Yrsa ist eine junge Wikingerin, die sich seit vier Jahren allein um ihrem Bruder Sjalfi kümmert. Schmerzvoll haben die beiden ihre Mutter verloren. Als Yrsa eines Tages von der Jagd nach Hause kommt, ist Sjalfi verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche und den gefährlichen Weg nach durch dunkle Wälder, auf ihren Fersen ein Mann, der sie aufhalten will. Doch Yrsas Traum war immer schon, eine Kämpferin zu werden. Und dies hier wird ihr erster Kampf gegen die unwirtliche Natur, gegen Männer, deren Geheimnisse sie nicht aufdecken soll, für den Glauben an das Gute. Und für die Liebe zu dem jungen Krieger Avidh.
Die junge Yrsa lebt mit ihrem kleinen Bruder Sjalfi seit dem Tod der Mutter alleine abseits ihres Dorfes. Es ist die Zeit, die wir später Wikingerzeit in Nordeuropa nennen werden. Es ist nicht leicht für Yrsa und Sjalfi so ohne Eltern und Schutz, doch heimlich träumt Yrsa davon, Kriegerin zu werden. Eines Tages ist Sjalfi verschwunden und Yrsa begibt sich auf die Suche nach ihm. Diese Reise ist für sie nicht ungefährlich, doch zum ihrem Glück trifft sie auch auf Menschen, die ihr wohlgesonnen sind. Einer davon ist der junge Krieger Avidh. Kann er ihr helfen, ihren Bruder wiederzufinden?
Yrsa: Journey of Fate hat mich zuerst aufgrund seines wunderschönen Covers angesprochen und dann hat mich die Kursbeschreibung überzeugt, da ich zu einem Buch über die Wikingerzeit nur schlecht nein sagen kann. Der Schreibstil (im Präsenz, wie neuerdings immer öfter zu finden) war schon wieder gewöhnungsbedürfig, aber der Inhalt und die Beschreibung des Alltags der Figuren hatten mich schon überzeugt, bevor Yrsas Abenteuer wirklich losgeht. Ein ganz großer Pluspunkt war, dass ich die Orte, an denen die Geschichte spielt (Haithabu, das Dannewerk, der Ochsenweg und zuletzt auch Ribe) kenne und mich in die Zeit und die Umgebung gut hineinversetzen konnte. Dafür ein großes Lob an die Autorin. Yrsas Geschichte war sehr spannend und hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Wer gut recherchierte historische Romane mag, sich für die Wikinger interessiert und von ein bisschen Romantik nicht abgeschreckt wird, liegt bei diesem Buch genau richtig. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und obwohl ich mich in dem Thema selbst sehr gut auskenne, noch einiges über die Phase der Geschichte gelernt.
Das Cover hatte mich direkt neugierig gemacht und ich mag es sehr gerne. Die goldene Veredelung ist sehr passend und allgemein passt das Cover sehr gut zum Thema Wikinger und zur Geschichte an sich.
Auch der Schreibstil von Alexandra Bröhm hat mir gut gefallen, denn er ist flüssig, spannend und durchaus leicht zu lesen, auch wenn es so einige Momente gibt, bei denen man sich die Haare raufen will. Ich wollte eigentlich nur mal schnell reinlesen und konnte es danach kaum mehr aus den Händen legen. Und das obwohl hier und da gar nicht mal so viel passiert ist. Es gibt so einige spannende Szenen und man folgt Yrsa auf der Reise durchs Land. Hier und da ging alles etwas schnell beziehungsweise etwas einfach gegen Ende hin.
Man lernt nach und nach dir Protagonistin etwas besser kennen. Hier und da gibt es einen Rückblick, warum sie manchen Menschen nicht vertrauen möchte. Avidh ist eigentlich ein absolut lieber Kerl, der Yrsa erst verwirrt und dann nach und nach zu ihrer Stütze wird. Hier und da war auch sein Verhalten zwar nicht ganz passend, aber nun gut. Was mich mein Yrsa ein wenig irritiert hat, war wie schnell sie manchen neuen Leuten vertraut hat, was sich wieder und wieder als Fehler herausgestellt hat, nicht immer, aber ziemlich oft. Hier und da ist sie zwar von ihrem Ziel, ihren Bruder zu retten, angekommen, aber sie würde alles tun, um ihn zu beschützen.
Insgesamt also ein wirklich gelungenes und spannendes Buch mit einer Protagonistin, die sich nicht klein machen lassen will. Wie oben schon erwähnt, war es hier und da ein kleines bisschen schnell und einfach gelöst und trotzdem habe ich das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen können. Ich freue mich schon auf die kommenden Bücher der Autorin.
Während ich mit auf eine spannende Wikingergeschichte mit einer starken Heldin und Abenteuern gefreut habe, musste ich mich leider am laufenden Band über die Protagonistin aufregen, weil sie wirklich furchtbar naiv und lernresistent war. Das Buch an sich war auch eher langatmig geschrieben und für mich leider eine Qual. Beendet habe ich es nur aus Sturheit. Aber ich hätte es abbrechen sollen. Zwei Sterne für Trolle und Waldgeister.
