Es ist ein großer Tag für Interims-Polizeipräsident Kluftinger, der seine erste Anti-Terrorübung in den Bergen leitet. Doch die Übung läuft völlig aus dem Ruder, ein Polizist stirbt. Ist Kluftingers chaotische Planung schuld am Tod des Kollegen? Ausgerechnet jetzt kann er schlechte Schlagzeilen überhaupt nicht gebrauchen, denn er kandidiert für den Gemeinderat – zunächst zwar nur als Lückenbüßer, um die Liste zu füllen. Aber als er erfährt, dass sein Intimfeind Doktor Langhammer gegen ihn antritt, ist sein Ehrgeiz geweckt, und er zieht in den Wahlkampf. Schnell wird klar, dass mehr hinter dem Todesfall in den Bergen steckt als ein tragisches Unglück. Kluftinger steht vor der wichtigen Warum musste der Kollege sterben? Und was bedeutet das für die Sicherheit des bekannten Ex-Politikers, dessen Bodyguard er war?
Volker Klüpfel (* 1971 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Krimiautor.
Volker Klüpfel wuchs in Altusried im Allgäu auf. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Kommunikationswissenschaft und Journalistik. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist bei einer amerikanischen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk, bevor er ein Zeitungsvolontariat begann. Klüpfel war bis August 2008 Kulturredakteur der Memminger Zeitung, im September 2008 wechselte er zur überregionalen Kulturredaktion der Augsburger Allgemeinen und wohnt seitdem in Augsburg. Seit 2012 ist er hauptberuflich Autor.
Zefix....da kann ich halt nicht raus aus meiner Haut....der Klufti und seine Bagage sind mir halt ans Herz ❤️ gewachsen....und das der Kriminalfall nicht den Hauptfokus im Buch stellt....naja....das ist halt so.....😄!
Gut unterhalten konnte mich auch der 13. Fall um den Allgäuer Kriminalist.
Der Interims Polizeipräsident Kluftinger wird mit einem Mord an einem Kollegen konfrontiert, der politische Verwicklungen bereit hält......und seine Kandidatur für den Gemeinderat läuft ebenfalls nicht reibungslos....
Endlich wieder ein Kluftinger, den man gern liest!
Die letzten beiden Kluftinger-Krimis fand ich nicht gut; der letzte, “Affenhitze”, war eine vollkommene Klamauk-Katastrophe mit Kluftinger als widerlichem, mobbendem alten weissen Mann. Danach sollte Schluss mit Kluftinger und seinen beiden aus der Zeit gefallenen Autoren für mich sein.
Dann kam “Druckfrisch” mit Denis Scheck, der Regional-Krimis - oft zurecht - üblicherweise gar nicht mag, und ausgerechnet Scheck fand diesen neuen Band “Tierisch gut”.
Und auch in diesem Fall hat er Recht: “Lückenbüßer” präsentiert uns einen Kluftinger, der, mittlerweile Interims-Polizeipräsident, plötzlich wieder denkt, seine Kolleg_innen (meist) anständig behandelt und von dem ich mich nicht mehr von Ekel erfüllt abwenden muss.
In der kurzzeitig etwas zu sehr raumgreifenden Nebengeschichte treten Kluftinger und Langhammer bei den Lokalwahlen gegeneinander an. Kluftinger, der sich eigentlich nur als der titelgebende Lückenbüßer aufstellen ließ, läßt sich schnell vom Wahlkampffieber mit- und hinreißen. Als jedoch Langhammer… Aber das müsst Ihr bei Interesse schon selbst lesen.
Und gut lesbar ist dieser Roman des Autoren-Duos, dessen wohl geistig gesündere Hälfte sich durchgesetzt hat, allemal: Der zu untersuchende Mord tritt zwar zeitweise ein wenig zu sehr in den Hintergrund und seine eher antiklimaktische Auflösung hat mich nicht vollständig überzeugt, aber endlich ist “Klufti” wieder unterhaltsam und man kann sich (weitgehend) ohne Fremdschämen im fiktiven Altusried wieder zuhause fühlen.
Dabei gibt es wieder viele dieser typischen "Klufti-Momente"...
»Unten angekommen, ließ er Leipert allerdings erst nach mehrmaliger Ermahnung, strengstes Stillschweigen zu wahren und niemandem gegenüber ein Sterbenswörtchen zu verlieren, ins Auto steigen. Wer konnte schon voraussehen, welche negativen Konsequenzen es haben würde, wenn der Journalist seine geheimen Pilzplätze verriet?
»Ach so, ja, und bitt’schön nix wegen den Ermittlungen in die Zeitung!«, schob er noch halbherzig nach und verabschiedete sich.«
… nicht zuletzt auch im Umgang mit seinem Arzt(-freund) Langhammer. Trotzdem grenzt es fast an Satire, wenn Langhammer über seine Angestellten spricht:
»Aber in der Praxis habe ich ja meine Mädels.« »Weibliche Bodyguards?« »Meine Sprechstundenhilfen.« Kluftinger verstand nicht. »Was nützen die Ihnen denn?« »Das sind meine menschlichen Schutzschilde.«
Dies zeigt, dass die Autoren zwar immer noch eine Menge Spaß mit ihren Figuren haben, der Humor aber treffsicherer und angenehmer dosiert wurde als in den letzten Büchern.
Erfreulich fand ich auch, dass die Autoren ohne Scheu und fast “unverschleiert” den Neo-Nazis der AfD einen erzählerischen Tritt in die Weichteile verpassen.
Merke: Wer Nazis wählt, ist ein Nazi.
(Das gilt natürlich gleichermaßen auch für US-Amerikaner, die einen verurteilten Straftäter, Rassisten und Vergewaltiger anstatt einer kompetenten Frau zum Präsidenten wählen.)
Wer die letzten Kluftinger-Krimis nicht mochte, die Vorgängerbände aber vielleicht doch zu schätzen wusste, kann beruhigt zu dieser Lektüre greifen. Einzig der Preis (eBook: EUR 20, Hardcover: EUR 25) trübt ein wenig das positive Bild - aber das ist der Verlag, Ullstein, und die unsägliche Buchpreisbindung.
Zum ersten Mal leitet Kommissar Kluftinger als Interimspolizeipräsident eine Antiterror-Übung. Nicht alles geht glatt, aber alles in allen. Gerade im Moment des Zurücklehnens kommt die Meldung, dass ein Kollege tot aufgefunden wurde. Ist bei der Planung etwas schief gelaufen oder war nicht genug für Sicherheit gesorgt? Klufti ist verunsichert, besonders als sich herausstellt, dass der Kollege Lothar Schaller überhaupt nicht für die Übung eingeteilt war. Diese ganze Sache ist garnicht gut. Zudem ist Kluftinger auch abgelenkt, der er hat sich bereit erklärt, für den Gemeinderat zu kandidieren. Zwar soll er nur die Liste auffüllen, aber irgendwie beginnt er doch den Wahlkampf ernst zu nehmen.
