Die historischen Krimi-Reihe von Bestseller-Autorin Eva Völler aus dem Essen der Nachkriegszeit geht weiter!
Ein besonders heikler Fall landet 1949 auf dem Schreibtisch von Kriminalinspektor Carl In Essen wurde der angesehene Richter Dr. Vahrendonk Opfer eines Giftmords.
Erste Ermittlungen ergeben, dass der Tote zu Hause ein wahrer Tyrann war und seine junge Ehefrau misshandelte, als er von ihrer Affäre erfuhr. Ist sie die gesuchte Mörderin? Plötzlich tauchen als Anklageschriften formulierte Vorwürfe auf, die Vahrendonk schwer Während der Nazizeit soll er aufs Grausamste seine Macht missbraucht haben. Durch die Urteile des Richters hat ein Vater seine Tochter verloren, ein Sohn seinen Vater, ein jüdischer Anwalt seine ganze Familie. Sie alle haben ein Motiv für den Mord. Doch für wen geht Vergeltung über alles?
Eva Völler wurde 1956 in Velbert geboren. Bekannt ist sie nicht nur unter ihrem bürgerlichen Namen, sondern veröffentlichte auch unter den Pseudonymen Charlotte Thomas, Francesca Santini, Anne Sievers, Paula Renzi, Sibylle Keller, Elena Santiago, Line Bruns und Ina Hansen. Sie studierte Philosophie und Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und legte 1986 ihr zweites juristisches Staatsexamen ab. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Eva Völler sechs Jahre lang als Richterin und anschließend bis 2005 als selbstständige Rechtsanwältin bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Insgesamt veröffentlichte sie Bücher verschiedner Genre. Von Reiseliteratur, Komödie, Krimis, Thriller und historische Romanen blieb nichts unversucht. Völlers Romane erreichten eine Gesamtauflage von 1 Million und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Für ihren Roman »Wenn der Postmann nicht mehr klingelt« wurde ihr 1995 der Frauengeschichtenpreis von der Verlagsgruppe Lübbe verliehen. Ihr Roman »Vollweib sucht Halbtagsmann« wurde mit Christine Neubauer in der Hauptrolle verfilmt. Zusammen mit ihren Kindern lebt Eva Völler am Rande der Rhön in Hessen.
Klappentext: Ein besonders heikler Fall landet 1949 auf dem Schreibtisch von Kriminalinspektor Carl Bruns: In Essen wurde der angesehene Richter Dr. Vahrendonk Opfer eines Giftmords. Erste Ermittlungen ergeben, dass der Tote zu Hause ein wahrer Tyrann war und seine junge Ehefrau misshandelte, als er von ihrer Affäre erfuhr. Ist sie die gesuchte Mörderin? Plötzlich tauchen als Anklageschriften formulierte Vorwürfe auf, die Vahrendonk schwer belasten: Während der Nazizeit soll er aufs Grausamste seine Macht missbraucht haben. Durch die Urteile des Richters hat ein Vater seine Tochter verloren, ein Sohn seinen Vater, ein jüdischer Anwalt seine ganze Familie. Sie alle haben ein Motiv für den Mord. Doch für wen geht Vergeltung über alles?
„Alte Taten, neuer Zorn“ von Eva Völler ist der 2. Band der historischen Krimireihe „Kriminalinspektor Carl Bruns“. Eva Völler verbindet meine zwei liebsten Genre, historische Romane und Kriminalroman gekonnt miteinander.
Wie meist, hat die Autorin ihre Geschichte wieder im Ruhrpott angesiedelt. Kriminalinspektor Carl Bruns muss den Mord an dem angesehenen Richter Dr. Vahrendonk untersuchen. Als Erstes gerät die Ehefrau des Richter in Verdacht. Sie musste oft unter der Gewalttätigkeit ihres Mannes leiden. Es gibt aber auch viele Vorwürfe gegen den Richter. Während der Nazizeit hat er seine Macht ausgenutzt und einige Menschen bei der SS gemeldet. Er hat Zwangssterilisationen angeordnet und einige Menschen haben durch Vahrendonk ihre Angehörigen verloren. Kriminalinspektor Carl Bruns legt sein Hauptaugenmerk auf die damaligen Opfer.
