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Überall ist Wasser

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»Ich denke, dass Schwimmen dem Schreiben und dem Lesen ähnelt. Du musst zulassen, dass das Wasser ein Teil von dir wird oder du einen Teil von ihm.«

Inger Bråtveit ist eine der aufregendsten neuen literarischen Stimmen aus Norwegen. In »Überall ist Wasser« erkundet sie das eigene Leben, von der Kindheit am Fjord bis zur neuen Rolle als junge Mutter. Verbindendes Element ist die Bedeutung des Wassers. Die Autorin taucht ein in die Welt des Schwimmens, denkt über Kreativität und Elternschaft nach, wechselt schreibend elegant von der Unterwasserwelt zur Welt darüber und wieder zurück zum Rhythmus der Wellen. Innere Gesprächspartner sind dabei Autor*innen der Weltliteratur wie Herta Müller, Jeannette Winterson, Hendrik Ibsen, Tove Jansson. »Überall ist Wasser« ist ein Kaleidoskop an kraftvollen Bildern und poetischen Betrachtungen und erinnert an die amerikanische Tradition der subjektiven Essays und Memoirs von Joan Didion oder Rachel Cusk.

193 pages, Kindle Edition

Published March 12, 2025

13 people want to read

About the author

Inger Bråtveit

17 books7 followers
Inger Bråtveit (f. 1978) er frå Suldal. Ho debuterte i 2002 med romanen Munn mot ein frosen fjord. For den fekk ho Nynorsk litteraturpris, og ho vart kåra til "Årets debutant" på Forfatterne.net. Boka er også blitt omsett til svensk. Ho har vore medredaktør av litteraturtidsskriftetet Vagant, og arbeider no som omsetjar for Det Norske Bibelselskap sitt prosjekt «Bibel 2010», ein fullstendig revisjon av nynorsk -og bokmålsutgåva av Bibelen.

Bråtveit har sidan 2008 arbeidd saman med den norske musikaren og skribenten Jenny Hval a k a Rockettothesky, og saman har dei m. a skrive og framført dei performative førestillingane Frå Mummy Big til Medea og Take My Voice.

Hausten 2008 kom Bråtveits andre roman Siss og Unn, ein roman om mødrer og døtrer, om å klara seg og å gå til grunne.

Inger Bråtveit fekk sølvmedaljen i Dag og Tid si kåring av Årets Beste Nynorskbok 2008 for Siss og Unn, utan å vera nominert. Ho vart også nominert til Kritikerprisen.

I 2009 fekk Bråtveit Bjørnsonstipendet, Bokhandlerforeningens forfatterstipend. I 2010 mottok hun Suldal Mållags målpris.

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Profile Image for Tubocurare.
117 reviews2 followers
September 3, 2025
"[...] ich denke nur, dass es doch irgendeine Art geben müsste, auf die du mich lieben kannst. Müsste es nicht eine Sprache geben, die du noch nie gehört hast, die wir zwei lernen könnten [...]?"
Profile Image for Isabelle.
37 reviews
September 12, 2025
Überall ist Wasser von Inger Bråtveit

Aus dem Norwegischen von Ebba B. Drolshagen

„Jetzt steckst du fest, im Leben und im Schreiben, sagte ich mir. Jetzt fehlt nicht mehr viel, und das Schreiben und das Leben fallen über dich her.“

Die norwegische Autorin Inger Bråtveit präsentiert in diesem sehr speziellen Buch ein buntes und vielseitiges Mosaik an Reflexionen, essayistischen Betrachtungen, Erinnerungen und Bildern. „Überall ist Wasser“ ist eine Mischung aus Memoir und Essay, angereichert mit knappen Einschüben über Ereignisse aus der jüngsten Vergangenheit, wobei die Autorin sich in Interpretationen und Deutungen oft zurückhält und die intensiven und poetischen Bilder ohne Erklärungen wirken lässt. Aufgrund der grossen thematischen Vielfalt der Texte ist für mich trotz des verbindenden Elements Wasser nur bedingt ein roter Faden oder eine Struktur erkennbar. Aber vielleicht braucht es das auch gar nicht?

Inger Bråtveit wechselt schnell und übergangslos die Zeitebenen und Themen, was mich zu Beginn ziemlich irritiert hat. Sie beschreibt immer wieder Szenen und Situationen aus ihrem Leben als Mutter einer kleinen Tochter, findet eindrückliche Bilder für diese intensive Phase der Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Wunder, in der sie nur schwer Zeit und Muße findet, sich dem Schreiben zu widmen. Denkt über das Schreiben und das Schwimmen nach. Geht in einen inneren Dialog mit Marguerite Duras, Tove Jansson und Herta Müller. Erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend im ländlichen Norwegen, an ihre Schwester, an die Krankheit und den Tod des Vaters und an ihre Beziehung als 15-jährige mit einem 45 Jährigen.

Die Einschübe über die vom Anstieg des Meeresspielgels bedrohte Takuu Island, den Untergang des russischen Atom-U-Boots Kursk oder den von Bären getöteten Bärenforscher Timothy Treadwell  fand ich zwar sehr interessant, aber mir ist nicht ganz klar, was diese Ereignisse mit den anderen Texten zu tun haben. Ja, «überall ist Wasser», wenn auch nur ganz am Rande z.B. bei Treadwell – aber da war mir die Verbindung doch etwas zu dünn.

Der Einstieg in Inger Bråtveits Betrachtungen hat mir einiges abverlangt, da ich vor allem die ersten Seiten als doch sehr kryptisch empfand. Dann aber wurden die Textsplitter zugänglicher und die klare, oft sehr poetische Sprache hat mich fasziniert und begeistert. Ein außergewöhnliches, anspruchsvolles Buch, das sich bestimmt auch sehr gut für einen Buddy Read oder Lesekreis eignet. Ich würde mich unglaublich freuen, wenn demnächst auch ein Roman der Autorin ins Deutsche übersetzt würde.

 [Werbung | Herzlichen Dank an den btv Verlag und das @team_bloggerportal für das Rezensionsexemplar]

„Ich stehe auf einem Uferstein, lasse mich hineingleiten. Das Wasser ist kalt, dunkel, unsere Tochter liegt oben in der Hütte und schläft. Ist das Freiheitsgefühl, das man beim Schwimmen verspürt, auch ein Bild des Todes? Man spült das Beschwerende ab, aber man verlässt auch das Land, um sich dem Element hinzugeben, dem man sich unter keinen Umständen hingeben kann?“
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