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Der Zauberberg, die ganze Geschichte

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Ein liebeskranker Erzähler reist mit seiner Tochter in das verschneite Davos. Aus dem »Familienurlaub« wird eine vergnügliche Reflexion über die Auswirkungen der Moderne, des Skifahrens und der Tuberkulosepandemie. Auch spürt er der Geschichte nach, wie aus dem bettelarmen Bergdorf das Symbol des globalen Reichtums wurde. Und wie in Thomas Manns ›Zauberberg‹ stellen sich auch ihm inmitten der Schneemassen die wirklich schwierigen Wie müssen sich unsere Lebensweisen ändern? Welche Welt vererben wir unseren Kindern?

272 pages, Kindle Edition

Published September 25, 2024

6 people are currently reading
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About the author

Norman Ohler

14 books297 followers
Norman Ohler is a German author and screenwriter.

He is the son of Wolfgang Ohler.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Ellinor.
759 reviews360 followers
December 10, 2025
Zum Abschluss des Thomas Mann-Jahres wollte ich noch mehr über die Entstehung des Zauberbergs lesen. Zwei Bücher zu diesem großen Autor konnten mich dieses Jahr ja bereits überzeugen. Hätte ich es doch bei ihnen belassen. Es war zwar interessant zu lesen, wie Davos den Aufstieg von einem von allem abgeschnittenen Dorf zu einem weltbekannten Ort für die Schönen und Reichen schaffte, genauso wie einige der Inspirationen für den Zauberberg kennenzulernen. Doch die Rahmenhandlung mit dieser bemühten Jugendsprache, puh. Also meine Kinder würden es „sus“ nennen 😅 Auch die erfundenen Szenen mit Thomas Mann fand ich nicht besonders gelungen. Der Zauberberg ist also das einzige der drei, das mich enttäuscht zurücklässt.
Profile Image for Andreas Kühnel.
17 reviews
October 10, 2024
Diese Lektüre ist m.E. ambivalent zu bewerten. Sehr gelungen sind die Passagen bzw. Kapitel, in denen der Autor die Kurstadt Davos und deren Historie ins Blickfeld rückt. Hier bekommt man zum einen interessante Einblicke in die Genese des Orts vom Bauerndorf zur Kurstadt, zum anderen lernt man anekdotisch viele historische Persönlichkeiten kennen. Dieser Teil ist definitiv mehr als drei Punkte wert.
Das, was mich als Leser aber sehr stört, ist die Tatsache, dass der Anlass des Protagonisten, sich überhaupt mit der Thematik zu befassen, ein Skiurlaub mit seiner pubertierenden Tochter sowie deren Freundinnen ebendort ist, bei dem der Protagonist auch seine Eheprobleme reflektieren möchte. Das überzeugt überhaupt nicht: gestelzte Jugendsprache (also in Dieter-Nuhr-Manier rausgehauene Boomerklisches), die Probleme des Autors wirken wohlfeil gegenüber den historischen Passagen, soll das jetzt ein Roman oder ein anekdotisches Sachbuch sein, etc.
Das Ende setzt dann noch einen drauf, indem die Lösung des Protagonisten ein Skihüttenbesuch inklusive Kiffer-Session, deren „Zutaten“ er vorher im Zimmer der Tochter findet. Da dann Bezüge zu Thomas Manns „Schneekapitel“ zu finden, ist ein weites Feld oder ein Fass ohne Boden…
Geht gar nicht der Schluss!
Profile Image for Carlotta Leonardi.
21 reviews
October 23, 2024
Ich habe viel über die Geschichte von Davos gelernt. Ist ganz nett als Lektüre für zwischendurch.
Profile Image for Literatursprechstunde .
196 reviews92 followers
February 12, 2025
100 Jahre ist es nun her, seit Thomas Manns „Der Zauberberg“ erschien - Anlass für einige Literatur in Anlehnung an das Meisterwerk. Und so schrieb auch Norman Ohler eine Geschichte, die im sagenumwobenen Davos spielt, wo sicherlich der eine oder andere Mann‘sche Moment aufblitzt und zwar „Der Zauberberg, die ganze Geschichte“.
Eine Skireise mit seiner Teenager-Tochter Suki brachte ihn auf das Unterfangen - doch erzählt er nun wirklich die ganze Geschichte des Zauberbergs?!