In seinem 13. Fall hat Klufti ganz schön viel zu tun, auch wenn nicht immer die Arbeit gemeint ist. Der Wahlkampf nimmt immer mehr Zeit in Anspruch, schließlich ist Doktor Langhammer als Konkurrent mit dabei. Den gilt es auszustechen, das wäre doch gelacht, wenn Klufti es nicht schaffte, mehr Wähler zu gewinnen. Außerdem ist Pilzsaison, da muss man auch aufmerksam schauen, um genug Steinpilze für ein leckeres Mahl zusammen zu kriegen. Der Tot des Kollegen Schaller wirft einige Rätsel auf. Zunächst besteht die Hoffnung, es könnte ein Unfall gewesen sein, doch die zerschlagt sich schnell.
In seinen guten Momenten läuft Kommissar Kluftinger zu Höchstform auf. Man kennt ihn einfach schon eine Weile und so fühlt sich ein neues Buch wie ein Wiedertreffen mit alten Bekannten an. Kommissarischer Polizeipräsident ist nicht Kluftis Traumjob, aber er gewöhnt sich dran. Und dann noch der Wahlkampf. Wenn sich einer wie Kluftinger aufstellen lässt, mit Erika und Eltern im Hintergrund, kann man schon ahnen, dass es zeitweilig hoch hergeht. Politikersprech liegt Klufti eigentlich nicht, da muss er sich ganz schön zusammenreißen. In Momenten, in denen das nicht klappt, sitzt jede Pointe. Über den ganzen Ablenkungen, denen Klufti ausgesetzt ist, kommt der Fall manchmal etwas zu kurz. Bei den vielen humorvollen Eskapaden verzeiht man das aber schnell. Gefühlt hört der Roman allerdings einen Satz zu früh auf.
Das Hörbuch wird super interpretiert von den Autoren selbst, die die Mundart von Klufti und seinen Kollegen wirklich lebendig machen. Dazwischen sorgt Martin Umbach für etwas ruhigere Momente. Eine sehr gelungene Mischung.
Das Cover passt zum Inhalt, denn Kluftinger ermittelt mehr als ein Mal im Wald und kann dabei an den Pilzen kaum vorbeigehen.
Als Interimspolizeipräsident hat Klufti ein weites Aufgabengebiet, so muss er auch eine großangelegte Terrorabwehrübung leiten. Dabei kommt ein Polizist zu Tode und es stellt sich schnell heraus, dass dies kein Unfall war. Neben den Ermittlungen wird Klufti auch noch in der Lokalpolitik aktiv, als „Lückenbüßer“ verstärkt er die Kandidatenliste seiner Partei für die Gemeinderatswahl. Da jedoch Dr. Langhammer für den politischen Gegner kandidiert, wird Kluftis Ehrgeiz geweckt und so poltert er auf seine spezielle Art durch den Regionalwahlkampf. Die Autoren haben auch im 13. Teil der Reihe wieder auf den Spaßfaktor gesetzt und lassen ihren Hauptprotagonisten in so manches Fettnäpfchen tappen. Dabei spielt aber auch die gesellschaftliche Entwicklung, speziell die seit Corona fortschreitende Spaltung der Gesellschaft eine sehr dominante Rolle. Und da liegt für mich eine Schwäche des Buches – das Schwanken zwischen Klamauk und Ernsthaftigkeit. Klüpfel / Kobr bringen ihre politischen Ansichten recht klar rüber, fallen aber auch immer wieder in Stereotypen zurück, malen Schwarz-Weiß-Bilder, wenn es um Reichsbürger, Coronagegner oder eben Rechte geht – andererseits thematisieren sie die Hetze im Netz sehr stark. Die trifft im Roman Kluftis Intimfeind Langhammer und lässt den Kommissar nachdenklich werden und letztendlich zeigt er echte Zivilcourage. Leider drängt diese Debatte den eigentlichen Fall ziemlich in den Hintergrund, die Ermittlungen verlaufen fast schon dilettantisch so nebenher und dienen eigentlich nur als Begründung für Touren quer durchs Allgäu um reichlich Lokalkolorit zu verbreiten. Die genauen Umstände, die das Opfer in seine Lebensumstände brachte, wurden nur unzureichend geklärt. Was das Buch auszeichnet, ist ganz klar der Kluftinger Humor, seine Wortgefechte mit Kollegen Ritchie oder Dr. Langhammer sind schon legendär und auch das schöne Allgäu wird ausreichend gewürdigt. Aber ansonsten war`s kein Meisterwerk, da bietet die Reihe deutlich bessere Teile.
Nachdem ich mehrere Bände ausgesetzt habe, weil ich das Interesse an Kluftinger verloren hab und die Geschichten immer weniger spannend wurden, habe ich mich an diesen neuen Band mal wieder rangewagt. Grund dafür ist, dass diese Geschichte in den Bergen spielt und der unangefochten beste Kluftinger (Himmelhorn) ebenfalls in den Bergen spielt.
Der Einstieg fiel mir relativ leicht, obwohl ich in den fehlenden Bänden offenbar einiges verpasst habe - Kluftinger ist Interimspolizeipräsident, er hat eine Enkelin und die neue Kollegin kannte ich auch noch nicht. Trotzdem geht es im Großen und Ganzen weiter wie erwartet: bisschen Kriminalfall, ein paar Ermittlungen, relativ viel Privatkram des Kommissars, diesmal engagiert er sich kommunalpolitsch und möchte in den Gemeinderat gewählt werden. Sein erbittertster Gegner dabei: Dr. Langhammer, der ebenfalls Gemeinderat in Altusried werden möchte.
Ja, war ein okayer Regionalkrimi, hatte mir persönlich zu wenig Berge und ist von Himmelhorn weit entfernt. Gut fand ich, dass sich mal jemand kritisch mit diesem Schwurblerthema auseinandersetzt, diese Leute laufen einem ja mittlerweile wirklich überall über den Weg und ihre Gefahr bzw. ihr Gewaltpotential wird (in meinen Augen) auch weithin unterschätzt.
Man bekommt mehr und mehr das Gefühl, die "Kluftinger Formel" wird immer mehr genutzt um Klufti wegen des Humors zu schreiben. Nicht mehr wegen des Krimi-Aspekts.
Kommissar Kluftinger, der ja auch Interims-Polizeipräsident ist, muss in dieser Position eine Anti-Terrorübung leiten. Bei dieser Übung geht es etwas Chaotisch zu und am Ende ist ein Polizist tot. Bei näherer Betrachtung kommt zu Tage, dass hier Fremdverschulden vorliegt. Jetzt heißt es den Fall schnell aufzuklären.
Kluftinger will in die Politik. Er hat sich zur Wahl es Ortsbeirates aufstellen lassen. Erst dient Kluftinger nur als Lückenbüßer auf einem der hinteren Listenplätze. Doch dann findet er gefallen daran und er denkt, dass er wirklich etwas für Altusried bewirken kann. Einer seiner politischen Gegenkandidaten ist Doktor Langhammer. Und damit ist das Wetteifern eröffnet.
Mit „Lückenbüßer“ haben die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr bereits den 13. Band der Kluftinger Reihe veröffentlicht. Immer noch ist Klufti Kult und ich freue mich über jeden neuen Band.
Die Geschichte ist zweigeteilt. Einmal die Ermittlung im Fall des toten Polizisten, die in die Querdenker und Nazi-Szene führt. Die Autoren erzählen die Ermittlungen mit viel Spannung. Dabei werden den Leser*innen auch die schöne Landschaft des Allgäus auf anschauliche Weise näher gebracht. Das gesamte Team, dass die meisten Leser*innen ja schon lange kennen ist an den Ermittlungen beteiligt.
