wichtiges Buch für Betroffene und für Menschen, die sich mit der Problematik medizinischer Fehldiagnosen und der Vernachlässigung von Frauen in der Medizin auseinandersetzen wollen. Doch es bleibt eine sehr subjektive Darstellung, die wenig Raum für differenzierte Betrachtungen lässt.
Profile Image for Denise.
623 reviews9 followers
January 25, 2025
Sarah Ramey geht eines Tages schwimmen. Als gesunde Frau geht sie in den See, als chronisch Kranke kommt sie wieder heraus. Ihre Symptome sind vielfältig, unangenehm und vor allem eins: nicht nachweisbar. Und so beginnt für Ramey eine Ärzte-Odyssey sondergleichen.

"Der Club der hysterischen Frauen" hat mich aufgrund seines Titels und des Klappentextes angezogen. Krankheiten, die vor allem weibliche Personen betreffen, werden immer noch nicht so ernst genommen wie Krankheiten, die auch männliche Personen betreffen. Über die Hintergründe und wie man dagegen ankämpfen kann, wollte ich mehr erfahren.

Das Buch ist eine Mischung aus Erfahrungen der Autorin und recherchierten Artikeln. Leider konnte mich ihr Stil nicht überzeugen. Für mich war er zu poetisch, zu wenig ernst und teilweise drehte ich mich gemeinsam mit Sarah Ramey immer und immer wieder im Kreis. Das ist eine akkurate Darstellung von chronischer Krankheit, doch für mich führte die Lektüre dadurch ins Nichts.

Bei circa einem Drittel des Buches fing ich an querzulesen und bemerkte, dass dieser Roman nichts neues mehr bereit hielt. Echt schade!
Profile Image for Naraya.
269 reviews8 followers
January 19, 2025
Ein Ausflug an den Badesee verändert Sarah Rameys Leben für immer. Eine Harnwegsinfektion und die darauffolgende Behandlung lösen eine ganze Lawine an schmerzhaften Eingriffen und mysteriösen Symptomen aus. Sie hat katastrophale Erlebnisse mit traditionelle Medizinern und probiert alle möglichen alternativen Heilmethoden aus. Doch auch 20 Jahre später ist ihre Diagnose noch immer nicht in Stein gemeißelt. Doch warum leiden oft Frauen an solch mysteriösen Krankheiten und was können wir gegen dieses Ungleichgewicht unternehmen?

„Der Club der hysterischen Frauen“ ist der erste Roman der Schriftstellerin Sarah Ramey, die auch schon Reden für Barack Obamas Wahlkampf verfasste und unter dem Künstlernamen Wolf Larsen Musik macht. Die deutsche Übersetzung stammt von Sophia Lindsey und Katharina Martl. Das Buch ist in insgesamt drei Teile gegliedert: im ersten schildert die Autorin die ersten Jahre ihrer Leidensgeschichte bis zu einem gewissen Wendepunkt, im zweiten entdeckt sie neue Heilmethoden für sich und im dritten versucht sie, einen möglichen Weg aus dem Schmerz aufzuzeigen.

Es ist erschreckend, was Sarah Ramey über ihr Leben mit verschiedenen mysteriösen Krankheiten erzählt. Sie nennt sich selbst und ihre Leidensgenossinnen „WOMI“, also eine „woman with a mysterious illness“. Ärzte gehen über sie hinweg, ignorieren ihren Schmerz und finden es furchtbar unbequem, wenn sie – die an einem chronischen Schmerzsyndrom leidet – in ihrer Gegenwart weint. Ich denke, dass viele Menschen mit einer Autoimmun- oder einer anderen Erkrankung, sich durch dieses Buch gesehen fühlen und erkennen, dass sie nicht allein sind.

Ich habe jedoch auch Kritikpunkte. Die Ursache, dass das Leiden von Frauen anders beurteilt wird, sucht Ramey in einer seltsam spirituellen Theorie darüber, was „das Männliche“ und „das Weibliche“ ist; hier hätte ich mir Studien und Fakten gewünscht. Zudem erkennt die Autorin leider nicht, wie privilegiert sie ist. Ihre Eltern sind Ärzte, für Behandlungen zieht sie quer durchs Land und verbringt Jahre nur mit Recherche. Wer kann sich solch einen teuren Weg zur Heilung leisten?
Profile Image for Melissa.
5 reviews
March 13, 2025
In „Club der hysterischen Frauen“ erzählt Sarah Ramsey ihre eigene Leidensgeschichte mit verschiedensten körperlichen und psychischen Symptomen, die von Ärzt:innen nicht ernst genommen oder fehldiagnostiziert werden.
Das Buch gibt einen detaillierten und schonungslosen Einblick in das Leben einer jungen Frau, die mit unsichtbaren Krankheiten kämpft und im patriarchalen Gesundheitssystem nicht genug Beachtung bekommt. Leser:innen können teilhaben an ihrem Weg mit ihren Symptomen und deren Behandlung umzugehen und kriegen gleichzeitig eine Perspektive auf die Folgen von jahrhundertelanger Missstände frauenspezifischer Medizin.
Für jede Person, die selbst mit unsichtbaren Krankheiten oder Symptomen zu kämpfen hat oder Menschen, die sich damit tiefer beschäftigen wollen, bietet das Buch einen guten Umriss dieser Thematik.
Auch wenn das Buch sich sehr subjektiv damit auseinandersetzt und hauptsächlich die eigenen Erfahrungen der Autorin schildert, werden die strukturellen Probleme deutlich gemacht.
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