Die Intention des Skifahrens legt Norman Ohler während seines Aufenthalts in Davos schnell ad acta und widmet sich der Historie des Ortes und der Entstehung des Romans des wahren Zauberers: Thomas Mann. Davos galt als das Mekka des Gesundheitstourismus, so wandelte es sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom eher ärmlichen Bergdorf in eine florierende Gesundheitshochburg in den Alpen, es galt sogar zeitweise als Heilstätte für Tuberkulose. Mit den aus dem Boden sprießenden Sanatorien kam natürlich auch die zahlungskräftige Kundschaft, was Davos zu einem regelrechten Winter-Hotspot werden ließ.

Der geplante Ski-Kurzurlaub mit seiner Tochter Suki, zwei ihrer Freundinnen und deren Mütter mutiert schnell in eine Art Recherchereise für Norman Ohler - überschattet von seinem Innenleben, denn er struggelt gerade mit seiner Beziehung zu Emma, mit der er sich eine Zukunft wünscht, die ihrerseits aber noch an ihrem Mann zu hängen scheint, er ist schlichtweg liebeskrank.
Von der Pike auf setzt sich Ohler mit der Entstehung Davos‘ bis in die Gegenwart auseinander. Er arbeitet sich an anderen Literaten mit Bezug zum Kurort ab, wie Robert Louis Stevenson, der dort seinen berühmten Roman „Die Schatzinsel“ schrieb, oder auch Klabund (Alfred Henschke), der seiner Zeit einen Gegenentwurf zum Zauberberg verfasste, ja gar einen Anti-Zauberberg, welchen er „Krankheit“ nannte. Ohler nimmt beide Werke unter die Lupe und versucht zu ergründen, ob und inwiefern Thomas Mann von Klabunds Werk beeinflusst wurde.

Einordnen kann ich „Der Zauberberg, die ganze Geschichte“ nur schwerlich - aber muss ich das überhaupt?! Sicher ist, dass Norman Ohler ein Buch geschrieben hat, dass Zeitkritik übt, essayistische Passagen beherbergt und sowohl Kultur- als auch Literaturgeschichte aufarbeitet. Ich bin ein Fan davon, wie er sachliche Informationen in Belletristik verwebt.

Kenne ich nun die ganze Geschichte des Zauberbergs?! Ich weiß es nicht, aber auf jeden Fall bin ich ein Stück näher dran.
Profile Image for Connie Ruoff.
128 reviews3 followers
January 29, 2025
Rezension: Der Zauberberg im Spiegel von Norman Ohlers der Zauberberg, die ganze Geschichte
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Inhalt
Im Jahr 1924, vor einem Jahrhundert, veröffentlichte Thomas Mann der Zauberberg, ein Werk, das als einer der bedeutendsten deutschen Romane des 20. Jahrhunderts gilt. Norman Ohler, der schon mehrfach unerschrocken an historische Themen heranging, hat sich in seinem Buch der Zauberberg, die ganze Geschichte diesem Klassiker der Literatur auf eindrucksvolle Weise genähert. Ohler beschränkt sich nicht darauf, uns das Originalwerk näherzubringen, sondern ergänzt es um eine weitreichende historische und gesellschaftliche Kontextualisierung, die sowohl Leser, denen das Werk bekannt ist als auch Neulinge fasziniert.

Ein Berg, Zwei Perspektiven: Der Zauberberg bei Mann und Ohler
Wie geht man an einen Roman heran, der sich um einen Hundertjahre alten Bestseller dreht? Zu Der Zauberberg sind im letzten Jahre mindestens drei Bücher erschienen, die darauf Bezug nehmen: Zauberberge von Thomas Sparr (Hierzu gibt es einen interessanten und ausführlichen Artikel von Jörg Auberg auf Moleskin Blues.) Der Zauberberg 2 von Heinz Strunk und der hier vorgestellte Roman Der Zauberberg, die ganze Geschichte.

Ich habe den Zauberberg zwar als Teenager schon gelesen, aber das ist schon Jahrzehnte her. Also nochmal ran an die Tausend Seiten. Ich muss zugeben, ich habe mich doch etwas durchgequält.

