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Gott kann auch nicht alles

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Lucas.
31 reviews8 followers
May 30, 2024
Eine leicht verständliche und gut geschriebene Einführung in die Prozesstheologie. Auch wenn ich manche prozesstheologische Gedanken als herausfordernd empfinde, ist es Jason gelungen, die Thesen und Überzeugungen der Prozesstheologie sehr gut aufzubereiten.

Es macht mir immer wieder Freude, im Dialog mit dieser theologischen Strömung meine eigene Sichtweise zu reflektieren und zu überdenken. Genau das ermöglicht dieses Buch. Es hat richtig Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Lohnt sich!
2 reviews
June 3, 2024
Sehr spannendes Buch, wundervoll geschrieben. Lädt zum nachdenken und reflektieren ein
6 reviews
April 23, 2025
Das Buch hält, was es verspricht: einen ersten Überblick über die Prozesstheologie. Gefallen hat mir der Aufbau des Buchs nach Themen und wie Jason immer wieder anschauliche Beispiele mit einbringt.
Viele Gedanken waren mir jedoch nicht ausreichend ausformuliert, haben mir zu abrupt aufgehört und mich irgendwie unbefriedigt zurückgelassen. Ich hatte beim Lesen auch den Eindruck, dass hier viel postevangelikaler Frust verarbeitet wurde; relatable, aber auch zu pauschalisierend - hier hätte ich mir mehr Differenziertheit über die theologische Landschaft gewünscht.
Profile Image for Bine.
131 reviews1 follower
January 6, 2025
Jason Liesendahl will in diesem Buch eine Einführung in die Prozesstheologie geben. Dazu arbeitet er sich an einem aristotelisch-calvinistischem Gottesbild ab und setzt dem ein neues entgegen.
Zwei Sterne gibt es von mir aus verschiedenen Gründen:
1. Jason verwendet immer wieder extreme Negativbeispiele aus einem calvinistisch geprägten amerikanischen Kontext und stellt diese dann als represäntativ für christliches Verhalten dar (z.B. Predigt von Mark Driscoll, der Fall Jule Woodson und ihr ehemaliger Jugendpastor Andy, ...). So verurteilenswürdig und abscheulich diese Beispiele sind, sie sind keine repräsentative oder auch faire Darstellung des christlichen Glaubens, nicht einmal des evangelikalen. Ich bekomme den Eindruck, dass Jason hier gegen einen Strohmann kämpft, den es in Wirklichkeit nur selten in dieser Härte gibt.
2. Jason wirft gute Fragen auf. Selbstverständlich muss sich die Theologie fragen lassen, wie man nach Auschwitz noch angemessen von Leid und der Barmherzigkeit eines allmächtigen Gottes reden kann. Doch die Fragen sind nicht neu und es gibt bereits viele Antworten in der langen Theologiegeschichte darauf. Diese werden doch vom Autoren offenbar gar nicht wahrgenommen. Stattdessen werden immer wieder nur eine Handvoll Prozesstheologen zitiert. Auch die Theologiegeschichte wird sehr verkürzend und abwertend nur wahrgenommen. Dass theologisches Denken ohne das Nicäanische Konzil eigentlich kaum möglich wäre, dass Denkfiguren und Denkvorraussetzungen hier entstanden sind, ohne die auch die Prozesstheologie Schwierigkeiten hätte, kommt nicht raus.
3. Der Prozesstheologie, wie Jason sie darstellt, liegt ein stark individualistisches, autarkes Menschenbild zugrunde, bei dem große Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit vorausgesetzt wird, die selbst Gott nicht verletzen darf. Das entlarvt diese Theologie m.E. als "white-boy-theology". Ich glaube ein großer Teil der Menschheit, der durch Kriege, Armut, Krankheit, Konflikte etc. starke Fremdbestimmung erlebt, wird hier Schwierigkeiten haben zu folgen.
4. Das Gottesbild der Prozesstheologie selbst. Denkt man es konsequent, dann müsste das Hiobbuch folgendermaßen aufhören: Gott setzt sich zu Hiob, klopft ihm auf die Schulter und sagt: "Sorry, alter Junge, tut mir leid. Das konnte ich auch nicht verhindern." So hört es aber ja nicht auf. Der Clou ist doch, dass Gott nicht dem Menschen Hiob erklärt, was da im Hintergrund gelaufen ist. Gott zeigt sich Hiob in seiner/ihrer ganzen Größe und Unerklärlichkeit. Hiob erfährt zwar nicht die Gründe für sein Leid, aber ebensowenig wird er verurteilt für sein Klagen. Stattdessen sollen Opfer für die Freunde gebracht werden, die versucht haben Erklärungen für das Leid zu geben. Als Lesende des Hiobbuches erfahren wir, dass es zwischen den Himmelsmächten im Hintergrund eine Vereinbarung gab, aber Hiob bleibt diese verborgen.
Dieses Gottesbild zeugt für mich von sehr viel mehr Einsicht in die Kurzsichtigkeit des Menschen, die Begrenztheit unserer Möglichkeiten und die Anerkennung von Spannungen, die wir nicht auflösen können. Prozesstheologie lässt diese Art der Ambiguitätstoleranz leider sehr vermissen. Gott wird auf ein Maß verkleinert bis er/sie in die Box passt, die denkbar ist. Für mich stellt sich da die Frage, ob ich einen Gott, den ich denken kann, überhaupt noch brauche.

Es gibt Aspekte der Prozesstheologie, die ich durchaus für sehr hilfreich halte, wie z.B. ein dynamisches Gottesbild, eine Abkehr von einem aristotelisch-metaphysischen Gottesbild mit absoluter Allmacht, Unveränderlichkeit, Leidensunfähigkeit etc. Doch da gibt es auch woanders in der Theologie bereits gute Antworten...
5 reviews
August 3, 2024
Gut geschrieben und eine tolle Mischung aus philosophischen Gedanken, Autobiografischem, Wiedergabe theologischer Standpunkte und biblischen Erzählungen.
Mich begeistert wie gewaltfrei Gott in der Prozesstheologie ist, genauso wie die Verantwortung, die den Menschen darin zukommt und die Offenheit (im Gegensatz zu starren Dogmen). An manchen Punkten würde ich nicht ganz so weit gehen, vor allem wenn es um Zeit geht - für mich ist freier Wille und Entscheidungsfreiheit und damit auch Verantwortung auch denkbar, wenn Gott schon die Zukunft kennt, weil Gott gleichzeitig in der Zukunft und in der Gegenwart ist - hier wäre mir Gott sonst zu menschlich gedacht. An sich aber viele gute Gedanken, an die man beliebig anbauen kann.

Regt zum Nachdenken an! Sehr inspirierend!
Profile Image for WannabePageTurnerPro.
4 reviews
July 13, 2024
Tolles Buch. Jason Liesendahl vermittelt die Inhalte verschiedener Prozesstheolog:innen super spannend und gut verständlich, so dass man einen guten Einstieg ins Thema bekommt und Lust auf mehr geweckt wird! Das Buch regt zum Hinterfragen des eigenen Glaubens und zur Selbstreflexion an. Große Empfehlung.
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