„Yrsa – Journey of Fate“, der Auftakt zu einer Dilogie um die junge Wikingerin Yrsa aus der Feder von Alexandra Bröhm, erschienen im Ullstein Verlag, begeistert zunächst durch eine wirklich wunderschöne Covergestaltung mit goldenen Prachtmotiven und Verzierungen auf pinkem Hintergrund. Bei dem knapp 600 Seiten dicken Buch wurde nicht an der Papierqualität gespart, es liegt gut in der Hand und blättert sich angenehm. Der Trend, dass deutschsprachige Autor:innen ihren Büchern englische Titel geben, ist nicht wirklich meiner, ich will dann immer auf den ersten Blick eine englische Ausgabe bestellen. Aber geschenkt, denn:
Mit „Yrsa“ legt Bröhm einen richtig guten Schmöker vor, der sich vorm Kamin ganz sicher genauso gut macht wie im Strandkorb. Die junge Wikingerin Yrsa, die ein eher unangepasstes Leben führt und davon träumt, als Kämpferin die Meere zu bereisen, begibt sich darin auf die Suche nach ihrem Bruder Sjalfi, der entführt wurde und erlebt auf dem Weg so viel Abenteuer, wie nur in 600 Seiten passen kann. Mehr zur Story will ich nicht verraten, denn es macht einfach viel zu viel Freude Yrsa auf ihrem Weg zu folgen. Ich habe das Buch verschlungen, es trifft genau die richtige Dosis an Spannung, wirklich gut geschriebener Slowburn-Romance, gemeinen Verwicklungen und Intrigen, lang gehegten Geheimnissen, Mystik und Magie, Historie und Plot-twists. Bröhm ist hier ein Pageturner gelungen, sie schreibt atmosphärisch stark und erfindet lebendige Charaktere, sie webt viel gut recherchiertes Wissen um die Wikingerzeit ein, ohne dass das je aufträgt und der Spannungsbogen trägt bis zum letzten Moment. Dabei schafft sie eine abgeschlossene Handlung, obwohl der Band zu einer Dilogie gehört, und dafür kann ich ihr gar nicht genug danken, denn auf den nächsten Band müssen wir nun leider ein Jahr warten. Das ist bitter, denn ich würde gerne direkt weiter suchten! Die rebellische Yrsa ist mir ans Herz gewachsen. So sehr, dass ich finde, eine Dilogie ist doch ein bisschen wenig? Kann man da noch was machen?
Einen Bonusstern würde ich gerne für das Nachwort vergeben können – dieses ist wirklich ganz besonders gelungen. Bröhm gibt dort eine umfängliche Einordnung ihres Schreibens in den historischen Kontext, und das liest sich noch einmal genau so spannend wie das ganze Buch. Dabei lässt sie auch die dunklen Themen wie Sklaverei (die es im Norden Europas auch gab, was vielen nicht bekannt ist) und Rassismus nicht außen vor. Ein solches Nachwort würde ich mir für jeden historischen Roman wünschen!
Alexandra Bröhm schreibt am Ende ihrer Danksagung, falls das Buch gute Unterhaltung und eine spannende Reise in die Vergangenheit böte, würde sie das sehr glücklich machen. Sie muss sehr sehr sehr sehr sehr glücklich sein. Holt euch den Schinken! Dann werdet ihr es auch.
Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar!
"Yrsa. Journey of Fate" von Alexandra Bröhm entführt den Leser in die faszinierende Welt der jungen Wikingerin Yrsa, die sich auf eine gefährliche und emotionale Suche nach ihrem verschwundenen Bruder Sjalfi begibt. Der Klappentext zeichnet bereits ein eindrucksvolles Bild: Yrsa, die nach dem Verlust ihrer Mutter allein für ihren Bruder sorgt, kehrt eines Tages von der Jagd zurück und findet ihn nicht mehr vor. Ihre verzweifelte Suche führt sie auf einen gefährlichen Weg nach Haithabu, durch dunkle Wälder und vorbei an Feinden, die versuchen, sie aufzuhalten.
Der Erzählstil des Buches ist einzigartig und erfordert zunächst etwas Eingewöhnung. Alexandra Bröhm hat einen Stil geschaffen, der nicht nur die raue und mystische Atmosphäre der Wikingerzeit einfängt, sondern auch die innere Zerrissenheit und die Stärke der Protagonistin Yrsa. Es dauerte eine Weile, bis ich mich an diesen Stil gewöhnt hatte. Doch sobald ich eingetaucht war, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Handlung ist spannend und gut umgesetzt, auch wenn sie an einigen Stellen etwas durcheinander wirkt. Dieses Gefühl kann allerdings subjektiv sein.
Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, war die Schwierigkeit, die zeitlichen Abschnitte in der Geschichte abzuschätzen. Die Erzählung springt manchmal abrupt und lässt den Leser etwas orientierungslos zurück. Dennoch gelingt es Bröhm, die Spannung konstant hochzuhalten und den Leser immer wieder in die Geschichte hineinzuziehen.
Die Figuren in "Yrsa. Journey of Fate" sind gut ausgearbeitet und vielschichtig. Yrsa selbst ist eine starke und entschlossene Protagonistin, die nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen ihre inneren Zweifel und Ängste kämpft. Ihre Beziehung zu dem jungen Krieger Avidh fügt der Geschichte eine zusätzliche emotionale Tiefe hinzu und zeigt auch die verletzliche Seite von Yrsa.
Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Natur und der Umgebung. Die Autorin schafft es, die unwirtliche und zugleich faszinierende Welt der Wikingerzeit lebendig werden zu lassen. Die dunklen Wälder, die gefährlichen Pfade und die geheimnisvollen Männer, die Yrsa aufhalten wollen, tragen alle zur bedrohlichen und zugleich fesselnden Atmosphäre des Buches bei.
