»In Deutschland leben knapp 78 % der Menschen in Städten, Tendenz steigend.« (S.9) 🏙️ Allein das sollte uns schon dazu veranlassen, gemeinsam im Diskus diese Ballungszentren an ökonomischer / politischer / religiöser Macht, Kulturen & Individuen zu diskutieren. 🗯️ Aber viel zu selten, findet dies auch statt. Jede Stadt hat ihre eigene Persönlichkeit, angefangen von der Architektur über die Art von Menschen und das Leben. Dies lässt sich auch wissenschaftlich belegen. Wie? Und wie eine lebenswerte Stadt aussehen könnte? Genau das untersucht und zeigt die Autorin, Journalistin & Architektin Gabriela Beck in ihrem neuen Sachbuch »WIE WIR WOHNEN WOLLEN«. 🌆
Gender Planning, Vekehrskonzepte, Kunst & Kultur, soziale Segregation, Mietspiegel, Bodenwertsteuer, 15-Minuten-Stadt, Biotop Stadt, uvm. — All diese Themen werden aufgegriffen, erläutert und anhand von Beispielen gezeigt, wie sich hier Vorbild-Städte bereits positioniert haben. 🌇
»Wir sollten Orte, Gebäude und Infrastrukturen öfter als Reallabore betrachten. Und Experimente zulassen. Wir sollten das Prinzip des Versuches, Scheiterns und Lernens wertschätzen und damit die Tatsache, dass eine gesunde Fehlerkultur eine Stadt nachhaltig zu einem besseren Ort machen kann.« (S. 207) 🌃
Ein sehr interessantes, wichtiges und spannendes Sachbuch rund um urbanes Leben und das Gestalten von diesem. Ich würde mir wünschen, dass wir uns dazu viel mehr austauschen würden und dort etwas abgucken, wo es bereits in anderen Städten gut klappt. Dennoch: Dies ist kein individuell zu lösendes Problem, sondern wir brauchen viel mehr poltischen Diskurs und Wandel. 💥 Lesetipp für alle, die sich mehr mit den genannten Themen auseinandersetzen möchten. 🖤