Zum anderen ist es das Privatleben von Kluftinger, das eine große Rolle spielt. Der Kommissar will in die Politik. Erst nur als Lückenbüßer auf einem der hinteren Listenplätze, doch dann packt Kluftinger der Ehrgeiz und er steigt in den Wahlkampf ein. Hier muss er sich mit Doktor Langhammer messen, der sein politischer Gegner ist.
Wie gewohnt, enthält auch dieser Band wieder viel Lokalkolorit und auch der Humor, den man von den beiden Autoren kennt, kommt auch in diesem Buch nicht zu kurz. Die Protagonisten haben oft ihre kleineren oder größeren Macken und viele sind in all den Jahren etwas wie Freunde geworden, auf die man sich von Band zu Band freut. Volker Klüpfel und Michael Kobr haben mit Kommissar Kluftinger eine Kultfigur geschaffen, deren man nicht müde wird. Ihr unverwechselbarer Schreibstil macht das Lesen immer wieder zu einem Genuss.
So war auch dieser Band wieder viel zu schnell zu Ende. Ja das Ende, hier haben die Autoren für ihre Leser*innen wieder einmal einen Köter ausgelegt und kurz vor dem Zuschnappen wieder weggezogen. Jetzt heißt es warten bis Band 14 erscheinen wird. Ich hoffe, dass Kommissar Kluftinger noch nicht zu bald in Rente geht. Den ein Leben ohne Kluftinger ist möglich aber sinnlos.
Ein Toter, die Gemeinderatswahl und unsere Demokratie
Klüpfl und Kobr haben mit "Lückenbüßer - Kluftinger ermittelt" wieder einen abwechslungsreichen Krimi mit gesellschaftlicher Botschaft verfasst.
Der Krimi startet gleich mächtig gewaltig, mit einem Großeinsatz am Berg, der sich dann als Terrorübung herausstellt. Der wahre Terror warten dann aber auf den, nach wie vor Interimspräsidenten Kluftinger, als ein Toter entdeckt wird. Zunächst sind die Spuren spärlich und es ist geduldige Polizeiarbeit des ganzen Teams gefragt. Unterbrochen wird diese nicht schnell von der Hand gehende Polizeiarbeit von lustigen Klufti-typischen Momenten, denn der kandidiert als Lückenbüßer für den Gemeinderat. Wer hätte es anders erwartet gegen Dr. Langhammer. Dass dies zu vielen unterhaltsamen Momenten führt ist jeden Kenner der Reihe sicherlich logisch. Die Ermittlungen laufen so nebenher, phasenweise geht nicht so viel voran doch die Erzählweise des Autorenduos nimmt einem immer locker und flüssig erzählt mit. Kritisch wird es, als die Verdächtigen sich aus dem rechten Rand sammeln. Doch es geling Klüpfl und Kobr mit der nötigen Ernsthaftigkeit und ohne zu viel Klamauk oder Überspitzung Corona Leugner, Impfgegner und Feinde der Demokratie so zu porträtieren dass sie der Geschichte dienen und sich die einzelnen Erzählstränge wieder bündeln. In Kluftingers abschließender Wahlrede findet man dann ein eindeutiges Plädoyer für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und die Achtung der Persönlichkeitsrechte eines jeden Einzelnen.
Lieber Klufti aka Interims-Polizeipräsident, Leiter des “K1 Kempten”, Opa, Vater, Sohn, Ehemann (“Butzele”) und Intimfeind von Dr. Langhammer! Ich hätte mir ja niemals gedacht, dass ich mal so ein großer Fan von dir werde, dass ich die Bücher, in denen du die Hauptfigur bist, gleich zum Erscheinungstermin inhalieren und sogar weiterempfehlen würde. Und das in diesem #Bookstagram, wo die meisten jetzt solche spannenden, aber halt auch zwischendrin durchaus albernen bzw. “humorvollen” Regionalkrimis eher nicht so goutieren, gell. So ein “Commitment” meinerseits kann mich Follower kosten, ich hoffe dessen bist du dir bewusst. Ich muss zugeben, als mir ein ehemaliger Klassenkamerad bei einem Klassentreffen vor über 10 Jahren über seine Leidenschaft für deine Bücher erzählte, habe ich als Literaturwissenschaftlerin ja auch erstmal innerlich die Nase gerümpft. Aber dann war ich, als ich es selbst probiert habe, “hooked” wie man heute sagt und was du natürlich sofort nicht oder falsch verstehen würdest - englische Ausdrücke magst du ja nicht so, gell? Jedenfalls habe ich jeden einzelnen Fall gelesen.
Und jetzt sind wir schon beim dreizehnten angelangt. Eine Terroreinsatzübung am Berg, bei dem ein eurem Team bislang unbekannter uniformierter Kollege umkommt. Und genau dort um den Tatort herum hast du ganz schön viele Steinpilze entdeckt und nach Hause geschleppt. Ich kann Markus und Yumiko übrigens verstehen, dass sie der Maxima die nicht geben wollten, wir jungen Eltern sind ein bisschen übervorsichtig - nimm es ihnen nicht krumm. Es war überhaupt viel Persönliches in diesem Buch, dessen Hauptthema die zwei großen P's waren: Pilze und Politik. Zu Letzterer hast du dich überreden lassen: Als Lückenbüßer bei der Altusrieder Gemeinderatswahl. Eigentlich wolltest du ja gar nicht gewählt werden - und dann hat dich doch der Ehrgeiz gepackt. Und den Langhammer auch, er war wie immer in Bestform. Die Sprüche auf den Wahlplakaten sind eigentlich schon für sich genommen 5 Sterne wert. Aber den Cliffhanger ganz am Ende, den nehm ich deinen Autoren ein bissle krumm… Sollen wir jetzt wieder 2 Jahre warten, bis wir wissen, wie es weitergeht? So wie damals bei der Maxima? Aber du, was den Fall betrifft - so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Ein unsympathisches Opfer, dazu noch Querdenker und Corona-Leugner, der mit den Rechten abgehangen ist. Die Thematik war echt ein bisschen zäh, fast wie die Seitan-Entenbrust, auf der du rumgekaut hast. (Wobei, die war ja eigentlich ganz lecker, oder?) Aber wenn ich da an so Fälle denke wie “Grimmbart” oder “Funkenmord”, dann werd’ ich schon ein bisschen wehmütig. Sind deine besten Zeiten wirklich schon vorbei? Ich mein du kannst ja nix dafür, wer ermordet wird und in welchen Kreisen sich der bewegt. Und wie komplex das Ganze daherkommt (diesmal nicht so), kannst du ja auch nicht beeinflussen, du bist ja nur die ausführende Gewalt. Aber sag den Herrn Klüpfel und Kobr bitte bei nächster Gelegenheit, dass sie in den 14ten Fall mehr Würze ohne Geschmackstärker (die Erika benutzt ihn ja auch nimmer, gell) reinbringen sollen, bitteschön. Also wenn's geht. Und keine Rechtsradikalen (von denen gibt es gerade in der Realität eh schon genug). Ansonsten war es schon wie immer ganz unterhaltsam und auch oft lustig. Die Brotdosen-Szene: Ganz großes Kino. Und deine Erfahrungen mit Social Media waren auch mal wieder peinlich deluxe. Und weil wir uns schon so lange kennen, will ich in der Rezension, die ich noch schreiben muss, auch gnädig sein. Aber nur wenn du mir so ein “Giveaway” vom Langhammer besorgst. Also einen Eiskratzer zum Beispiel (“Heute schon an morgen denken”). Du weißt ja: Eine Hand wäscht die andere. Von daher: Lest es oder lasst es bleiben. Oder um dich zu zitieren: “Und jetzt lasst mir meinen Frieden, ich muss endlich was schaffen, Himmel[*pieeeep*]saubande, hundsverreckte!” (S. 145)
Nette Unterhaltung, aber wenig Spannung und viel Klamauk
Eine großangelegte Polizeiübung wird plötzlich bitterer Ernst, als ein Polizist ums Leben kommt. Kluftinger, aktuell Interimspräsident der Polizei, muss sich den Vorwurf der Fahrlässigkeit gefallen lassen. Er und sein Team ermitteln und bald schon stellt sich heraus, dass der Tod des Kollegen kein Unfall, sondern Mord war. Bei den Untersuchungen verkehrt Kluftinger in ihm völlig fremden politischen Kreisen. Ziemlich erhellend auch für ihn privat, da er sich aktuell selbst als Politiker versucht und für den Gemeinderat kandidiert. Eigentlich sollte er als Lückenbüßer einen hinteren Listenplatz füllen, ohne Aussicht gewählt zu werden. Doch dann tritt Kluftis liebster Feind Dr. Martin Langhammer ebenfalls bei der Wahl an und Klufti entwickelt den Ehrgeiz, ihn in die Schranken zu weisen.