Insgesamt ist "Yrsa. Journey of Fate" ein Buch, das trotz kleinerer Schwächen durch seine spannende Handlung und die tiefgründigen Charaktere überzeugt. Alexandra Bröhm hat eine packende Geschichte geschaffen, die den Leser in eine andere Zeit und Welt entführt. Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Sternen und empfehle es allen, die sich für historische Romane mit starken Protagonistinnen und abenteuerlichen Handlungen interessieren.
War das ein Lesevergnügen! Obwohl natürlich nicht alles vergnüglich ist auf Yrsas Reise, in Yrsas Welt, einer Zeit, in der Frauen wenige Rechte hatte. Wobei ich doch erstaunt war, welch hohen Stellenwert die Frauen der Wikinger hatten. Zumindest diejenigen, die mit einem Mann verheiratet waren. Am besten mit einem, der was taugt. Anpacken oder kämpfen kann.
So eine Frau möchte Yrsa nicht sein. Nicht werden, obwohl der Schmied Njáll ihr attraktive Angebote macht. Yrsa möchte eine Kriegerin werden. Nicht hilflos sein, nicht abhängig, sondern kraftvoll. Und selbstbestimmt leben und durchs Land ziehen können. Zum Kämpfen kommt sie schneller als geplant, als ihr Bruder Sjalfi verschwindet und sie sich auf die Suche nach ihm macht. Diese wird ihr vor allem durch Njáll erschwert, der so begeistert ist vom Gedanken eine junge Frau wie Yrsa als sein Eigentum bezeichnen zu können, dass er alles mögliche in Gang setzt, um Yrsa zu Finden und zurückzuholen. Im Notfall mit Gewalt.
Yrsa ist eine weibliche Figur, die sowohl in ihre Zeit passt, als auch in die Moderne zu transferieren ist. Sie setzt sich zur Wehr gegen patriarchale Strukturen, die ihr auf vielfältige Weise begegnen. Yrsa trotzt ihnen aus eigener Stärke heraus und dem Willen ihren Weg zu gehen und holt ihre Stärke nicht - wie so oft in historischen oder fantastischen Romanen - aus den Verletzungen, die ihr zugeführt werden und das gefällt mir besonders. Sie ist nicht frei von Narben und Scham, die ihr durch Männer zugefügt wurde, aber ihre Kraft trägt sie in sich und dort holt sie diese auch heraus, um ihren eigenen Weg zu gehen.
Historikerin Alexandra Bröhm erzählt eine gut recherchierte und authentisch erzählte Geschichte einer jungen Frau, in die sie die Traditionen und Gebräuche, sowie den Lebensstil der Menschen zur Zeit der Wikinger mit einfließen lässt. Das macht den Roman so wunderbar lebendig und äußerst spannend. Passend zum Buch postet Alexandra Bröhm auf ihrem Instagramkanal kleine Beiträge über die historischen Fakten, die im Roman verarbeitet werden. Sehr spannend und informativ.
"Yrsa. Journey of Fate" ist für mich in diesem Jahr ein Highlight im Genre historische Romane und ich freue mich sehr, dass es einen weiteren Band geben wird, der voraussichtlich im Juli 2025 erscheinen wird.
Das pinke Cover ist mir direkt aufgefallen und bei näherem Hinschauen, dann tatsächlich auch das Wikingerschiff und die Ornamente in Gold. Wobei man sich von der pinken Farbe nicht täuschen lassen sollte, in Yrsa Journey of Fate von der Autorin Alexandra Bröhm kann es auch sehr düster und mächtig zu Sache gehen, ganz die Wikinger Art eben.
Yrsa macht trotz ihrer jungen Jahren einen sehr reifen und selbstständigen Eindruck. Sie kümmert sich liebevoll um ihren kleinen Bruder und ist natürlich über sein Verschwinden überaus verstört und panisch. Ständig kreist die reele Gefahr in der Luft, dass ihm etwas passiert sein könnte. Dennoch versucht Yrsa einen klaren Kopf zu bewahren und macht sich auf den Weg jeden noch so kleinen Hinweis über seinen Verbleib nachzugehen. Dabei begegnet sie den Krieger Arvidh, der sie direkt beeindruckt. Nicht nur sein gutes Aussehen sticht hervor, sondern auch seine unglaubliche Kampferfahrung. Yrsa findet sich schon bald wieder in Lügen und Intrigen, die bis in die Vergangenheit reichen und mit ihrer Mutter zu tun haben. Und immer wieder kommt ihr Wunsch selbst Kriegerin zu werden in greifbare Nähe, wenn nicht die Suche nach ihrem Bruder immer wieder Priorität hätte.
Die Autorin und auch Historikerin schafft es wunderbar die Lebensweise der damaligen Zeit mit einer fiktiven Story und etwas Magie darzustellen. Von den vielzeitigen Glauben an die Götter und Trolle, bis zu den Heilerinnen und Seherinnen, ist alles sehr faszinierend und Grundstoff viel die vielseitige Handlung.
Der Schreibstil empfinde ich als sehr bildlich und teils detailliert, sodass man sehr gut in die Story abtauchen kann. Die Suche mit Yrsa nach ihrem Bruder ist teils rasant, aber stockt auch hier und da. Dennoch gibt es einen interessanten Plot Twist, der doch sehr überraschend war. Die Story ist mit Band 1 zwar inhaltlich abgeschlossen, aber der zweite Band liefert wunderbar eine Grundlage für die Weiterentwicklung von Yrsa.