Kurze Zusammenfassung von Der Zauberberg von Thomas Mann
Der Zauberberg Thomas Mann
Thomas Manns Der Zauberberg erzählt die Geschichte von Hans Castorp, einem jungen Hamburger Ingenieur, der seinen Cousin Joachim Ziemßen in einem Sanatorium in den Schweizer Alpen besucht. Ursprünglich für drei Wochen vorgesehen, entwickelt sich Hans’ Aufenthalt zu einem siebenjährigen Abenteuer. Im Laufe seiner Zeit in der abgeschiedenen Welt des Sanatoriums begegnet Hans einer Vielzahl von Charakteren, die jeweils unterschiedliche philosophische, politische und weltanschauliche Perspektiven repräsentieren, darunter der Humanist Settembrini und der mystische Jesuit Naphta. Der Roman erforscht tiefgründig die Themen Zeit, Krankheit und Tod, während er die brüchigen Fundamente der europäischen Gesellschaft am Vorabend des Ersten Weltkriegs spiegelt.

Was hat Norman Ohlers Buch mit dem Original zu tun?
Norman Ohler, greift mit Der Zauberberg – die ganze Geschichte den Klassiker von Thomas Mann investigativ auf und bietet eine frische Perspektive auf die Entstehung und den Einfluss des Romans. Ohler interpretiert Manns Werk nicht nur, sondern beleuchtet zielgerichtet die historischen und biografischen Umstände, unter denen Mann schrieb. Dabei widmet er sich der Frage, wie die politische und gesellschaftliche Stimmung der 1920er Jahre Manns Schreiben beeinflusste.

Ohler bringt detaillierte Recherchen über das real existierende Sanatorium in Davos, das Mann als Inspiration diente, und über die medizinischen Praktiken und gesellschaftlichen Erwartungen der damaligen Zeit ein. Seine Analyse zeigt auf, wie Mann persönliche Erfahrungen, europäische Geistesströmungen und zeitgenössische politische Entwicklungen kunstvoll ineinander verflocht, um die Komplexität der menschlichen Existenz und der fortschreitenden Moderne zu reflektieren.

Norman Ohler berichtet von den Kindersklaven und, wie es wirtschaftlich vor den geldbringenden Sanatorien aussah. Der Autor erzählt uns auch von Alfred Henschke, bekannt unter dem Pseudonym Klabund, ein deutscher Schriftsteller. Klabund litt selbst an Tuberkulose und verbrachte Zeit in Davos, was seine Schriften maßgeblich beeinflusste. In der Geschichte die Krankheit – eine Erzählung stellt Klabund auf eindringliche Weise das Schicksal eines Patienten dar, der an Tuberkulose leidet. (Diese Geschichte ist im Bookbeat Katalog enthalten.)

Indem Ohler die Lücken zwischen Fiktion und Wirklichkeit beleuchtet, eröffnet er neue Verständnisebenen des Romans und erhöht das Bewusstsein für die zeitlose Relevanz von Manns Themen. Er diskutiert, wie sich Paradigmen wie die Krankheit als Metapher für moralische und gesellschaftliche Dekadenz bis heute in unserer Kultur widerspiegeln.

Zusätzlich analysiert Ohler, wie die Charaktere von Manns Werk, insbesondere Hans Castorp, die innere Zerrissenheit und die Suchen nach Sinn und Orientierung, universelle menschliche Erfahrungen widerspiegeln. Ohler bietet somit eine wertvolle Ergänzung zu Manns komplexem Werk und zeugt von der anhaltenden Aufforderung, sich mit existenziellen und moralischen Fragen zu beschäftigen.

1929 treffen sich Ernst Cassirer und Martin Heidegger in Davos. Dazu gibt es ein Buch von Wolfram Eilenberger Zeit der Zauberer zur Rezension.

In diesem Sinne fungiert Ohlers Buch sowohl als Hommage an den literarischen Genius von Thomas Mann als auch als investigatives Werk, das die intellektuelle und historische Tiefe von „Der Zauberberg“ neu auslotet. Es bietet den Lesern eine umfassende Erfahrung, die über die reine Lektüre hinausgeht und zur aktiven Auseinandersetzung mit den Themen des Romans einlädt.

Ohler gelingt es, diesen eher einem Sachbuch geeigneten Text in einen Roman einzuflechten. Als Rahmenhandlung dient der Skiurlaub mit seiner Tochter. Dadurch lassen sich Ohlers Recherchen unterhaltsam lesen.

