Witziger, warmherziger Winterroman in einer kleinen Buchhandlung für Fans von Lucie Castel, Jenny Colgan und Manuela Inusa
»Mir war nicht klar, wie sehr ich mir genau das hier gewünscht Scott und ich, in einer kalten schottischen Winternacht, versunken in einem endlosen Kuss.«
Lauren kehrt nach fünfzehn Jahren in das schottische Dorf zurück, in dem sie als Jugendliche die Ferien in der Buchhandlung ihrer Tante verbracht hat – bis ihr Draufgänger Scott das Herz brach. Aber fünfzehn Jahre sind lang, und was soll schon passieren, wenn Lauren nur ein paar Tage bleibt, um nach dem Tod der Tante alles Nötige für den Verkauf des geerbten kleinen Buchladens zu regeln?
Scott kann passieren. Während Lauren sich gegen die Einsicht wehrt, dass sie noch immer viel zu viel für ihn empfindet, setzt der Pubbesitzer alles daran, ihr Herz erneut zu erobern. Doch ist er dabei ehrlich zu ihr?
Stefanie Lahme, geboren 1970, lebt und schreibt im Münsterland. Sie liebt Bücher und liest, was ihr in die Finger kommt. Wenn sie nicht schreibt, findet sie Inspiration für neue Schreibprojekte bei Joggingrunden durch den Wald, beim Tauchen und Reisen – am liebsten nach Irland und an die Nordsee. Sie ist Mitglied bei Delia, der Vereinigung deutscher Liebesromanautoren, und PAN, dem Phantastik-Autoren-Netzwerk.
Vielen Dank an den Piper Verlag und Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Puh, wo fange ich an? Leider war *Ein Schotte für die Feiertage* für mich eine ziemliche Enttäuschung. Beide Hauptcharaktere, die in dieser romantischen Weihnachtsgeschichte im Vordergrund stehen, blieben mir während des gesamten Buches völlig unsympathisch. Sie verhalten sich eher wie 14-Jährige, obwohl sie beide schon über 30 sind – was nicht nur unrealistisch wirkt, sondern auch die Leselust enorm dämpft.
Schon nach etwa der Hälfte des Buches, also bei 50 %, wollte ich abbrechen. Doch ich dachte mir, dass ich die paar Seiten bis zum Ende schon schaffen würde. Leider wurde es auch danach nicht besser, und das Durchhalten hat sich in keinster Weise gelohnt.
Auch das erhoffte Weihnachtsgefühl, das man von einem solchen Roman erwartet, blieb völlig aus. Es gab weder emotionale Momente noch die stimmungsvolle Atmosphäre, die man bei einer Weihnachtsgeschichte sucht. Alles blieb irgendwie flach und uninspiriert, sodass keinerlei festliche Stimmung aufkam.
Insgesamt war *Ein Schotte für die Feiertage* leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Die Charaktere waren anstrengend, die Handlung enttäuschend, und das Weihnachtsfeeling fehlte komplett. Deshalb kann ich nur 1/5 ⭐️ vergeben.
„Ein Schotte für die Feiertage“ von Stefanie Lahme ist eine leichte Second Chance Romance, die in der Vorweihnachtszeit spielt. Lauren hat gerade ihren Job in einem Verlag verloren und muss ich dringend über ihre Zukunft klarwerden. Da sie gerade Zeit hat, reist zum ersten Mal seit 15 Jahren in das kleine schottische Dorf, in dem sie früher immer die Ferien verbrachte. Ihre kürzlich verstorbene Tante betrieb dort einen Buchladen, den sie Lauren vererbt hat. Es hatte jedoch Gründe, warum Lauren so lange wegblieb, denn Scott, der draufgängerische Sohn des Pubbesitzers, brach ihr damals das Herz. Inzwischen leitet Scott selbst den Pub seines verstorbenen Vaters und will seine Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen. Dazu gehört auch die Beziehung zu Lauren, die er unbedingt wiederbeleben möchte. Doch kann Lauren ihm diesmal vertrauen oder wird er sie erneut enttäuschen?
Wie der Titel schon sagt, ist der Schauplatz dieser vorweihnachtlichen Lovestory Schottland, und zwar ein kleines Dorf in den Bergen. Weihnachtlich ist aber eigentlich nur die Jahreszeit und nicht unbedingt das Setting, was man vorher vielleicht wissen sollte. Der Schreibstil von Stefanie Lahme liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von Lauren erzählt. Lauren ist 33 Jahre alt, was man an ihrem Verhalten nicht immer bemerkt. Grundsätzlich mochte ich sie mit ihrer etwas tollpatschigen und leicht verpeilten Art aber sehr gern. Laurens Gefühle für Scott nehmen auch nach 15 Jahren noch einen ziemlich großen Raum ein und so wundert es nicht, dass ihr Wiedersehen ein riesiges Gefühlschaos hervorruft. Scott wirkt auf den ersten Blick aufgeschlossen und sympathisch, aber er scheint einige Geheimnisse zu haben. Der damalige Kontaktabbruch von Lauren ist für mich absolut nachvollziehbar und seine Erklärungen sind etwas dürftig. Trotzdem nehme ich ihm seine Gefühle und sein ehrliches Bemühen um Lauren ab. Die Lovestory hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn das weihnachtliche Setting vielleicht noch ausbaufähig ist. Ich konnte auf jeden Fall mit den Figuren mitfühlen und hatte schöne Lesestunden.