Insgesamt würde ich Yrsa als leichte Fantasy mit historischen Background empfehlen. Ich freue mich auf den 2 Band der Wikinger-Dilogie, Yrsa-Journey of Trust, in dem wieder andere Schwerpunkte und neue Abenteuer auf uns warten.
Beim Buch "Yrsa - Journey of Fate" handelt es sich um den ersten Teil einer historischen Dilogie um die junge verwaiste Wikingerin Yrsa, die sich um ihren kleinen Bruder kümmert, der jedoch plötzlich verschwunden ist.
Den Klappentext oder die Beschreibung des Buches sollte man nicht lesen, denn damit werden die knapp 600 Seiten ziemlich öde, denn bis auf Details wird die Handlung bereits vorweggenommen.
Nachdem ich Assassins Creed Valhalla samt sämtlicher DLCs gespielt habe, fühle ich mich in der nordischen Mythologie sehr sattelfest. Dadurch konnte ich mir mit Aussagen wie "deine Schmeidekunst steht jener der Söhne Ivaldis um nichts nach" auch etwas anfangen und es halt mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Nachdem auf dem Cover ein Kriegsschiff abgebildet ist, habe ich mir zumindest einen Flussraubzug oder Ähnliches erwartet, vor allem, vor Yrsa doch Kriegerin werden möchte. Ebenso habe ich "Spottstreite" vermisst, Situationen, in denen sich Krieger:innen mit Versen duellieren hätten können, haben sich ja reichlich im Buch ergeben.
Bis auf Flüche und einen Trank, der jedoch nicht wirklich handlungsrelevant war, blieb auch Magie auf einem niedrigen Niveau, auch hier hätte ich gerne mehr Details gelesen.
Auch von der Schmiedekunst erfährt man nur am Rande, obwohl ein Schmied eine bedeutende Rolle in der Handlung hat. Mir ist nicht begreiflich, warum er sich bei der Nachfrage und den hohen Preisen, die für Waffen bezahlt werden, nicht mehr in die Arbeit stürzt. Auch hier wäre, meiner Meinung nach, noch mehr drin gewesen.
Versöhnlich gestimmt hat mich jedoch die Geschichte um den jungen Krieger Avidh, dessen Vergangenheit jedoch noch in weiten Strecken im Dunkeln liegt, sowie das Kampftraining mit Gunnar.
Bei Band 2 wüsste ich gerne, ob die Handlung dann endlich an Fahrt aufnimmt, dem würde ich eine Chance geben, wenn er mir in die Hände fällt, kaufen würde ich das Buch aber nicht.
Fazit: Ein Wikingerroman ist es, jedoch mit viel zu wenig Kampfhandlung für eine Kämpferin für meinen Geschmack.
„Yrsa. Journey of Fate“ ist der erste Band der Wikinger-Dilogie der Autorin, Historikerin und Journalistin Alexandra Bröhm.
Die Handlung beginnt im Jahr 843. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich die Wikingerin Yrsa um ihren kleinen neunjährigen Bruder Sjalfi. Das Leben wird immer schwieriger und Yrsa möchte das Dorf verlassen, da sich die Bewohner eh schon von ihr abgewendet haben. Als sie nach einer Jagd nach Hause zurückkehrt ist Sjalfi weg. Ysra befürchtet Schlimmes und macht sich auf die Suche. Dabei muss sie sich als Kämpferin beweisen und verschiedenen Gefahren und Herausforderungen stellen.
Der größte Teil der Handlung wird aus Ysra Perspektive geschildert. Sie ist eine starke Protagonistin, die ihren eigenen Kopf hat und mir von Anfang an sympathisch war. Sie verkörpert nicht das typische Frauenbild der Wikinger wodurch sie in ihrem Dorf anstößt und gemieden wird. Trotz ihrer Stärke ist sie aber auch ein wenig naiv und manchmal zu vertrauensselig. Dieser Widerspruch machte sie für mich zu einer sehr authentischen Protagonistin.
Die Natur, Landschaften und Orte werden bildhaft beschrieben, so dass ich sie direkt vor Augen hatte.
Der Schreibstil von Alexandra Bröhm liest sich angenehm. Es gelingt ihr gut die Atmosphäre der damaligen Zeit zu vermitteln. Dabei gibt sie einen faszinierenden Einblick in das Leben der Wikinger. Der Alltag im Dorf, das Leben der Bewohner und die nordischen Mythologie werden gelungen mit der Handlung verbunden. Man merkt, dass die Autorin Historikern ist und ausgiebig recherchiert haben muss.
Interessant ist auch das abschließende Nachwort zum historischen Hintergrund, mit dem Alexandra Bröhm ihre Story gut einordnet. Im vorderen Innencover gibt es zudem eine Karte, durch die ich mir Ysras Reise gut vorstellen konnte und die das Buch gelungen abrundet.
Die Geschichte ist emotional, spannend, mitreißend und voller Emotionen, so dass ich nun gespannt auf den zweiten Teil warte, der leider erst im Juni 2025 erscheinen wird.
Ich habe bisher noch nicht aus der Wikingerzeit gelesen und war sehr gespannt auf die Story.
Man merkt, dass die Autorin sich als Historikerin sehr intensiv mit dieser Epoche auseinandergesetzt hat. So zeigt Alexandra Bröhm sehr eingängig wie das Leben einer jungen Frau damals auszusehen hatte und mit welchen Widerständen Yrsa kämpfen musste, weil sie für sich ein anderes Leben gewünscht hat. Man muss Bedenken wie jung Yrsa ist und sie zur damaligen Zeit keine Schulbildung erhalten haben wird.