Eva Völler ist mir aus einigen historischen Romanen gut bekannt. Hier hat die Historik mit einem spannenden Kriminalroman gekonnt verknüpft. Ihre Protagonisten gefallen mir gut. Sie werden gut beschrieben und wirken lebendig. Carl Bruns ist mir schon im 1. Band gleich sympathisch gewesen.
Die Autorin fängt die Stimmung der Nachkriegsjahre gut ein. Die Geschichte ist fiktiv, doch die Autorin hat sich durch einige Naziverbrechen inspirieren lassen. So könnten die Taten von Richter Dr. Vahrendonk ähnlich passiert sein. Zu dieser Zeit saßen immer noch einige Nazis in hohen Positionen. Das hebt die Autorin in ihrer Geschichte gut hervor. Auch die Stellung und das Recht der Frau wird anhand der Ehefrau des Richters gut aufgezeigt. Natürlich gab es nicht überall Gewalt gegen die Frau aber es war zu dieser Zeit deutlich schwerer dem zu entfliehen.
Neben all den historischen Inhalten gibt es natürlich einen spannend erzählten Kriminalfall. Es gibt mehrere Verdächtige, die den Richter hätten ermorden können. Kriminalinspektor Carl Bruns hat alle Hände voll zu tun den wahren Mörder zu entlarven.
Die Handlungsorte werden, wie immer bei Eva Völler anschaulich beschrieben. Man kann sich alles gut vorstellen. Den gut verständlichen und flüssigen Schreibstil der Autorin mag ich schon, seit ich ihre historischen Romane gelesen habe. Hier kommt jetzt noch eine gute Portion Spannung hinzu.
„Alte Taten, neuer Zorn“ ist ein spannender Kriminalroman der die Leser*innen in die Nachkriegsjahre führt. Über einen weiteren Band mit Kriminalinspektor Carl Bruns würde ich mich freuen.
Als ein Richter des Landegerichts vergiftet wird, bekommt Carl Bruns den Fall auf den Tisch. Zusammen mit seinem Assistenten Harry soll er das Ganze so schnell wie möglich aufklären. An sich scheint es recht einfach zu sein, die Frau des Ermordeten hatte ein Verhältnis und damit ein gutes Motiv ihren Mann zu ermorden. Doch dann tauchen plötzlich fingierte Anklageschriften gegen den Richter auf, die nahelegen, dass seine NS-Vergangenheit nicht vergessen wurde und eventuell ein Angehöriger seiner Opfer Rache nimmt.
Eva Völler nimmt uns wieder mit in den Ruhrpott, genauer gesagt nach Essen in die unmittelbare Nachkriegszeit. Die D-Mark wurde bereits eingeführt, die Gründung der Bundesrepublik steht kurz bevor. Mittlerweile geht das Leben wieder halbwegs seinen Gang und auch Anne, Frieda und Lotti haben sich eingerichtet in ihrem neuen Leben. Das krausse Bäumchen, Friedas Kneipe, läuft gut und Anne und Carl wollen endlich heiraten. Doch es bleibt weiterhin spannend, als plötzlich in Frage steht, ob Heinz, Annes verschollener Mann, nicht doch noch lebt.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Wieder stehen NS-Gräuel, die unter den Teppich gekehrt werden sollen, im Fokus. Es geht um die sogenannte Entnazifizierung der Justiz, de so nie wirklich statt gefunden hat. Der Fall an sich ist verzwickter als es am Anfang aussieht und man fragt sich schon, wer denn nun wirklich Täter und wer Opfer ist. Und auch das private kommt nicht zu kurz. Frieda und Lotti entwickeln sich weiter und es bleibt spannend, was ihnen die Zukunft bringen wird.
Ich kann dieses Buch der Reihe wieder nur empfehlen. Es nimmt Themen auf, die gerne mal vergessen werden und erinnert uns an eine Zeit, die hoffentlich nie wieder kommt. Ich hoffe sehr, dass die Autorin und der Verlag die Reihe weiter fortsetzen werden!