Kritik/Fazit zu Norman Ohler Der Zauberberg, die ganze Geschichte
Norman Ohlers Der Zauberberg, die ganze Geschichte wurde vielfach für seine gründliche Recherche und seinen lebendigen Schreibstil gelobt. Ohler gelingt es, die historische, gesellschaftliche und persönliche Dimension von Manns Werk herauszuarbeiten und den Kontext, in dem Der Zauberberg entstanden ist, anschaulich zu machen.

Es macht einfach auch Spaß, zu erfahren, wie so ein bedeutender Roman entstanden ist oder sein könnte.

Außerdem macht es auch ein wenig neugierig auf das Original. Ich muss gestehen, dass ich als Teenager begeistert war, aber diese Begeisterung beim wiederholten Lesen nicht mehr eintrat.

Man muss den Inhalt des Original-Zauberbergs nicht kennen, um Ohlers Buch genießen zu können. Kurz und gut: mir hat es gefallen!

Die Rezension für das Original Der Zauberberg von Thomas Mann folgt in den nächsten Tagen.

Mein herzlicher Dank für das Rezensionsexemplar Der Zauberberg, die ganze Geschichte geht an den Diogenes Verlag.

Profile Image for Leserlich.
105 reviews
December 11, 2024
Das Buch liest sich sehr rasch und ist auch ganz gut recherchiert. Man erfährt ein bisschen weniger über Thomas Mann als erwartet, dafür einiges mehr, das mir nicht bekannt oder zumindest nicht mehr bewußt war, wie z.B. dass Davos der Hauptsitz der NSDAP in der Schweiz war, und dass dort Wilhelm Gustloff ermordert wurde, nach dem das später tragisch versenkte KdF-Schiff benannt wurde. Auch über Klabund und die mir bis dato unbekannte Carola Neher las ich ganz gerne. Suki, Emma, und die Probleme, die der Ich-Erzähler mit ihnen hat, sind da bedeutend weniger interessant, und deren Aufarbeitung wohl hauptsächlich für den Autor wichtig. Vielleicht musste er auch aus seiner Sach-Recherche einen Roman machen, damit er seinen Aufenthalt in Davos wie beschrieben auch wirklich von der Steuer absetzten konnte. Es sei ihm vergönnt.
Profile Image for Sophie.
289 reviews333 followers
December 9, 2024
Die Geschichte des Schweizer Ortes Davos einmal beleuchtet zu sehen, tat wohl. Die Skireise des Autors mit pubertierender Tochter & grässlicher Jugendsprache (wer redet so, ernsthaft?) hingegen hätte man sich sparen können. Etwas mehr Kulturgeschichte, weniger Boomer-Anteil, hätte dem Buch gut getan.
Profile Image for Michael Madel.
541 reviews11 followers
October 3, 2024
Norman Ohler erweist sich als großartiger Stilist, der in fein geschliffenen Sätzen die "ganze Geschichte" des Davoser Zauberbergs erzählt, die weitaus mehr umfasst, als Thomas Manns Roman.
8 reviews
January 13, 2025
Berührt ernste Themen sehr leichtfüßig und stilsicher.
Veschränkung von Selbstfindung, Beziehung -- und einer Ortsggeschichte voller Hoffnung, mancher Betrug & Irrung und Neuerfindung.
19 reviews
May 5, 2025
Der Erzählstrang über den Autor & persönliche Situation ist recht oberflächlich. Dafür ist der historische Kontext über die Schweiz und Entwicklung Davos‘ sehr interessant und lesenswert.
4 reviews
September 7, 2025
Humorvoller aber auch sehr Geschichtlicher Einblick in die Historie und vergangene Politik in Davos. Sehr spannend, wenn man das Dorf kennt oder schon mal hier war.
Profile Image for Ursula.
69 reviews
September 21, 2025
Ich weiß nicht ob es fünf Sterne oder vier Sterne verdient. Deshalb bin ich knauserig und gebe vier Sterne. Aber eigentlich sind es fünf. Wie blöd ist das von mir? Ein super Buch!
8 reviews1 follower
January 12, 2025
Mir hat der Rahmen gefehlt, der etwas zu gewollt reingequetscht worden ist. Ich habe den Wille gesehen themen wie klimawandel, awareness und die neue Generation reinzubringen, doch mir war es nicht authentisch genug.
Die rein historischen Teile haben mir jedoch gut gefallen.
All in all okay, aber keine Literatur die einen fesselt, denn besonders die zu gewollte Jugendsprache hat mich verwirrt.
Der drogen obszess etc- weiß nicht ob es das gebraucht hätte.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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