Doch worum geht es überhaupt?
Yrsa ist seit den viel zu frühen Tod ihrer Mutter für ihren kleinen Bruder verantwortlich. Das Leben könnte so einfach sein, würde Yrsa nur endlich heiraten. Doch die junge Frau will schon seit ihrer Kindheit in die Fußstapfen ihres Vaters treten und Kriegerin werden. Mit ihrer Andersartigkeit wird sie von den Mitbewohnern des Dorfes gemieden. Als dann eines Tages ihr Bruder Sjalfi verschwunden ist, begibt sich Yrsa auf in ein großes Abenteuer ihren Bruder wiederzufinden. Auf ihrer Suche wird sie mit Männern konfrontiert die es nicht gut mit ihr meinen, trifft aber auch auf Weggefährten, die sie schützen und in ihrem Wunsch Kriegerin zu werden unterstützen. Doch kann sie ihren Wunsch mit der Suche nach Sjalfi vereinen?
Das Buch hat mit seinen fast 600 Seiten auch ein paar Längen, so dass ich immer wieder mal auf die Hörbuchvariante zurückgegriffen habe, da das Buch wunderbar vertont ist.
Insgesamt hat mir der Einblick in die Zeit der Wikinger gefallen, auch wenn ich tatsächlich mit burschikoseren Männern und mehr Kriegsgeschehen gerechnet hatte. Ich bin schon gespannt wie diese Geschichte weitergeschrieben wird und warte auf Band zwei um Yrsa, Sjalfi und Avidh wieder zu treffen.
🌱 Worum geht's? 9. Jahrhundert. Eine Zeit, in der viel Handel getrieben wurde, man sich ein Leben mit Handwerk oder als Krieger aufgebaut hat, Männer mehrere Frauen haben durften, Menschen sehr spirituell waren (Stichpunkt nordische Mythologie).
Yrsa ist eine junge Frau, die lieber Kämpferin werden möchte, statt zu heiraten. Seit ihre Mutter - die Seherin Katla - verstorben ist, kümmert sie sich alleine im ihren kleinen Bruder Sjalfi.
Als dieser eines Tages verschwindet, begibt sich Yrsa auf die Suche und verstrickt sich dabei in allerlei Schwierigkeiten.
☘️ Meine Meinung Autorin Alexandra Bröhm hat es mit guter Recherche und einem flüssigen Schreibstil geschafft (und das im Präsens!), die Wikingerzeit detailgetreu abzubilden - und daher hatte die Geschichte eine große Sogwirkung auf mich. Ich musste unbedingt wissen wie es mit Yrsa weitergeht.
Erwartet keinen großen Spannungsbogen und keine epischen Kämpfe - das Buch lebt neben dem Plot von seiner ausführlichen Beschreibung über das Leben zu jener Zeit. Yrsa ist noch jung, sie ist (noch) keine starke Kriegerin - sie schafft es jedoch durch ihren Mut und Willensstärke, an ihr Ziel zu kommen.
Es gibt zusätzlich eine schöne Liebesgeschichte, die gut in das Geschehen eingewebt wurde und nicht aufdringlich erscheint.
🍀 Fazit Mich konnte das Buch vollends überzeugen und ich freue mich auf den Folgeband, der im Jahr 2025 erscheinen wird.
Am Ende gibt es noch ein Nachwort über das tatsächliche Leben der Wikinger, die sich selbst gar nicht als solche bezeichnet haben (aber lest selbst!) und das hat das Buch meiner Meinung nach nochmal abgerundet. <3
(Wer eine schnellere Abhandlung des Plots bevorzugt, dem wird es vorkommen, dass die Geschichte bei knapp 600 Seiten einige Längen aufweist.)
P.S.: Mir ist beim Lesen leider die Goldfolie vom Titel abgekupfert 🥲
Überraschend fesselnd – Sympathische Hauptfigur und jede Menge Details zur Wikingerzeit
Mit ihrem Roman „Yrsa. Journey of Fate“ schickt uns Autorin Alexandra Bröhm auf eine faszinierende Zeitreise ins 9. Jahrhundert. Ich persönlich hatte bisher noch nicht viel über diese Zeit gelesen und so war das Buch für mich eine abwechslungsreiche Lektüre. In ihrem Nachwort ordnet die Autorin ihre Geschichte historisch ein und klärt auf wo Fiktion und wo geschichtswissenschaftliche Grundlagen vorliegen. Auch wenn wir Vieles heute gar nicht mehr genau wissen, legt sie großen Wert auf Authentizität und ihre ausführliche Recherche war dem Roman deutlich anzuspüren. Darüber hinaus ist Yrsa aber auch eine sympathische Protagonistin, welche ich gerne auf ihrer Reise begleitet habe. Neben ihrer persönlichen Entwicklung, lässt die Handlung außerdem viel Raum um damalige, kulturelle und alltägliche Aspekte darzustellen. Der Schreibstil ist deshalb eher ausschweifend, zog mich durch sein Detailreichtum aber in seinen Bann. Bei spannenden Szenen, wie etwa den Kämpfen, versteht es die Autorin trotzdem auch das Tempo anzuziehen. So entsteht eine abwechslungsreiche und bunte Mischung, welche in einem packenden Finale gipfelt. Auch wenn es einen weiteren Band geben wird, ist die Handlung erst mal abgeschlossen, was ich gut finde. Alles in allem lasen sich die gut 600 Seiten erstaunlich kurzweilig, so dass ich das Buch gerne weiterempfehlen mag. Am historischen Setting sollte man allerdings auf jeden Fall interessiert sein.
