Ein Mann wurde getötet, der Täter ist schnell gefasst. Doch für Deniz Müller, Leiter der Mordkommission, und Staatsanwältin Camilla Lopez beginnt der Fall damit erst. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf ein Video, das offensichtlich Auslöser des Mordes war. Es zeigt die Frau des Täters beim Sex mit einem nicht identifizierbaren Mann. Bei genauer Betrachtung wird klar, dass der Akt alles andere als einvernehmlich war. Der Täter hatte daraufhin den vermeintlichen Vergewaltiger auf eigene Faust ermittelt – und getötet. Doch er hat sich auf fatale Weise geirrt. Aber wer ist tatsächlich auf dem Video zu sehen? Und wie hängt es mit einem brisanten Fall von Datendiebstahl und Internetbetrug zusammen, dem der Investigativjournalist Alex Rahn auf die Spur gekommen ist?
Du bist nirgends sich, noch nicht einmal in deinen eigenen vier Wänden. Vor allem dann, wenn dein Mann gerade im Knast sitzt, denn dann kann es passieren, dass sich jemand in der Nacht unbefugt Zutritt zu deinem „Sweet Home“ verschafft, dir K.O. Tropfen verabreicht, dich missbraucht und dies auch noch filmt. Dein Schweigen kann ihm gewiss sein, ist deine Scham doch so übermächtig, dass du dich niemandem anvertrauen wirst, dich die Erinnerung an das Geschehen förmlich auffrisst. Vor allem dann, wenn du davon ausgehst kannst, dass der Täter ungeschoren davonkommen wird.
Ein solches Video wird auf dem Handy einer männlichen Leiche gefunden, die am Rand einer abgelegenen Straße aufgefunden wird. Ihr Zustand lässt darauf schließen, dass er ermordet wurde. KHK Deniz Müller plus Team übernehmen den Fall, Rückendeckung für die Formalien gibt es von Staatsanwältin Camilla Lopez. Der Dritte im Bunde ist Alex Rahn, ein investigativer Journalist, der durch seine Quellen wesentlich schneller an Informationen kommt als Müllers Team, das sich an die offiziellen Vorschriften halten muss, was sich im Verlauf der Ermittlungen als unschätzbarer Vorteil erweisen wird, zumal sich nach und nach die Hinweise häufen, dass es einen Maulwurf (oder sogar den Täter?) in den eigenen Reihen gibt, der immer wieder Interna an die Öffentlichkeit durchsticht.
Wie wir es von den Kriminalromanen Norbert Horsts kennen, wird auch hier die Ermittlungsarbeit der Mordkommission bis ins kleinste Detail geschildert. Die an der Aufklärung des Falls Beteiligten erledigen ihren Job, gehen Spuren nach und bringen die Ergebnisse in den Zusammenhang, um schließlich den Täter zu überführen und der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Nun könnte man meinen, das wäre auf Dauer ermüdend, ist es aber ganz und gar nicht, im Gegenteil. Diese Beschreibungen der Ermittlungsarbeit, die Teilhabe des Lesers/der Leserin daran, halten das Interesse hoch, kommen sie doch authentisch rüber, was mit Sicherheit auch dem Polizeisprech geschuldet ist, der sich durch das ganze Buch zieht. Bitte mehr davon!
Ein junger Mann wird tot aufgefunden. Deniz wird hinzugerufen und so nimmt alles langsam seinen Lauf. Doch mit diesem Todesopfer und der Ermittlungen in diesem Fall, der auch geklärt werden kann, wird noch etwas anderes aufgedeckt, das einige Frauen betrifft. Und sogar die Staatsanwältin Camilla Lopez ist irgendwann davon betroffen, was das ganze nochmal persönlicher werden lässt für Deniz und den Reporter Alex.
Videos von Frauen, die scheinbar Sex mit einem Mann haben, doch irgendwann kommt raus, dass sie dies nicht freiwillig tun. Doch wie macht der Täter das? Und wieso sind diese Auffälligkeiten der Gemeinsamkeiten? Wie kommt der Täter an genau diese Opfer?
Ich dachte beim lesen des Inhaltes wirklich, dass es echt interessant ist, aber leider muss ich sagen, dass ich mich mehr und mehr durch dieses Buch kämpfen musste. nicht nur, dass es einige Fehler gab, die mich irgendwann gestört haben. Leider war es in den einzelnen Kapiteln irgendwann dann auch so, dass die Sprünge von Charakter zu Charakter teilweise nicht erkenntlich waren, oder wenn auf einmal eine andere Tageszeit oder dergleichen war. Das hat mich ein wenig raus gebracht.
Auch der Spannungsbogen, war nicht, das was ich mir bei dieser Idee erhofft habe. Es war teilweise wirklich sehr schleppend. Die Idee ist super gut, und sie hatte wirklich großes Potenzial, aber leider hat Norbert Horst es für mich leider nicht spannend und fesselnd rüber bringen können.
Wie immer schreibt hier ein Polizei/Justiz-Insider, die Story ist okay, viel weniger spannend als die früheren allerdings, und das Buch hat neben 2 blöden Logikfehlern auch noch eine Reihe von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Kein Lektorat mehr? Schon KI? Dadurch ein durchschnittlicher Krimi.