Die Geschichte wird chronologisch erzählt. Sie liest sich meist flüssig und leicht. Manche Formulierungen wirken allerdings etwas steif und brav und erinnern fast an einen Schüleraufsatz. Das einprägsame Cover ist auf den ersten Blick sofort als Teil der Reihe zu erkennen.
Als Klufti-Fan der ersten Stunde habe ich den etwas tollpatschigen Kommissar mit der Zeit sehr liebgewonnen. Kommissar Adalbert Kluftinger, Klufti, tritt oft in Fettnäpfchen, steht mit Technik, Digitalisierung und Neuerungen auf Kriegsfuß und wirkt häufig unbeholfen, aber stets sympathisch. Immer wieder beweist er aber auch besonderen Scharfsinn und Intelligenz, die ihn so manche verzwickte Kriminalfälle erfolgreich haben lösen lassen. Leider zeigt sich Kluftis Spürnase in diesem Band erst sehr spät und der Kommissar kommt insgesamt doch sehr naiv und plump herüber. Es gab für mich deutlich zu viele Fremdschämmomente, in denen ich Klufti sein allzu kindliches Denken und die Ungeschicklichkeit einfach nicht abnehmen wollte. Er wirkte mir, wie auch sein Konkurrent Doktor Martin Langhammer, deutlich zu überzeichnet.
Bei den Kluftinger-Krimis spielt der Kriminalfall in der Regel die Nebenrolle. Auch diesmal laufen die Mordermittlungen nur am Rande ab. Die Auflösung gestaltet sich dann auch recht unspektakulär und scheint letztlich gar nicht so wichtig. Stattdessen sammelt Kluft Pilze, macht Wahlkampf, wirbt für sich und erfährt, warum manche Bürger sich nicht mehr repräsentiert fühlen und das Vertrauen ins System verloren haben. Dabei werden leider kaum Klischees ausgelassen und alles bleibt doch sehr an der Oberfläche. Einige skurrile Szenen, vor allem mit Dr. Langhammer und Kluftingers Eltern, haben mich gut unterhalten. Aber viele Situationen waren mir einfach zu viel, zu gewollt, zu klamaukig, zu überzeichnet und zu oft schon dagewesen. Es fehlt der rote Faden, die Handlung plätschert ohne Spannung nur so dahin. Den eigenen, ganz speziellen, drolligen Kluftingercharme habe ich diesmal zu selten wahrgenommen. Ich wollte das Buch wirklich gerne mögen, aber leider ist „Lückenbüßer“ für mich der bisher schwächste Band der Reihe und nur hartgesottenen Kluftifans zu empfehlen. Alle anderen sollten lieber mit den früheren, deutlich unterhaltsameren und originelleren Bänden starten.
Adalbert Kluftinger, Interims-Polizeipräsident, lässt sich bei den Gemeinderatswahlen in Altusried als sogenannter Lückenbüßer aufstellen. Weil eben noch einer fehlt, und er so weit hinten auf der Liste eh nicht gewählt werden kann. Doch als sein Erzfeind und Nachbar, Dr. Martin Langhammer, ebenfalls kandidiert und den Wahlkampf mit sehr viel Eifer betreibt, packt den Klufti der Ehrgeiz. ER will und kann doch was für seine Gemeinde bewirken, nicht dieser besserwisserische, zugezogene Preuß'! Achja, einen Mordfall gibt es natürlich auch noch aufzuklären.
Auch in seinem 13. Fall kann Klufti wieder mit seiner mürrischen Art überzeugen, die einfach nur lustig rüberkommt! Grumpy Klufti halt! :D Der Fall selbst geht diesmal leider komplett durch Kluftingers Privatleben bzw. den Wahlkampf unter - das macht aber gar nichts, denn dieser Band ist so unterhaltsam wie noch nie! Kluftingers politische Haltung ist einerseits fragwürdig, andererseits am Zahn der Zeit. Er will sich ja nicht von seinem uralt-VW Passat trennen, denn er hängt dran und der ist noch gut, und nun auch schon ein Odtimer. Dass dieser viel verbraucht, macht er dadurch wett, dass er betont, dass man ja nichts wegschmeißen und neu kaufen muss (Umweltschutz!!), was noch gut ist.
Obwohl auch der Kriminalfall natürlich interessant und spannend ist! Denn bei einem Übungs-Einsatz in den Bergen, wo eigentlich alles abgesperrt ist, wird eine Leiche gefunden. Ein Kollege, der jedoch gar nicht für den Einsatz eingeteilt war. Bei den Ermittlungen gelangen Klufti und seine Kollegen in die rechtspolitische Szene, was zwar viele Klischees aufgreift, aber auch brandaktuell ist.