ein sehr gutes Buch mit der richtigen Mischung aus Spannung und Historie- Die junge Wikingerin Yrsa kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter um ihren kleinen Bruder Sjalfi. Als Yrsa eines Tages von der Jagd zurückkehrt, ist Sjalfi verschwunden. Im Folgenden versucht Yrsa ihren Bruder aufzuspüren und reist dabei nach Haithabu. Doch ihre Reise beherbergt viele Tücken: Njall, ihr Beinahe-Ehemann, ist ihr auf den Fersen. Zum Glück springt ihr in den brenzlichtes Situationen der junge Krieger Avidh bei. Yrsa spürt schnell, dass sie ihm wie niemandem sonst vertraut... Yrsa ist meiner Meinung nach ein extrem guter Jugendroman. Er verbindet geschichtliche Themen (Wikinger) mit Fantasie (Magie, Götter). Die Figuren sind sehr authentisch gestaltet und trotz der Erzählweise kann man sich einigermaßen gut in diese hineinversetzen. Das Cover zeichnet sich vor allem durch das kräftige, lebensfrohe Magenta aus und überzeugte mich von Anfang an durch die goldenen und silbernen Akzente. Diese Ausgestaltung passt einfach wunderbar zum Buch und der Handlung! Am Anfang meiner Lesereise hatte ich starke Probleme mit der Schreibweise (3.Person!). Ich lese von Grund auf sehr ungern solche Bücher, daran hat auch dieses Buch nicht viel geändert. Dennoch überzeugte mich letzendlich die Handlung, auch wenn ich ihren Schreibstil für ausbaufähig halte. Dies ist allerdings meine persönliche Meinung, denn ich habe es echt gerne gelesen Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans von Romanen mit einer Mischung aus geschichtlichem Hintergrund und Fantasie!
Zwischen Sagen und Mythen Nach dem Tod der Mutter kümmert sich die junge Wikingerin Yrsa allein um ihren jüngeren Bruder Sjalfi. Als Sjalfi plötzlich spurlos verschwindet, macht sie sich auf die Suche und muss einige Gefahren meistern. Hilfe erhält sie von dem Krieger Avidh, der ihr schon bald nicht mehr von der Seite weicht.
Die Handlungen wurden fesselnd geschrieben. Wir begleiten Yrsa auf ihrer Reise auf der ständig etwas passiert, so ist die Geschichte abwechslungsreich aber auch sehr informativ. Die Autorin Alexandra Bröhm ist Historikerin und das merkt man bei der Figurendarstellung und der Beschreibung der Begebenheiten. Von der Kleidung bis zur Darstellung der Orte, vermischt mit den nordischen Sagen und Mythen ist alles wunderbar stimmig. Eine Karte vorn im Buch lässt die Geschichte noch lebendiger wirken.
Yrsa ist ein sehr starker Charakter, sie lässt sich nichts sagen und weiß was sie will. Ihr Wunsch eine Kämpferin zu werden, ist für Frauchen in der damaligen Zeit eher ungewöhnlich. Auch alle anderen Protagonisten, von den Bösewichten bis zur guten Heilerin, wurden perfekt in Szene gesetzt.
Gestört hat mich ein bisschen der teilweise abgehackte Schreibstil und ein paar Wiederholungen in den Gedanken und Dialogen. Die Hintergründe zum Verschwinden von Sjalfi waren für mich etwas dünn dargestellt, auch die Geschichte zu Yrsas Eltern wurde nur ansatzweise erzählt. Na ja, vielleicht erfahren wir mehr dazu im zweiten Teil.
Lovestory zur Zeit der Wikinger Das Cover springt durch den grell pinken Hintergrund verziert mit Wikingersymbolen in auffälligem Golddruck sofort ins Auge. Die Szenerie spielt hauptsächlich im Ort Haithabu mit umliegenden Dörfern zur Zeit des nordischen Frühmittelalters im 9. Jahrhundert. Im Zentrum der Geschichte steht eine Kämpferin, eine junge Wikingerin namens Yrsa, die auf der Suche nach ihrem entführten Bruder einige gefährliche Hürden überwinden muss, aber auch ihren kämpferischen Freund Avidh lieben lernt. Bei ihren Streifzügen sogar bis nach Nibe machen die vielen Götter, Elfen, Trolle, Amulette etc. aus der nordischen Mythologie diese fiktive Geschichte lebendig. Die wichtige Aufgabe der Seherinnen und Heilerinnen wird betont. Der Alltag von Kriegern und Dorfbewohnern oder das Geschäft mit der Sklaverei sind gut nachvollziehbar. Begriffe wie Hacksilber, Wikgraf oder das Sagafest animieren zum Googeln. aAlle Handlungsfäden finden am Ende sinnvoll zueinander. Das Nachwort zum historischen Hintergrund dieses Buches ist aufschlussreich. Störend waren hingegen mehrfache Wiederholungen zu Yrsas schlechtem Gewissen bei der Suche nach ihrem Bruder, aber auch ihre ablehnende Haltung zur Heirat von Njáll als Nebenfrau. Eine gelungene Mischung aus Fiktion und Historie mit starker weiblicher Heldin.
