Achtsam morden war gestern, jetzt werden achtsam Köpfe verdreht
Sie predigt Achtsamkeit, er bekommt schon von dem Wort Kopfschmerzen. Merle und Patrick verbindet nichts – außer ihre Wohnung. Denn Patricks Mutter spürt, dass ihr Sohn durch seinen Job als CEO des Familienunternehmens kurz davor steht, körperlich und psychisch auszubrennen. Deshalb quartiert sie kurzerhand die junge Achtsamkeitstrainerin Merle bei ihm ein. Doch wie soll Merle einem Mann helfen, der sich stur wie ein Esel mit Händen und Füßen gegen alles wehrt, woran sie glaubt? Im Grunde will sie ihn achtsam erwürgen – bis die beiden sich besser kennenlernen und plötzlich nicht mehr die Fetzen, sondern die Funken fliegen. Aber dann droht ein Unfall, alles zu zerstören ...
Das ideale Geschenk für alle, die ein bisschen mehr Romantik, Achtsamkeit und Humor gebrauchen können!
Dieses Buch hat sich für mich angefühlt wie eine ruhige Einladung, einmal kurz innezuhalten. Es verbindet Achtsamkeit mit zwischenmenschlichen Beziehungen und stellt die Frage, wie Nähe entstehen kann, ohne dass man sich selbst dabei verliert. Im Mittelpunkt steht nicht die große Liebesgeschichte, sondern das bewusste Wahrnehmen von Gefühlen, Grenzen und Bedürfnissen – bei sich selbst und bei anderen.
Ich mochte besonders, dass das Buch sehr sanft an das Thema herangeht. Es geht um kleine Momente, um Zuhören, um Präsenz und darum, wie man echte Verbindung schaffen kann, ohne Druck oder Erwartungen. Viele Gedanken wirken alltagsnah und gut übertragbar, gerade für Menschen, die sich oft verantwortlich für die Gefühle anderer fühlen oder dazu neigen, sich selbst zurückzunehmen.
Was mich besonders berührt hat, waren die Figuren und die zwischenmenschlichen Begegnungen, die dieses Buch tragen. Christina Rentzing zeichnet Menschen, die nicht perfekt sind, die stolpern, zweifeln, sich verheddern und genau dadurch so echt wirken. Die Gespräche, kleinen Gesten und stillen Momente haben für mich viel mehr über Achtsamkeit erzählt als jede Methode oder Übung es könnte.
Es gab natürlich auch einige Passagen an denen ich inne halten und durchatmen musste. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konstrukte innerhalb der eigenen Familie waren im Buch sehr realitätsnah dargestellt worden, sodass ich regelrecht mit der Protagonistin mitgefiebert und „geatmet“ habe.