Man fühlt sich sofort wieder wohl in Altusried, was auch besonders an Kluftis Frau Erika liegt (ich frage mich jedes mal, wie die so einen Grantler aushält ;) Man trifft wieder auf Kluftis Kollegen Roland Hefele, Obergscheitler Richi Maier und die taffe Lucy Beer und natürlich seinen Erzfeind Nummer 1: Nachbar und "Quacksalber" Dr. Martin Langhammer samt Ehefrau Annegret. Leider haben Sohn Markus, dessen Frau Yumiko und v.a. die Enkelin eher wenig Platz bekommen; die wünsche ich mir im nächsten Band wieder präsenter.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Klufti endlich seine Scheuklappen abgelegt und sich emotional und sozial weiterentwickelt hat!! Er ist natürlich immer noch, so wie er halt ist: altmodisch, konservativ und mürrisch. Doch er ist nun auch offener für Neues und bei dem Wahlkampf, bei dem Langhammer übel mitgespielt wird (was halt an Langhammers spezieller Art gelegen hat) stellt Kluftinger mit Entsetzen fest, dass dieser nicht mehr sein Intimfeind ist, sondern er ihm tatsächlich sowas wie ans Herz gewachsen ist. Also so irgendwie halt. Mir kamen da echt die Tränchen ;)
Fazit: Klufti at his best! So humorig und unterhaltsam, und Klufti entwickelt sich weiter. Der Kriminalfall ist dann leider eher Nebensache, aber das macht gar nichts, denn Kluftis Wahlkampf ist Spannung pur!
„Lückenbüßer - Kluftinger ermittelt“ von Michael Kobr und Volker Klüpfel geschrie-ben, erschien im September 2024. Der Krimi wurde von den Autoren selbst sowie Martin Umbach vertont.
Es ist ein bedeutsamer Tag für den Interims-Polizeipräsidenten Kluftinger, der die Leitung eines Einsatzes in den Bergen übernommen hat. Doch der Einsatz gerät völlig außer Kontrolle und ein Polizist verliert dabei sein Leben. War Kluftingers chaotische Planung für den Tod des Kollegen verantwortlich? Negative Schlagzeilen kann er nicht gebrauchen, denn er kandidiert gerade für den Gemeinderat – ursprünglich nur als Notlösung, um die Liste zu füllen. Doch als er erfährt, dass sein Erzfeind Doktor Langhammer ebenfalls kandidiert, wird sein Ehrgeiz geweckt. Schnell wird klar, dass hinter dem Todesfall in den Bergen mehr steckt als nur ein tragisches Unglück. Kluftinger muss herausfinden: Warum musste sein Kollege sterben?
Das Cover des Buches ist ansprechend, auffällig und interessant mit der Perspekti-ve gestaltet. Die Farben des Waldes und der Tiere passen gut auch zum Inhalt, da ja zum einen das Unglück dort passierte, zum anderen auch immer mal wieder Kluf-tingers große Leidenschaft ihn in den Wald führt, das Pilze sammeln.
Kluftinger als Hauptfigur ist ein besonderer Schlag Mensch, der durch seine Aus-drucksweise schon auch aufhält. Dennoch ist er den meisten Leser/innen sicher sympathisch und humorvoll. Die Nebenfiguren, wie seine Frau, der Doktor Langhammer oder auch sein Team auf Arbeit sind gut ausgearbeitet und tragen zur Vielschichtigkeit der Handlung bei.
Die Story hat mir gut gefallen. Ich fand es schön, dass neben dem Kriminalfall auch Kluftingers Wahlkampf und seine privaten Geschichten eine Rolle spielten. Einigen Krimifans fehlt dann vielleicht, dass man an der Lösung des Falles arbeitet und es immer wieder zwischen den Themen wechselt.
Ich habe das Buch als Hörbuch genossen und war begeistert, wie gut die drei Män-ner die Geschichte, die Figuren, haben lebendig werden lassen. Die verschiedenen Charaktere und der Erzähler kamen dadurch gut zur Geltung und es blieb spannend.
Die Autoren setzen sich in diesem Band nicht nur mit dem Thema Kriminalität auseinander, sondern auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Rechtsextremismus und politische Intrigen. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und gleich-zeitig unterhält.
Für mich war es der erste Kluftinger Fall und ich habe durch das Hörbuch Lust be-kommen, weitere Fälle zu lesen/hören. Zumal dieser Fall genau an der Stelle endet, als es um das Wahlergebnis geht.
Kluftinger ist vorübergehend Polizeipräsient und die behördenübergreifende Terrorübung für ihn eine große Sache. Statt auf Terroristen getrimmte Beamte zu verhaften, muss er sich mit einem echten Toten auseinandersetzen, ausgerechnet ein Polizeikollege kommt bei der Übung ums Leben. Und auch privat geht es rund bei Kluftingers. Er wird gebeten, sich als Lückenfüller auf die Liste für die Gemeinderatswahl setzen zu lassen und das hat ungeahnte Folgen für ihn.
So fand ich’s:
Zum 13. Mal ermittelt Kluftinger und lässt uns auch in sein Privatleben blicken. Der vorherige Band “Affenhitze” hat für mich leider etwas geschwächelt und deshalb war ich froh, dass der “Lückenbüßer” wieder mehr nach meinem Geschmack war. Ich habe zur Hör-Version gegriffen, die von den beiden Autoren und Martin Umbach wunderbar vertont wird, mit teilweise allgäuerisch angehauchter Mundart von Klüpfel und Kobr, was für eine sehr authentische Atmosphäre sorgt, aber sicher für alle gut verständlich ist.
Die Mordermittlungen und das Private Kluftingers teilen sich wie üblich ziemlich gerecht die Hör-Zeit.
Der tote Polizist Lothar Schaller war erstaunlicherweise gar nicht eingeteilt, um an der Terrorübung teilzunehmen, sondern wohl privat im Übungsgelände unterwegs – ein Sympathisant der Querdenker und Rechts-Populisten? Als Klufti und sein Team Schallers Privatleben beleuchten, tauchen sie ein in eine Szene, mit der man einerseits zur Genüge auch im richtigen Leben konfrontiert wird, die einen aber auch andererseits überrascht und durchaus amüsiert.
Als Personenschützer hatte Schaller Kontakte zur “großen Politik” und Kluftinger schaut bei seinen Ermittlungen ebenfalls ein bisschen hinter die Kulissen der politischen Bühne. Das bringt ihm einige Erkenntnisse, die er nutzen kann für seine Kandidatur um einen Sitz im Gemeinderat. Eigentlich sollte er nur auf einem der hinteren Plätze der Wahlliste genannt werden, ohne echte Chance auf einen Gemeinderatsplatz. Doch irgendwann packt ihn der Ehrgeiz, denn sein Erz-Konkurrent Doktor Langhammer kandidiert ebenfalls und geht viele Dinge ganz anders an als Klufti.
Wie erwartet, gibt es reichlich Situationskomik und humorvolle Szenen und inzwischen dürften alle wissen, ob ihnen der Kluftinger-Humor liegt oder nicht. Ich habe mich gut amüsiert, aber ich weiß auch die ernsteren Töne zu schätzen, die sich immer mal wieder dazwischen mogeln.
Unterm Strich war der “Lückenbüßer” gute Unterhaltung und ich kann besonders die Hörversion empfehlen.
