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Worte statt Waffen. Wie Kriege enden und Frieden verhandelt werden kann

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Kriege und Konflikte erschüttern die Welt. Doch wie steht es um die Chance auf Frieden? Als Konfliktforscher und ehemaliger UN-Waffeninspekteur ist Jan van Aken ausgewiesener Kenner der Materie. Er Was können wir aus früheren Kriegen und Konflikten lernen, welche Dynamiken und Werkzeuge sind notwendig, damit verfeindete Akteure miteinander sprechen und friedliche Lösungen möglich werden? Jan van Aken verwebt gekonnt neueste Erkenntnisse der Friedensforschung mit Geschichten und Beispielen aus dem wirklichen Leben, um die unterschiedlichsten Mittel und Wege einer friedlichen Konfliktlösung aufzuzeigen. Er beschreibt, wie Sanktionen funktionieren könnten, dass Krisenprävention möglich ist und welche Rolle die Weltgemeinschaft oder auch die Naturwissenschaften spielen könnten. Ein spannender, kenntnisreicher und persönlich verbriefter Blick hinter die Kulissen diplomatischer Friedensfindungsprozesse sowie eine Mut machende Erinnerung daran, dass eine Chance auf Frieden immer besteht.

305 pages, Kindle Edition

Published August 29, 2024

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About the author

Jan van Aken

11 books3 followers
Also known as J.J.C. Van Aken

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Community Reviews

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Displaying 1 - 12 of 12 reviews
Profile Image for Steffi.
340 reviews321 followers
October 6, 2024
Great book 'Words instead of Weapons' (2024), especially as I am trying to deep dive into conflict resolution, peace negotiations, and overall disarmament - somewhat against the tide of the current apocalyptic edging towards ever greater wars.

The author and German MP Jan van Aken (from Die Linke, possibly the only remaining electable party in Germany, if you're a socialist/pacifist, ya?!) was a former weapons inspector (biological weapons) with the UN and he does drop this bit of info quite a lot 🫣 On the other hand, this may be good re credentials as I don't think pacifists who actually work on intergovernmental stuff, including in war contexts, need to be lectured by armchair generals in western capitals that 'there's no alternative' to weapons exports and support to active conflicts as peace negotiations would amount to capitulation (or otherwise undermining freedom and western values). Most liberal pro NATO armchair generals have never set foot into a war zone and this may explain partially why they are so at ease with proxy warfare.

There are a few important take-aways (as per peace research) which could/ should also be instructive re: next steps on Ukraine where we're at a crossroads again.

There are some interesting technical points in terms of what conditions need to be in place for peace negotiations to be 'successful', including the current situation in Ukraine which is a very costly and painful stalemate where neither side can win militarily and both could gain from a cessation of hostilities. Obviously, the real work starts after that, with years of very complex negotiations and trust building but, again, it's doable if there's political willingness, especially by 'big brother' countries to the countries at war.

Other takeaways are political: we need to move away from military solutions only and continue to explore diplomatic solutions, including the current efforts offered by China (re Ukraine). Contra my own pacifist hardline, van Aken does not see this as 'either or' but maintains that in the context of Ukraine weapons support did make a difference to defend Ukraine but still we must push for diplomatic solutions.

Other interesting chapters cover disarmament and successful disarmament agreements in the past, including those during the Cold War (eg anti ballistic mi
treaty) and those that came about as a result of civil society pressure (eg the 1997 Anti-Personnel Mine Ban Treaty) - disarmament is a major precondition for creating peace and stability so this agenda must be advanced.

I feel like the book was written at the most critical time but it's somewhat difficult to read about peace and diplomacy when the world is quite literally going up in flames, somewhat spiraling out of control.
Profile Image for Ben.
25 reviews2 followers
October 6, 2024
„Ich möchte in einem Land leben, in dem das Primat des Zivilen gilt“
Ganz ganz wichtige Gedanken in einer Zeit, in der meist in erster Linie an militärische Lösungen in Konflikten gedacht wird. Es braucht friedliche Lösungen mit Einbindung der Zivilbevölkerung, immer und überall!
Profile Image for Larakaa.
1,063 reviews17 followers
April 10, 2025
It's not easy to write a book about peace when everything and everyone around screams war.

Reading this book reassured me in my conviction that weapons, military, violence (almost) never solve any conflict and bring lasting peace.

The book is good in showing how and when non-violent political actions like sanctions worked in the past and when they didn't, what it is needed for ending a conflict and how peace that lasts can be brokered.

The two ongoing conflicts (Russia invaded Ukraine and Israel-Palestine) are discussed at the end, however that is too short a section I feel. Solutions are presented but not discussed in depth.