Ein n euer Fall für Carl Bruns. Der integre Kriminalinspektor muss gegen die Justiz ermitteln. Ein Richter wird vergiftet. Es stellt sich heraus das er ein Blutrichter war und es viele noch lebende Opfer gibt. Jeder hatte ein gutes Motiv, einschließlich seiner Frau und einiger Kollegen. Wieder einmal stösst Carl in ein Wespennest. Denn über allem soll ein Mantel des Schweigens gebreitet werden. Die Vergangenheit vergessen und alle einen neuen Anfang, selbst die Alliierten unterstützen dieses Unterfangen weil ohne eine ordentliche Verwaltung mit Personen die bereits Erfahrung haben, würde Nachkriegsdeutschland in Anarchie verfallen. Ein nach vollziehbares Argument. Aber es musste meiner Meinung nach unbescholtene Menschen gegeben haben oder eben überlebende Opfer in diesen Berufen. Genau so sieht es Carl Bruns und seine Verlobte Anne. Sie unterstützt ihn bei seiner Einstellung und gerät selber in Gefahr durch einen Betrüger. Dieses Zusammenspiel von Privatleben und Ermittlungen in der Nachkriegszeit, mit Einblicken in die Lebensumstände machen diese Krimiserie spannend und vermitteln ein moralisches Empfinden das ich unbedingt teile. Die Autorin ist selber Juristin, vielleicht kommt deshalb die Einstellung der einzelnen handelnden Personen so glaubhaft bei mir als Leserin an. Im Privatleben des Paares und ihrer Familie sind Andeutungen für einen möglichen weiteren Band gelegt. Berufsgruppen die sich während des dritten Reichs viel zu schulden haben kommen lassen gibt es noch einige. Ich hoffe daraus wird ein neuer Fall konstruiert.
Auch der zweite Band mit Kriminalinspektor Carl Bruns führt uns unmittelbar in die Nachkriegsjahre. Die Stadt Essen befindet sich im Wiederaufbau, aber die Verbrechen des NS-Regimes wiegen nach. Bruns spürt einem Mörder nach, der einen ranghohen Richter auf dem Gewissen hat. Je tiefer unser Ermittler gräbt, desto gewisser wird, dass der Richter während der Diktatur mit den Nationalsozialisten kollaborierte. Es gibt so einige Menschen, die sich an dem Nazi-Tyrann rächen wollten...
Wieder beschäftigt sich Eva Völler tiefgreifend mit der Kriegsgeneration, mit Traumata und der gesamtgesellschaftlichen deutschen Schuldfrage.
Mir fehlte der Hinweis auf sensible Themen wie eine im Buch beschriebene Fehlgeburt.
Ein toller und faszinierenden Roman (der zweite in der Serie) ! Fesselnd von Anfang an! Die Handlung is historisch höchst interessant, und auch historisch ganz genau unf tief recherchiert. Die Autorin hat masterhaft die soziale und politisch Realität von Deutschland in 1949 wieder gegeben. Ich fand die Entwicklung der Charactere realistisch und ich würde mich freuen, nochmal sie zu "treffen" in weiteren Büchern. Empfehlenswert! Ich habe eine digitale Kopie dieses Romans von NetGalley bekommen, und freiwillig habe ich eine ehrliche Rezension geschrieben.
Spannender Krimi Nach dem sehr gelungenen ersten Teil habe ich sehnsüchtig auf den Zweiten gewartet und bin nicht enttäuschet worden. Auch hier geht es wieder um Täter, dieses Mal aus der Justiz und deren Auswirkungen auf die Menschen und den Langzeitfolgen ihrer Taten. Dieser Teil ist auch wieder sehr spannend und flüssig geschrieben, ich konnte das Buch kaum aus der Handlegen und würde mich sehr über einen dritten Teil freuen.
Die Frage, wie lange steckte das Nazi-Gedankengut noch in der Justiz und Polizei ist eine, die auch heute noch die Forscher und Bevölkerung beschäftigt. Eva Völler hat es geschafft, in ihrem neuen Krimi die Abgründe, die sich dadurch auftun, sehr gut darzustellen. Neben diesen großen Fragen macht es als Leserin aber wirklich Spaß, die Entwicklung von Carl und Anne mitzuerleben. Diese Geschichte ist genau die richtige Mischung aus Historie, Spannung und Charakterentwicklungen.
Echt spannende aber auch ernüchternde fiktive Aufarbeitung des Märchens der Entnazifizierung, in diesem Falle in der Justiz. Das Nachwort zum Buch fand ich besonders wichtig: “der bequeme Mantels des Vergessens”.