Gewohnt unterhaltsame Lektüre mit etwas bemühtem Aktualitätsbezug Der neue Kluftinger beginnt mit einer rasanten Eröffnung. Kluftinger als Interims-Polizeipräsident fühlt sich etwas überfordert im Rahmen einer Sondereinsatzübung. Dann kommt dabei auch noch ein Kollege ums Leben und Kluftinger und sein Team steigen gewohnt unkonventionell und mit der erwarteten Situationskomik in die Ermittlungen ein. Wie üblich, ist Kluftinger jedoch nicht nur mit seiner Polizeiarbeit beschäftigt, sondern auch mit Herausforderungen im Privaten konfrontiert. Dieses Mal ist es nicht – oder nur am Rande – die Familie, sondern eine Kandidatur für den Gemeinderat, zu der sich der Kommissar in der Funktion eines „Lückenbüßers“ hat überreden lassen. Dass sein stärkster Konkurrent ausgerechnet Dr. Langhammer ist, der die Aufgabe mit der ihm eigenen Akribie und Professionalität angeht, lässt in Kluftinger einen gewissen Ehrgeiz erwachsen. Die Fälle von Kommissar Kluftinger lese ich immer wieder gerne. Sein Charakter schwankt sehr sympathisch zwischen Naivität, Pragmatismus und einem gewissen Gespür für die Lösung seiner Fälle. Dazu kommen ebenso vertraute Figuren, wie der neunmalkluge Meier oder der übertrieben von sich selbst überzeugte Dr. Langhammer. Einen neuen Kluftiger zu lesen, fühlt sich dadurch wie das Treffen mit mehr oder weniger beliebten Familienmitgliedern an. Ich persönlich habe mich bei diesem Band besonders über den Ort des Geschehens gefreut, weil mir Sonthofen und Oberstdorf als Urlaubsorte sehr vertraut sind und ich ein paar neue und interessante Dinge über die Orte gelernt habe. Etwas zu stark und bemüht waren mir Bezüge zu aktuellen Themen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass jede Herausforderung der heutigen Zeit auch noch mit verarbeitet werden musste. Diese reichen von KI, Shit-Storm auf Social Media oder Corona-Leugnung und Rechtsextremismus über Nachhaltigkeit bis hin zur Bedrohung von Politikern. Ein paar weniger dieser Themen hätten aus meiner Sicht dem Buch gut getan. Als Frau fand ich auch etwas schade, dass die weibliche Kollegin Lucy in diesem Fall kaum eine Rolle spielte. Ich fand sie tat dem letzten Fall gut und hat etwas weibliches Flair in das Team hineingebracht. Mein Fazit ist dennoch: Wohlfühlliteratur für eine gemütliche und unterhaltsame Zeit mit einer vertrauten „Familie“ und einer Tasse Tee auf dem Sofa. Genau das richtige für die dunklere Jahreszeit.
Beim Durchführen einer Anti-Terror-Übung stirbt ein Polizist. Unfall oder Mord? Interims-Polizeipräsident Kluftinger übernimmt die Ermittlungen, obwohl er sich doch gerade auf seine Wahl in den Gemeinderat vorbereiten möchte.
AUDIO Das Hörbuch wird von einem Sprecher und den beiden Autoren gesprochen. Der Sprecher ist erstklassig und die Autoren haben die Dialekte eingebracht. Das lohnt sich richtig.
COVER Das Cover des Buches ist äußerst ansprechend, besonders im Vergleich zu den zwölf Vorgängern.
THEMATIK UND HANDLUNG Das Buch beginnt schockierend: Mitten in einer Polizeiübung wird eine echte Leiche entdeckt. Bald gibt es erste Hinweise darauf, dass es möglicherweise kein einfacher Unfall war. Während mehr über das Opfer enthüllt wird, beginnt man zu spekulieren, wie die Tat abgelaufen sein könnte. Obwohl der Anfang spannend ist, verliert der Krimi im Verlauf an Dramatik. Der eigentliche Mordfall gerät in den Hintergrund, die Ermittlungen kommen nur schleppend voran. Stattdessen fokussiert sich die Erzählung stark auf Kluftingers Privatleben und seine Beziehungen zur Familie, dem Rivalen und den Kollegen und Kolleginnen. Gegen Ende nimmt das Buch jedoch wieder Fahrt auf und überrascht dann doch noch.
CHARAKTERE Kluftinger wird als schrullig, altmodisch und unbeholfen dargestellt. Er lehnt alles Neue ab und zeigt kaum Selbstreflexion. Dennoch wirkt er auf seine eigene Art liebenswert. Viele Charaktere - insbesondere Kluftinger - sind stark klischeebehaftet und jede Figur scheint fest in einer bestimmten Schublade zu stecken.
SCHREIBSTIL UND HUMOR Der Schreibstil zeichnet sich durch einen altväterlichen Allgäuer Humor aus, der den Krimi gemütlich und provinziell wirken lässt. Auch politische Themen finden hin und wieder Platz – jedoch meist nur humoristisch überspitzt im Kontext von Kluftingers konservativer Sichtweise. Hier hätte ich mir noch mehr Einordnung gewünscht.
FAZIT Für mich war es der erste Buch über Kluftinger, das ich gelesen habe. Der 13. Teil ist ein humorvoller Alpin-Krimi, der den Fokus vor allem auf den Protagonisten und sein Privatleben legt – der Mordfall bleibt dabei manchmal eine Randerscheinung. Trotzdem ist der Fall interessant aufgebaut und die Auflösung war spannend.
Den Kriminalroman “Lückenbüßer” hat das Autorenduo Klüpfel/Kobr im September gemeinsam mit dem Verlag ullstein herausgebracht. Das tolle Cover macht Lust auf einen Ausflug in die Berge. Es passt gut in die Geschichte, in die Reihe und in das Genre. Es ist der dreizehnte Fall für Kommissar Kluftinger und sein Team. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit modernen Worten und einem humorvollen Schreibstil ist es dem Autorenduo mit nur wenigen Sätzen gelungen, meinen Geist in ihren Bann zu ziehen. “Klufti” folge ich bereits seit seinem ersten Kriminalfall und so war es mir eine Freude, ihn wieder zu begleiten. Positiv stelle ich fest, dass der Band ca. 432 Seiten hat. Für mich ist das eine angenehme Dicke. Das Buch liegt gut in der Hand und ist nicht zu schwer. Einmal mit dem Lesen begonnen, ist es kaum noch möglich, diesen Krimi wieder aus der Hand zu legen. Geschickt hält das Duo die Spannung in der Geschichte und lässt mich gelegentlich mal Schmunzeln. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. Das Hauptaugenmerk des Autorenduos ist die Kandidatur von “Klufti” für das Bürgermeisteramt. Was ursprünglich als Lückenbüßer begann, beginnt ihm Freude zu bereiten. Vor allem, weil sein Nachbar und Erzrivale Dr. Martin Langhammer als Gegenkandidat antritt. Mir hat das richtig viel Spaß gemacht. Leider gerät der Krimi in den Hintergrund und ich hatte schnell die richtige Idee, wer den der Täter ist. Das Autorenduo hat mich an meiner Idee nicht zweifeln lassen und so wünsche ich mir für den nächsten Teil schlicht mehr Raffinesse für den Krimi und die Auflösung des Cliffhangers am Ende. Ich hoffe, ich muß nicht so lange warten. Alles in allem hat das Autorenduo Klüpfel/Kor br einen spannenden Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht. Mir hat er viel Spaß gemacht. Ich habe mit ihm einige spannende Stunden ab vom Alltag verbracht und empfehle ihn gerne uneingeschränkt weiter. Von mir bekommt “Lückenbüßer” verdiente 4 Sterne.