Still a very good, very worthy read.
Profile Image for Florin.
50 reviews2 followers
February 16, 2025
Van Aken bietet mit "Worte statt Waffen" einen grundlegenden Überblick über verschiedene Aspekte der Friedens- und Konfliktforschung aus einer eher linken/zivilen Perspektive. Er beschreibt die Voraussetzungen und Inhalte von Friedensverhandlungen, Prozesse der Aufarbeitung, die Entwicklung der UN-Blauhelmmissionen, Waffeninspektion, Propaganda, Aufklärungsarbeit, Waffenexporte und -lieferungen, Sanktionen und deren Nebenwirkungen und auch die Auswirkungen des globalen Wirtschaftshandelns auf lokale Konflikte. Van Aken verknüpft recht anschaulich die theoretischen Grundlagen und Konzeptionen mit praktischen Beispielen aus z.T. eigener Erfahrung. Zu guter Letzt werden Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel auf die aktuelle Situation in der Ukraine und in Israel/Palästina angewandt und verschiedene Ansatzpunkte und Probleme aufgezeigt. Insgesamt ist das Buch recht ansprechend geschrieben, auch wenn die häufigen Verweise auf vorangegangene oder kommende Textstellen meist überflüssig erscheinen. Zudem wird das Buch an manchen Stellen etwas zu "unseriös" und der Politiker kommt durch (was an sich aber auch in Ordnung ist, nur manche Formulierungen und Flapsigkeiten könnte man mMn weglassen - aber das ist wohl Geschmackssache). Generell finden sich viele interessante Ansätze und Fakten, aber die Kürze des Buchs bedingt leider auch dass viele Gedanken etc. nur angeschnitten werden und sich aber trotzdem teilweise wiederholen.
Profile Image for emmi.
20 reviews
March 22, 2025
“Ich möchte in einem Land leben, in dem das Primat des Zivilen gilt: Immer erst nach einer friedlichen, zivilen Lösung suchen und nicht mit dem Finger am Abzug denken.”
28 reviews
June 11, 2025
Eigentlich schon interessant und verständlich geschrieben, aber Krieg und Politik liest nicht so bequem um zu entspannen, daher hat sich der Leseprozess bisschen gezogen.
Trotzdem empfehle ich das Buch jedem der keine Alternative zu Waffen zur Beerdigung eines Krieges nennen kann.
3 reviews
September 29, 2025
"Ich möchte in einem Land leben, in dem das Primat des Zivilen gilt: Immer erst nach einer friedlichen, zivilen Lösung suchen und nicht mit dem Finger am Abzug denken". Wenn heute über Krisen, Konflikte, Krieg diskutiert wird, diskutiert man zumeist nur über Waffen und Militär. Jans Versuch, das "Primat des Zivilen" zu skizzieren und zu argumentieren, ist erfrischend in diesem denkfaulen Diskurs. Dabei präsentiert er einen überraschend (macht)vollen Werkzeugkasten für alle, die es wagen wollen, (die Entstehung von) Konflikten primär Zivil zu begegnen - und wo die Herausforderungen dieser liegen. Auch Jan hat keine Masterpläne für gerechten Frieden in der Ukraine, Israel/Palästina, Sudan, Nigeria... und er tut auch nicht als ob - aber er versucht dem Leser zumindest ein ernstes Denkangebot zu machen. Und es liest sich sehr flüssig. Empfehle ich sehr gern weiter :)
Profile Image for Frank.
599 reviews125 followers
September 24, 2024
Ein lesenswertes Buch mit vielen Überlegungen zu Voraussetzungen von Verhandlungslösungen und deren Nachhaltigkeit. Im Ganzen bietet es wenig Neues, aber im Detail ist es spannend, weil viele Insider- Stimmen zitiert und Verhandlungsergebnisse der Vergangenheit ausgewertet werden. Gut, dass auch Afrika und Lateinamerika auf der Agenda stehen.

Dabei ist bemerkenswert, dass van Aken immer wieder betont, wie wenig Verhandlungsergebnisse vorher feststehen. Wer mit einem "Ergebnis" in Verhandlungen geht, will keine. Gleichzeitig ist klar, dass jede Seite vorab ihre Maximalforderungen präsentiert. Es ist also Unsinn, sich darauf zu versteifen, Putin wolle keinen Frieden, denn es läge ja nur an ihm, den Krieg zu beenden etc. Was für ein leeres Blech! Kriege folgen Interessen und werden nicht zum Spaß begonnen, also auch nicht ohne Ergebnisse beendet. Fragt sich nur, was die "Ergebnisse" sind. Eben nicht immer die, die bei Kriegsbeginn intendiert waren. Auch ändern sich Interessen mit den Konstellationen und dem Kriegsverlauf. Und meist, so van Aken, ist es der sich ändernde Kriegsverlauf, der am Ende Verhandlungen erzwingt und erfolgreich macht. Dabei sei es wichtig, schon während des Krieges und ungeachtet aller Verletzungen mit den Verhandlungen zu beginnen, weil man den Interessenwandel, die (innenpolitischen) Zwänge der Konfliktparteien (Konfliktpartner?) usw. eruieren muss, um rechtzeitig intervenieren und Chancen nutzen zu können.

Chancen? Chancen sind - das wird an vielen Beispielen gezeigt - immer Dritte, also die nicht direkt am Konflikt Beteiligten. In Sachen Ukraine wären also China, Indien, Brasilien usw. wichtige Partner, weil es vor allem um Vertrauen geht, wenn ein Friedensschluss erreicht werden soll. Und China als Garantie- Macht wäre für Russland z.B. sicher akzeptabler als die USA, die für die Ukraine wichtiger wären. Also müssen beide an den Tisch und wenn sie das nicht wollen, muss die Bundesregierung alles tun, sie dorthin zu bringen. Daran hapert es allerdings. Hier lässt van Aken keine Zweifel aufkommen. Gleiches gilt für die Rolle Ägyptens oder die der Saudis im Gaza- Krieg usw.

