Es war krass & sehr poetisch & emotional, die Lebensgeschichte von Sonja Fatma Bläser zu lesen, die zwischen ihrer nostalgischen Kindheit und Liebe zur kurdisch/türkischen Kultur und dem Wunsch nach Freiheit und Autonomie sowie Feminismus steht und fast daran zerbricht. Man kann die Geschichte und die Vorhaben ihrer heutigen Öffentlichkeitsarbeit gut nachvollziehen & ich habe viel gelernt.
„Mit den Augen des Kindes und der jungen Frau Fatma betrachtet, ergibt sich das Bild einer kurdisch-türkischen Kultur, in der Männer ihre Herrschaft über Frauen und Kinder in extremer Weise ausleben und durch ihre Auffassung vom Islam rechtfertigen. Und gerade dies ist es, was das Buch, weil es hier in Deutschland erscheint, schwierig macht: Viele Menschen und Institutionen setzen sich heute dafür ein, daß [sic!] in Deutschland die Bereitschaft wächst, die hier lebenden Türkinnen und Türken als Bereicherung zu empfinden und nicht als Gefährdung.“