Klufti isch bäck, hat aber viele Leser verloren. Warum? Weil da gefühlt sehr viel indifferenter Müll im Buch ist. Also mein Mann hat nur gesagt: Zuviel ARD und ZDF geguckt. Man fühlt sich wieder in die Coronazeit zurück versetzt. Alles was nicht im Mainstream mitläuft ist ein Schwurbler und Verschwörer. So wird auch hier ein sehr schwarz-weißes Bild gezeichnet. Die „Linken“ im Buch sind allesamt rechtschaffen, während die vermeintlich „Rechten“ eine Truppe aus unliebsamen Zeitgenossen darstellt. Sorry, dass ist zuviel der Klischees!
Es gab nur wenige Szenen, die mich mitgerissen haben und an den alten Klufti erinnert haben. Zum Beispiel: Als er seine Pilze geopfert hat und gegen seinen Erzfeind angetreten ist.
Der Schreibstil wäre super, wenn nur der „Inhalt“ nicht wäre. Und zudem hat mich genervt, dass offen gelassen wurde, wie die Wahl ausging. Also wenn man seitenlangen Mist (meine persönliche Meinung) schreibt, dann könnte man auch wenigstens das schreiben. Ich schätze es nicht, wenn zu viel offen bleibt. Denn ob man das je im nächsten Buch erfährt, weiß man nicht (Jutta Mehler). Das hat mir meine ehemalige Lieblingsserie Kluftiger auch schon lang verhagelt. Ich war Fan und süchtig, da muss man das nicht machen.
Kluftinger ist auch nicht mehr so richtig authentisch. Es gab so viele unglaubwürdige und seltsame Sachen.
428 Seiten und dann nicht mal die wichtige Frage beantwortet, wie geht die Wahl aus. Dafür aber wieder Leute in die Ecke drängen, die es gewagt haben, selber zu denken und selber zu entscheiden. Unsere Demokratie geht mit solchen Autoren flöten! Denn das Buch kam 2024 raus, nach Corona!
Ach was reg ich mich auf. Ich kann dem Buch nur den Pflichtstern geben und versuche in Zukunft Klüpfl und Kobr zu meiden. Wobei ich noch ein Buch hab, das teuer genug war, das ich lesen muss. Weil Geld gibt’s ja nicht zurück… Ihr seht schon, ich bin sehr, sehr angesäuert!
Kluftinger geht in die Politik - oder: Wenn Autoren nichts mehr einfällt, machen sie es genauso. Zumindest fühlte sich für mich das Buch so an. Ich meine, die Reihe geht ja schon seit den letzten Büchern ordentlich den Bach runter, aber so langweilig wie dieses war bisher noch keines. Dabei fing es eigentlich ganz gut an: Kluftinger, als Interimspolizeichef ist verantwortlich für eine Übung am Berg. Doch statt der Fake-Toten gibt es plötzlich einen echten - auch noch einen echten Polizisten und Personenschützer. Also müssen sich Klufti, Richi und Co auf die Suche nach dem Täter machen. Und weil der eigentlich von seinem ersten Auftauchen schon feststand, musste der Krimi mit richtigem Schmarr'n gewürzt werden.
Denn Kluftinger soll jetzt Politiker werden. Damit er sich wieder während des Wahlkampfs und beim Bedienen der ach-so-modernen (*gähn*) Social Media so richtig subintelligent anstellen kann. Apropos kann: Kann darüber eigentlich wirklich noch jemand lachen? Wenn sich Klufti in sämtlichen technischen Belangen anstellt wie ein Neandertaler? Es fiel schon schwer, in den letzten Büchern überhaupt ein müdes Schmunzeln rauszupressen, aber hier wollten sich die Mundwinkel nicht einmal mehr nach oben bewegen. Und ich selbst nicht zum Lachen in den Keller. Hier wurden so viele Worte verschwendet für Klufti fährt mit Richi durch die Gegend und Klufti streitet sich ewig mit Langhammer und Klufti sucht Pilze oder drückt sich davor, Pilze zu putzen (aber nicht, sie zu essen), dass der eigentliche Fall auf der Strecke blieb. Was in dem Fall allerdings nicht mal einen Verlust bedeutete, da er so konstruiert wurde, dass nicht mal mehr Richi ihn irgendwie schönreden konnte. Was mich zum Fazit bringt: Klufti sollte nicht in die Politik, sondern wirklich langsam in Rente gehen. Fünfhundert Lückenfüllerseiten sind einfach zu viel für ein bisschen Allgäukolorit.
Klufti zeigts allen – auch sich selbst Warum Kommissar Kluftinger, der grantelnde, teilweise weltfremde, eher konservativ eingestellte Allgäuer Kommissar, so ein Sympathieträger ist, wird sich mir nicht erschließen. Vielleicht, weil er so gar nichts Heldenhaftes an sich hat, wie viele andere Kriminaler. Nach längerer Abstinenz bin ich mit dem „Lückenbüßer“ als Hörbuch mal wieder ins mörderische Allgäu gereist und bin begeistert. Die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr bilden zusammen mit Martin Umbach ein kongeniales Sprechertrio, welches jeder Rolle durch Dialekt, Stimmmodulation und Artikulation einen eindeutigen Charakter verpasst. Es ist ein großes Vergnügen, den Dreien zuzuhören. Wortwitz und Komik kommen vor allem beim privaten Inhaltsstrang zum Tragen, denn Klufti tritt als „Lückenbüßer“ bei der Kommunalwahl an. Die Bemühungen und Anbiedereien beim Wahlvolk sind sehr amüsant und nur teilweise übertrieben satirisch, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Kluftis Ehrgeiz, aus dem Schatten des Lückenbüßers zu treten, wird geweckt, als Nachbar Langhammer ebenfalls zur Wahl antritt. Fortan treffen intuitive Klufti-Wahlkampfaktionen auf eine sorgfältig geplante Strategie, was zunächst urkomisch ist, dann aber eskaliert. Der Kriminalfall gerät dabei aber nicht zur Nebensache. Bei einer Polizeiübung kommt ein Kollege ums Leben. Bei den Ermittlung stoßen Kluftinger und seine Leute auf mögliche Motive, die leider tagesaktuell und sehr realitätsnah sind. Der Lückenbüßer – eine absolute Lese- und Hörempfehlung meinerseits.
Kluftinger hat als Interims-Polizeipräsident allerhand um die Ohren. Dann geht auch noch was bei einem Einsatz schief und ein Kollege wird tot aufgefunden. Bald stellt sich heraus, dass mehr als ein Unfall dahintersteckt. Als würde dieser Stress nicht schon genügen, kandidiert Klufti auch noch für den Gemeinderat. Anfangs noch als Lückenbüßer, doch später nimmt er die Wahl dann doch ernst, da er gegen seinen Lieblingsfeind Doktor Langhammer antritt.
Die schön gestaltete Waldszene mit süßem Eichhörnchen auf dem Cover passt wunderbar zum Allgäu und zum Inhalt des Buches.
Der Schreibstil des Autorenduos ist wie gewohnt locker-flockig und die Seiten rauschen nur so an einem vorbei. Bereits beim Klappentext musste ich schmunzeln, da es einfach so perfekt zum Klufti passt, dass er erst ehrgeizig wird, wenn es gegen Doktor Langhammer geht. Wie immer ist der Humor gepaart mit Kluftigs witzigen Eigenheiten einfach unschlagbar und ich musste oft vor mich hingrinsen. Es stimmt, dass der Kriminalfall ein bisschen von Kluftis Privatleben und der Wahl verdrängt wird, was ich jedoch gar nicht schlimm finde bei dem sympathischen Kerl. Der Fall an sich ist nicht gerade spektakulär, trotzdem macht es wieder Spaß, dem Team bei den Ermittlungen zu folgen.
