Vom Mut, der Hoffnung und einem Leben im Ausnahmezustand
Bestsellerautor Stephan Orth hat den Krieg Russlands gegen die Ukraine von Anbeginn intensiv miterlebt. Durch seine ukrainische Freundin Yulia verbindet ihn ein besonderes Band mit dem Land. Wie geht es den Menschen, die geblieben sind? Wie sieht ihr Alltag aus, was gibt ihnen Hoffnung? Und was hat das alles mit uns zu tun? Mit diesen Fragen reist er nach Kyjiw und Odesa, nach Charkiw und in die Karpaten. Er wohnt bei Einheimischen, hört ihre Geschichten, ist beeindruckt von ihrem Mut und Lebenswillen – und packt selbst beim Wiederaufbau mit an.
Persönliche Einblicke und Begegnungen auf Augenhöhe
Sein bewegender Bericht verleiht den Ukrainerinnen und Ukrainern eine Stimme und ermöglicht uns eine Perspektive, die weit über den Krieg hinausreicht.
»Stephan Orth versteht es hervorragend, Land und Leute für den Leser lebendig werden zu lassen.« Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Stephan Orth, Jahrgang 1979, verfasste als Sechsjähriger sein erstes Buch mit dem Titel "Die 10 Soldaten" (bislang unveröffentlicht). Später Studium der Fächer Anglistik, Psychologie und Journalismus. Von 2008 bis 2016 arbeitete er als Redakteur im Reiseressort von SPIEGEL ONLINE, bevor er sich als Autor selbständig machte. Besitzt fünf Rucksäcke, vier Schlafsäcke und drei Zelte, aber keinen Rollkoffer. Am 1. März 2019 erscheint sein neues Buch "Couchsurfing in China".
4,5⭐️. Da ich zuletzt einiges aus und über die Ukraine gelesen habe, bin ich auf dieses Buch gestoßen. Dass der Autor mitten im russischen Angriffskrieg zum Couchsurfen in die Ukraine gereist ist, fand ich zunächst recht befremdlich. Doch nachdem ich erfahren hatte, dass seine ukrainische Partnerin dort lebt und seine Beweggründe nachvollziehen konnte, ließ ich mich auf das Buch ein – und habe es nicht bereut. Es hat mir geholfen, die Ukraine und den dortigen Ausnahmezustand – oder vielmehr die dortige neue Normalität – auf eine Weise zu verstehen, die über das hinausgeht, was Bilder in der Tagesschau oder Zeitungsartikel vermitteln können. Zudem habe ich allgemein wieder einiges über das Land und seine Menschen hinzu lernen können. Besonders gelungen ist, wie ich finde, der teils heitere bis amüsante Erzählstil, der dennoch absolut nichts von der Schwere und dem Grauen des Krieges nimmt.
Ein wirklich beeindruckendes, nahegehendes Buch. So wie das erste Buch über den Iran war auch das hier eine Offenbarung, ein so so wichtiger Impulsgeber. Es fällt mir schwer, das Buch als „schön“ zu beschreiben, weil das Thema so furchtbar ist. Aber es ist ein sehr gutes Buch. Absolute Leseempfehlung!!!
Ich hatte bereits ein Buch des Autors gelesen, das mir sehr gut gefiel, aber ich war zunächst kritisch, warum er jetzt über die Ukraine schreibt und dort ist. Aber er hat es gut erklärt (seine Freundin kommt und lebt in der Ukraine) und dann fand ich es nachvollziehbar und konnte mich auf das Buch einlassen. Und puh, ich musste immer wieder durchatmen und auch mal eine Pause machen. Es ist keine leichte Lektüre, aber sie hat mir das heutige Leben in der Ukraine doch sehr eindrücklich näher gebracht.
Mit Abstand eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Beschönigt nichts, macht den Angriffskrieg auf die Ukraine nahbarer als die Nachrichten .