Warum keine uneingeschränkte Begeisterung? Wohl werden Initiativen genannt, die von der Bundesregierung ausgingen und auf Konfliktbeilegung zielten und es wird betont, was für hervorragende Verhandler es gerade auch in Deutschland gibt. Aber unter welchen Bedingungen kommen die zum Einsatz? Die innen,- wie außen- und wirtschaftspolitischen Interessenlagen der Bundesrepublik werden wohl ab und an erwähnt, aber der pessimistische und zweifelsfrei realistische Schluss, derzeit gäbe es für ein wachsendes konstruktives deutsches Engagement kaum Anzeichen, befriedigt nicht. Was muss getan werden, um das zu ändern? Druck auf der Straße, ok, aber wie wären z.B. die Interessengegensätze unterschiedlicher Kapitalfraktionen für Politik zu nutzen? (Nun ist nicht alles eine in einem Buch lösbare Aufgabe, aber im Angesicht der Bewerbung van Akens um den Parteivorsitz der Linken wäre es spannend zu sehen, ob die Linke mit seiner Hilfe zu einer an Marx und also die Sachzwänge der widersprüchlichen Kapitalinteressen berücksichtigenden Analyse und mithin zu einem Politik- und Strategiewechsel finden könnte. Aber das gehört nicht zum Buch.)

Gemessen an dem Anspruch, Worte gegenüber den Waffengängen stark zu machen, ist das Buch gelungen; wenn es darum geht, Wege aufzuzeigen, wie wir Waffen (politisch gelingend) aus der Welt schaffen und Kriege verhindern können (was Worte nicht schaffen, obwohl man sie in der Tat stärker präventiv einsetzen, also miteinander sprechen sollte), bleibt die Substanz noch zu dünn. Leider nicht nur bei van Aken. Unlösbares Problem? Vielleicht. Aber dann "Gute Nacht" Welt.
Profile Image for Anne Nothtroff.
20 reviews
January 13, 2025
Jan van Aken zeigt in seinem Buch: Waffen sind niemals der Weg zum Frieden. Je weniger Waffen es gibt, desto größer ist der Raum für zivile Lösungen. Anhand verschiedener Beispiele verdeutlicht er, wie Frieden durch Diplomatie bereits erreicht werden konnte.

Zum Thema Ukrainekrieg greift van Aken die aktuelle politische Stimmung auf und begründet, warum diese den Weg für einen gerechten Frieden in der Ukraine verschließt: Seit über zwei Jahren wird im Bundestag mehr über Waffenlieferungen als über Verhandlungen gesprochen. Diese Debatte lässt jedes Gespräch über zivile Lösungen im Keim ersticken. Friedliche Ansätze haben kaum noch eine Chance, weil das militärische Denken in der deutschen Politik zu dominant geworden ist. Chancen auf Verhandlungen – wie zum Beispiel im Herbst 2022, als Russland stark geschwächt war und die Ukraine wichtige Gebiete zurückeroberte – wurden so verpasst.

Durch seine Erfahrungen als UN-Biowaffeninspekteur rückt van Aken auch die Arbeit der Vereinten Nationen wieder stärker in den Fokus. Er gibt zu bedenken, den traditionellen Ansatz der UN-Blauhelmeinsätze zurück auf die politische Agenda zu bringen. Diese Missionen, die in der Vergangenheit oft erfolgreich zur Stabilisierung von Konfliktregionen beitrugen, könnten ein wichtiger Baustein für eine langfristige und friedliche Lösung sein. Gleichzeitig beschreibt er auch gescheiterte UN-Blauhelmeinsätze, sucht Gründe für das Scheitern und sammelt Verbesserungsvorschläge für zukünftige Einsätze.

Van Akens Buch ist ein Appell an die Politik und die Gesellschaft, sich für eine Welt einzusetzen, in der Diplomatie, zivile Lösungen und internationale Zusammenarbeit an erster Stelle stehen – denn „Sicherheit kann nicht aus einem Gewehrlauf kommen.“ (S.227)

Profile Image for David.
8 reviews
February 13, 2025
“ich möchte in einem land leben, in dem immer erst nach eine friedlichen, zivilen lösung gesucht wird und nicht mit dem finger am abzug gedacht wird”, friedensverhandlungen, traditional justice, UN, waffenexporte, sanktionen, abrüstung, handel, nahost u. russo-ukraine
Profile Image for hän.
16 reviews
January 23, 2025
in einer gesellschaft, in der waffenexporte & aufrüstung als weg zum frieden & lösung gesehen werden, schreibt jan van aken dieses sau gute buch und zeigt, wie grundlegend falsch dieser ansatz ist. „Der friedliche, der zivile Weg sollte immer die erste Wahl bleiben, das Primat allen Handelns“❗️
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