Ich kann diesen bereits 13. Band sowie die ganze Reihe nur empfehlen und hoffe, dass uns der Klufti noch lange erhalten bleibt (und zwar so wie er ist und nicht plötzlich ganz abstrus und unsympathisch wird wie bei manch anderen langen Reihen). 5 Sterne
Es gibt einen neuen Kluftinger, jipieh dachte ich und freute mich sehr.
Dieses Mal scheinen die Autoren - Michael Kobr und Volker Klüpfel - den Krimi während Corona geschrieben zu haben, da hier doch noch ein paar Sachen mit einfließen. Kluftinger muss eine Einsatzleitung am Ofterdinger - oder wie das hieß - Horn leiten, weil sein Chef nicht da ist, darf er Interimschef spielen. Doch das ganze ist chaotisch und einiges geht schief. Denn Klufti ist der Macher und nicht der Befehlegeber. Und somit geht er mit seiner Mannschaft an den Ort des Geschehens. Dann geht Klufti auch noch in die Politik, erstmal nur ohne Ambitionen. Weil aber sein Intimfeind Dr. Langhammer sich auch bewirbt, wird Kluftis Ehrgeiz geweckt. Klar, dass nun auch politische Themen Einzug in das Buch bekommen. Der Krimi tritt etwas in den Hintergrund, aber das Buch ist keineswegs langweilig.
Ich finde auch den Lokalkolorit schön. Irgendwie war ich nun schon viele jahrelang nicht mehr im Allgäu und somit hat es Heimweh in mir geweckt. Vielleicht wird es noch was mit dem Allgäu. Der Krimi war gewohnt spannend, wenn auch im Hintergrund. Wir Fans lesen das Buch allerdings wegen Klufti. Also sein Privatleben ist weiterhin witzig und somit bin ich sehr begeistert vom Lückenbüßer. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil und vergebe gerne 5 Sterne.
Grandios Mein liebster und zugleich urigster Kommissar Kluftinger ist ja in allen Büchern des Klüpfel-Kobr-Duos regelmäßig in (z.T. selbstgemachten) Schwierigkeiten - und so auch im 13. Band der Reihe. Als Interims-Polizeipräsident könnte das Leben für unseren Allgäuer Ermittler doch so schön sein, wäre da nicht ein äußerst unschöner Mordfall in den eigenen Reihen während einer Einsatzübung, der Klufti vorsteht.
Als wäre das nicht schon genug, soll er bei der Wahl zum Gemeinderat zum titelgebenden Lückenbüßer herhalten. So richtig in Fahrt kommt er dabei erst als sein Erzfeind und Plagegeist Dr. Langhammer ihm zusetzt und er sich so richtig in den Wahlkampf stürzt.
Was ich bei Klufti immer schon am liebsten mochte war die Darstellung der Charaktere, des Allgäus und die Scharmützel von Klufti und seinem Intimfeind - im vorliegenden Krimi wurde ich diesbezüglich hervorragend abgeholt und habe oft und herzlich gelacht. Dass der Kriminalfall nicht so stark im Fokus stand, hat mich tatsächlich nicht wirklich gestört. Wirklich gelungen und für Fans der Reihe ein Must Read aus meiner Sicht!
Dies ist bereits der 13. Band der Kluftinger-Reihe aus dem schönen Allgäu. Und ich muss sagen, dieser ist um Klassen besser als die letzten - ich habe das Buch sozusagen verschlungen.
Der Kluftinger ist Interims-Polizeipräsident und leitet in dieser Funktion einen groß angelegten Einsatz in den Bergen. Doch leider geht hier so einiges schief und es gibt einen toten Polizisten. War es ein Unfall oder ein Tötungsdelikt?
Privat ist der Klufti ganz schön im Stress, denn er hat sich überreden lassen, sich zur Wahl zum Gemeinderat aufstellen zu lassen. Fragebogen ausfüllen, Fototermine, Interviews, usw. Doch als er mitbekommt, was sein Mitbewerber, der verhasste Dr. Langhammer alles anstellt, um gewählt zu werden, ist er nicht mehr zu halten - denn was der kann, kann er schon lange!
Dieser sehr gut zu lesende Krimi ist sehr humorvoll geschrieben und ich musste oft laut lachen. Meine volle Empfehlung dafür!
Zum Inhalt: Kluftinger ist immer noch Interims-Polizeipräsident und jetzt auch noch Kandidat für den Gemeinderat, allerdings nur als Lückenbüßer, damit die Liste voll genug ist. Während einer Großübung wird ein Kollege tot aufgefunden und das obwohl er gar nicht zur Übung eingeteilt war. Was zunächst als Unfall gewertet wird, wird schnell zum verzwickten Fall. Meine Meinung: Ich bin mir nicht so sicher, wie ich das Buch finden würde, wenn ich es lese, aber als Hörbuch machen mir die Kluftis dann doch immer wieder Spaß. Der Fall zeigt sich sehr spannend und nicht einfach zu lösen, aber am meisten hat mir in der Tat eher so ein Teil wie Fotos für den Wahlkampf machen oder auch die Apfelaktion am Supermarkt. Die Romane bieten ein gutes Maß an Spannung und dazu viel Humor und das macht es dann auch aus. Das Hörbuch wird unter anderem von den Autoren gelesen. Fazit: Wieder mal gut
Die Sprecher des Hörbuchs haben perfekt zu den Charakteren gepasst und haben einen direkt ins schöne Algäu befördert.
Leider ist mir der Fall an sich zu weit in den Hintergrund gerückt. Zeitweise hatte ich sogar vergessen, dass überhaupt ein Mord passiert ist, weil zu viel Fokus auf Kluftingers Wahlkampf lag. Jedes Mal, wenn der tote Polizist oder die Ermittlungen erwähnt wurden, war dass dann mehr so ein "Ah, da war ja was"-Moment.
Was mir jedoch gut gefallen hat ist die kritische Außeinandersetzung mit den Schwurblern. Gerade die Stelle, als Kluftinger sich im Wahlkampf die Frage stellt "Will ich einen Wahlsieg, wenn es solche Leute sind, die auf meiner Seite stehen?" fand ich persönlich super.
Zefix, ich liiieebe Kluftinger! Auch dieses Mal hatte ich sehr viel Freude am Lesen. Klar, wenn man auf reine Krimis steht, wird man hier vielleicht enttäuscht. Die Nebenschauplätze machen fast mehr aus, als der Fall an sich. Priml.
Aber das ist mir wurscht. Ich mag den Humor ungemein. Mit einem Lächeln im Gesicht flog ich regelrecht durch diese Geschichte. Die kauzige legendäre Kluftinger Art, das Duell mit Laghammer, das frotzeln über Meier... Gepaart mit politischen und gesellschaftlich wichtigen Themen.
Ich kann nicht anders: 5 glasklare Steinpilze! Äh Sterne😁