Auch wenn die Farbgebung nicht ganz mein Fall ist, springt das schimmernde Gold und das dunkle Pink schnell ins Auge. Auch der Klappentext verspricht eine epische Geschichte zur Zeit der Wikinger.
Yrsa an sich ist recht sympathisch, aber ganz warm bin ich mit ihr auch nicht geworden. Generell gab es viele verschiedene Charaktere, die den Lauf der Geschichte zu großen Teilen auch belebt haben. Auf jeden Fall hat die Autorin in meinen Augen sehr gut verstanden, wie sie die Sympathien für Charaktere lenken kann.
Das Setting und auch die Idee zur Handlung an sich fand ich sehr ansprechend und spannend. Nur leider hat sich die Erzählung für mich schon früh angefangen zu ziehen. Es gibt so viele Passagen, die nichts mit der Handlung zu tun haben... Natürlich ist das auch ein Stilmittel und in einem gewissen Maße vollkommen ok. Aber hier war es mir viel zu viel und langatmig.
Darunter hat für mich auch die Spannung des Buches im Allgemeinen gelitten. Denn natürlich gab es hier auch einige fesselnde und spannende Stellen. Sie sind nur etwas durch die ausschweifende Erzählweise an den Rand gedrängt worden.
Der Schreibstil an sich war gut lesbar, wenn man von der abschweifenden Art einmal absieht.
Bevor ich irgendetwas zu dem Buch sage, möchte ich anmerken, dass ich mir eine Triggerwarnung im Buch gewünscht hätte. Leider gab es die weder im Buch, noch auf der Seite vom Verlag, was ich irgendwie schade fand. (Korrigiert mich gern, wenn ich da falsch liege.) Deshalb gibt es am Ende der Rezension eine kleine Auflistung von mir.
Aber nun zum Buch: Yrsa ist zur Abwechslung mal eine starke, weibliche Protagonistin, was mir echt gut gefallen hat. Allerdings muss man auch sagen, dass sie mit 18 dann doch noch relativ jung ist und man das an einigen Stellen im Buch gemerkt hat, was sie mir allerdings nur noch sympathischer gemacht hat. Der Schreibstil hat sich auch richtig gut lesen lassen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Trotzdem hatte das Buch einige Längen, in denen die Handlung nicht wirklich voran gekommen ist. Historisch war das Buch auch sehr gut recherchiert.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir auch die Lovestory ganz gut gefallen hat. Vom Hocker reißen konnte mich das Buch storytechnisch aber nicht und zwischendrin hat es sich für mich dann doch zu sehr gezogen. Deshalb von mir leider nur 3/5 Sternen.
Das Buch "Yrsa - Journey of Fate" geschrieben von Alexandra Bröhm war mein erster Wikingerroman. Für Neulinge in dieser Thematik ist dieses Buch ein guter Einstieg. Besonders mit der Karte im vorderen Teil des Buches, die zu meiner Begeisterung das wunderschöne Farbschema des Covers aufnimmt, bietet eine gute Orientierung in der neuen Welt. So kann man genauestens der Reise der Protagonistin Yrsa folgen, die sich auf die Suche nach ihren verschwundenen Bruder Sjalfi macht. Auf dieser "Journey" begegnen der mutigen und willensstarken Yrsa einige Hindernisse, aber nicht ohne Grund war es schon immer ihr Traum eine Kämpferin zu werden. Es ist erfrischend einen weiblichen Charakter zu begleiten, die ihren Selbstwert kennt und daran festhält. Ich mag die vielen Charakter, die in diesem Buch auftauchen, dadurch wird es nie eintönig oder träge. Wer also nach einem historischen Roman mit Spannung, Abenteuer und weiblicher Stärke sucht, hat mit diesem Buch sein Ziel gefunden.
Yrsa - Journey of Fate ist der Auftakt einer romantischen Wikinger Dilogie voller nordischer Mythologien und Sagen. Die Geschichte rund um Yrsa und ihrem Bruder Sjalfi hat mich sehr bewegt. Yrsa strahlt Mut und Entschlossenheit aus, sie kämpft für das was ihr wichtig ist. Nach dem Tod ihrer Mutter, ist es ihre Aufgabe sich um Sjalfi zu kümmern. Aber durch den harten Winter zu kommen und 2 Mäuler satt zu bekommen ist nicht immer einfach. Ihren Traum eine Kriegerin zu werden hat sie trotz allen Hindernissen nie aufgegeben. Um zu überleben geht sie Risiken ein, und diese werden noch schwerwiegender, als Sjalfi verschwindet und Yrsa die Suche nach ihm beginnt. Die Reise ist lang und Yrsa ist vielen Gefahren und Intrigen ausgesetzt.
Dieses Buch ist eine tolle Lese Lektüre für alle die sich für die Wikinger und die nordische Sagenwelt interessieren. Zudem darf natürlich auch etwas Romantik und Spannung nicht fehlen. All das bekommt ihr in deiesem Buch geboten. Gelegentlich ist die Geschichte mal langatmig, aber sie hat mir trotzdem sehr gut gefallen.
Das wunderschöne Cover hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und der Inhalt hat dann nur den Rest getan. Eine malerisch und detailreiche Geschichte zu einer starken weiblichen Protagonistin zur Winkingerzeit des heutigen Osteuropas. Ich mochte es sehr gerne wie die Geschichte geschrieben ist. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der mich in den Bann gezogen hat. Die Handlungen und Gefühle der Protagonistin waren unglaublich gut nachvollziehbar. Hier und da war ich ein wenig verwirrt über die Zeit- und Erzählersprünge, da habe ich hier und da mal den Überblick verloren. Auch hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Action gewünscht. Aber alles in allem war es toll erzählt und vor allem toll geschrieben. Sehr flüssig. Spannende Charaktere die wirklich interessant waren und bildhaft beschriebe Settings. Genau wie die Charaktere teilweise wirklich unberechenbar gewesen sind und das die Geschichte so auch unvorhersehbar macht.
