Königsberg 1924: In einer Kaserne wird ein junger Soldat erschlagen aufgefunden. Das Das Waffenlager, das der Gefreite bewachte, wurde komplett ausgeräumt. Der jüdische Kommissar Aaron Singer und sein Kollege Heinrich Puschkat, preußisches Urgestein, stehen unter großem Druck. Soziale und politische Spannungen drohen Ostpreußen zu zerreißen. Planen die Nationalisten mit dem Diebesgut einen Putsch? Um eine Katastrophe zu verhindern, verfolgen Singer und Puschkat die Spur inkognito bis in ein Seebad an der ostpreußischen Nehrung. Dort stoßen sie auf eine heimtückische Intrige …
Sicherlich von Volker Kutscher inspiriert, aber doch eine eigene Handschrift. Man könnte fast sagen es ist etwas Agatha Christie reingemischt. Interessant ist der Schauplatz im heutigen Litauen.
Königsberg, 1924: Aaron Singer hat sich mit seiner neuen Stelle in dem kleinen Ort abgefunden und genießt die Zweisamkeit mit der Animierdame Ella. Die Ruhe wird jäh zerrissen, als in der nahegelegenen Kaserne ein Soldat ermordet wird. Singer übernimmt die Ermittlungen und stellt rasch fest, dass der Mord des Soldaten nur der Auftakt zu einer größeren Verschwörung ist. Können die Beamten rechtzeitig die Drahtzieher finden oder taumelt das Deutsche Reich in den nächsten Abgrund?
"Krähen über Königsberg" ist der zweite Fall von Aaron Singer und hat mir wieder sehr gut gefallen. Ralf Thiesen bringt geschichtliche Ereignisse und einen spannenden Kriminalfall gelungen zusammen und macht daraus einen sehr lesenswerten Roman.
Aaron Singer ist gradlinig und beeindruckt mich auch diesmal wieder mit seinem logischen Denken. Zwar ist er ein Beamter, der im Sinne der Gerechtigkeit auch mal Grenzen überschreitet, sich jedoch nie blind in Gefahr begibt.
Der Krimi ist geprägt von Spannung und Detailreichtum. Ich konnte den Wind der Nehrung ebenso wie die Anspannung der einzelnen Figuren ob der Verschwörung förmlich spüren. Der Autor lässt zum Ende hin keine Fragen offen.