Die junge Wikingerin Yrsa muss seit dem Tod ihrer Mutter vor vier Jahren alleine für ihren kleinen Bruder Sjalfi sorgen. Da ihre Mutter Seherin war, wird sie von den meisten Dorfbewohnern gemieden. Auch ansonsten ist sie nicht bereit deren Erwartungen zu erfüllen und zu heiraten, stattdessen will sie Kämpferin werden. Nachdem Sjalfi überraschend verschwindet, steht für sie fest, dass sie ihn finden muss. Damit beginnt ein unerwartetes Abenteuer.
Das Buch ist eine gute Mischung aus Fiktion, Historie und Mythologie. Dabei führt die Autorin ihre Leser geschickt an die Lebensweise der Wikinger heran, verknüpft die Mythologie so, dass magische Geschöpfe wie Elfen und Trolle vorkommen aber wohl nur in der Wahrnehmung der Charaktere stattfinden.
Es gibt viele Details und trotzdem steckt die Story voller Spannung, Action und ein wenig Romantik.
Obwohl es sich um den ersten Teil einer Dilogie handelt, ist die Handlung in sich abgeschlossen.
Zum Inhalt: Yrsa und ihr Bruder Shalfi haben ihre Mutter verloren und so kümmert sich die junge Wikingerin Yrsa seit vier Jahren allein um ihren Bruder. Als sie eines Tages von der Jagd kommt, ist ihr Bruder verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach ihm in Richtung Haithabu. Ihr folgt ein Mann, der sie aufhalten will, doch sie ist nicht gewillt, sich aufhalten zu lassen, war es doch schon immer ihr Traum eine Kämpferin zu sein. Meine Meinung: Das war mal eine schöne Variation, in dem nicht immer die männlichen Wikinger im Vordergrund stehen sondern die junge Yrsa die wichtigste Figur ist. Das Buch ist schon ein ganz schöner Wälzer, aber dadurch, dass schon eine gewisse Grundspannung da ist, liest sich das Buch flott weg. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm lesbar und merkte durchaus das da jemand schreibt, der die Materie gut kennt. Fazit: Gut gemacht
Der Roman Yrsa erinnert mich stark an den Roman Das Gesetz der Natur. Es geht um sehr viel Kriegerisches, sehr viel Überlebenskampf in der Natur, viele Jagdszenen und gefährliche, übergriffige Männer. Wer sich zudem noch für Geister und Hellseherei interessiert und die Geschichte der Wikinger, dem empfehle ich den Roman. Zeitlich spielt es im neunten Jahrhundert.
Meiner Meinung nach gibt es abgesehen von der Zeit und dem Wikingerpart viele Parallelen zu Solomonica de Winters Roman. Nicht nur geht es um viele hier genannte Punkte, es gibt sogar in einer Szene ebenfalls einen Bären im Mittelpunkt.
Empfehlenswert für alle, die gern einen langwierigen Roman über eine starke Frau in eine Zeit, in der Männer geherrscht haben, lesen wollen. Da es sich um Teil eins handelt, muss man aber zwingend auch Teil 2 für das große Finale lesen.
Als junge Frau lebt sie halb ausgestoßen und mittellos am Rand ihres Dorfes - und doch schlägt sie sich furchtlos durchs Leben, träumt davon Wikingerin zu werden, und beschützt ihren Bruder als ihr letztes Familienmitglied bis aufs Blut. Als Yrsas Bruder plötzlich verschindet, scheut sie vor nichts zurück um ihn zu suchen. Dabei stellt sie ihre eigene Rolle als Frau in der Gesellschaft in Frage, hält sich nicht an Konventionen und entdeckt eine neue Welt in Städten, Freundschaften, ihrer eigenen Stärke und der Magie und Mythologie ihrer Zeit.
Eine mitreisende Geschichte um die junge Protagonistin Yrsa, die sich als starke, unabhängige Frau ihren eigenen Weg bahnt. Auf ihrer Reise durch den Norden Deutschlands nimmt sie uns auch mit in die damalige Zeit (ca 860), die die Autorin wunderbar lebensecht, detailreich und greifbar rekonstruiert. Ich bin begeistert, wie realisitisch die Autorin die Romanwelt in die echte Historie unserer Welt eingebaut hat. Und diese mit einer emotional mitreisenden, spannenden und sich entwickelnden Geschichte verwoben hat. Ganz großes Lob! Ich freue mich schon auf die Fortsetung.
Besonders empfehlen würde ich das Buchen jungen LeserInnen (YA, NA). Die Romanwelt und Geschichte sind für alle Alterklassen interessant, wie ich finde, die Charaktere bewegen sich jedoch im Altersrahmen von grob 17-22 und beschäftigen sich daher auch eher mit Charakterentwicklung und Emotionen von Heranwachsenden. Diese sind auch durchaus sehr gut nachempfunden und gut dargestellt, als erwachseneR LeserIn können einem die wirren Jugendgefühle doch ein wenig viel werden (vorallem wenn man das Buch in wenigen Tagen verschlingt ;) ).